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PdF zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirte beim Agrardiesel entlasten

Die PdF will die Steuererstattung auf Agrardiesel erhöhen und Landwirten eine steuerfreie Dieselmenge zugestehen. Damit sollen die Kosten der Betriebe sinken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigen.

Bauern zahlen Steuern auf Diesel für ihre Maschinen. Die PdF will, dass sie mehr davon zurückbekommen. Eine bestimmte Menge Diesel soll ganz steuerfrei sein. Auch Maschinen mit anderen Kraftstoffen sollen Steuervorteile bringen.

Das Programm nennt eine bestehende Entlastung von 25,56 Cent je Liter und will sie anheben. Hinzu kommen soll eine steuerfreie Menge, deren Umfang sich etwa nach bewirtschafteter Fläche oder Produktionsvolumen richtet. Außerdem sollen Investitionen in Maschinen steuerlich begünstigt werden, die mit Biogas, E-Fuels oder Wasserstoff laufen. Das soll nach Darstellung der PdF die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Landwirte sollen ein steuerfreies Diesel-Kontingent erhalten, das sich an der Betriebsgröße orientiert“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Höhere Erstattung und eine steuerfreie Menge senken die Abgabenlast einer Branche gegenüber heute.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die Steuervergünstigung für fossilen Diesel soll gegenüber heute wachsen, was Kostenentlastung vor Klimaschutz stellt, auch wenn alternative Antriebe gefördert werden.

Lebensmittelverschwendung senken, pflanzliche Ernährung fördern

Die PdF will Supermärkte per Gesetz dazu verpflichten, nicht verkaufte Lebensmittel abzugeben. Zudem sollen pflanzliche Alternativen subventioniert und der Fleischanteil in der Gemeinschaftsverpflegung gesenkt werden, um Gesundheit und Umwelt zu schonen.

Die PdF will, dass weniger Essen im Müll landet. Supermärkte sollen übriges Essen weitergeben müssen. Pflanzliches Essen soll Geld vom Staat bekommen. In Kantinen und Schulen soll es weniger Fleisch geben.

Laut Programm werden in Deutschland jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Neben der Abgabepflicht für Supermärkte sollen Plattformen und Apps zur Lebensmittelrettung unterstützt werden. Pflanzliche Alternativen sollen durch Subventionen und Programme gefördert werden und in Gemeinschaftseinrichtungen Fleisch teilweise ersetzen. Agrarprojekte mit emissionsarmen und regenerativen Methoden sowie Anreize für Landwirte zur Umstellung sollen hinzukommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Supermärkte sollen gesetzlich verpflichtet werden, unverkaufte Lebensmittel weiterzugeben.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue gesetzliche Pflicht für den Handel und zusätzliche Subventionen bedeuten mehr staatliche Lenkung als heute.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Weniger Fleisch in der Gemeinschaftsverpflegung und die Förderung emissionsarmer Landwirtschaft stärken den Umwelt- und Klimaschutz schrittweise.

Regionale Lebensmittelproduktion und Genossenschaften fördern

Die PdF will in regionale Produktionsketten investieren, um Deutschland bei Lebensmitteln weniger abhängig von Einfuhren zu machen. Genossenschaften und regionale Verarbeitungszentren sollen den Erzeugern einen größeren Anteil an der Wertschöpfung verschaffen.

Deutschland kauft viel Obst und Gemüse im Ausland. Die PdF will mehr Lebensmittel aus der Region. Bauern sollen sich zusammenschließen können. So sollen sie mehr Geld für ihre Waren bekommen.

Das Programm verweist auf die Pandemie und den Krieg in der Ukraine, die die Anfälligkeit durch hohe Importanteile gezeigt hätten; mehr als die Hälfte von Obst und Gemüse komme aus dem Ausland. Landwirte erhielten nur 20 bis 30 Prozent des Ladenpreises. Der Aufbau von Genossenschaften soll ihnen den Marktzugang erleichtern und höhere Erlöse bringen. Verarbeitungszentren in den Regionen sollen lokale Netzwerke für Herstellung und Vermarktung stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 131)
„Investitionen in lokale Produktionsketten sollen die Abhängigkeit von Importen reduzieren und die Versorgungssicherheit stärken.“
Seite 131 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen und Förderung sollen regionale Erzeugung und Genossenschaften gegenüber Importen und Handel stärken.

Ökolandbau auf 30 Prozent ausbauen, Tierwohl stärken

Die PdF will Agrarsubventionen so umbauen, dass bis 2030 ein knappes Drittel der Flächen ökologisch bewirtschaftet wird. Zudem fordert sie strengere Vorgaben für die Tierhaltung und einen staatlichen Fonds, der Landwirten bessere Ställe mitfinanziert.

Die PdF will mehr Bio-Landwirtschaft. Bis 2030 sollen 30 Prozent der Flächen Bio sein. Für Tiere sollen strengere Regeln gelten. Der Staat soll Bauern Geld für bessere Ställe geben. Kleine Höfe sollen besondere Hilfe bekommen.

Die intensive Landwirtschaft belastet laut Programm Umwelt, Artenvielfalt, Böden und Gewässer, während Landwirte unter Konkurrenz aus Ländern mit niedrigeren Standards stehen. Zuschüsse zu Investitionen sollen den Wechsel zum Ökolandbau und den Kauf moderner Technik erleichtern. Ein Tierwohlfonds soll den Umbau zu besseren Haltungssystemen finanziell begleiten. Kleine und mittlere Höfe mit regionaler Vermarktung sollen eigene Förderprogramme sowie Beratung und technische Hilfe erhalten, etwa für Präzisionslandwirtschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 131)
„Eine Reform der Subventionspolitik zugunsten nachhaltiger Praktiken soll den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen bis 2030 auf 30 % erhöhen.“
Seite 131 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Strengere Haltungsvorgaben, ein staatlicher Fonds und umgelenkte Subventionen bedeuten mehr staatliche Steuerung der Landwirtschaft.

Zelluläre Landwirtschaft durch Forschung fördern

Die PdF will die zelluläre Landwirtschaft, also die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten ohne herkömmliche Tierhaltung, mit Forschungsprogrammen unterstützen. Sie begründet das mit Tier- und Umweltschutz sowie mit der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Fleisch und Milch kann man auch aus Zellen herstellen. Dafür braucht man keine Tiere im Stall. Die PdF will die Forschung dazu fördern. Das soll Tieren und der Umwelt helfen.

Aus Sicht des Programms senkt die Technik die Belastung für Umwelt und Tiere deutlich und nutzt natürliche Ressourcen effizienter. Die Förderung soll über Programme für Forschung und Entwicklung laufen. Deutschland soll sich damit auch eine Position auf einem Markt sichern, den die PdF als Zukunftsmarkt einstuft.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Deutschland sollte diese vielversprechende Technologie durch Forschungs- und Entwicklungsprogramme aktiv fördern.“
Seite 132 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

EU-Eigenversorgung mit Grundnahrungsmitteln stärken

Die PdF will, dass die EU sich bei Grundnahrungsmitteln und Vorprodukten wie Dünger stärker selbst versorgt. Die Eigenproduktion soll gefördert und verbleibende Importe sollen auf mehr Lieferländer verteilt werden. Das Programm verweist auf die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie und dem russischen Angriff auf die Ukraine.

Die PdF will, dass die EU ihr Essen selbst herstellt. Das gilt für wichtige Lebensmittel und für Dünger. Die EU soll die Bauern in der Region fördern. Was die EU einkaufen muss, soll aus vielen Ländern kommen. So soll es in Krisen keinen Mangel geben.

Laut Programm haben die jüngsten Krisen Lieferketten unterbrochen und die Preise für Getreide, Dünger und andere Agrarprodukte stark erhöht. Die europäische Agrarpolitik soll deshalb auf Autarkie ausgerichtet werden. Dazu gehören der Ausbau der regionalen Landwirtschaft und die Unterstützung neuer landwirtschaftlicher Technologien. Wo Einfuhren aus Drittländern nötig bleiben, sollen breitere Handelsbeziehungen das Risiko von Engpässen verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 151)
„Die EU sollte die Produktion von Grundnahrungsmitteln und wichtigen Vorprodukten wie Düngemitteln gezielt fördern.“
Seite 151 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die gezielte Förderung der Eigenproduktion bedeutet mehr staatliche Lenkung der Agrarmärkte zugunsten der Versorgungssicherheit.

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