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SPD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Niedersächsischen Weg fortsetzen und erweitern

Die SPD will die Vereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutzverbänden und Politik für mehr Artenschutz, den sogenannten Niedersächsischen Weg, flächendeckend umsetzen und langfristig finanzieren. Das Dialogformat soll auf weitere Themen ausgedehnt werden.

In Niedersachsen haben Bauern, Naturschützer und Politik einen Vertrag für mehr Artenschutz gemacht. Er heißt Niedersächsischer Weg. Die SPD will ihn weiterführen und auf Dauer bezahlen. Es sollen neue Themen dazukommen.

Als neue Themen nennt das Programm den Umbau der Tierhaltung, eine fairere Lebensmittelkette, die Energiewende sowie Moor- und Klimaschutz. Landwirte erhalten weiter einen Ausgleich, wenn sie ihre Flächen nur eingeschränkt bewirtschaften können. Die Beratung für Betriebe soll deutlich wachsen, etwa zu Agroforst, Agri-Photovoltaik, Direktvermarktung, Hofnachfolge und Hofaufgabe. Schutzgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke sollen dauerhaft gefördert und mit genug Geld und Personal ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Zu diesem Zweck werden wir die Fortsetzung und Erweiterung des Niedersächsischen Wegs finanziell langfristig absichern.“
Seite 17 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Faire Lebensmittelkette und Schutz der Beschäftigten

Die SPD will mehr Fairness und Transparenz in der Lebensmittelkette, damit Erzeuger und Beschäftigte ein angemessenes Einkommen erzielen. Aus Sicht des Programms bestimmt der Lebensmitteleinzelhandel die Preise bisher zu stark.

Die SPD findet: Supermärkte haben zu viel Macht über die Preise. Bauern sollen mehr Geld für ihre Produkte bekommen. Kunden sollen sehen, woher Lebensmittel kommen. Erntehelfer und Arbeiter im Schlachthof sollen fair behandelt werden.

Geplant ist ein gemeinsamer Verhaltenskodex von Handel, Erzeugern, Verarbeitern, Naturschutzverbänden und Verbraucherschutz. Die EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken soll konsequent umgesetzt werden. Die SPD befürwortet eine verpflichtende Kennzeichnung der Tierhaltung und einen leicht verständlichen Herkunftsnachweis, der auch verarbeitete Produkte erfasst. Die Regeln zum Arbeitsschutz und zum Wohnraumschutz sollen streng kontrolliert werden, um Ausbeutung von Erntehelfern und Schlachthofbeschäftigten zu verhindern.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir werden gegensteuern und einen verlässlichen Pfad zu mehr Fairness und Transparenz in der Wertschöpfungskette entwickeln“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Lebensmittelmarkt soll durch Kodex, Kennzeichnungspflichten und strengere Kontrollen stärker reguliert werden.

Ökolandbau und regionale Direktvermarktung ausbauen

Die SPD will den Anteil des Ökolandbaus bis 2030 auf 15 Prozent steigern und die regionale Direktvermarktung fördern. Das soll Wertschöpfung vor Ort schaffen und den ländlichen Raum stärken.

Es soll mehr Bio-Bauernhöfe geben. Bis 2030 sollen sie 15 Prozent der Landwirtschaft ausmachen. Bauern sollen ihre Waren leichter direkt in der Region verkaufen können. Für Rinder auf der Weide soll es eine Prämie geben.

Als Zwischenziel nennt das Programm zehn Prozent Ökolandbau bis 2025. Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln aus der Region werden gefördert. Für Direktvermarktung und dezentrale Verarbeitungsbetriebe sind bessere Beratung, gezieltere Förderprogramme und eine überarbeitete Gebührenordnung für Kontrollen vorgesehen. Die Weidetierprämie, die es bisher für Schafe und Ziegen gibt, soll auf weitere Bereiche der Rinderhaltung ausgedehnt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Den Anteil des ökologischen Landbaus werden wir in Niedersachsen bis 2025 auf zehn Prozent und bis 2030 auf 15 Prozent“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ökolandbau, Direktvermarktung und Weidehaltung sollen mit zusätzlichen staatlichen Förderprogrammen und Prämien ausgebaut werden.

Digitale Landwirtschaft fördern und Datenmonopole verhindern

Die SPD will digitale Technik in der Landwirtschaft voranbringen, weil sie Ressourcen spart und Umwelt und Klima nützt. Zugleich will sie verhindern, dass wenige Anbieter die Daten kontrollieren und kleine Betriebe überfordert werden.

Die SPD will digitale Technik auf Bauernhöfen fördern. Das spart Wasser und Dünger. Bauern sollen ihre eigenen Daten selbst nutzen dürfen. Kleine Höfe sollen Beratung bekommen.

Start-ups im Bereich Agrartechnik sollen gezielt gefördert werden. Maschinen sollen nach Möglichkeit nicht an bestimmte Software gebunden sein. Landwirtinnen und Landwirte sollen über die von ihnen erzeugten Daten verfügen können. Zentrale Beratungsstellen, sogenannte One-Stop-Shops, sollen digitales Grundwissen vermitteln und über Fördergelder informieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„So werden wir dafür sorgen, dass Software, wo immer möglich, nicht an Hardware gekoppelt wird“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vorgaben gegen die Kopplung von Software und Maschinen sowie staatliche Förderung greifen regulierend in den Markt ein.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich