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parteiprogramm

SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Weil es um dich geht.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Lokaljournalismus und Medienstandort fördern

Die SPD will mit einem Landesfonds Lokalredaktionen und gemeinnützigen Journalismus unterstützen. Sie befürwortet eine Digitalabgabe für große Plattformkonzerne und will die Film- und Games-Förderung sowie die Landesanstalt für Kommunikation stärken.

Die SPD will Zeitungen und Redaktionen vor Ort helfen. Dafür soll es einen Fonds vom Land geben. Ein Fonds ist ein Topf mit Geld. Große Internet-Konzerne sollen eine Abgabe zahlen. Schulen sollen den Umgang mit Medien und Nachrichten lehren.

Der Fonds soll Investitionen in Lokalredaktionen ermöglichen und gemeinnützigen Journalismus fördern. Plattformen, die Nachrichten sortieren, sollen ihre Kriterien offenlegen. Medien- und Nachrichtenkompetenz soll in Schulen und Volkshochschulen vermittelt werden, um Desinformation und Hassrede zu begegnen. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg soll gestärkt werden, damit das Land bei der Film- und Games-Förderung zu den führenden Bundesländern aufschließt. Die Landesanstalt für Kommunikation soll mehr Mittel gegen Hetze im Netz und für Medienkompetenz erhalten; einen leistungsfähigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk hält die SPD für unerlässlich.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Ein Landesfonds für Qualitätsjournalismus unterstützt Investitionen in Lokalredaktionen und fördert gemeinnützigen Journalismus.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer öffentlicher Förderfonds, eine Abgabe für Plattformkonzerne und Transparenzpflichten erweitern staatliche Förderung und Regulierung.

Kulturfinanzierung absichern und Investitionstopf schaffen

Die SPD will Kultur verlässlich finanzieren und die Förderung transparenter machen. Ein neuer Fördertopf soll Investitionen in Kultureinrichtungen ermöglichen, etwa die Sanierung von Spielstätten. Das Programm begründet dies mit dem Finanzdruck, unter dem die Kulturlandschaft im Land stehe.

Die SPD will mehr Geld für Kultur geben. Es soll einen neuen Topf für Investitionen geben. Damit kann man zum Beispiel Theater-Gebäude reparieren. Die SPD sagt: Die Kultur im Land hat zu wenig Geld.

Die Förderkriterien sollen überprüft und klarer gefasst werden; Privattheater sollen mehr Mittel bekommen. Ein Förderprogramm soll migrantische Perspektiven und Kunstschaffende mit Migrationsgeschichte stärken. Bei Sanierungen und Neubauten von Kulturorten soll Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Die Planung der Stuttgarter Opernsanierung will die SPD neu bewerten und statt einer Zwischenlösung ein neues Opernhaus bauen. Außerdem setzt sie auf Provenienzforschung, um unrechtmäßig erworbene koloniale Kulturgüter zurückgeben zu können, und will Clubs, Kulturschutzzonen und Zwischennutzungen unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Wir richten einen Fördertopf für Investitionen in Kulturinstitutionen ein, um zum Beispiel die Sanierung von Spielstätten zu unterstützen.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel und ein neuer Investitionstopf für Kultur bauen staatliche Förderung aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gezielte Förderung migrantischer Perspektiven und die Rückgabe kolonialer Kulturgüter stärken Vielfalt im Kulturbereich.

Brauchtum und Breitenkultur stärken

Die SPD will die Brauchtumspflege und die Breitenkultur im Land stärker fördern. Ehrenamtlich geführte Vereine sollen von Bürokratie und Kosten entlastet werden, unter anderem indem das Land die GEMA-Gebühren pauschal übernimmt.

Die SPD will Bräuche und Vereine stärken. Dazu gehören Chöre, Musik-Vereine und Schützen-Vereine. Das Land soll für diese Vereine die GEMA-Gebühren zahlen. Das sind Gebühren für das Spielen von Musik.

Die schwäbisch-alemannische Fastnacht soll als Kulturerbe besonders geschützt und gefördert werden. Zur Breitenkultur zählt das Programm Chöre, Musikvereine, interkulturelle Vereine und Schützenvereine. Die pauschale Übernahme der GEMA-Gebühren soll sich an Regelungen anderer Bundesländer orientieren. Im ländlichen Raum will die SPD kleine Bühnen und neue Kulturorte gezielt fördern, um Dorfzentren zu beleben.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Nach dem Vorbild anderer Bundesländer schaffen wir eine Vereinbarung zur pauschalen Übernahme der GEMA-Gebühren für ehrenamtlich geführte Vereine der Breitenkultur.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Gebühren der Vereine übernehmen und Kulturangebote zusätzlich fördern.

  • Gesellschafteher konservativ

    Schutz und Förderung von Brauchtum und Fastnacht zielen auf die Bewahrung überlieferter Kultur, zugleich werden interkulturelle Vereine einbezogen.

Tariflöhne und Mindesthonorare in der Kultur

Die SPD will die Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden verbessern. Beschäftigte sollen nach Tarif bezahlt werden, und bei Projekten mit Landesförderung sollen angemessene Honorare zur Bedingung werden.

Die SPD will bessere Bezahlung für Menschen in der Kultur. Beschäftigte an Bühnen und in Orchestern sollen Tarif-Lohn bekommen. Freie Künstler sollen faire Honorare bekommen. Das soll bei Projekten mit Geld vom Land gelten.

Die tarifliche Bezahlung soll vor allem für Bühnen und Orchester gelten. Ausstellungshonorare sollen ausgeweitet werden. Das betrifft freischaffende Kreative, wenn sie für Landesmuseen oder andere geförderte Kultureinrichtungen arbeiten. Angemessene Honorare sollen Voraussetzung für Landesförderung werden. Zudem will die SPD die Digitalisierung der Arbeit soloselbstständiger Künstlerinnen und Künstler fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Wir stehen für eine faire Bezahlung auf Basis tariflicher Regelungen, insbesondere für Beschäftigte an Bühnen und in Orchestern.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tarifbindung und Honorarvorgaben als Förderbedingung erweitern die Regulierung der Bezahlung im Kulturbereich.

Kostenlose Landesmuseen und Kulturpass einführen

Die SPD will den Eintritt in die Dauerausstellungen der Landesmuseen kostenlos machen und einen Kulturpass für junge Menschen einführen. So sollen alle Menschen Kunst und Kultur erleben können.

Die SPD will: Der Eintritt in Landes-Museen soll nichts kosten. Das gilt für die Dauer-Ausstellungen. Junge Menschen sollen einmal 100 Euro für Kultur bekommen. Das heißt Kultur-Pass.

Der landesweite Kulturpass soll jungen Menschen einmalig 100 Euro Guthaben für Kulturangebote geben. In Schulen sollen Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter eingesetzt werden. Ganztagsschulen sollen mit Kultureinrichtungen kooperieren. Außerdem prüft die SPD ein Landesbibliotheksgesetz, um Bibliotheken zu stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir wollen freien Eintritt zu Dauerausstellungen in den Landesmuseen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Freier Museumseintritt und ein Kulturguthaben für junge Menschen sind neue öffentlich finanzierte Leistungen in begrenztem Umfang.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich