Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sozialleistungen an Mindestbeitragszeit knüpfen

Die AfD will Leistungen der Sozialversicherungen nur gewähren, wenn zuvor eine Mindestzeit Beiträge gezahlt wurde. Schutzsuchende Ausländer sollen sich nach dem Programm der Hilfe würdig zeigen und andernfalls sofort abgeschoben werden. Eine gesamteuropäische Sozialversicherung lehnt die Partei ab.

Die AfD will Regeln für die Sozial-Versicherung ändern. Nur wer lange genug eingezahlt hat, soll Leistungen bekommen. Ausländer, die Schutz suchen, sollen sich an Regeln halten. Sonst will die AfD sie abschieben. Eine gemeinsame Sozial-Versicherung für ganz Europa lehnt die AfD ab.

Hilfe für Menschen in Not und für Katastrophenopfer nennt das Programm selbstverständlich, sie dürfe aber die Leistungsfähigkeit Deutschlands nicht gefährden. Wer dauerhaft zur Gemeinschaft gehören will, soll sich integrieren und den Unterhalt für sich und seine Familie selbst aufbringen können. Die soziale Marktwirtschaft braucht aus Sicht der AfD einen nationalen Rahmen. Europaweite Sozialversicherungen gingen nach ihrer Auffassung zulasten deutscher Beitragszahler. Politiker, die mit öffentlichem Geld massiv unsparsam umgehen, sollen persönlich Konsequenzen tragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Die Leistungen der Sozialversicherungen sollen nur dann zur Verfügung stehen, wenn eine Mindestbeitragszahlungsdauer vorliegt.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Mindestbeitragszeit als Bedingung schränkt den Zugang zu Leistungen der Sozialversicherung gegenüber heute ein.

  • Europaeher weniger EU

    Die AfD verteidigt die nationale Zuständigkeit für Sozialversicherungen gegen eine diskutierte europäische Lösung.

  • Migrationeher restriktiv

    Sofortige Abschiebung bei Fehlverhalten und strengere Bedingungen für dauerhaften Aufenthalt verschärfen die heutigen Regeln.

Wertschöpfungsabgabe statt Arbeitgeberbeitrag einführen

Die AfD Saarland will den Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben durch eine Wertschöpfungsabgabe ersetzen. Unternehmen sollen damit nach ihrer wirtschaftlichen Leistung und nicht nach Zahl und Lohn ihrer Beschäftigten zur Sozialversicherung beitragen. Hinzu kommt die Forderung nach einer Digitalsteuer.

Die AfD will eine neue Abgabe für Firmen. Sie heißt Wertschöpfungs-Abgabe. Firmen zahlen dann nach ihrer Leistung in die Sozial-Kassen ein. Heute zahlen sie nach der Zahl und dem Lohn ihrer Mitarbeiter. Die AfD will auch eine Digital-Steuer.

Das Programm hält die heutige Bemessung für nicht nachhaltig, weil sich die Arbeitswelt wandelt. Bürger zahlten nach Leistungsfähigkeit, Unternehmen dagegen nur nach den Löhnen ihrer Beschäftigten. Das benachteilige aus Sicht der AfD Betriebe mit vielen Beschäftigten und begünstige Lohndumping und Stellenabbau. Die neue Abgabe soll an die Stelle des Arbeitgeberanteils der bisher je zur Hälfte finanzierten Sozialbeiträge treten.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Die AfD Saarland setzt sich daher für die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe ein, welche den Arbeitgeberanteil der aktuell paritätisch finanzierten Sozialabgaben ersetzt“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue Abgabe auf die Wertschöpfung von Unternehmen und eine Digitalsteuer bauen die Finanzierung der Sozialversicherung grundlegend um und belasten Unternehmen nach ihrer Leistungskraft.

Barrierefreiheit zur kommunalen Pflichtaufgabe machen

Die AfD will inklusive Sozialräume vor Ort schaffen, damit Menschen mit Behinderung selbstbestimmt am Arbeits- und Sozialleben teilhaben können. Barrierefreiheit soll für Kommunen verpflichtend werden, Inklusionsprojekte sollen dauerhaft finanziert werden. Behindertenwerkstätten bleiben nach dem Programm der zentrale Ort der Teilhabe.

Die AfD will Hindernisse für Menschen mit Behinderung abbauen. Städte und Gemeinden sollen dazu verpflichtet sein. Das gilt zum Beispiel für Ämter, Arzt-Praxen und Busse. Werkstätten für Menschen mit Behinderung sollen wichtig bleiben. Es soll auch mehr passende Arbeitsplätze geben.

Die Partei unterstützt eine dauerhafte Finanzierung von Inklusionsprojekten und Inklusionsbeauftragten in den Kommunen und hält es für förderlich, wenn Menschen mit Behinderung diese Aufgaben selbst übernehmen. Barrierefreiheit soll keine freiwillige, unterfinanzierte Aufgabe bleiben, sondern beim Zugang zu Bildung, Sozialeinrichtungen, Behörden, Praxen und Nahverkehr Pflicht werden. Die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt soll durch mehr Förderung von Inklusionsfirmen und Inklusionsabteilungen gestärkt werden. In der öffentlichen Verwaltung sollen mehr behindertengerechte Arbeitsplätze entstehen. Hilfen und Angebote sollen durchgängig ineinandergreifen und so Teilhabe ein Leben lang sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Beim Zugang zu Bildungs- und Sozialeinrichtungen, Behörden, Arztpraxen und nicht zuletzt öffentlichen Verkehrsmitteln muss die Barrierefreiheit zur kommunalen Pflichtaufgabe werden.“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Pflichtaufgabe und dauerhafte öffentliche Finanzierung von Inklusion bauen staatliche Leistungen aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung werden ausgebaut, bei gleichzeitigem Festhalten an den Werkstätten.

Was sagen die anderen Parteien zu Arbeit und Sozialem?

Alle Programme im Saarland im Vergleich