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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Programm der Alternative für Deutschland für die Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Viergliedriges Schulsystem mit Leistungsprinzip erhalten

Die AfD will das bayerische Schulsystem aus Mittelschule, Realschule, Gymnasium und Förderschule beibehalten und in allen Schularten das Leistungsprinzip anwenden. Ausbildungsberufe sollen mehr Ansehen erhalten, die Mittelschulen gestärkt werden und weniger Kinder aufs Gymnasium wechseln. Einmischung von Bund und EU in die Bildungspolitik lehnt sie ab.

Die AfD will die vier Schul-Arten in Bayern behalten. Überall soll Leistung zählen. Die Mittel-Schule soll besser auf eine Ausbildung vorbereiten. Weniger Kinder sollen aufs Gymnasium gehen. Bayern soll selbst über seine Schulen bestimmen.

Das Programm begründet das gegliederte System mit der Förderung nach individuellen Fähigkeiten und nennt die Durchlässigkeit zwischen den Schularten sowie gute Deutschkenntnisse als Voraussetzungen. Alle Schularten sollen eine breite Allgemeinbildung vermitteln und handwerkliche Begabungen stärker fördern; die Bundeswehr soll an Schulen informieren dürfen. Kinder sollen vor dem geschützt werden, was die AfD politische Indoktrination und Frühsexualisierung nennt, und ein Heimatgefühl entwickeln. Bis zum Ende der Grundschule soll jedes Kind schwimmen können, wofür ein Aufholprogramm mit zusätzlichen Schwimmlehrern vorgesehen ist. Lehrkräfte im Referendariat und ohne Beamtenstatus sollen durchgehende Verträge erhalten, und der Freistaat soll die IT-Ausstattung beschaffen und warten.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„setzen uns daher für den Erhalt des viergliedrigen Schulsystems, bestehend aus Mittelschule, Realschule, Gymnasium und Förderschule, ein.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende gegliederte Schulsystem samt Förderschule soll gegen Reformen verteidigt und mit Betonung von Tradition und Heimat verbunden werden.

  • Europaeher weniger EU

    Die AfD wendet sich gegen Einfluss der EU auf die Bildungspolitik und will die Zuständigkeit beim Land halten.

Lernen außerhalb der Schule ermöglichen

Die AfD will Wege schaffen, Bildung auch außerhalb des herkömmlichen Schulsystems zu erwerben. Andere Schul- und Lernformen sollen zulässig sein, wenn der Lernfortschritt nachgewiesen wird. Das Programm verweist dabei auf die Erfahrungen aus der Corona-Zeit.

Kinder sollen auch außerhalb der normalen Schule lernen dürfen. Dafür müssen sie zeigen, dass sie genug lernen. Die AfD nennt als Grund die Erfahrungen aus der Corona-Zeit.

Unter dem Schlagwort „Bildung statt Schulzwang“ fordert das Programm mehr Freiheit beim Lernen. Voraussetzung für alternative Formen ist ein Nachweis, dass die Kinder entsprechend vorankommen. Bei jeder Lernform soll das soziale Miteinander beachtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Alternative Schul- und Lernformen sollten bei Nachweis des entsprechenden Leistungsfortschritts möglich sein.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die heute geltende Pflicht zum Schulbesuch soll gelockert werden, was eine staatliche Pflicht für Familien abschwächt.

Hochschulen ohne Genderforschung und Quoten

Die AfD will an Bayerns Hochschulen vor allem MINT-Fächer und traditionelle Studiengänge fördern und hält Lehrstühle für Genderforschung für überflüssig. Quoten nach Geschlecht, Gender-Identität oder Migrationshintergrund lehnt sie ab. Aus Sicht des Programms ist die Wissenschaftsfreiheit durch ideologische Einflüsse gefährdet.

Die AfD will Fächer wie Mathematik, Technik und Natur-Wissenschaft stärker fördern. Lehrstühle für Gender-Forschung hält sie für unnötig. Sie ist gegen Quoten an Hochschulen. Eine Quote ist ein fester Anteil von Stellen für eine Gruppe. Niemand soll Nachteile haben, wenn er nicht gendert.

Die Hochschulen sollen eine verlässliche staatliche Grundfinanzierung bekommen, die nicht an ideologische Bedingungen geknüpft ist. Niemand soll benachteiligt werden, weil er keine Gendersprache benutzt. Das Programm kritisiert den Einfluss einer aus seiner Sicht politisierten Klimaforschung und der Gender-Theorie und beklagt, dass abweichend denkende Wissenschaftler behindert würden. Zur Forschungsfreiheit zählt die AfD auch militärische Forschung an Universitäten. Quoten wertet sie als Eingriff in die Berufsfreiheit und als Ungleichbehandlung. Zugleich sollen Lehrstuhlinhaber und der akademische Mittelbau sichere und annehmbare Arbeitsbedingungen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Die AfD tritt dafür ein, insbesondere die MINT-Fächer und traditionelle Studiengänge zu fördern; Lehrstühle für „Genderforschung“ sind jedoch überflüssig.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Genderforschung soll nicht mehr gefördert und Gleichstellungsquoten sollen abgelehnt werden, was bestehende Gleichstellungsinstrumente an Hochschulen zurückdrängt.

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Militärische Forschung an Universitäten wird ausdrücklich als Teil der Forschungsfreiheit bejaht, was eher zu militärischer Stärke passt.

Deutsch als Wissenschaftssprache erhalten

Die AfD will Deutsch als Sprache der Wissenschaft an bayerischen Hochschulen bewahren und lehnt Studiengänge ab, die nur auf Englisch stattfinden. Zugleich erkennt sie Englisch als weltweite Wissenschaftssprache an und will Fremdsprachenkenntnisse fördern.

Die AfD will, dass an Hochschulen weiter auf Deutsch geforscht und gelehrt wird. Sie ist gegen Studiengänge nur auf Englisch. Englisch findet sie trotzdem wichtig. Studenten sollen Fremdsprachen gut lernen können.

Das Programm begründet die Forderung mit der Genauigkeit, die die deutsche Sprache im Ausdruck biete. Rein englischsprachige Studiengänge soll es nicht geben. Ein breites Lehrangebot soll die Fremdsprachenkenntnisse von Studenten und Akademikern stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Wir wollen die deutsche Sprache mit ihren präzisen Ausdrucksmöglichkeiten als Wissenschaftssprache an bayerischen Hochschulen erhalten und lehnen rein englischsprachige Studiengänge ab.“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Bestehende rein englischsprachige Studiengänge sollen entfallen, um die deutsche Sprache als gewachsenes Kulturgut zu bewahren.

Drittmittelforschung transparent machen

Die AfD will die Abhängigkeit der Hochschulen von Drittmittelgebern verringern und verlangt Offenheit bei Projekten, die mit eingeworbenen Geldern bezahlt werden. Die Unabhängigkeit der Forschung soll gewahrt bleiben.

Hochschulen bekommen Geld auch von außen, zum Beispiel von Firmen. Das nennt man Drittmittel. Die AfD will, dass Forschung davon weniger abhängt. Bürger sollen sehen können, wofür das Geld dient.

Das Programm nennt Drittmittel einen wichtigen Baustein für den Wissenschaftsstandort. Ziele und Verwertung der Ergebnisse solcher Forschung sollen für Steuerzahler nachvollziehbar sein, ebenso der Einsatz öffentlicher Mittel für private wirtschaftliche Zwecke. Projekte, die die AfD als rein ideologisch motiviert ansieht, sollen nicht mehr finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Wir fordern Transparenz bei Forschungsvorhaben, die mit eingeworbenen Forschungsgeldern finanziert werden.“
Seite 85 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Diplom und Magister wieder einführen

Die AfD will die Abschlüsse Diplom und Magister zurückbringen und Bachelor- und Masterstudiengänge auslaufen lassen. Sie begründet das mit dem guten Ruf, den das deutsche Hochschulsystem vor der Bologna-Reform gehabt habe.

Die AfD will die alten Abschlüsse Diplom und Magister zurück. Bachelor und Master sollen nach und nach enden. Das Staats-Examen soll bleiben. Die AfD sagt: Das alte System hatte weltweit einen guten Ruf.

Das Staatsexamen soll erhalten bleiben. Nur Universitäten sollen den Doktortitel verleihen dürfen; besonders geeignete Absolventen von Fachhochschulen sollen aber an einer bayerischen Universität promovieren können. Fachhochschulen sollen sich auf anwendungsnahe Forschung und Lehre konzentrieren. Hochschulen sollen ihre Studenten nach eigenen Maßstäben aussuchen dürfen. Für die Juristenausbildung verlangt das Programm Wissensvermittlung, vergleichbare Leistungsanforderungen, bewussten Umgang mit der deutschen Sprache und digitale Fähigkeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Daher sind Diplom- und Magisterabschlüsse wieder einzuführen und das Staatsexamen ist beizubehalten.“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das heutige Bachelor-Master-System soll zugunsten der früheren Abschlüsse rückgebaut werden, begründet mit der Tradition deutscher Wissenschaft.

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