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Linke zur Rente

Aus dem Programm „Alle wollen regieren. Wir wollen verändern.“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Rente

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einbeziehen

Die Linke will eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle mit Erwerbseinkommen einzahlen, auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete. Nach Auffassung des Programms hat die gesetzliche Rente kein Demografie-, sondern ein Gerechtigkeitsproblem, und das Rentenniveau könne so steigen.

Die Linke will eine Renten-Kasse für alle, die arbeiten. Auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete sollen einzahlen. Dann ist mehr Geld in der Kasse. So können die Renten steigen.

Wer einen Riester-Vertrag oder eine ähnliche Zusatzrente hat, soll diese in die gesetzliche Rente übertragen dürfen. Freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung sollen einfacher werden. Betriebsrenten bleiben als Ergänzung, müssen aber mindestens zur Hälfte vom Arbeitgeber bezahlt werden. Das Programm nennt außerdem Zuwanderung, eine hohe Erwerbsquote von Frauen und weniger Niedriglohnjobs als Voraussetzungen für eine sichere Rente.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Für ein gerechtes Rentensystem zahlen alle Menschen mit Erwerbseinkommen – auch Beamt*innen, Selbstständige, Freiberufler*innen, Manager*innen und Abgeordnete“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die getrennten Versorgungssysteme für Beamte, Selbstständige und Abgeordnete würden in einer staatlichen Pflichtversicherung aufgehen, ein grundlegender Systemumbau.

Rentenniveau auf 53 Prozent anheben

Die Linke will das Rentenniveau auf 53 Prozent erhöhen und die Beitragsbemessungsgrenze verdoppeln. Niedrige Rentenansprüche sollen aufgewertet werden. Eine Aktienrente lehnt die Partei als riskant und teuer ab.

Die Linke will höhere Renten. Das Renten-Niveau soll auf 53 Prozent steigen. Menschen mit hohem Lohn sollen auf mehr Lohn Beiträge zahlen. Die Rente soll nicht an der Börse angelegt werden.

Aufgewertet werden sollen die Ansprüche von Geringverdienenden, Erwerbslosen, Erziehenden und Pflegenden. Löhne in Ostdeutschland sollen bis 2030 weiter hochgewertet werden, damit sich die Renten angleichen. Dafür verlangt das Programm höhere Zuschüsse aus Steuermitteln. Leistungen wie die Mütterrente und die Grundrente sollen nicht länger aus Beiträgen bezahlt werden. Das geplante Generationenkapital weist die Partei gemeinsam mit Gewerkschaften und Sozialverbänden zurück.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir wollen das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anheben und die Beitragsbemessungsgrenze verdoppeln.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Beitragsbemessungsgrenze soll sich verdoppeln und das Rentenniveau von 48 auf 53 Prozent steigen, was Abgaben auf hohe Einkommen und Leistungen stark ausweitet.

Rente ab 65, nach 40 Jahren ab 60

Die Linke will das reguläre Rentenalter auf 65 Jahre senken. Wer 40 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, soll schon mit 60 ohne Abschläge in Rente gehen dürfen. Die Rente ab 67 ist aus Sicht des Programms eine Rentenkürzung.

Die Linke will, dass man mit 65 in Rente gehen kann. Heute steigt das Alter auf 67. Wer 40 Jahre gearbeitet hat, soll mit 60 gehen können. Die Rente soll dann nicht gekürzt werden.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass ein späterer Rentenbeginn für alle weniger Rente bedeute. Besonders betroffen seien Menschen in Berufen, die sich nicht bis ins hohe Alter ausüben lassen. Die Altersgrenze von 65 Jahren soll für alle gelten. Der frühere Ausstieg mit 60 setzt 40 Jahre Arbeit mit eigenen Beiträgen voraus.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir fordern eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren. Wer 40 Jahre lang gearbeitet und selbst Beiträge gezahlt hat, soll ab 60 abschlagsfrei in Rente gehen können.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die beschlossene Anhebung auf 67 Jahre würde zurückgenommen und ein abschlagsfreier Rentenbeginn mit 60 neu geschaffen, was die Leistungen grundlegend ausweitet.

Solidarische Mindestrente von rund 1.400 Euro

Die Linke will eine solidarische Mindestrente einführen. Wer keine ausreichende Rente erreicht, soll einen Zuschlag bis zur Armutsrisikogrenze von derzeit etwa 1.400 Euro bekommen. Damit soll Altersarmut verhindert werden.

Manche Menschen bekommen nur eine sehr kleine Rente. Die Linke will ihnen einen Zuschlag geben. Die Rente soll dann etwa 1.400 Euro betragen. So soll niemand im Alter arm sein.

Die Mindestrente richtet sich an Menschen, deren Rente wegen schlecht bezahlter Arbeit, unfreiwilliger Teilzeit oder Arbeitslosigkeit nicht zum Leben reicht. Zusätzlich zum Zuschlag sollen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung übernommen werden. In Gegenden mit sehr hohen Wohnkosten kann ein Mietzuschuss hinzukommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Sie erhalten einen Zuschlag bis zur Höhe der Armutsrisikogrenze von derzeit rund 1.400 Euro.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Es entstünde eine neue Leistung, die alle niedrigen Renten bis zur Armutsrisikogrenze aufstockt.

Renten und Löhne im Osten angleichen

Die Linke will die Höherwertung ostdeutscher Löhne bei der Rente bis 2030 beibehalten und die Rentenüberleitung rechtlich korrigieren. Zudem sollen ein höherer Mindestlohn und mehr Tarifbindung die Lohnlücke zum Westen schließen.

Im Osten sind Löhne und Renten niedriger als im Westen. Die Linke will das ändern. Ost-Löhne sollen bei der Rente weiter höher zählen. Der Mindest-Lohn soll auf 15 Euro steigen.

Das Programm verweist darauf, dass Einkommen im Osten im Schnitt 17 Prozent niedriger liegen und Renten nach 40 Versicherungsjahren 150 Euro geringer ausfallen. Der Umrechnungsfaktor soll alternativ so lange gelten, bis ein ostdeutsches Flächenland bei den Durchschnittslöhnen ein westdeutsches überholt. Betroffene Berufs- und Personengruppen sollen Einmalzahlungen aus einem neuen „Gerechtigkeitsfonds“ erhalten. Der Mindestlohn soll auf mindestens 15 Euro und bis 2026 auf 16 Euro steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Der Umrechnungsfaktor für Ostrenten muss bis 2030 fortgeführt werden oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Durchschnittslöhne im ersten Flächenland im Osten höher sind als in einem Westflächenland.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Höherwertung der Ostlöhne soll verlängert, ein Entschädigungsfonds geschaffen und der Mindestlohn angehoben werden.

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