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parteiprogramm

CDU zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Agenda der Zuversicht. Unser Land in guten Händen.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 57 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Lokale Medien, Film und Games fördern

Die CDU will lokale Zeitungen, private Sender und Kinos mit verlässlichen Rahmenbedingungen absichern, unter anderem durch eine Förderung der Zeitungszustellung im ländlichen Raum. Auch der Film- und Gamesstandort sowie die Ausbildung in Medienberufen sollen gestärkt werden.

Die CDU will lokale Zeitungen und private Sender erhalten. Das Land soll helfen, Zeitungen auf dem Land zuzustellen. Auch Filme und Computer-Spiele aus dem Land will die CDU fördern. Junge Leute in Medien-Berufen sollen Hilfe beim Start bekommen.

Das Landesmediengesetz soll modernisiert werden, ohne zusätzliche Bürokratie zu schaffen. Junge Medienschaffende sollen Mentoring, Stipendien und Startförderung erhalten, Gründungen sollen etwa durch Co-Working und Mikrodarlehen leichter werden. Die CDU prüft eine Landesmedienakademie. Die Mittel für die Filmförderung werden angepasst, die Filmakademie Ludwigsburg wird gestärkt. Games sollen in der Wirtschaftsförderung als eigener Sektor gelten. Der Hörfunk soll gemeinsam mit den Sendern auf DAB+ umgestellt werden, auch um die Bevölkerung im Krisenfall zu informieren. Medienbildung soll in allen Bildungsformen verankert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Zustellförderung für Printprodukte in der Fläche, innovationsfreundliche Regulierung und faire Wettbewerbsbedingungen“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Zustellförderung für Zeitungen und weitere Förderprogramme für Medien bauen staatliche Unterstützung für eine Branche schrittweise aus.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten und begrenzen

Die CDU bekennt sich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, will ihn aber stärker auf seinen Kernauftrag ausrichten. Der Rundfunkbeitrag soll stabil bleiben, und die Gehälter in Leitungspositionen sollen sich am öffentlichen Dienst orientieren.

Die CDU will ARD, ZDF und SWR behalten. Die Sender sollen sich auf ihre wichtigste Aufgabe beschränken. Sie sollen mehr aus der Region berichten. Der Rundfunk-Beitrag soll nicht steigen.

Nach dem Programm sollen die Menschen dem Rundfunk wieder vertrauen können. Dafür will die CDU mehr inhaltliche Vielfalt und mehr regionale Berichte. Vollständige Offenlegung der Kosten und das Ausschöpfen von Sparmöglichkeiten sollen den Beitrag stabil halten. Die Bezahlung von Führungskräften soll sich künftig an den Maßstäben des öffentlichen Dienstes ausrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Deshalb werden wir die inhaltliche Vielfalt wieder vergrößern, die regionale Berichterstattung ausbauen und die Konzentration auf den Kernauftrag stärken.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Beitragsstabilität, Einsparungen und die Beschränkung auf den Kernauftrag begrenzen eine öffentlich finanzierte Leistung schrittweise.

Digitalabgabe auf Onlinewerbung großer Plattformen einführen

Die CDU unterstützt eine Abgabe auf die Onlinewerbung großer Plattformen, die mit dem Europarecht vereinbar ist. Die Einnahmen sollen ausschließlich in Medieninfrastruktur, Vielfalt und Qualitätsjournalismus fließen.

Große Internet-Firmen verdienen viel Geld mit Werbung. Die CDU will, dass sie dafür eine Abgabe zahlen. Das Geld soll an Medien und guten Journalismus gehen. So soll der Wettbewerb fairer werden.

Die Abgabe soll technologieoffen gestaltet sein und nur große Plattformen betreffen. Das Geld ist zweckgebunden für mediale Infrastruktur, Vielfalt und Qualitätsjournalismus vorgesehen. Die CDU begründet das Vorhaben mit fairen Wettbewerbsbedingungen für heimische Medien sowie mit Meinungsvielfalt und demokratischer Stabilität.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir unterstützen eine technologieoffene Digitalabgabe für die Onlinewerbung großer Plattformen in europarechtskonformer Ausgestaltung.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue Abgabe für große Plattformen, die es heute nicht gibt, und ihre zweckgebundene Verteilung an Medien sind ein neuer staatlicher Eingriff in den Markt.

Kulturstrategie für Baden-Württemberg entwickeln

Die CDU will eine landesweite Kulturstrategie erarbeiten, die Kunst und Kultur absichert und den Erhalt und Neubau von Kulturgebäuden langfristig regelt. Jedes Kind soll ein Instrument erlernen oder in einem Chor mitsingen können.

Die CDU will einen Plan für die Kultur im Land machen. Theater, Museen und andere Kultur-Gebäude sollen erhalten bleiben. Jedes Kind soll ein Instrument lernen oder im Chor singen können. Künstler sollen weniger Papier-Arbeit bei Förderungen haben.

Die Strategie soll den Wandel der Kulturlandschaft begleiten, etwa durch die Digitalisierung, und digitale Formate dauerhaft archivieren. Heidelbergs Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt unterstützt die CDU. Kultur soll überall im Land und für alle Bevölkerungsgruppen leicht zugänglich sein, wobei Schulen, Musikschulen und Amateurmusik zusammenarbeiten sollen. Die Kunstförderung des Landes soll auf Passgenauigkeit und Effizienz überprüft werden, bei Wahrung der Kunstfreiheit. Der bürokratische Aufwand bei Einzelförderungen soll sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Dazu werden wir eine Kulturstrategie Baden-Württemberg entwickeln, um für gute Rahmenbedingungen zu sorgen“
Seite 46 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Beauftragten und Kulturzentrum für Vertriebene und Aussiedler schaffen

Die CDU will ein Amt für die Anliegen von Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern einrichten. Außerdem soll ein Zentrum für Forschung und Kultur entstehen, das sich vor allem den Deutschen aus Russland widmet.

Viele Menschen kamen als Vertriebene oder Aussiedler ins Land. Die CDU will für sie einen Beauftragten einsetzen. Das ist eine Person, die sich um ihre Anliegen kümmert. Für Deutsche aus Russland soll es ein Kultur-Zentrum geben.

Die oder der Beauftragte soll auch für die Verständigung mit den Herkunftsgebieten zuständig sein. Die Kulturarbeit nach Paragraf 96 des Bundesvertriebenengesetzes unterstützt die CDU ohne Einschränkung. Den Übergang zur nachfolgenden Generation will sie gemeinsam mit den Landsmannschaften und dem Bund der Vertriebenen mit Geld und Verwaltungshilfe begleiten. Das Land soll bis 2036 als Patenland für Deutsche aus Russland und Aussiedler aus anderen früheren Ostblockstaaten auftreten. Soziale Projekte sollen der Altersarmut unter Russlanddeutschen entgegenwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir werden eine oder einen Beauftragten für die Belange der Flüchtlinge und Vertriebenen, der Aussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie für die Verständigungsarbeit mit den Herkunftsgebieten etablieren.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Ein neues Amt und ein Kulturzentrum bauen die Pflege des kulturellen Erbes von Vertriebenen und Aussiedlern schrittweise aus, was auf die Bewahrung gewachsener Tradition zielt.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich