Heimische Landwirtschaft vor Billigimporten schützen
Das BSW will die Agrarpolitik stärker national und regional ausrichten und heimische Erzeuger vor billiger Importware schützen. Landwirte sollen stabile Preise erhalten, etwa über gesetzliche Mindesterzeugerpreise. Das Mercosur-Abkommen lehnt die Partei ab.
Das BSW will Bauern in Deutschland schützen. Billige Lebensmittel aus dem Ausland sollen sie nicht verdrängen. Bauern sollen feste Mindest-Preise bekommen können. Das Handels-Abkommen mit Südamerika lehnt das BSW ab.
Landwirtschaft dient aus Sicht des Programms zuerst der Ernährung im eigenen Land. Die gestrichene Steuervergünstigung beim Agrardiesel soll wieder gelten. Die Marktmacht von Konzernen in Verarbeitung und Handel will das BSW begrenzen. Regionale Kreisläufe mit kurzen Wegen sollen kleine und mittlere Molkereien, Schlachtereien und Läden auf dem Land erhalten. Außerdem verlangt die Partei bezahlbaren Boden für Land- und Forstwirtschaft.
Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Handelsabkommen, die den Konkurrenzdruck für unsere heimische Landwirtschaft erhöhen, wie das Mercosur-Abkommen, lehnen wir ab.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Gesetzliche Mindestpreise, Schutz vor Importen und Grenzen für Konzernmacht bedeuten mehr staatliche Eingriffe in den Agrarmarkt als heute.
- Europaeher weniger EU
Die Ablehnung des EU-Handelsabkommens mit dem Mercosur und die nationale Ausrichtung der Agrarpolitik stellen nationale Interessen vor gemeinsame EU-Politik.
- Klimaeher Wachstum zuerst
Die Steuervergünstigung für Agrardiesel soll zurückkehren, was fossilen Kraftstoff gegenüber dem beschlossenen Abbau wieder verbilligt.