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CDU zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirte entlasten und EU-Agrarregeln 1:1 umsetzen

Die CDU will, dass sich Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen weiter lohnt, und setzt dafür auf fairen Wettbewerb in der EU. Die Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollen ohne nationale Zusätze umgesetzt werden. Außerdem sollen Landwirte bei Steuern und Bürokratie entlastet werden.

Bauern sollen genug Geld verdienen. Die CDU will die Agrar-Regeln der EU genau so umsetzen, wie sie sind. Es soll keine strengeren Regeln nur für Deutschland geben. Bauern sollen beim Kauf von Flächen weniger Steuern zahlen. Sie sollen auch weniger Anträge und Nachweise schreiben müssen.

Die Partei will die doppelte Grunderwerbsteuer abschaffen, die beim Flächenkauf für Landwirte anfällt. Antrags- und Dokumentationspflichten sollen weiter sinken. Bei den EU-Direktzahlungen der ersten Säule setzt sich die CDU dafür ein, dass sie weiterhin Grundprämien zur Stützung der Einkommen enthalten. Landwirte sollen als Unternehmer beim Aufbau neuer Geschäftsfelder unterstützt werden; Strukturbrüche will die Partei vermeiden und Planungs- und Investitionssicherheit geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Um eine Wettbewerbsverzerrung innerhalb der EU zu verhindern, ist eine 1:1-Umsetzung der Vorgaben der GAP notwendig.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Steuerbelastung beim Flächenkauf soll entfallen und Dokumentationspflichten sollen sinken, während die Einkommensstützung bestehen bleibt.

  • Europaausgewogen

    Die CDU bejaht die gemeinsame Agrarpolitik und will ihre Vorgaben genau übernehmen, ohne mehr oder weniger EU-Zuständigkeit zu fordern.

Naturschutzleistungen der Landwirte bezahlen

Die CDU will, dass Landwirte mit Leistungen für Natur und Klima Geld verdienen können. Zusätzliche Umweltleistungen sollen finanziell ausgeglichen werden, und Eingriffe in die Bewirtschaftung sollen nie ohne Ausgleich erfolgen. Dabei setzt die Partei auf Freiwilligkeit und Anreize statt auf Zwang.

Bauern tun etwas für Natur und Klima. Dafür sollen sie Geld bekommen. Die CDU will keine Auflagen ohne Ausgleich. Sie setzt auf freiwillige Angebote und Belohnungen. Der Bund soll versprochenes Geld auszahlen.

Vom Bund verlangt die CDU die schon zugesagten Mittel für den Erschwernisausgleich, der Landwirten in Naturschutzgebieten zusteht. Weil Humus CO2 speichert, sollen praxistaugliche und überprüfbare Verfahren für CO2-Bindung und Carbon Farming entwickelt und gefördert werden. Agrarumweltmaßnahmen sollen freiwillig bleiben und in der neuen GAP-Förderperiode genug Geld erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Zusätzliche Ökosystemleistungen, die gesellschaftlich gefordert werden, müssen angemessen finanziell ausgeglichen werden.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll Umweltleistungen der Landwirte mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln vergüten und neue Förderungen schaffen.

  • Klimaausgewogen

    CO2-Bindung im Boden soll gefördert werden, aber über freiwillige Anreize und mit Ausgleich statt über strengere Vorgaben.

Digitalisierung und neue Züchtungsmethoden nutzen

Die CDU will digitale Technik und neue Technologien in der Landwirtschaft einsetzen. Neue Züchtungsmethoden sollen Pflanzen widerstandsfähiger machen und damit nach Ansicht der Partei Umwelt, Klima, Ernährungssicherung und Artenvielfalt dienen.

Die CDU will moderne Technik für Bauern nutzen. Dazu gehören neue Methoden in der Pflanzen-Zucht. So sollen Pflanzen robuster werden. Das soll Umwelt und Klima helfen. Auf dem Land soll es überall schnelles Internet geben.

Das Programm nennt neue Züchtungsmethoden als Mittel für robustere Pflanzen und sieht darin einen Nutzen für Umwelt- und Klimaschutz sowie für die Versorgung mit Lebensmitteln. Für die digitale Landwirtschaft soll das Breitbandnetz rasch und überall ausgebaut werden, mit Mobilfunk mindestens auf 4G-Niveau. Die Landwirtschaft soll als moderner Wirtschaftszweig mit Schwerpunkt Klimaschutz gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen die Chancen der Digitalisierung und neue Technologien für die Zukunft der Landwirtschaft nutzen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Tierwohl fördern und Mehrkosten ausgleichen

Die CDU will den Umbau der Tierhaltung zu mehr Tierwohl beschleunigen und dabei die Folgen für die Betriebe berücksichtigen. Die höheren Kosten sollen den Erzeugern über staatliche Förderung und Ausgleichszahlungen ersetzt und in Maßen an die Verbraucher weitergegeben werden.

Tiere in Ställen sollen es besser haben. Das kostet die Bauern mehr Geld. Der Staat soll den Bauern dabei helfen. Auch die Preise im Laden sollen etwas steigen. Auf Fleisch soll stehen, woher es kommt und wie das Tier lebte.

Zur Finanzierung nennt das Programm Investitionsförderung mit staatlicher Absicherung sowie einen Ausgleich für die teurere Erzeugung; ein Teil soll moderat über die Verbraucherpreise getragen werden. Damit Stallumbauten schneller geplant werden können, will die CDU das Recht für Umwelt, Immissionen, Bauen und Planung ändern und besser miteinander verzahnen. Außerdem setzt sie sich für eine verpflichtende europaweite Kennzeichnung von Herkunft und Haltungsform ein, die auch die Vermarktung unterstützen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Die Mehrkosten müssen für die Erzeuger durch eine Kombination aus staatlich abgesicherter Investitionsförderung und einem Ausgleich für die Erzeugung mit höheren Tierwohlstandards abgegolten werden.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll die Mehrkosten höherer Tierwohlstandards mit Förderung und Ausgleichszahlungen mittragen und eine Pflichtkennzeichnung einführen.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich