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FDP zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Von hier aus weiter. Landtagswahlprogramm der Freien Demokraten Nordrhein-Westfalen (Beschlussfassung vom 22. Januar 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Planungssicherheit und Digitalisierung für Landwirte

Die FDP will landwirtschaftlichen Betrieben mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit und langfristige Planungssicherheit geben. Investitionen sollen schneller abgeschrieben werden können. Forschung und Anwendung digitaler Technik in der Landwirtschaft sollen bessere Bedingungen erhalten.

Bauern planen für viele Jahre. Die FDP will ihnen verlässliche Regeln geben. Bauern sollen Ausgaben für Neues schneller von der Steuer absetzen können. Digitale Technik soll auf den Höfen mehr genutzt werden. Auch Forschung für die Landwirtschaft soll wachsen.

Das Programm begründet dies damit, dass Landwirtschaft in Generationen denkt und verlässliche Bedingungen braucht. Digitale Landwirtschaft soll Erträge steigern, Zeit sparen und zugleich Boden, Wasser und Luft schonen, etwa durch weniger Pflanzenschutzmittel. Innovationsprojekte in Forschung und Praxis sollen stärker vorangetrieben werden. Außerdem sollen Agrar- und Umweltfakultäten gestärkt und Gründungen im Bereich Ernährung und Landwirtschaft unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir setzen uns deswegen dafür ein, Abschreibungszeiträume für Investitionen zu verkürzen“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Kürzere Abschreibungsfristen entlasten Betriebe steuerlich und stärken deren Eigenverantwortung.

Landwirtschaft in CO2-Handel einbinden, Sojaanbau erforschen

Die FDP will die Landwirtschaft in den Handel mit CO2-Zertifikaten einbeziehen. Forschung zur Emissionsminderung soll zur Marktreife gebracht werden. Außerdem soll der Anbau von Soja in Deutschland stärker erforscht werden.

Die FDP will die Landwirtschaft am Handel mit CO2-Rechten beteiligen. Neue Ideen aus der Forschung sollen in die Praxis kommen. Zum Beispiel anderes Futter für Rinder. Auch der Anbau von Soja in Deutschland soll erforscht werden.

Der Sojaanbau soll den Betrieben einen neuen Markt eröffnen und die steigende Nachfrage nach veganen und vegetarischen Produkten decken. Zugleich könne er laut Programm helfen, die Rodung von Regenwald in Südamerika zu vermeiden. Zur Senkung der Emissionen in der Rinderhaltung nennt die FDP Insektenproteine als Futter und Algenzusätze. Als geeignete Verfahren gelten zudem Carbon Farming, Pflanzenkohle und Bio-Pyrolyse.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir wollen zudem die Landwirtschaft in den CO2-Zertifikatehandel einbinden, um die Landwirtschaft noch klimafester werden zu lassen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mit der Einbindung in den CO2-Handel würde ein bisher nicht erfasster Sektor in ein Klimaschutzinstrument einbezogen, allerdings über Marktmechanismen.

Aktives Wolfsmanagement einführen

Die FDP will Weidetierhalter schützen und fordert, dass die Länder den Wolfsbestand regional unterschiedlich steuern dürfen. Wölfe, die wiederholt Weidetiere reißen, sollen schnell und rechtssicher entnommen werden können. Den bisherigen strengen Schutz ohne Blick auf solche Tiere hält sie für falsch.

Wölfe töten immer mehr Schafe und andere Weide-Tiere. Die FDP will den Tier-Haltern helfen. Die Bundes-Länder sollen selbst über den Umgang mit Wölfen entscheiden. Wölfe, die viele Tiere reißen, sollen getötet werden dürfen.

Laut Programm stellt die Ausbreitung der Wölfe die Weidetierhaltung in Nordrhein-Westfalen vor große Probleme, weil die Zahl der Risse steigt. Sogenannte Problemwölfe seien für einen großen Teil davon verantwortlich. Die FDP verlangt deshalb Zuständigkeiten für die Länder, um ein regional angepasstes Bestandsmanagement aufzubauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Möglichkeit zur zügigen und rechtssicheren Entnahme von Problemwölfen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

EU-weites Tierwohllabel und Tierwohl-Förderung

Die FDP will ein in der ganzen EU einheitliches Tierwohllabel und eine europaweite Herkunftskennzeichnung für Fleisch und Milch. Zusätzliche nationale Auflagen für Landwirte lehnt sie ab. Betriebe sollen bei Maßnahmen für mehr Tierwohl unterstützt werden, etwa durch schnellere Genehmigungen für offene Ställe.

Die FDP will ein Tierwohl-Zeichen für ganz Europa. Auf Fleisch und Milch soll stehen, woher sie kommen. Deutsche Bauern sollen keine extra Regeln bekommen. Wer offene Ställe bauen will, soll schneller eine Erlaubnis bekommen.

Viele verschiedene Labels führen aus Sicht der FDP zu Verwirrung statt Transparenz. Die Herkunftskennzeichnung soll sich am System für Eier orientieren. Einheitliche Vorgaben sollen deutschen Betrieben mit ihren hohen Standards Wettbewerbsvorteile bringen, und EU-Regeln sollen überall gleich angewendet werden. Maßstab für Tierwohl soll der Zustand des einzelnen Tieres sein, nicht allein Stallgröße oder Haltungsform. Gefördert werden sollen auch bessere Abluftanlagen sowie ein Dialog zwischen Landwirtschaft, Handel und Verbrauchern.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir wollen deshalb ein EU-weit einheitliches Tierwohllabel als Beitrag zur Transparenz über die Haltung der Tiere.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Zusätzliche nationale Regulierung und Bürokratie für Landwirte sollen unterbleiben, Genehmigungen schneller erteilt werden.

  • Europaeher mehr EU

    Kennzeichnung und Herkunftsangaben sollen einheitlich auf EU-Ebene geregelt werden statt national.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich