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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Nothilfefonds und Sanierungsoffensive für Kultur schaffen

Die Grünen wollen einen Nothilfefonds für Kunst und Kultur einrichten und Kulturbauten mit einer Sanierungsoffensive erhalten. Das Land soll auch bei knappen Kassen ein verlässlicher Partner der Einrichtungen und der Kommunen bleiben.

Die Grünen wollen einen Notfall-Topf für Kunst und Kultur. Daraus bekommen Kultur-Einrichtungen in schweren Zeiten Geld. Alte Kultur-Gebäude sollen saniert werden. Das Land soll den Städten und Gemeinden dabei helfen.

Das Programm verweist darauf, dass die angespannte Finanzlage vieler Kommunen das Kulturangebot gefährde. Land und Kommunen sollen eng zusammenarbeiten, und die Aufteilung der Finanzierung zwischen ihnen soll bei Bedarf geändert werden. Landeseinrichtungen mit internationaler Bedeutung sollen so ausgestattet werden, dass faire Löhne und sichere Stellen möglich sind. Eine Investitionsförderung soll Vereinen, Festivals und Institutionen etwa moderne Licht- und Bühnentechnik ermöglichen, und Einrichtungen sollen Hilfe bei Nachhaltigkeitsstrategien bekommen. Kleine Bühnen im ländlichen Raum sollen besonders gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Dafür schaffen wir einen Nothilfefonds für Kunst und Kultur.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Fonds und ein Sanierungsprogramm erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Kultur, was zu mehr staatlicher Förderung passt.

Pop-, Club- und Livekultur besser absichern

Die Grünen wollen die Bedingungen für Clubs, Livemusik und Popkultur verbessern, mit weniger Bürokratie, Planungssicherheit und Bestandsschutz für Kulturorte. Das Förderprogramm POPLÄND soll erweitert werden, und kleine Spielstätten sollen über einen Fonds aus Ticketabgaben großer Veranstaltungen gestärkt werden.

Die Grünen wollen Clubs und Orte für Live-Musik schützen. Es soll weniger Papierkram für sie geben. Das Förder-Programm POPLÄND soll größer werden. Kleine Bühnen sollen Geld aus einem neuen Fonds bekommen.

POPLÄND soll um eigene Programme für Kollektive, freie Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Szeneinitiativen ergänzt werden. Diese sollen einfachen Zugang zu Räumen, Fördergeld und Beratung für Awareness-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitskonzepte erhalten. Beim Bund wollen sich die Grünen für bessere Regeln für subkulturelle Orte, Clubs und Livemusikstätten einsetzen. Sie unterstützen die Idee eines „Live Music Fund“, der sich aus einem Euro je Ticket für Großveranstaltungen finanziert. Weitere Hilfen für kleinere Spielstätten sollen mit Pilotprojekten geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Daher wollen wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern – durch Entbürokratisierung, Planungssicherheit und Bestandschutz für Kulturorte.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Club- und Subkultur sollen ausdrücklich als Teil der Kulturlandschaft gefördert und geschützt werden, was eine offene, vielfältige Kulturauffassung stärkt.

Jährlichen Buchhandlungspreis Baden-Württemberg einführen

Die Grünen wollen jedes Jahr einen Preis an inhabergeführte Buchhandlungen vergeben. Er soll Läden würdigen, die sich kulturell besonders engagieren, weil diese aus Sicht des Programms durch Onlinehandel und steigende Kosten unter Druck stehen.

Die Grünen wollen einen neuen Preis für Buchläden. Den Preis gibt es jedes Jahr. Er geht an Läden mit guten Ideen und vielen Veranstaltungen. So sollen kleine Buchläden mehr Beachtung bekommen.

Das Programm beschreibt inhabergeführte Buchhandlungen als kulturelle Treffpunkte in Innenstädten und Dörfern. Ausgezeichnet werden sollen Läden mit kulturellem Engagement, neuen Konzepten oder einem starken Veranstaltungsprogramm. Der Preis soll Anerkennung und Sichtbarkeit schaffen und die kulturelle Vielfalt vor Ort stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Mit der Einführung eines jährlichen „Buchhandlungspreises Baden-Württemberg“ wollen wir Läden“
Seite 66 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Vereine bei GEMA und Bürokratie entlasten

Die Grünen wollen Vereine stärker von GEMA-Kosten und Verwaltungsaufwand entlasten, damit Feste und Veranstaltungen einfacher werden. Auf Bundesebene setzen sie sich für eine Befreiung der Vereine von GEMA-Gebühren und von der Umsatzsteuer ein.

Vereine zahlen Geld an die GEMA, wenn sie Musik spielen. Die Grünen wollen Vereine dabei entlasten. Vereine sollen auch weniger Papierkram haben. So werden Feste einfacher.

Die GEMA zieht Gebühren für die öffentliche Nutzung von Musik ein. Das Programm begründet die Entlastung mit der Bedeutung von Weihnachtsmärkten, Vereinsfesten und Musik im Land. Beim Bund wollen die Grünen einfachere Abläufe bei Änderungen im Vereinsregister sowie die Befreiung der Vereine von GEMA-Gebühren und Umsatzsteuer erreichen. Die Breitenkultur mit Amateurmusik, Heimatpflege und Brauchtum soll weiter gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„wollen wir zukünftig Vereine noch gezielter und breiter bei der GEMA sowie durch den Abbau von Bürokratie entlasten“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Gebühren, Umsatzsteuer und Verwaltungsauflagen für Vereine sollen sinken, was in Richtung weniger Abgaben und Regulierung weist.

Jungen Menschen Zugang zu Kultur erleichtern

Die Grünen wollen, dass junge Menschen unabhängig von ihrem Ausbildungsweg leicht Theater, Kinos, Museen und Konzerte besuchen können. Der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche in die Sammlungen der Landesmuseen soll bleiben.

Junge Menschen sollen leicht ins Theater, Kino, Museum oder Konzert gehen können. Das soll für Schüler und Azubis gleich gelten. Kinder und Jugendliche zahlen in Landes-Museen weiter keinen Eintritt.

Das Vorhaben soll Teilhabe und kulturelle Bildung stärken, unabhängig von sozialer Lage und Wohnregion. Das Zentrum für kulturelle Teilhabe soll weiter gestärkt werden, und kulturelle Bildung soll über mehrere Ministerien hinweg gefördert werden. Die Landesmuseen gelten im Programm als Orte von Forschung, Bildung und Wissenschaftskommunikation und sollen für die Zukunft gut aufgestellt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir sorgen dafür, dass Schüler*innen, Auszubildende und junge Menschen unabhängig vom Ausbildungsweg unkompliziert Kulturangebote wie Theater, Kino, Museen oder Konzerte besuchen können.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentlich finanzierte, vergünstigte Zugang zu Kultur für junge Menschen soll ausgebaut werden, was zu mehr öffentlichen Leistungen passt.

Kulturgüter zurückgeben und Erinnerungskultur stärken

Die Grünen wollen unrechtmäßig erworbene Kulturgüter an die rechtmäßigen Besitzer oder Herkunftsländer zurückgeben und die Herkunft von Museumsobjekten weiter erforschen. Die Erinnerungskultur soll landesweit sichtbarer werden.

Manche Stücke in Museen wurden zu Unrecht erworben. Die Grünen wollen diese Stücke zurückgeben. Museen sollen prüfen, woher ihre Stücke kommen. Auch die Erinnerung an die Geschichte soll sichtbarer werden.

Das Programm sieht das Land als Vorreiter bei Provenienzforschung, also der Erforschung der Herkunft von Objekten, und bei Rückgaben. Museen und wissenschaftliche Sammlungen sollen die Herkunft ihrer Bestände weiter transparent aufarbeiten. An der Gesamtstrategie zur kolonialen Verantwortung wirken Archive, Hochschulen und Museen mit; sie soll gestärkt werden. Lokale Initiativen, Museen und Bildungsstätten sollen bei regionalen Projekten unterstützt werden. Ziel sei, dass Geschichte nicht umgedeutet wird und junge Menschen sich nicht abwenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„um unrechtmäßig erworbene Kulturgüter zu identifizieren und zurückzugeben. Dafür stärken wir unsere Gesamtstrategie „Koloniale Verantwortung““
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte und die Rückgabe von Kulturgütern sollen ausgebaut werden, was zu einer progressiven Geschichts- und Kulturpolitik passt.

Digitale Kulturinfrastruktur aufbauen

Die Grünen wollen eine digitale Infrastruktur für die Kultur schaffen, die Daten aus Museen verknüpft und nutzbar macht. Sie soll auch Platz für KI-Anwendungen bieten, die auf den Kulturbereich zugeschnitten sind.

Die Grünen wollen ein digitales Netz für Kultur aufbauen. Es verbindet Daten aus Museen. Auch KI für die Kultur soll dort entstehen. Alle sollen die Angebote leicht nutzen können.

Digitale Kultur soll nach dem Programm über einzelne Institutionen hinweg und international angelegt sein. Vorhandene Werkzeuge sollen als Open Source bereitstehen, also mit offenem Programmcode. Dazu soll ein Raum für Forschung und Entwicklung kommen. Die digitalen Zugänge sollen barrierefrei und leicht erreichbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir wollen dafür eine digitale Kulturinfrastruktur schaffen, die Kulturdaten aus Museen besser vernetzt, nutzbar macht und Raum für kulturspezifische KI-Lösungen bieten.“
Seite 67 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bibliotheken als Treffpunkte stärken und vernetzen

Die Grünen wollen Bibliotheken als offene Orte für Bildung und Begegnung stärken und sie über eine landesweite digitale Plattform vernetzen. Das Förderprogramm für Bibliotheken im ländlichen Raum soll erhalten bleiben.

Bibliotheken sind Treffpunkte für alle. Die Grünen wollen sie stärken. Eine digitale Plattform soll alle Bibliotheken im Land verbinden. Bibliotheken auf dem Land bekommen weiter Fördergeld.

An die Plattform sollen sich Kommunen, Kirchen und andere Träger einfach anschließen können, damit kulturelle Bildung unabhängig vom Wohnort zugänglich wird. Bibliotheken und ihre Beschäftigten sollen eine Beratung zur strategischen Weiterentwicklung erhalten. Das Programm sieht vor, das Angebot der Bibliotheken zu erweitern, etwa um Veranstaltungen, Gaming und Filme. Geprüft werden Förderlinien für neue Konzepte wie Lernlabore, Makerspaces oder Sprachcafés.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Um die Bibliotheken untereinander besser zu vernetzen, unterstützen wir sie dabei, eine landesweite digitale Plattform zu schaffen.“
Seite 68 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

TV-Förderung in Journalismusförderung umwandeln

Die Grünen wollen den regionalen Journalismus stärken und die bisherige Förderung für Fernsehsender zu einer allgemeinen Journalismusförderung umbauen. Sie begründen das damit, dass Demokratie eine informierte Öffentlichkeit und unabhängige Medien brauche.

Die Grünen wollen Zeitungen und Sender aus der Region stärken. Bisher gibt das Land Geld für Fernsehen. Künftig soll das Geld für Journalismus allgemein da sein. Die Partei sagt: Demokratie braucht gute Nachrichten.

Das Programm bekennt sich zum Nebeneinander privater und öffentlich-rechtlicher Rundfunkanbieter und zu einer starken Landesanstalt für Kommunikation. Auch europaweite Kultursender wie ARTE gelten als wichtig. Unterstützung sollen soziale Netzwerke erhalten, die unabhängig und dezentral aufgebaut sind, etwa das Fediverse mit Mastodon.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Wir setzen uns für die Stärkung des regionalen Journalismus in Baden-Württemberg ein und wollen die bestehende TV-Förderung in eine Journalismusförderung überführen.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine bestehende staatliche Förderung wird auf den Journalismus insgesamt ausgeweitet, also öffentliche Unterstützung für einen Markt ausgebaut.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich