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parteiprogramm

SPD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Aus Liebe zum Land. Regierungsprogramm 2026 – 2031“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 123 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bürokratie in der Landwirtschaft abbauen, GAP vereinfachen

Die SPD will Landwirte und Winzer von Bürokratie entlasten und die Agrarverwaltung moderner aufstellen. Für die EU-Agrarpolitik ab 2028 fordert sie eine effizientere und praxisnähere Ausgestaltung, die den Betrieben direkt zugutekommt.

Bauern und Winzer sollen weniger Zeit im Büro verbringen. Die SPD will Regeln prüfen und Verfahren einfacher machen. Alle Anträge sollen über eine digitale Plattform laufen. Auch die Agrar-Politik der EU soll einfacher werden.

Die Agrarverwaltung soll im Dialog mit der Branche effizienter werden. Dokumentationspflichten sollen sinken und doppelte Meldungen entfallen. Kern ist eine zentrale digitale Plattform für Anträge, Meldungen und Genehmigungen. Wo Vorgaben von Bund oder EU aus Sicht der SPD unnötig belasten, will sie sich für Entlastungen einsetzen. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) soll den Betrieben unbürokratisch und verlässlich helfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir unterziehen bestehende Regeln einem konsequenten Bürokratiecheck, vereinfachen Verfahren praxisnah, reduzieren Dokumentationspflichten und schaffen Doppelmeldungen ab.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Dokumentationspflichten und Meldungen für Betriebe sollen reduziert werden, was Regulierung schrittweise abbaut.

  • Europaeher weniger EU

    Die SPD will auf Entlastungen bei als unnötig empfundenen EU-Vorgaben drängen, ohne die gemeinsame Agrarpolitik infrage zu stellen.

Junge Landwirte fördern und Landwirtschaft digitalisieren

Die SPD will den Generationswechsel auf den Höfen weiter unterstützen und die Beratung für junge Landwirte und Winzer ausbauen. Zugleich soll das Land bei digitaler Landwirtschaft führend werden, indem Forschung schneller in die Betriebe gelangt.

Junge Menschen sollen Höfe übernehmen können. Die SPD will sie dabei besser beraten. Bauern sollen mehr digitale Technik nutzen. Neues Wissen aus den Hochschulen soll schnell auf die Höfe kommen.

Die in der letzten Wahlperiode eingeführte Niederlassungsprämie wird als Grundlage genannt. Die betriebswirtschaftliche Beratung soll wachsen und besonders jene unterstützen, die neue Geschäftsmodelle und Vertriebswege erproben. Die Hochschulen forschen zu Smart und Precision Farming; neue Anbaumethoden und Technologien sollen zuerst im Land getestet werden. In den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum will die SPD das Versuchswesen, die Ausbildung und die Weitergabe von Wissen stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir wollen Rheinland-Pfalz zum Innovationsführer in der digitalen Landwirtschaft machen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Beratung, Forschungstransfer und digitale Technik in den Betrieben stärker fördern, was die öffentliche Förderung schrittweise ausweitet.

Konventionelle und ökologische Landwirtschaft sowie Nutztierhaltung erhalten

Die SPD will konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichermaßen erhalten und bekennt sich zur Nutztierhaltung im Land. Die Vermarktung regionaler Produkte mit hohen Qualitäts- und Tierwohlstandards soll gezielt gefördert werden.

Die SPD will beide Arten von Landwirtschaft behalten: die übliche und die ökologische. Auf den Höfen sollen weiter Tiere leben. Lebensmittel aus der Region sollen besser verkauft werden. Menschen sollen bewusster mit Essen umgehen.

Beide Bewirtschaftungsformen tragen nach Darstellung des Programms zur Ernährungssicherheit, zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Fortbestand bäuerlicher Betriebe bei. Tiere auf den Höfen zählt die SPD zur Kultur des ländlichen Raums. Regionale Erzeugung verbindet sie mit kurzen Wegen, Transparenz, Wertschöpfung vor Ort sowie Klima- und Ressourcenschutz. Erzeuger und Verbraucher sollen enger zusammengebracht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir setzen weiterhin auf ein starkes Miteinander von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft.“
Seite 37 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weinbranche im Strukturwandel unterstützen

Die SPD will die Weinbetriebe im Strukturwandel mit Hilfen für Absatz und Wettbewerbsfähigkeit begleiten. Sie setzt auf Qualität statt auf mehr Fläche und will den Steillagenweinbau stärker fördern.

Die SPD will den Winzern helfen. Der Wein soll sich besser verkaufen, auch im Ausland. Es soll keine neuen Flächen für Wein geben. Weinberge an steilen Hängen sollen mehr Geld bekommen.

Geplant sind neue Auslandsmärkte, mehr Weinmarketing, mehr Direktvermarktung und eine engere Verknüpfung mit Gastronomie und Tourismus. Winzer im Nebenerwerb sollen Straußwirtschaften betreiben dürfen. Neue Anbauflächen werden nicht ausgewiesen; im Bund wirbt die SPD für Rotationsbrachen. Beratung, Hilfen bei Betriebsnachfolge und sozialverträgliche Lösungen bei Betriebsaufgaben sollen ausgebaut werden, zudem will die SPD mehr Frauen für Betriebsübernahmen gewinnen. Die Förderung der Steillagen an Mittelrhein, Mosel und Ahr soll deutlich steigen, ebenso das Geld für Flurbereinigung.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir setzen auf die Erschließung neuer Absatzmärkte im Ausland und bauen das Weinmarketing weiter aus“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Förderung und Absatzhilfen sowie der Verzicht auf neue Anbauflächen erweitern die Rolle des Staates in der Branche schrittweise.

Landwirtschaft und Weinbau an Klimawandel anpassen

Die SPD will Landwirte und Winzer stärker gegen Ernteausfälle absichern und klimaangepasste Sorten und Anbaumethoden fördern. Als Grund nennt das Programm die schon spürbaren Folgen des Klimawandels auf Feldern und in Weinbergen.

Das Klima ändert sich. Das trifft Bauern und Winzer. Die SPD will mehr Geld für Versicherungen gegen schlechte Ernten geben. Sie will auch Reben fördern, die das neue Klima gut aushalten.

Die Zuschüsse für Versicherungen gegen Ernteausfälle sollen steigen. Gefördert werden robuste Rebsorten (PIWIs, also pilzwiderstandsfähige Sorten) und die Umstellung auf widerstandsfähige, nachhaltige Anbauweisen. In Forschung, Beratung und Digitalisierung des Weinbaus will die SPD investieren. Eine Modellregion „Zukunftswein“ soll ökologischen Weinbau, regionale Wertschöpfung und nachhaltigen Tourismus verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir wollen die Förderungen für den Versicherungsschutz von Landwirten und Winzern gegen Ernteausfälle ausweiten“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere staatliche Zuschüsse für Versicherungen und Anbauumstellung bauen die öffentliche Förderung innerhalb des bestehenden Systems aus.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich