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Freie Wähler zur Bildung

Aus dem Programm „Anpacken für Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 36 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Gegliedertes Schulsystem und Schulstandorte erhalten

Die Freien Wähler wollen das dreigliedrige Schulsystem und alle Schulstandorte in Bayern beibehalten. Schulgebäude sollen saniert und wo nötig neu gebaut werden.

In Bayern gibt es verschiedene Schularten. Die Freien Wähler wollen das so lassen. Keine Schule soll schließen. Kaputte Schulen sollen schnell repariert werden.

Das Programm nennt den Erhalt sämtlicher Schulstandorte und der Durchlässigkeit zwischen den Schularten als Ziele. Marode Gebäude sollen zügig saniert, fehlende Schulen neu gebaut werden. Freie Schulen und freie Träger sollen mehr Geld erhalten. Der Schulweg soll schon ab dem ersten Kilometer kostenlos sein, und die Wirtschaftsschule soll ab der 5. Klasse beginnen. Lehrpläne sollen überprüft und gekürzt werden, um Zeit für Kernfächer und praxisnahe Inhalte wie die Steuererklärung zu gewinnen. Mittelschulen sollen besonders gestärkt, Schulsozialarbeit und politische Bildung ausgeweitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„das differenzierte Schulsystem muss allerdings dennoch erhalten werden“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Investitionen in Schulgebäude und ein kostenloser Schulweg ab dem ersten Kilometer erweitern staatliche Leistungen schrittweise.

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende gegliederte Schulsystem wird ausdrücklich gegen eine Vereinheitlichung verteidigt, was dem bewahrenden Pol entspricht.

Lehrkräfte besser bezahlen und mehr Schulpersonal einstellen

Die Freien Wähler wollen die Besoldungsstufe A13 als Einstiegsgehalt für Lehrkräfte aller Schularten umsetzen und genügend Nachwuchs gewinnen. Außerdem sollen Lehrkräfte fest angestellt und durch zusätzliches Personal entlastet werden.

Die Freien Wähler wollen mehr Lehrer für Bayern. Alle Lehrer sollen am Anfang gleich viel verdienen. Sie sollen feste Stellen bekommen. Auch andere Helfer sollen an den Schulen arbeiten.

A13 soll als Einstiegsgehalt an allen Schularten gelten. Statt befristeter Verträge fordert das Programm feste Stellen. Die Ausbildung der Lehrkräfte soll flexibler und praxisnäher werden, mit mehr Gewicht auf Inklusion, Integration und Digitalisierung; Praktika sollen den Kontakt zur Wirtschaft sichern. Zusätzlich sollen Verwaltungs- und Schulassistenzkräfte eingestellt und multiprofessionelle Teams an allen Schularten eingesetzt werden. Für pensionierte Lehrkräfte sollen die Grenzen beim Zuverdienst entfallen. Schulen und Schulleitungen sollen mehr Eigenverantwortung erhalten.

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„Genügend Lehrernachwuchs sichern, A13 umsetzen“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Besoldung, feste Stellen und mehr Personal im öffentlichen Schuldienst bedeuten schrittweise mehr staatliche Ausgaben.

Erwachsenenbildung stärken und Bildungsurlaub einführen

Die Freien Wähler wollen die Erwachsenenbildung ausbauen und einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub schaffen. Begründet wird das mit einer Arbeitswelt, die sich immer schneller verändert.

Die Arbeit ändert sich schnell. Darum sollen auch Erwachsene weiter lernen können. Die Freien Wähler wollen dafür mehr Geld geben. Es soll ein Recht auf Bildungs-Urlaub geben. Das ist freie Zeit von der Arbeit zum Lernen.

Erwachsenenbildung soll nach dem Programm ein zentraler Teil der Bildungslandschaft sein. Angebote sollen wohnortnah entstehen und sich am Bedarf ausrichten. Das Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung soll weiterentwickelt und die Fördermittel sollen erhöht werden. Der Bildungsurlaub soll im Gesetz verankert werden.

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„Forderung eines gesetzlich verankerten Bildungsurlaubes“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub und höhere Fördermittel erweitern Arbeitnehmerrechte und öffentliche Ausgaben.

Hochschulen besser finanzieren und BAföG anpassen

Die Freien Wähler wollen die Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen und das BAföG so ändern, dass mehr Studierende mehr Geld bekommen. Bayern soll bei Hochschulen und Forschung an der Spitze bleiben.

Die Freien Wähler wollen mehr Geld für Hochschulen. Mehr Studenten sollen BAföG bekommen. BAföG ist Geld vom Staat für das Studium. Es soll auch mehr günstige Wohnungen für Studenten geben.

Jeder Bachelor-Absolvent soll ein Masterstudium aufnehmen können, und Diplomstudiengänge sollen zurückkehren. Im akademischen Mittelbau sollen die Bezahlung steigen und feste Stellen befristete Verträge ersetzen. Das Programm will digitale Lehr- und Forschungsformate sowie das Streaming von Vorlesungen ausbauen. Teilzeit- und berufsbegleitende Studiengänge sollen ohne Gebühren wachsen. Hinzu kommen bezahlbarer Wohnraum für Studierende, mehr Hilfe für Studentenwerke und der Ausbau dezentraler Hochschulstandorte.

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„Mehr Geld für mehr Studenten: BAföG an die Lebenswirklichkeit anpassen“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Grundfinanzierung, mehr BAföG und bessere Bezahlung an Hochschulen bauen öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Digitale Bildung fest verankern

Die Freien Wähler wollen digitale Bildung von der Grundschule bis zum Studium ausbauen. An weiterführenden Schulen soll Informations- und Kommunikationstechnologie Pflichtunterricht werden; analoge Lerninhalte sollen daneben bestehen bleiben.

Schüler sollen mehr über Computer und das Internet lernen. An höheren Schulen soll das ein Pflicht-Fach werden. Auch Lehrer sollen das in ihrer Ausbildung lernen. Der Staat soll beim Kauf von Geräten helfen.

Digitale Bildung soll ein verpflichtender Teil der Lehrerbildung werden. Digitale Lernformate sollen an Schulen und Hochschulen dauerhaft eingesetzt, Digital- und Medienkompetenz in allen Schulformen gefördert werden. Das Programm sieht außerdem eine digitale Weiterbildungsstrategie, mehr digitale Berufsausbildung und angepasste Studien- und Prüfungskonzepte vor. Lernende und Lehrende sollen beim Kauf von Endgeräten Hilfe erhalten. Kommunen sollen weiter Unterstützung für Beschaffung und Wartung der Geräte bekommen.

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„Verpflichtender Unterricht von Informations- und Kommunikationstechnologie an weiterführenden Schulen“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Meisterausbildung kostenlos machen, Berufsbildung aufwerten

Die Freien Wähler wollen die Meisterausbildung und -fortbildung in Bayern kostenlos machen und berufliche Bildung insgesamt weitgehend von Kosten befreien. Aus Sicht des Programms sind berufliche und akademische Bildung gleichwertig.

Wer Meister werden will, soll dafür nichts zahlen. Die Freien Wähler finden: Eine Lehre ist so viel wert wie ein Studium. Berufsschulen sollen besser ausgestattet werden. Der Staat soll für die Lehre werben.

Berufsschulen sollen aufgewertet und besser ausgestattet werden. Die Berufsorientierung an weiterführenden Schulen soll wachsen, und Studien- und Berufsberater sollen sich systematisch weiterqualifizieren. Das Programm plant eine staatliche Imagekampagne für die duale Ausbildung. Die Berufseinstiegsbegleitung für benachteiligte Jugendliche soll dauerhaft bleiben. Englisch soll in sämtlichen Ausbildungsberufen Pflichtfach werden, und der Lehrerberuf an beruflichen Schulen soll attraktiver werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Berufliche Aus- und Weiterbildung muss weitgehend kostenfrei werden, beispielsweise auch die Meisterausbildung.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Kosten der Meisterausbildung sollen vom Staat getragen werden, was öffentliche Leistungen ausweitet.

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