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parteiprogramm

SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Zukunft für Bayern. Soziale Politik für Dich.“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Recht auf Freistellung für Weiterbildung einführen

Die SPD will ein bayerisches Weiterbildungsgesetz, das Beschäftigten und Auszubildenden einen Anspruch auf Freistellung für berufliche Fortbildung gibt. Finanziert werden soll Qualifizierung zusätzlich über Fonds, in die per Umlage eingezahlt wird.

Die SPD will ein neues Gesetz für Weiterbildung. Beschäftigte und Azubis sollen dafür frei bekommen. Darauf sollen sie ein Recht haben. Betriebsräte sollen Kurse vorschlagen dürfen. Gemeinsame Geld-Töpfe sollen Kurse mitbezahlen.

Der Freistellungsanspruch soll gesetzlich festgeschrieben werden. Betriebs- und Personalvertretungen sollen ein Initiativrecht für qualifizierte Weiterbildungsmaßnahmen bekommen, also solche Maßnahmen selbst anstoßen können. Regionale oder branchenbezogene Weiterbildungsfonds sollen per Umlage gespeist werden und Qualifizierung über die Arbeitsmarktförderung hinaus bezahlen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir werden ein Weiterbildungsgesetz schaffen, das einen Rechtsanspruch auf Freistellung von Arbeitnehmer*innen und Auszubildenden zum Zwecke der beruflichen Weiterbildung gesetzlich verankert.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Bayern kennt bisher keinen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsfreistellung; die SPD will ihn neu einführen und Umlagefonds schaffen, was Arbeitgebern neue Pflichten auferlegt.

Ausbildungsgarantie mit Umlagefonds einführen

Die SPD will jedem jungen Menschen in Bayern einen Ausbildungsplatz zusichern und dies über eine Umlage der Unternehmen bezahlen. Die berufliche Bildung soll bis zum Meister kostenfrei werden, weil die Partei sie als gleichwertig mit akademischen Abschlüssen ansieht.

Jeder junge Mensch in Bayern soll eine Ausbildung bekommen. Das will die SPD garantieren. Die Firmen zahlen dafür in einen gemeinsamen Geld-Topf ein. Die Ausbildung soll bis zum Meister nichts kosten. Für Azubis soll es mehr Wohnheime geben.

Neben der Garantie will die SPD mehr Hilfsangebote während der Ausbildung bezahlen, damit möglichst alle einen Abschluss schaffen. Überbetriebliche Ausbildungsstätten sollen schneller genehmigt und langfristig finanziert werden, um Wege kurz zu halten und ländliche Regionen zu stärken. In der Sekundarstufe aller Schularten soll ein Pflichtpraktikum in einem Ausbildungsberuf stattfinden. Wohnheime für Azubis und Studierende sollen stärker gefördert und wechselseitig geöffnet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir garantieren allen jungen Menschen in Bayern eine duale oder schulische Berufsausbildung. Finanziert wird dies durch einen Umlagefonds, in den die Unternehmen einzahlen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine landesweite Ausbildungsgarantie mit verpflichtender Umlage der Unternehmen wäre neu und greift deutlich stärker in den Ausbildungsmarkt ein als heute.

Berufliche Schulen und duales Studium stärken

Die SPD will Berufsschulen besser ausstatten, mehr Lehrkräfte gewinnen und die Schulsozialarbeit ausbauen. Für dual Studierende sollen einheitliche Rechte gelten. Die Partei begründet das mit der Gleichwertigkeit von praktischer und theoretischer Ausbildung.

Die SPD will bessere Berufsschulen. Dafür soll es mehr Geld und mehr Lehrkräfte geben. Schüler mit einer anderen Muttersprache sollen Kurse für Fach-Wörter bekommen. Bei Prüfungen sollen sie mehr Zeit haben. Wer dual studiert, soll fair bezahlt werden.

Vorgesehen sind mehr Mittel, auch für inklusiv geschultes Personal, sowie eine Schülervertretung an jeder Berufsschule, die mit betrieblichen Gremien und Gewerkschaften verbunden wird. Dual Studierende sollen angemessen vergütet werden, ihre Pflichtzeit im Betrieb soll begrenzt sein; Gewerkschaften sollen Zugang zu Berufsschulen erhalten. Universitätsschulen für angehende Berufsschullehrkräfte sollen ausgebaut und Fachlehrkräfte höher eingruppiert werden. Geplant sind zudem mehr Fachsprachkurse, ein besserer Betreuungsschlüssel in der Schulsozialarbeit und ein rechtssicherer Nachteilsausgleich bei Prüfungen. Im Ausland oder in der Praxis erworbene Kompetenzen sollen anerkannt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir wollen die beruflichen Schulen inklusiv, fachlich, technisch und pädagogisch auf das höchste Niveau bringen“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Für Berufsschulen, Personal und Schulsozialarbeit sollen mehr öffentliche Mittel fließen, also ein Ausbau staatlicher Leistungen.

  • Migrationeher offen

    Fachsprachkurse, längere Prüfungszeiten und die Anerkennung ausländischer Qualifikationen sollen Zugewanderten die Ausbildung erleichtern.

Gemeinschaftsschule einführen, Übertrittszeugnis abschaffen

Die SPD will die Gemeinschaftsschule als weitere Schulart neben den bestehenden einführen, damit Kinder länger gemeinsam lernen. Bis dahin soll das Übertrittszeugnis wegfallen; über die Schullaufbahn entscheiden dann Eltern und Lehrkräfte in einem Pflichtgespräch.

Die SPD will eine neue Schul-Art einführen: die Gemeinschafts-Schule. Dort lernen alle Kinder zusammen. Die anderen Schul-Arten bleiben. Das Übertritts-Zeugnis nach der Grundschule soll wegfallen. Eltern und Lehrer sprechen dann gemeinsam über die passende Schule.

Das Programm begründet den Schritt damit, dass der Bildungserfolg stark vom Bildungsstand der Eltern abhänge. Im Unterricht sollen Fähigkeiten wie Teamarbeit, kritisches Denken und Medienkompetenz mehr Gewicht bekommen, ebenso Projektarbeit und selbstgesteuertes Lernen. Daraus folgen für die SPD andere Bewertungsformen wie Portfolios und Lernfortschrittsgespräche. Die Lehrpläne sollen sich an „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Deshalb werden wir zusätzlich zu den bisherigen Schularten die Gemeinschaftsschule einführen und so für mehr Chancengleichheit sorgen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das gegliederte Schulsystem wird um gemeinsames Lernen ergänzt und die Auslese nach der Grundschule gelockert, was eine Abkehr von der überlieferten Schulstruktur ist.

Kleinere Klassen, mehr Personal, reformierte Lehrerbildung

Die SPD will Klassen mittelfristig auf höchstens 20 Kinder begrenzen und Schulen mit zusätzlichem Fach- und Verwaltungspersonal ausstatten. Die Lehramtsausbildung soll umgebaut werden, und alle Lehrkräfte sollen vom Berufsstart an nach A13 bezahlt werden.

Die SPD will kleinere Klassen. Höchstens 20 Kinder sollen in einer Klasse sein. Schulen sollen mehr Fachleute bekommen, zum Beispiel Schul-Psychologen. Alle Lehrer sollen gleich viel verdienen. Schulen mit vielen armen Kindern sollen mehr Geld bekommen.

Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf soll die Klasse noch kleiner sein. Multiprofessionelle Teams aus Schulpsychologie, Sozial- und Heilpädagogik sollen den Unterricht unterstützen, weitere Verwaltungsstellen und IT-Betreuung die Lehrkräfte entlasten. Das Lehramtsstudium soll mit einem schulartunabhängigen Grundstudium beginnen, mehr Praxis enthalten und mit einem Master nach Schulstufen enden. Ein Investitionsprogramm für die Kommunen soll Schulgebäude modernisieren und kleine Standorte sichern. Schulbudgets sollen gezielt an Schulen mit vielen benachteiligten Kindern und in strukturschwache Regionen fließen; Mittelschulen sollen besser ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Damit Lehrkräfte auf jedes Kind individuell eingehen können, begrenzen wir die maximale Klassenstärke mittelfristig auf 20 Kinder pro Klasse.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kleinere Klassen, mehr Stellen, höhere Besoldung und ein Investitionsprogramm erhöhen die öffentlichen Bildungsausgaben.

Kostenfreie Bildung und volle Lernmittelfreiheit

Die SPD will, dass Bildung von der Kindertagesstätte bis zum Meister oder Master nichts kostet. Lernmittel einschließlich digitaler Geräte sollen für Schülerinnen und Schüler frei sein, damit das Einkommen der Eltern nicht über Bildung entscheidet.

Die SPD will: Bildung soll nichts kosten. Das gilt von der Kita bis zum Studium oder zur Meister-Prüfung. Auch Bücher und Tablets sollen für Schüler kostenlos sein. Lehrer sollen Dienst-Geräte bekommen.

Gebühren für Bildung lehnt die Partei grundsätzlich ab. Lehrkräfte sollen regelmäßig Dienstgeräte erhalten. Die Digitalisierung der Schulen will die SPD beschleunigen, indem das Land die kommunalen Schulträger mit Förderprogrammen unterstützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Bildungsgebühren lehnen wir ab und stehen für volle Lernmittelfreiheit, insbesondere auch bei digitalen Endgeräten.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gebührenfreiheit und vom Staat bezahlte Lernmittel samt Geräten weiten öffentlich finanzierte Leistungen aus.

Rechtsanspruch auf Ganztagsschule und kostenloses Schulessen

Die SPD will einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer gebundenen Ganztagsschule schaffen, auch nach der Grundschule. Alle Schülerinnen und Schüler sollen ein gesundes Frühstück und Mittagessen ohne Kosten bekommen. Ziel ist nach dem Programm mehr Chancengerechtigkeit.

Die SPD will: Jedes Kind hat ein Recht auf einen Platz in einer Ganztags-Schule. Das gilt auch nach der Grundschule. Alle Schüler bekommen Frühstück und Mittagessen kostenlos. Alle Kinder sollen schwimmen lernen.

Als ideal gilt der SPD die rhythmisierte Ganztagsschule, in der sich Lernen, Üben und Erholung abwechseln. Andere bestehende Betreuungsformen sollen bleiben und in der Qualität verbessert werden. Förderrichtlinien für Schulbauten und die Finanzierung sollen an den Raum- und Personalbedarf angepasst werden. An allen Schulen sollen Sport, Musik, kreative Hobbys und handwerkliche Fähigkeiten Platz haben. Die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler soll wachsen, die SMV soll zu einer Vertretung mit echten Mitspracherechten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Deswegen werden wir einen Rechtsanspruch auf einen gebundenen Ganztagsschulplatz einführen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein neuer Rechtsanspruch und kostenlose Mahlzeiten für alle Schülerinnen und Schüler schaffen öffentliche Leistungen, die es heute so nicht gibt.

Hochschulen solide finanzieren, Dauerstellen schaffen

Die SPD will die Grundfinanzierung der Hochschulen stärken, damit Lehre und Forschung weniger von Drittmitteln abhängen. Die Personalstrukturen sollen reformiert werden, sodass dauerhafte Aufgaben mit unbefristeten Stellen besetzt sind.

Die SPD will den Hochschulen mehr festes Geld geben. Für Aufgaben, die immer anfallen, soll es feste Stellen geben. Junge Forscher sollen besser planen können. Es soll mehr Wohnheim-Plätze für Studierende und Azubis geben.

Ein Rahmenvertrag mit den Hochschulen soll angemessene Vertragslaufzeiten und klare Qualifikationsziele für Promovierende sowie planbare Karrierewege nach der Promotion festlegen. Das Professorinnen-Programm des Bundes soll mit Landesmitteln aufgestockt werden. Neben MINT-Fächern will die SPD auch Sozial- und Geisteswissenschaften fördern und Studienplätze für Gesundheit, Pflege, Soziale Arbeit und Deutsch als Zweitsprache ausbauen. Digitale Bildungszentren an Hochschulen sollen auch Schulen, Museen und Bibliotheken unterstützen. Azubi- und Studierendenwerke sollen mehr Zuschüsse erhalten, um Wohnheimplätze zu schaffen, Mieten stabil zu halten und Beratung auszubauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Um Dauerstellen für Daueraufgaben zu schaffen, werden wir eine Reform der Personalstrukturen an den bayerischen Hochschulen initiieren.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Grundfinanzierung, unbefristete Stellen und höhere Zuschüsse für Studierendenwerke erweitern die öffentlichen Ausgaben im Hochschulbereich.

Hochschulen demokratisieren und Gleichstellung stärken

Die SPD will an Bayerns Hochschulen die verfasste Studierendenschaft und die Viertelparität einführen, bei der vier Gruppen der Hochschule in Gremien gleich stark vertreten sind. Frauenbeauftragte sollen mehr Befugnisse bekommen, und das Studium soll barrierefreier werden.

Die SPD will mehr Mitbestimmung an Hochschulen. Studierende sollen eine eigene, gesetzlich festgelegte Vertretung bekommen. In den Gremien sollen alle Gruppen gleich viele Stimmen haben. Frauen-Beauftragte sollen mehr Rechte bekommen. Für Opfer von Belästigung soll es feste Beratungs-Stellen geben.

Personalräte und Vertretungen der Promovierenden sollen eine stärkere Stellung erhalten. Mehrjährige Verpflichtungen der gesamten Hochschule, etwa Zielvereinbarungen, sollen von den gewählten Gremien von Anfang an mitverhandelt, beschlossen und überwacht werden. Frauenbeauftragte sollen unter anderem volles Stimmrecht im Hochschulrat bekommen. Die SPD will hauptberufliche Beschwerde- und Beratungsstellen bei sexueller Belästigung und Diskriminierung fördern. Zugänge, Fluchtwege und digitale Lehre sollen barrierefrei werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir sorgen für die Demokratisierung im Hochschulbereich und werden die verfasste Studierendenschaft und die Viertelparität einführen“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Mitbestimmung, gestärkte Frauenbeauftragte und Stellen gegen Diskriminierung bauen Gleichstellung und Teilhabe an Hochschulen aus.

Politische Bildung und Gedenkarbeit ausbauen

Die SPD will mehr politische Bildung im Unterricht und einen verpflichtenden Besuch einer Gedenkstätte oder eines Demokratie-Ortes für alle Schülerinnen und Schüler. Politische Bildung soll von der Kita bis ins Erwachsenenalter reichen. Das Programm begründet das damit, demokratische Werte zu festigen und rechten Tendenzen zu begegnen.

Die SPD will mehr politische Bildung an Schulen. Jedes Schulkind soll einmal eine Gedenkstätte besuchen. Eine Gedenkstätte erinnert zum Beispiel an die Opfer der Nazi-Zeit. Schon Kinder in der Kita sollen Demokratie lernen. Auch Erwachsene sollen Angebote bekommen.

Der Unterrichtsanteil politischer Bildung soll steigen, und jedes Schulkind soll wenigstens einmal einen Ort der Demokratie oder eine Gedenkstätte kennenlernen. An allen Universitäten sollen die Lehrstühle für politische Bildung wachsen, und das Thema soll fester Teil der Lehrkräfteausbildung in allen Schularten werden. Die SPD unterstützt eine Qualifizierungsoffensive von Bund und Ländern für pädagogisches Personal in Kitas und Schulen. Gedenkstätten zur NS-Diktatur sowie Orte jüdischen Lebens und anderer verfolgter Gruppen sollen weiter gefördert und finanziell ausgestattet werden. Die Jugend- und Erwachsenenbildung soll stetig steigende Zuschüsse erhalten, Initiativen für Vielfalt sollen Unterstützung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Wir werden den Anteil der politischen Bildung im Unterricht erhöhen und dafür sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler mindestens einmal in ihrer Schullaufbahn eine Gedenkstätte oder einen Ort der Demokratie besuchen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Demokratiebildung, Förderung von Vielfaltsinitiativen und Erinnerungsarbeit bauen bestehende Angebote in progressiver Richtung aus.

Bildung europäischer ausrichten und gebührenfrei halten

Die SPD will Bildung in Bayern unabhängig von der Staatsangehörigkeit gebührenfrei machen und stärker auf Europa ausrichten. Englisch soll durchgehend ein Schwerpunkt des Unterrichts sein, und alle Schülerinnen und Schüler sollen mindestens einmal kostenlos ins Ausland reisen können. Für internationale Studierende, Forschende und Lehrende ist eine Wohnungsgarantie vorgesehen.

Die SPD will, dass Bildung in Bayern nichts kostet. Das soll für alle gelten, egal aus welchem Land sie kommen. Englisch soll in allen Klassen wichtig sein. Jedes Schulkind soll einmal eine Woche kostenlos ins Ausland fahren können.

Englisch soll von der ersten Klasse bis zum Schulabschluss und auch in der Weiterbildung eine zentrale Rolle spielen. Die Auslandsreise für Schülerinnen und Schüler soll eine Woche dauern und kostenfrei sein. In den Lehrplänen will die SPD den Bezug zu Europa ausweiten und junge Menschen mehr an europäischen Prozessen beteiligen. Schüleraustausch sowie Schul- und Städtepartnerschaften über Grenzen hinweg sollen erleichtert werden. Die Vorgaben des Bologna-Prozesses zur sozialen Dimension und zur Demokratisierung der Hochschulen sollen umgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Um den europäischen Gedanken in Bayern zu stärken, setzt sich die BayernSPD für Gebührenfreiheit im Bildungswesen, unabhängig von der Staatsbürgerschaft, ein.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gebührenfreiheit, kostenlose Auslandsreisen und eine Wohnungsgarantie erweitern öffentlich finanzierte Leistungen im Bildungsbereich.

  • Europaeher mehr EU

    Mehr Europabezug in Lehrplänen und die Stärkung einer gemeinsamen europäischen Identität fördern die europäische Integration schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Bayern im Vergleich