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AfD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Programm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Heimische Landwirtschaft fördern und Bürokratie abbauen

Die AfD will die Landwirtschaft im Land finanziell fördern, den Selbstversorgungsgrad etwa bei Obst und Gemüse erhöhen und Bürokratie für Bauern abbauen. Die Agrarpolitik soll unabhängiger von der EU werden. Das Programm begründet dies mit der Versorgungssicherheit in Krisenzeiten.

Die AfD will den Bauern im Land mehr Geld geben. Deutschland soll mehr Obst und Gemüse selbst anbauen. Bauern sollen weniger Formulare ausfüllen müssen. Die EU soll weniger über die Landwirtschaft bestimmen.

Das Programm bekennt sich zu konventioneller wie ökologischer Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Dokumentationspflichten, Förderanträge und Verwendungsnachweise lähmen aus Sicht der AfD die Betriebe; sie setzt auf die Fachkenntnis der Landwirte. Deutschland soll nicht von Lebensmittelimporten abhängig werden. Zudem sollen die sechs Dienstleistungszentren Ländlicher Raum als Arbeitgeber attraktiver werden, durch weniger Bürokratie und mehr Praxisnähe. Das Steillagenzentrum soll dauerhaft bestehen bleiben, und das Tourismusmarketing über Landwirtschaft und Weinbau soll wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Deswegen gilt es, die Agrarpolitik zu rationalisieren, um unsere Landwirtschaft unabhängiger von Brüssel und damit unabhängiger von Bürokratie zu machen“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr staatliche Förderung mit dem Abbau von Auflagen und nimmt damit keine eindeutige Seite ein.

  • Europaeher weniger EU

    Die Agrarpolitik soll weniger von EU-Vorgaben abhängen, was Entscheidungen stärker auf die nationale Ebene verlagert.

Agrardiesel steuerfrei stellen

Die AfD will sich im Bund dafür einsetzen, dass Agrardiesel gar nicht mehr besteuert wird und die Rückerstattung für 2024 und 2025 nachträglich voll gewährt wird. Auch weitere Abgaben auf Kraftstoffe wie die CO2-Abgabe sollen wegfallen. Das soll die Betriebe entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Bauern brauchen viel Diesel für ihre Maschinen. Die AfD will, dass sie darauf keine Steuer zahlen. Für 2024 und 2025 sollen Bauern Geld zurückbekommen. Auch die CO2-Abgabe auf Kraftstoff soll wegfallen.

Laut Programm entgehen den Landwirten bundesweit 485 Millionen Euro, weil die Rückvergütung erst ab 2026 wieder gelten soll. Die AfD will die Erstattung für 2024 und 2025 rückwirkend vollständig durchsetzen. Mit einer vollständigen Steuerbefreiung würde das bisherige Erstattungsverfahren entfallen. Das Programm erwartet davon stabilere Lebensmittelpreise, weil niedrigere Energiekosten andere Preissteigerungen ausgleichen könnten.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Zudem setzt sich die AfD auf Bundesebene dafür ein, Agrardiesel steuerfrei zu stellen.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine Steuer auf Agrardiesel und weitere Abgaben auf Kraftstoffe sollen ganz entfallen, was eine deutliche Abgabensenkung ist.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die CO2-Abgabe auf Kraftstoffe soll abgeschafft werden, womit ein zentrales Klimainstrument zugunsten niedrigerer Kosten entfiele.

Hofübernahmeprämie und freiwilliges landwirtschaftliches Jahr einführen

Die AfD will junge Landwirte und Winzer mit einer staatlichen Prämie bei der Übernahme eines Hofes unterstützen und so Familienbetriebe erhalten. Außerdem soll ein freiwilliges landwirtschaftliches Jahr Nachwuchs für die Branche gewinnen.

Viele Höfe finden keinen Nachfolger. Die AfD will jungen Bauern und Winzern Geld geben, wenn sie einen Hof übernehmen. Junge Leute sollen ein Jahr freiwillig auf einem Hof arbeiten können. So können sie den Beruf testen.

Das Programm nennt den Generationswechsel als Problem für viele Betriebe; in 15 Jahren hätten mehr als 5.000 Höfe geschlossen. Das freiwillige landwirtschaftliche Jahr soll nach dem Vorbild des freiwilligen ökologischen Jahres gestaltet werden. Schulabgänger könnten dabei ein Jahr mitarbeiten und herausfinden, ob der Beruf des Winzers oder Landwirts für sie infrage kommt. Vom Erhalt der Betriebe profitiert laut Programm der ländliche Raum, weil Höfe das Ortsbild prägen, die Kulturlandschaft der Erholung dient und die Betriebe Arbeitsplätze bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Die AfD wird die Existenzgründung von Junglandwirten und Jungwinzern durch staatliche Förderung anhand einer Hofübernahmeprämie fördern.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue staatliche Prämie für Hofübernahmen erweitert die öffentliche Förderung eines Wirtschaftszweigs.

Mindestlohn-Ausnahmen für Saisonarbeitskräfte schaffen

Die AfD verlangt im Bund Sonderregeln beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft sowie eine 5-Monate-Regelung, damit diese länger in den Betrieben arbeiten können. Das soll vor allem kleine Höfe vor hohen Lohnkosten schützen.

Auf Höfen helfen oft Arbeiter nur für eine Saison. Für sie gilt der Mindest-Lohn. Die AfD will für diese Arbeiter eigene Regeln beim Lohn. Sie sollen auch bis zu fünf Monate arbeiten dürfen.

Das Programm argumentiert, der einheitliche Mindestlohn treffe personalintensive Branchen besonders, in denen sich die Produktivität je Arbeitskraft kaum steigern lasse. Kleine bäuerliche Betriebe sollen vor Lohnkosten geschützt werden, die aus Sicht der AfD ihre Existenz bedrohen. Saisonkräfte sollen länger und mit weniger Formalitäten beschäftigt werden können. Gefährdet seien vor allem extensiv wirtschaftende Höfe und Nebenerwerbslandwirte, die Verbrauchern Hofläden und regionale Lebensmittel bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Die AfD fordert, auf Bundesebene für Saisonarbeitskräfte Sonderregelungen beim Mindestlohn sowie die 5-Monate-Regelung einzuführen“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ausnahmen vom allgemeinen Mindestlohn für eine Beschäftigtengruppe lockern eine bestehende Arbeitsmarktregel zugunsten der Betriebe.

Pflanzenschutz- und Düngeregeln lockern

Die AfD will die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland vereinfachen, die EU-Pflanzenschutzverordnung reformieren und die Düngeverordnung umfassend entschlacken. Landwirte sollen nach guter fachlicher Praxis selbst über den Einsatz entscheiden können. Das Programm verspricht sich davon verlässliche Ernten und stabile Preise.

Bauern schützen ihre Pflanzen mit Spritz-Mitteln und düngen ihre Felder. Dafür gibt es viele Regeln. Die AfD will diese Regeln einfacher machen. Neue Mittel sollen leichter erlaubt werden. Die AfD vertraut dem Wissen der Bauern.

Laut Programm wurde in Deutschland seit 2019 kein chemischer Wirkstoff neu zugelassen, während 76 ihre Zulassung verloren. Bei der EU-Verordnung soll der praktische Nutzen der Wirkstoffe stärker zählen. Die Düngeverordnung gilt der AfD als vor allem bürokratische Last; pauschale Beschränkungen in den sogenannten roten Gebieten sollen durch Maßnahmen ersetzt werden, die beim Verursacher ansetzen. Zudem sollen die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum neue Ausbringungstechniken wie Drohnen erforschen und Anwender schulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Die AfD will auf allen Ebenen den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln nach guter fachlicher Praxis gewährleisten.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Zulassungs- und Düngevorschriften sollen vereinfacht werden, was die Regulierung der Betriebe verringert.

Regionale Produkte einfacher kennzeichnen und direkt vermarkten

Die AfD will die Kennzeichnung regionaler Lebensmittel vereinfachen und eine Herkunftskennzeichnung schaffen. Importiertes Fleisch soll gekennzeichnet werden, und Hofläden sollen als Direktvermarktung unterstützt werden. Verbraucher sollen so leichter erkennen, woher ein Produkt stammt.

Viele Menschen wollen Essen aus ihrer Region kaufen. Die AfD will einfache Regeln für Etiketten. Auf dem Etikett soll stehen, woher das Produkt kommt. Fleisch aus dem Ausland soll man erkennen können. Hofläden sollen Hilfe bekommen.

Das Programm kritisiert umfangreiche Nachweispflichten und uneinheitliche Siegel, die besonders kleine Betriebe belasten. Bei einfacheren Regeln würden nach Ansicht der AfD mehr Landwirte ihre Waren kennzeichnen, sodass die Auswahl wächst. Die Kennzeichnung ausländischen Fleisches soll Käufern eine bewusste Entscheidung ermöglichen, da dort geringere Haltungs- und Tierschutzstandards gelten könnten. Den Verkauf im Hofladen bezeichnet das Programm als Fair Trade für deutsche Bauern, weil kein Zwischenhändler mitverdient.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Die AfD fördert die Vermarktung regionaler Produkte, indem ihre Kennzeichnung einfacher und unbürokratischer wird.“
Seite 72 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weinbau und Steillagen fördern

Die AfD will den Weinbau unterstützen, vor allem den aufwendigen Anbau in Steillagen. Pauschale Verbote von Pflanzenschutzmitteln lehnt sie ab und will stattdessen den Drohneneinsatz erleichtern. Das Straußenrecht soll auf 180 Tage im Jahr ausgedehnt werden.

In Rheinland-Pfalz wächst viel Wein. Die AfD will den Winzern helfen. Besonders der Anbau an steilen Hängen soll Geld bekommen. Winzer sollen an 180 Tagen im Jahr selbst Wein ausschenken dürfen.

Das Programm verweist auf die Anbaugebiete Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein und Ahr und ihre Verbindung zum Tourismus. Als Beispiel für ein abgelehntes Pauschalverbot nennt es den Einsatz von Backpulver als Pflanzenschutz. Drohnen sollen Mittel gezielt und sparsam ausbringen; dafür sind Schulungen und allgemeine Fluggenehmigungen über Anbauflächen vorgesehen. Das Straußenrecht erlaubt Winzern, zeitweise eigenen Wein in einer Straußwirtschaft auszuschenken.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Der besonders arbeitsintensive Steillagenanbau soll gefördert werden.“
Seite 72 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wasserentnahmeentgelt abschaffen

Die AfD will den sogenannten Wassercent vollständig streichen. Die Abgabe für die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser gilt seit 2024 auch für die gesamte Land- und Forstwirtschaft. Der Verwaltungsaufwand steht nach Ansicht der Partei in keinem Verhältnis zu den Einnahmen.

Wer Wasser aus dem Boden oder aus Flüssen nimmt, zahlt Geld an das Land. Das heißt Wasser-Cent. Seit 2024 zahlen das auch alle Bauern und Förster. Die AfD will diese Abgabe ganz streichen.

Laut Programm bringt die Abgabe dem Land rund 30 Millionen Euro im Jahr. Für den Vollzug seien im Landesdienst über 22 Vollzeitstellen nötig, und die Betriebe müssten ihre Entnahmemengen erfassen. Die AfD gewichtet die Entlastung von Kosten und Bürokratie höher als die Einnahmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Die AfD wird das Wasserentnahmeentgelt vollständig abschaffen.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine bestehende Landesabgabe soll ersatzlos wegfallen, was Abgaben und Regulierung deutlich verringert.

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Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich