Faire-Löhne-Gesetz mit Tariftreue und Vergabemindestlohn schaffen
Die SPD will ein Tariftreuegesetz für Bayern: Staatliche Aufträge sollen nur noch Firmen bekommen, die Tarifverträge einhalten. Dazu kommt ein Mindestlohn von zunächst 15 Euro für diese Aufträge. So soll Steuergeld nach Ansicht der Partei in gute Arbeit fließen.
Der Freistaat vergibt Aufträge an Firmen. Die SPD will dafür neue Regeln. Die Firmen müssen sich an Tarif-Verträge halten. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. Bei diesen Aufträgen soll der Lohn mindestens 15 Euro pro Stunde sein.
Auftragnehmer sollen auch dafür haften, dass ihre Subunternehmen gesetzliche und tarifliche Regeln beachten. Für öffentliche Aufträge soll ein Vergabemindestlohn von anfangs 15 Euro gelten. Staatliche Fördergelder will die SPD an dieselben Bedingungen sowie an Zusagen zu Standort und Beschäftigung binden. Darüber hinaus setzt sich die Partei allgemein für eine höhere Tarifbindung ein.
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„Wer Aufträge vom Freistaat Bayern erhalten will, muss zukünftig Tarifverträge einhalten“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Bayern hat bisher kein Tariftreuegesetz; die SPD will eines einführen und einen Vergabemindestlohn von 15 Euro festlegen, der klar über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.