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parteiprogramm

Linke zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Alle wollen regieren. Wir wollen verändern.“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirte vor Konzernmacht und Bodenspekulation schützen

Die Linke will die Marktmacht von Schlachthof-, Molkerei- und Handelskonzernen begrenzen und regionale Verarbeitung und Vermarktung aufbauen. Mindesterzeugerpreise, ein schärferes Kartellrecht und ein Agrarstrukturgesetz gegen Bodenspekulation sollen Landwirten ein auskömmliches Einkommen sichern.

Bauern verdienen oft zu wenig. Große Firmen haben viel Macht. Die Linke will Mindest-Preise für Bauern. Acker-Land soll nicht an Geld-Anleger gehen. Essen soll öfter aus der Region kommen.

Monopole sollen entflochten werden, und Preiswächter sollen eingreifen können. In Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sollen flächendeckend Tarifverträge gelten, mit Mindestlohn und Sozialversicherung auch für Saisonkräfte. Das Agrarstrukturgesetz soll gemeinschaftliches und öffentliches Bodeneigentum stärken. Heimische Standards sollen vor Billigimporten geschützt werden; Freihandelsabkommen sieht die Partei kritisch und fordert eine klare Herkunftskennzeichnung sowie staatliche Regionalsiegel. Förderanträge sollen EU-weit einfacher und digital werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wo es nötig ist, wollen wir mit Mindesterzeugerpreisen Landwirt*innen schützen.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Staatliche Mindestpreise, Entflechtung von Konzernen und Schutz vor Importen greifen grundlegend in den Agrarmarkt ein.

Pestizide halbieren, Glyphosat und Gentechnik-Anbau unterbinden

Die Linke will den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bis 2030 mindestens halbieren und Glyphosat sowie Neonikotinoide verbieten. Gentechnisch veränderte Pflanzen sollen nicht angebaut und Patente auf Leben untersagt werden.

Bauern sollen viel weniger Spritz-Mittel benutzen. Einige Mittel wie Glyphosat sollen verboten werden. Pflanzen mit veränderten Genen sollen nicht angebaut werden. Niemand soll ein Patent auf Lebewesen bekommen.

Neue gentechnische Verfahren wie die Genschere sollen ebenso streng kontrolliert werden wie ältere Methoden. Für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln fordert die Partei Transparenz und strenge Regeln. Eine Strategie zur Pestizidreduktion und Alternativen zu herkömmlichen Düngemitteln sollen Betrieben beim ökologischen Umbau helfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Bis 2030 soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um mindestens 50 Prozent verringert werden.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Verbote und strengere Zulassungsregeln erhöhen die Regulierung der Agrarwirtschaft.

Tierhaltung an die Fläche binden und Bestände verringern

Die Linke will die Zahl der Nutztiere an die Betriebsfläche koppeln und so die Viehbestände in Deutschland senken. Der Umbau soll sozialverträglich sein und Tierwohl, Klima und Umwelt dienen; weniger Überdüngung soll Gewässer entlasten.

Ein Hof soll nur so viele Tiere halten, wie zu seinem Land passen. Dann gibt es weniger Tiere in Deutschland. Tiere sollen besser leben. Lange Tier-Transporte sollen verboten sein. Sehr große Fleisch-Fabriken sollen schließen.

Als Obergrenze nennt das Programm 1,5 Großvieheinheiten je Hektar. Für alle Tierarten sollen hohe Mindeststandards gelten, und der Bund soll Stallumbauten für mehr Tierschutz stärker fördern. Lebende Tiere sollen höchstens vier Stunden transportiert werden; geschlachtet werden soll dezentral und ohne Akkordlöhne. Vorgesehen sind häufigere unangemeldete Kontrollen und härtere Strafen bei Tierschutzverstößen. Große Fleischfabriken will die Partei schließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Statt Megaställen wollen wir für das Wohl von Menschen und Tieren eine flächengebundene Tierhaltung (maximal 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar)“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine feste Obergrenze für Tiere pro Fläche und die Schließung großer Fleischbetriebe würden die Branche grundlegend umbauen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Geringere Viehbestände werden ausdrücklich auch mit Klima- und Umweltschutz begründet und über neue Vorgaben durchgesetzt.

Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel streichen, Essen besser kennzeichnen

Die Linke will gesundes und bezahlbares Essen für alle sichern. Grundnahrungsmittel und pflanzliche Ersatzprodukte sollen von der Mehrwertsteuer befreit werden, Kontrollen sollen die Weitergabe an die Kundschaft sicherstellen. Hinzu kommen ein staatliches Label, Werbeverbote für Ungesundes und die Straffreiheit des Containerns.

Wichtige Lebensmittel sollen ohne Mehrwert-Steuer verkauft werden. Dann wird Essen billiger. Ein staatliches Zeichen soll zeigen, wie gut ein Lebensmittel ist. Werbung für ungesundes Essen soll verboten sein. Essen aus Müll-Tonnen zu holen soll nicht mehr strafbar sein.

Pflanzliche Alternativen zu Fleisch und Milch sollen als Grundnahrungsmittel gelten. Das einheitliche Label soll Klima, Umwelt, Tierschutz, Gesundheit und Soziales abbilden; Ergebnisse häufigerer Lebensmittelkontrollen sollen online stehen, bei schweren Verstößen auch am Geschäft. Das Werbeverbot zielt vor allem auf Kinder und Jugendliche, der Zucker in Softdrinks soll begrenzt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen mit staatlichen Zuschüssen regional und umweltfreundlich einkaufen. Verschwendung von und Spekulation mit Lebensmitteln sollen verboten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir fordern eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sowie wirksame Kontrollen, sodass die Steuersenkung an die Verbraucher*innen weitergegeben wird“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Preiskontrollen, Werbeverbote, ein staatliches Label und Zuschüsse erweitern staatliche Eingriffe, auch wenn eine Verbrauchsteuer entfällt.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Das Entnehmen weggeworfener Lebensmittel soll nicht mehr strafbar sein.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme im Bund im Vergleich