Agrarförderung an Umwelt- und Tierschutz ausrichten
Die Grünen wollen Agrargelder nicht mehr pauschal nach Fläche, sondern für Leistungen beim Umwelt- und Tierschutz vergeben. Langfristig streben sie eine Gemeinwohlprämie und eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik an.
Bauern bekommen heute Geld vor allem nach der Größe ihrer Fläche. Die Grünen wollen das ändern. Geld soll es für Umwelt-Schutz und Tier-Schutz geben. Das Land soll seine eigenen Förder-Programme dafür nutzen. Auch Hecken und Randstreifen an Feldern sollen geschützt werden.
Nach Darstellung des Programms profitieren von den pauschalen Flächenzahlungen vor allem große Betriebe und Landeigentümer. Die vom Land festzulegenden Programme für den ländlichen Raum und Agrarumweltmaßnahmen sollen gezielt für Umwelt- und Tierschutz eingesetzt werden. Tierhalter sollen Förderung für mehr Tierschutz und Hilfe bei der regionalen Vermarktung erhalten. Hecken sollen angelegt und geschützt werden, und Kommunen sollen Hilfe bekommen, um Randstreifen öffentlicher Wege aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Niedersachsen soll die Überprüfung der EU-Förderung eng begleiten; die Grünen halten zudem an der Farm-to-Fork-Strategie der EU fest.
Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Die Umwidmung der Direktzahlungen hin zur Honorierung von Umwelt- und Tierschutzleistungen der Landwirtschaft ist ein zentraler Baustein zur Finanzierung der Agrarwende.“Einordnung
- Europaausgewogen
Die Grünen wollen die EU-Agrarpolitik inhaltlich umbauen, ohne Zuständigkeiten zwischen EU und Mitgliedstaaten zu verschieben.
- Klimaeher Klimaschutz zuerst
Agrargelder sollen statt nach Fläche nach Umweltleistungen vergeben werden, was ökologische Ziele gegenüber der bisherigen Förderlogik stärkt.