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Grüne zur Bildung

Aus dem Programm „Für unser schönes Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 103 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 16 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ernährungsbildung und Lebensmittelberufe stärken

Die Grünen wollen Ernährung und Ökologie in Kitas, Schulen und der Berufsausbildung stärker verankern. Ein kommunales Gärten- und Küchenprogramm soll Kinder ans Anbauen und Kochen heranführen, eine Ausbildungsoffensive das Lebensmittelhandwerk attraktiver machen. Wer weggeworfene Lebensmittel aus dem Müll holt, soll nicht bestraft werden.

Kinder sollen in Kita und Schule Essen anbauen und kochen. Dafür gibt es ein Programm für Gärten und Küchen. Die Ausbildung für Köche, Bäcker und ähnliche Berufe soll besser werden. Öko-Themen sollen in der Ausbildung wichtiger werden. Wer Essen aus dem Müll rettet, bekommt keine Strafe.

Ökologische Themen sollen in Lehrplänen, Berufs- und Fortbildung sowie in der Beratung mehr Gewicht bekommen; die Rahmenlehrpläne der Grünen Berufe sollen aktualisiert werden. Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sollen zu regionalen Kompetenzzentren werden, die den Wandel bei Landwirtschaft und Ernährung vor Ort begleiten. Die Ausbildungsoffensive für Lebensmittelhandwerk und Kochberuf setzt auf bessere Arbeitsbedingungen und moderne Inhalte wie Gesundheit, nachhaltigen Einkauf und pflanzliche Gerichte. Das Programm begründet dies mit fehlendem Praxiswissen über Selbstversorgung und Kochen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir unterstützen diese Küchen und Gärten aktiv mit einem kommunalen Gärten- und Küchenprogramm und fördern so die Wertschätzung von Lebensmitteln und Esskultur.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Förderprogramme für Kitas, Schulen und Ausbildung erhöhen die öffentlichen Ausgaben in begrenztem Umfang.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Das Retten von Lebensmitteln aus dem Müll soll straffrei werden, was die Strafbarkeit in einem eng begrenzten Bereich zurücknimmt.

Meisterkurse kostenfrei machen, Handwerksausbildung modernisieren

Die Grünen wollen die Ausbildung im Handwerk attraktiver machen: Meisterkurse sollen nichts mehr kosten, und alle Schulen sollen ab der 7. Klasse zwei Pflichtpraktika sowie Projekttage zum Handwerk anbieten. Ausbildungsinhalte und Berufsschulen sollen modernisiert werden.

Die Grünen wollen das Handwerk stärken. Der Kurs zum Meister soll kostenlos sein. Schüler sollen ab der 7. Klasse zwei Praktika machen. Berufs-Schulen sollen moderner werden.

Das Programm nennt das Handwerk unverzichtbar für Energiewende, Lebensmittelversorgung, Wirtschaft und Wohnungsbau. Die Ausbildungsinhalte sollen Themen wie Klimaschutz, sparsamen Umgang mit Ressourcen, Kreislaufmodelle und Digitalisierung aufnehmen. Berufsschulen und Berufsbildungsstätten sollen in ganz Bayern modernisiert werden. Die Praktika und Projekttage gelten für alle Schularten.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir machen die Meisterkurse in Bayern kostenfrei. Und wir führen in allen Schulen ab der 7. Klasse zwei verpflichtende Berufspraktika und Projekttage Handwerk ein.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll die Kosten der Meisterkurse übernehmen und Berufsschulen modernisieren, was öffentliche Bildungsleistungen ausbaut.

IT-Fachkräfte für alle Schulen einstellen

Die Grünen wollen, dass sich an jeder Schule hauptberufliche Systemadministratorinnen und -administratoren um die IT kümmern. Das soll die Technik professioneller machen und Lehrkräften mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben geben.

An Schulen kümmert sich oft niemand fest um die Computer. Die Grünen wollen dafür eigene Fachleute einstellen. Diese warten die Technik und helfen den Lehrkräften. So haben Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht.

Die Stellen sollen an allen Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen entstehen oder über einen regionalen Pool bereitgestellt werden. Die Fachkräfte verwalten und warten die Technik vor Ort und beantworten technische Fragen der Lehrkräfte. Das Programm begründet die Forderung damit, dass jede Schule zwar eine Hausmeisterin oder einen Hausmeister habe, aber niemanden hauptberuflich für die IT.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir werden an allen Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen eine angemessene Anzahl an Stellen für Systemadministrator*innen etablieren oder sie über einen regionalen Pool versorgen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Stellen an allen Schulen erhöhen die staatlichen Ausgaben für Bildung.

Studium für alle bezahlbar und zugänglich machen

Die Grünen wollen, dass ein Studium in Bayern nicht von Herkunft oder Geld abhängt. Sie lehnen Gebühren ab, wollen Zulassungsbeschränkungen abbauen und den Studierendenwerken mehr Geld für Wohnheime geben.

Alle sollen in Bayern studieren können, auch mit wenig Geld. Die Grünen sind gegen Gebühren für das Studium. Sie wollen mehr Wohnheime für Studierende. Es soll weniger Fächer mit Noten-Grenze geben. Wer Sorgen hat, soll leichter Beratung bekommen.

Das Programm verweist auf hohe Lebenskosten in München und anderen Hochschulstädten, während die Zahl der Wohnheimplätze nicht wachse und viele Häuser sanierungsbedürftig seien. Die Ablehnung von Gebühren gilt ausdrücklich auch für Studierende aus dem Ausland. Mentoring-Programme und eine frühere Vorbereitung auf wissenschaftliches Arbeiten in der Schule sollen verdeckte Zugangshürden senken. Außerdem sollen psychosoziale Beratung und Coaching an den Hochschulen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir stellen uns entschieden gegen Bildungsgebühren, auch für internationale Studierende, setzen uns für den Abbau von Numerus-Clausus-gebundenen Zulassungsbeschränkungen ein“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Geld für Wohnheime und die Ablehnung von Studiengebühren stärken die staatliche Finanzierung der Hochschulbildung.

Hochschulen demokratischer organisieren

Die Grünen wollen die Verfasste Studierendenschaft in Bayern wieder einführen und die Hochschulen stärker demokratisch organisieren. Das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz lehnen sie in der geltenden Fassung ab und wollen es überarbeiten.

Studierende sollen an ihrer Hochschule mehr mitbestimmen. Dafür wollen die Grünen eine eigene Vertretung der Studierenden wieder einführen. Die gibt es in allen anderen Bundes-Ländern. Die Hälfte der Plätze in Gremien soll an Frauen gehen. Das Hochschul-Gesetz soll sich ändern.

Mit der Verfassten Studierendenschaft sollen Studierende ihre Angelegenheiten selbst regeln können, wie es laut Programm in allen übrigen Bundesländern der Fall ist. Alle Gremien sollen mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt sein, was die Partei mit dem Frauenanteil unter den Studierenden begründet. Die Grünen stellen „Hochschulen der Demokratie“ einer von Präsidentinnen und Präsidenten dominierten Hochschule gegenüber. Eine Neufassung des Hochschulinnovationsgesetzes soll die Interessen aller Hochschulangehörigen berücksichtigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir führen die Verfasste Studierendenschaft wieder ein, damit Bayerns Studierende selbst über ihre Angelegenheiten entscheiden können“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine Mindestbesetzung aller Hochschulgremien zur Hälfte mit Frauen und mehr Mitbestimmung der Studierenden erweitern Gleichstellung und Teilhabe.

Hochschulen für Menschen mit Behinderung öffnen

Die Grünen wollen Hürden beseitigen, auf die behinderte Menschen beim Studieren und Forschen stoßen. Dazu gehören barrierefreie Gebäude und digitale Angebote, direkte Unterstützung der Studierenden und mehr Einfluss für die Behindertenbeauftragten.

Menschen mit Behinderung sollen leichter studieren können. Gebäude und Internet-Angebote der Hochschulen sollen barrierefrei sein. Die Hochschulen bekommen dafür mehr Geld. Sie sollen auch Dolmetscher für Gebärden-Sprache stellen. Die Beauftragten für Menschen mit Behinderung sollen mitstimmen dürfen.

Bei Neubauten und Sanierungen sollen höchste bauliche Standards für Inklusion gelten, und digitale Informations- und Serviceangebote sollen überall barrierefrei erreichbar sein. Studierende mit Behinderung erhalten Hilfe bei Zulassung, Nachteilsausgleich sowie bei Fragen zu Berufswahl und Studiengestaltung. Die Hochschulen sollen den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschenden sicherstellen. Behindertenbeauftragte sollen in Entscheidungsgremien Stimmrecht haben, und ihre Vorschläge müssen dort beraten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir bauen die Hürden für Menschen mit Behinderung in Studium und Forschung ab.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Hochschulen sollen für Barrierefreiheit zusätzliche öffentliche Mittel erhalten.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Barrierefreiheit und Stimmrecht für Behindertenbeauftragte erweitern die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Hochschulen.

Hochschulen sanieren und bis 2028 klimaneutral machen

Die Grünen wollen den Sanierungsstau an Bayerns Hochschulen mit einem gezielten Programm abbauen, das Vorrang vor neuen Prestigebauten hat. Ein Landesprogramm für energetische Sanierung und erneuerbare Energien soll den Hochschulen helfen, ihr selbst gesetztes Ziel der Klimaneutralität bis 2028 zu erreichen.

Viele Gebäude der Hochschulen in Bayern sind marode. Die Grünen wollen sie zuerst reparieren, bevor teure Neubauten kommen. Die Hochschulen wollen bis 2028 klimaneutral sein. Dafür soll ein Programm des Landes Geld geben. Neue Gebäude müssen klimaneutral sein.

Den Sanierungsbedarf an Hochschulen und Forschungseinrichtungen beziffert das Programm auf einen Milliardenbetrag. Die Hochschulen sollen baulich und finanziell genug Lernplätze und Begegnungsorte bieten und für hybrides und digitales Lernen ausgerüstet sein. Bei nötigen Neubauten unterstützt das Land die Bauämter und Hochschulen, damit diese nachhaltig und klimaneutral bauen. Auch bei Bauunterhalt, Beschaffung und Betrieb sollen die Hochschulen Hilfe bekommen, durch Austausch, ein Landesvergabegesetz sowie Stellen und Geld. Die Partei sieht die Hochschulen beim Klimaschutz in einer Vorbildrolle, da sie einen großen Teil der staatlichen Gebäude stellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„schaffen wir ein Landesprogramm zur energetischen Sanierung und zum Ausbau erneuerbarer Energien im Hochschulbetrieb.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatliches Sanierungsprogramm bei einem Bedarf in Milliardenhöhe bedeutet höhere öffentliche Investitionen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein Landesprogramm für energetische Sanierung und eine Klimaneutralitätspflicht für Neubauten treiben den Klimaschutz im staatlichen Gebäudebestand voran.

Grundfinanzierung sichern, Forschung breit aufstellen

Die Grünen wollen, dass Forschung und Lehre in sämtlichen Fächern eine verlässliche Basisfinanzierung haben, statt immer mehr Geld nur befristet für Projekte zu vergeben. Die Forschungspolitik soll breiter werden und sich an Zukunftsfragen wie Klima, Energie und gesellschaftlichem Zusammenhalt ausrichten.

Hochschulen sollen genug festes Geld für Forschung und Lehre bekommen. Bisher gibt es viel Geld nur für einzelne Projekte auf Zeit. Die Grünen wollen Forschung in vielen Bereichen fördern. Dazu gehören Klima, Energie und Verkehr. Alle Hochschulen sollen über ihre Nachhaltigkeit berichten.

Eine gesicherte Finanzierung soll die Hochschulen nach Ansicht der Partei unabhängig von einzelnen Wirtschaftsinteressen halten. Der bisherigen Staatsregierung wirft das Programm vor, sich auf wenige Felder wie künstliche Intelligenz und Wasserstoff zu beschränken. Gestärkt werden sollen unter anderem Energie- und Klimaforschung, Forschung zu Lieferketten und Rohstoffersatz, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Friedens- und Konfliktforschung. Nachhaltigkeitsberichte und -strategien werden für alle Hochschulen Pflicht, und Bildung für Nachhaltige Entwicklung soll in alle Fächer einfließen. Hinzu kommen mehr Wissenschaftskommunikation, ein Kompetenzzentrum für Open Science sowie einzelne Module und Microdegrees für Externe.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir stoppen diese Entwicklung und gewährleisten die Grundfinanzierung von Forschung und Lehre in allen Fachbereichen und eine ausreichende Gesamtfinanzierung der Hochschulen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine gesicherte staatliche Grundfinanzierung statt befristeter Projektmittel erhöht die dauerhaften öffentlichen Ausgaben für Hochschulen.

Mehr Dauerstellen und Tarifbindung in der Wissenschaft

Die Grünen wollen die Arbeitsbedingungen in Forschung und Lehre verbessern und Kettenbefristungen zurückdrängen. Sie unterstützen eine umfassende Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, wollen zusätzliche Dauerstellen schaffen und fordern einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.

Viele junge Forschende haben nur Verträge auf Zeit. Die Grünen wollen mehr feste Stellen an Hochschulen schaffen. Das Gesetz über Zeit-Verträge in der Wissenschaft soll sich ändern. Studierende, die an der Hochschule arbeiten, sollen einen Tarif-Vertrag bekommen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit.

Nach Darstellung des Programms wandern Forschende wegen unsicherer Verträge ins Ausland oder in andere Berufe ab, wodurch Wissen verloren gehe. Daueraufgaben sollen deshalb wieder von fest Angestellten erledigt werden; das betrifft wissenschaftliche Mitarbeitende, Lehrbeauftragte sowie Privatdozentinnen und -dozenten. Neben der Professur sollen weitere Karrierewege entstehen, etwa im Transfer, in der Kommunikation von Wissenschaft und in deren Management. Stellen sollen häufiger in Vollzeit ausgeschrieben werden. Studentische Beschäftigte sollen zudem einen Personalrat erhalten, und Beschäftigte, die die Wissenschaft unterstützen, eine faire tarifliche Eingruppierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Den wissenschaftlichen Mittelbau stärken wir durch neue, dauerhafte Stellen für Lehre und Forschung.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Dauerstellen, weniger Befristung und ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte stärken Arbeitnehmerschutz und staatliche Ausgaben.

Schulsozialarbeit und Jugendhilfe stärken

Die Grünen wollen Sozialarbeit an allen bayerischen Schulen stärken und dort Teams aus verschiedenen Berufen einführen. Die Kinder- und Jugendhilfe soll mehr Studienplätze, bezahlte Praxissemester, einen Digitalpakt und eine bessere Finanzierung freier Träger bekommen. Ziel ist, dass alle Kinder die Hilfe bekommen, die sie brauchen, um sich gut zu entwickeln.

Die Grünen wollen mehr Hilfe für Kinder an Schulen. An jeder Schule soll es Sozial-Arbeit geben. Dort arbeiten dann Fachleute aus verschiedenen Berufen zusammen. Auch die Jugend-Hilfe soll mehr Geld und mehr Fachkräfte bekommen.

Die geplanten Teams sollen etwa Erzieher, Sozialpädagogen und Psychotherapeuten umfassen; Mentoring-Programme werden gestärkt. Lehrkräfte sollen im sensiblen Umgang mit Armut geschult, Beratungsangebote ausgebaut und besser verknüpft werden. Im Studium der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik sollen mehr Plätze entstehen, und das Praxissemester soll verpflichtend bezahlt werden. Die inklusive Jugendhilfe soll durch Qualifizierung und Barrierefreiheit vorankommen. Bei staatlichen Ausschreibungen sollen künftig auch Ehrenamt, Sachwerte und Verwaltungsleistungen als Eigenanteil der Träger zählen, nicht nur Geld.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir stärken die Kinder- und Jugendhilfe außerdem, indem wir die Ausbildungskapazitäten für das Studium der Sozialarbeit und Sozialpädagogik ausbauen und die Vergütung des Praxissemesters zur Pflicht machen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal an Schulen, zusätzliche Studienplätze und eine bessere Finanzierung freier Träger weiten öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Sprachförderung und Herkunftssprachen stärken

Die Grünen wollen Kinder, die zu Hause kein Deutsch sprechen, früh sprachlich fördern und bestehende Programme dafür erhalten. Gleichzeitig sollen Herkunftssprachen gefördert und an weiterführenden Schulen als Ersatz für die zweite Fremdsprache anerkannt werden.

Manche Kinder sprechen zu Hause kein Deutsch. Sie sollen früh Hilfe beim Deutsch-Lernen bekommen. Die Grünen wollen auch die Sprache der Familie fördern. Diese Sprache soll in der Schule die zweite Fremdsprache ersetzen können.

Das Landesprogramm „Sprach-Kitas“ und die Übergangskurse „Deutsch 240“ sollen bestehen bleiben. Für Herkunftssprachen ist ein Förderkonzept für alle Altersstufen geplant, das schrittweise umgesetzt wird. An allen Schulen sollen Sprachhelferinnen und Sprachhelfer die Integration unterstützen. Die Brückenklassen für neu zugewanderte Kinder sollen zu einem dauerhaften, flexiblen Angebot an sämtlichen Schularten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir wollen, dass alle Kinder, die zu Hause kein Deutsch sprechen, frühzeitig Sprachförderung erhalten.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Herkunftssprache als Ersatz für die zweite Fremdsprache wertet sprachliche Vielfalt im Schulsystem auf.

  • Migrationeher offen

    Dauerhafte Integrationsangebote und die Anerkennung von Herkunftssprachen erweitern Rechte und Förderung für zugewanderte Kinder.

Inklusive Schule mit multiprofessionellen Teams

Die Grünen wollen jede Schule mit ausreichend pädagogischen, sonderpädagogischen und psychologischen Fachkräften ausstatten. Nach und nach soll in den Klassen eine zweite pädagogische Fachkraft arbeiten, zuerst an Grund- und Mittelschulen.

Alle Kinder sollen in der Schule die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Dafür soll es mehr Fachleute an den Schulen geben. In den Klassen soll nach und nach eine zweite Fachkraft mitarbeiten. Das beginnt in Grundschulen und Mittelschulen.

Die Teams aus verschiedenen Berufen sollen Kinder in ihren Lebenslagen begleiten und gegen Mobbing vorgehen. Fächerübergreifendes, projektorientiertes und individuelles Lernen soll mehr Platz bekommen. Lehrkräfte sollen Grundlagen der Inklusion in Ausbildung und Fortbildung lernen, Schulbegleitungen sollen zu Inklusionsassistenzen weitergebildet werden. Schulen mit inklusiver Arbeit sollen Geld und zusätzliche Stellen erhalten. Bei der Ausstattung soll ein Sozialindex die Lage vor Ort berücksichtigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Schrittweise führen wir eine zweite pädagogische Fachkraft in den Klassen ein“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Fachkräfte und Stellen an allen Schulen bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für Bildung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau der inklusiven Schule stärkt das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung.

Übertrittsnoten abschaffen, länger gemeinsam lernen

Die Grünen wollen die verbindlichen Notenschnitte für den Wechsel auf die weiterführende Schule streichen; die Eltern sollen nach Beratung entscheiden. Außerdem sollen längeres gemeinsames Lernen und Alternativen zu Ziffernnoten möglich werden.

Heute entscheiden Noten in der 4. Klasse über die nächste Schule. Die Grünen wollen das abschaffen. Die Eltern sollen nach einer Beratung selbst entscheiden. Kinder sollen länger zusammen lernen können. Schulen sollen auf Noten mit Ziffern verzichten dürfen.

Das Programm sieht Notenstress bereits ab der dritten Klasse und will den Druck in der vierten Klasse senken. Dazu sollen das bayerische Schulgesetz (BayEUG) und die Schulordnungen geändert werden, auch damit eine Schule verschiedene Abschlüsse anbieten kann. Eine Öffnungsklausel soll Kommunen erlauben, auf Wunsch der Schulgemeinschaft schulartübergreifende Schulformen einzurichten. Unangekündigte Leistungsnachweise sollen entfallen, stattdessen soll es individuelle Rückmeldungen geben. Weniger Proben sollen Lehrkräften Zeit für Förderung verschaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir schaffen die bindenden Notendurchschnitte für den Übertritt in die weiterführende Schule ab.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Wegfall bindender Übertrittsnoten und schulartübergreifende Schulformen lockern das gegliederte bayerische Schulsystem zugunsten gemeinsamen Lernens.

Ganztagsbildung für alle und bezuschusstes Schulessen

Die Grünen wollen allen Schülerinnen und Schülern ein hochwertiges Ganztagsangebot machen, nicht nur in der Grundschule. Regionales und biologisches Schulessen soll durch Zuschüsse für jede Familie bezahlbar werden.

Die Grünen wollen Ganztags-Angebote für alle Schülerinnen und Schüler. Das soll auch für ältere Kinder gelten. Das Schul-Essen soll gesund sein und aus der Region kommen. Der Staat soll Geld dazugeben, damit es alle bezahlen können.

Das Programm sieht im Rechtsanspruch auf Ganztag an Grundschulen ab 2026 eine Möglichkeit, den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg zu verringern. In den Kommunen sollen Koordinationsstellen finanziert werden. Für den Ganztag sollen Qualitätsstandards gelten, die Umsetzung soll wissenschaftlich ausgewertet werden. Bewegung, Handwerk, Kunst, Musik und Theater sollen fest dazugehören, unterstützt durch Kooperationen mit Musikschulen, Theatern und Vereinen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir bieten allen Schüler*innen – auch denen der Sekundarstufe – eine qualitativ hochwertige Ganztagsbildung an.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ganztag über die Grundschule hinaus und Zuschüsse zum Schulessen erweitern öffentlich finanzierte Leistungen.

Digitales Endgerät für jedes Kind, mehr Medienbildung

Die Grünen wollen jedem Schulkind in Bayern ein digitales Gerät stellen und es aktuell halten. Medienbildung und Informatik sollen im Unterricht mehr Gewicht bekommen, damit junge Menschen Informationen einordnen und Desinformation erkennen können.

Jedes Kind in Bayern soll ein digitales Gerät für die Schule bekommen. Die Geräte sollen immer aktuell sein. Kinder sollen lernen, Nachrichten und Meinungen zu unterscheiden. Sie sollen auch mehr Informatik lernen.

Lehrkräfte sollen jederzeit Unterstützung durch eine Systemadministration haben. Medienbildung soll in mehreren Fächern vorkommen; Schülerinnen und Schüler sollen Quellen und deren Glaubwürdigkeit beurteilen lernen. Der Informatikunterricht soll für alle gestärkt werden. Pädagogische Fachkräfte sollen in Medienpädagogik und Mediendidaktik aus- und weitergebildet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir stellen jedem Kind in Bayern ein digitales Endgerät zur Verfügung.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Geräte für alle Kinder und IT-Betreuung an Schulen sind zusätzliche staatlich finanzierte Leistungen.

Mitbestimmung und politische Bildung an Schulen ausbauen

Die Grünen wollen Klassenräte und Schulparlamente an allen Schulen vorschreiben und ihnen eigene Entscheidungsrechte und ein Budget geben. Politische Bildung und Geschichtsunterricht sollen in allen Jahrgangsstufen ausgebaut, das Fach Ethik aufgewertet werden.

Schülerinnen und Schüler sollen an ihrer Schule mitentscheiden. Dafür soll es an jeder Schule Klassen-Räte und ein Schul-Parlament geben. Diese bekommen eigenes Geld. Auch Lehrkräfte und Eltern sollen mehr mitreden. Es soll mehr Unterricht über Politik geben.

Die Lehrerkonferenz soll bei wichtigen Fragen der Schulleitung mitentscheiden, Eltern sollen über das Schulforum und beim Ganztag eingebunden werden. Pilotprojekte zur demokratischen Schule, die laut Programm bisher in Bayern blockiert werden, sollen möglich sein. Schulprojekte sollen sich gegen Queerfeindlichkeit, Rassismus und andere Diskriminierung richten. Die Lehrpläne sollen überarbeitet werden. Ein gemeinsames Unterrichtsmodul soll Religions- und Ethikunterricht verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir führen Klassenräte und Schulparlamente verpflichtend ein.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Verbindliche Mitbestimmung, Projekte gegen Diskriminierung und ein aufgewertetes Fach Ethik neben dem Religionsunterricht verschieben die Schule in Richtung Vielfalt und Teilhabe.

Lehrkräfte besser bezahlen und Ausbildung reformieren

Die Grünen wollen dem Lehrkräftemangel begegnen, indem Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen nach A13 bezahlt werden und Referendarinnen und Referendare mehr verdienen. Die Lehrerausbildung soll auf ein Bachelor-Master-System umgestellt werden.

In Bayern fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die Grünen wollen deshalb mehr Gehalt an Grundschulen und Mittelschulen zahlen. Auch die Ausbildung soll sich ändern. Alle lernen zuerst gemeinsam und wählen später ihre Schulart. Büro-Personal soll den Lehrkräften Arbeit abnehmen.

Fach- und Förderlehrkräfte sollen perspektivisch eine Gehaltsstufe höher eingruppiert werden. Angestellte Lehrkräfte sollen Verträge über das ganze Kalenderjahr inklusive Ferien bekommen, die Mobile Reserve für Vertretungen soll wachsen. Im Bachelor sollen Praktika in mindestens zwei Schularten Pflicht sein, die Spezialisierung folgt im Master. Quereinsteigende sollen enger begleitet werden. Schulleitungen sollen eigene Qualifizierungen sowie mehr Verantwortung für Personal und Budget erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Lehrer*innen der Grund- und Mittelschulen bezahlen wir endlich auch nach der Gehaltsstufe A13.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Besoldung, ganzjährige Verträge und zusätzliches Personal erhöhen die öffentlichen Ausgaben für den Schuldienst.

Ausbildungsplatzgarantie für junge Menschen geben

Die Grünen wollen allen jungen Menschen in Bayern einen Ausbildungsplatz garantieren. Ein bayernweites Matching-Programm soll Betriebe und Ausbildungssuchende zusammenbringen. Wer trotzdem leer ausgeht, soll ein verbindliches Angebot in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte bekommen.

Jeder junge Mensch in Bayern soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Ein Programm soll Betriebe und Bewerber zusammenbringen. Wer keinen Platz findet, bekommt ein festes Angebot. Die Ausbildung findet dann in einer eigenen Ausbildungs-Stätte statt. Am Ende steht ein anerkannter Berufs-Abschluss.

Die Garantie soll über ein landesweites Programm umgesetzt werden, das Ausbildungsbetriebe und Suchende vernetzt und damit auch den Betrieben bei der Suche nach Auszubildenden hilft. Jugendliche, die zu Beginn des Ausbildungsjahres gegen ihren Wunsch noch ohne Platz sind, sollen verbindliche Angebote erhalten. Diese Ausbildung soll betriebsnah in überbetrieblichen Einrichtungen stattfinden und zu einem anerkannten Berufsabschluss führen.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir geben allen jungen Menschen in Bayern eine Ausbildungsplatzgarantie.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat übernimmt mit einer Garantie und überbetrieblichen Angeboten mehr Verantwortung auf dem Ausbildungsmarkt.

Inklusion in Kitas, Schulen und Ausbildung ausbauen

Die Grünen wollen Menschen mit Behinderung den Zugang zu Kitas, allgemeinbildenden Schulen, Ausbildung, Weiterbildung und Studium erleichtern. In allen Schularten soll sonderpädagogische Kompetenz vorhanden sein, und ein Wechsel zwischen Förderschule und allgemeiner Schule soll in jeder Jahrgangsstufe möglich werden.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen können. Die Grünen wollen das in Kitas, Schulen und im Studium leichter machen. Gemischte Kita-Gruppen sollen kleiner sein und mehr Personal haben. Jede Schul-Art soll Fachleute für Förderung haben. Kinder sollen jederzeit die Schule wechseln können.

Die Kita- und Schulbauverordnung soll so geändert werden, dass bei Neu- und Umbauten Platz für pädagogische und therapeutische Angebote eingeplant wird. Inklusive Kita-Gruppen sollen kleiner sein, mehr Personal und Fortbildung erhalten. Mobile sonderpädagogische und heilpädagogische Dienste sowie Frühförderstellen sollen ausgebaut, genügend Lehr- und Fachkräfte bereitgestellt werden. Die Wahlfreiheit der Eltern zwischen Förderschule und allgemeiner Schule bleibt bestehen. Sprachhelferinnen und Sprachhelfer sollen Kinder mit anderer Erstsprache unterstützen; digitale Mittel sollen etwa bei Hör- und Sehbehinderung helfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Dazu werden wir den inklusiven Zugang zu örtlichen Kitas und allgemeinbildenden Schulen, zu Aus- und Weiterbildungen und zum Studium erleichtern.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kleinere Gruppen, mehr Personal und ausgebaute Fachdienste erfordern zusätzliche öffentliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr gemeinsames Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung verschiebt das Bildungssystem schrittweise in Richtung Inklusion.

Gebührenfreies Mittagessen an Schulen einführen

Die Grünen wollen das Schulfinanzierungsgesetz ändern, damit das Mittagessen an bayerischen Schulen vom Staat bezuschusst wird und für Familien gebührenfrei ist. Damit sollen einheitliche Standards und Bioquoten gelten und heimische Bio-Betriebe neue Abnehmer finden.

Die Grünen wollen gutes Mittagessen an allen Schulen. Der Staat soll dafür Geld geben. Die Familien sollen keine Gebühr zahlen. Es soll auch Bio-Essen und Essen aus Pflanzen geben. Das hilft auch den Bio-Bauern in Bayern.

Grundlage ist eine Änderung des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes. Der staatliche Zuschuss soll überall gleiche Qualitätsstandards und einen festen Bio-Anteil ermöglichen. Alle Kinder sollen gutes Essen bekommen. Das Programm sieht darin zugleich einen Absatzmarkt für die wachsende Zahl bayerischer Bio-Betriebe. Pflanzliche Gerichte gehören zum Angebot.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Wir ändern das Bayerische Schulfinanzierungsgesetz und sorgen für eine gute und staatlich bezuschusste Mittagsverpflegung an den bayerischen Schulen.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatlich bezuschusstes, gebührenfreies Schulessen weitet öffentliche Leistungen aus.

Integration und Vielfalt in Kitas und Schulen fördern

Die Grünen wollen Kitas und Schulen mit mehr Personal und Geld ausstatten, um Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen gezielter zu fördern, vor allem sprachlich. Zugleich sollen Demokratiebildung und Antidiskriminierungsarbeit ausgebaut und mehr Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte eingestellt werden.

Kinder sollen in Kita und Schule besser Deutsch lernen können. Dafür soll es mehr Personal und mehr Geld geben. Eltern sollen Beratung in mehreren Sprachen bekommen. Schulen sollen mehr gegen Rassismus tun. Mehr Lehrkräfte sollen selbst eine Migrations-Geschichte haben.

Die Sprachförderung soll sich am Alltag der Kinder orientieren, auf die Grundschule vorbereiten und im Schulalltag weiter begleiten. Für Eltern ist ein mehrsprachiges, aufsuchendes Beratungsangebot an Schulen geplant. Rassismuskritische Inhalte sollen in Lehrpläne und Schulbücher kommen, und pädagogisches Personal soll in Aus- und Fortbildung für Diskriminierung sensibilisiert werden. Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sollen wachsen, Berufsintegrationsklassen überarbeitet und gestärkt werden. Wer nach Ausbildung oder Studium in Bayern bleiben will, soll Informationen und Bewerbungstrainings erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Wir werden Sprachbildung und -förderung in Kitas und Schulen ausbauen.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Rassismuskritische Lehrinhalte und die Förderung von Vielfaltskompetenz in Schulen und Verwaltung stärken gesellschaftliche Vielfalt über den heutigen Stand hinaus.

  • Migrationeher offen

    Mehr Sprachförderung, Beratung und Hilfen zum Bleiben nach Ausbildung oder Studium erweitern die Integrationsangebote für Zugewanderte schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Bayern im Vergleich