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AfD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Unser Land verdient ein Comeback.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 67 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Krankenhausreform stoppen, Kliniken öffentlich halten

Die AfD will die Krankenhausreform von 2025 stoppen, weil sie ein Kliniksterben vor allem auf dem Land befürchtet. Krankenhäuser sollen überwiegend in öffentlicher Verantwortung bleiben und nicht weitgehend privatisiert werden.

Die AfD will die Krankenhaus-Reform von 2025 stoppen. Sie hat Angst, dass Kliniken auf dem Land schließen. Krankenhäuser sollen dem Staat gehören. Firmen sollen sie nicht für Gewinn führen.

Nach Ansicht der AfD löst die Reform samt dem Gesetz KHVVG die Probleme der Kliniken nicht. Leistungsgruppen griffen in die Zuständigkeit der Länder ein, Vorhaltepauschalen erhöhten den Verwaltungsaufwand. Stattdessen will die Partei eine Reform, die sich an der bestmöglichen medizinischen Versorgung statt an ökonomischen Kriterien ausrichtet. Die Krankenhaus-Infrastruktur zu sichern, soll Aufgabe der öffentlichen Hand bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir lehnen eine weitgehend privatisierte Krankenhauslandschaft ab.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Krankenhäuser sollen öffentliche Aufgabe bleiben und nicht nach ökonomischen Kriterien oder durch private Träger gesteuert werden.

Arztpraxen, Apotheken und Reha in der Fläche sichern

Die AfD will Ärzte mit organisatorischen und finanziellen Hilfen für ländliche und strukturschwache Gegenden gewinnen. Inhabergeführte Apotheken und Reha-Einrichtungen sollen erhalten bleiben, und der Großhandel soll Arzneimittel auf Vorrat halten.

Auf dem Land fehlen Ärzte. Die AfD will Ärzten mit Geld helfen, dort eine Praxis zu öffnen. Apotheken und Reha-Kliniken sollen bleiben. Händler sollen wichtige Medikamente für zwei Monate lagern.

Die Praxis in der Hand freiberuflicher Ärzte gilt dem Programm als Kern der ambulanten Versorgung. Notaufnahmen sollen echten Notfällen vorbehalten sein. Für die Reha soll ein neuer Landesverband der Einrichtungen mit den Krankenkassen auf Landesebene über Leistungen und Vergütung verhandeln. Der Versand rezeptpflichtiger Medikamente soll kontrolliert bestehen bleiben, mit gleichen Standards wie für Apotheken vor Ort. Der Großhandel soll bei versorgungsrelevanten Mitteln mindestens den Bedarf von zwei Monaten vorrätig haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Zur Förderung der Niederlassung von Ärzten in“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Finanzielle Hilfen für Landärzte und eine Vorratspflicht für den Großhandel erweitern staatliche Förderung und Vorgaben.

Pflegegeld anheben und Pflegepersonal gewinnen

Die AfD will pflegende Angehörige besser unterstützen und das Pflegegeld an die Vergütung ambulanter Dienste angleichen. Gegen den Personalmangel setzt sie auf bessere Bezahlung, weniger Dokumentation und mehr Ausbildung. Für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten verlangt sie strenge Prüfungen.

Viele Menschen pflegen Angehörige zu Hause. Die AfD will ihnen mehr Pflegegeld geben. Pflegekräfte sollen besser verdienen und weniger Papierkram haben. Ärzte und Pflegekräfte aus Ländern außerhalb der EU sollen eine Prüfung machen.

Häusliche Pflege ist nach dem Programm sozial und finanziell günstiger als ein Heimplatz. Gegen den Personalmangel nennt die AfD leistungsgerechte Bezahlung, weniger Bürokratie, eine verbindliche Personalbemessung in pflegesensitiven Bereichen sowie mehr Ausbildung und Einsatz von Pflegehilfskräften. Bei ausländischen Ärzten und Pflegekräften sieht sie Mängel bei Qualifikation und Sprache. Bewerber aus Nicht-EU-Staaten sollen deshalb eine Prüfung der fachlichen Gleichwertigkeit ablegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Eine Angleichung des Pflegegeldes an die Entgelte der ambulanten Pflegedienste ist umzusetzen.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein höheres Pflegegeld und bessere Bezahlung des Personals weiten Sozialleistungen und öffentliche Ausgaben aus.

  • Migrationeher restriktiv

    Für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten sollen strengere fachliche und sprachliche Hürden gelten.

Impfpflichten abschaffen, keine Pflicht zur Organspende

Die AfD will jede Impfpflicht abschaffen und beruft sich auf das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Über medizinische Behandlungen soll allein der Einzelne entscheiden. Auch eine Pflicht zur Organspende lehnt sie ab.

Die AfD will jede Impf-Pflicht abschaffen. Jeder Mensch soll selbst über seine Behandlung entscheiden. Niemand soll Organe spenden müssen. Auch Heilpraktiker sollen weiter arbeiten dürfen.

Das Programm schließt verpflichtende mRNA-Impfungen aus und verweist auf Erfahrungen aus der Corona-Zeit. Eine Organspendepflicht widerspricht aus Sicht der AfD dem Selbstbestimmungsrecht; sie verweist auf die Kirchen, die eine ausdrückliche Zustimmung zu Lebzeiten verlangen. Die Vergütungen für Organentnahmen von etwa 20.000 Euro je Fall sieht sie kritisch. Den Beruf des Heilpraktikers will sie erhalten und die Prüfungsstandards der Ausbildung vereinheitlichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir schaffen jegliche Impfpflicht ab und halten an dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit fest.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst

    Bestehende Impfpflichten wie die gegen Masern würden entfallen, eine staatliche Pflicht würde also abgeschafft.

Corona-Politik im Landtag aufarbeiten und Betroffene entschädigen

Die AfD will die Corona-Politik durch einen Untersuchungsausschuss im Landtag aufarbeiten lassen. Aus ihrer Sicht waren viele Maßnahmen unbegründet, unwirksam oder schädlich. Wer dadurch Schaden erlitt, soll entschädigt werden.

Die AfD will die Corona-Zeit genau prüfen. Dafür soll der Landtag einen Ausschuss bilden. Die AfD sagt: Viele Regeln waren falsch oder schädlich. Menschen mit Schäden sollen Geld bekommen.

Das Programm nennt Maskenpflicht, Lockdowns, Schulschließungen, Isolierungen und Druck auf Ungeimpfte als Eingriffe, die viele Menschen geprägt hätten. Die AfD behauptet, Entscheidungsträger hätten schon während der Krise von der fehlenden Wirkung gewusst. Die Aufarbeitung soll auch mit Blick auf künftige ähnliche Lagen erfolgen. Verantwortliche sollen für ihre Entscheidungen einstehen, Geschädigte angemessen entschädigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Ein Untersuchungsausschuss ist im Landtag von Baden-Württemberg“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Aufarbeitung zielt darauf, staatliche Eingriffe in Freiheitsrechte künftig zu begrenzen und Betroffene zu entschädigen.

Elektronische Patientenakte patientenfreundlicher gestalten

Die AfD verlangt, dass Versicherte nachträglich neutral über die elektronische Patientenakte (ePA) aufgeklärt werden und die Nutzungsmöglichkeiten stärker an den Patienten ausgerichtet werden. Wer die ePA ablehnt, soll Notfalldaten direkt auf der Versichertenkarte speichern können.

Die elektronische Patienten-Akte speichert Daten über Behandlungen. Die AfD findet: Die Menschen wurden darüber schlecht informiert. Sie will eine neutrale Aufklärung. Wer die Akte nicht will, soll Notfall-Daten auf der Karte der Krankenkasse speichern können.

Das Programm kritisiert, dass die ePA ohne genügende Aufklärung eingeführt worden sei und kaum vor Missbrauch bei einem Datenleck gewarnt wurde. Die Widerspruchslösung (Opt-out) nutze aus Sicht der AfD die Bequemlichkeit vieler Versicherter aus. Medizinische Daten sollen den höchsten Schutz erhalten. Für Menschen ohne ePA soll die Krankenversicherungskarte einen Notfalldatensatz samt Medikamentenplan und Patientenverfügung aufnehmen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Sofern die ePA weiterhin genutzt werden soll, muss eine nachträgliche, neutrale Information der Versicherten und eine patientenorientierte Anpassung der Nutzungsoptionen erfolgen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Datenschutz bei Gesundheitsdaten soll gegenüber der heutigen Widerspruchslösung gestärkt werden, ohne die ePA abzuschaffen.

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