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parteiprogramm

Linke zu Europa

Aus dem Programm „Alle wollen regieren. Wir wollen verändern.“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Europa

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationdeutlich offen (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EZB vom Europäischen Parlament kontrollieren lassen

Die Linke will die Europäische Zentralbank der Kontrolle des Europäischen Parlaments unterstellen und ihr Mandat um Vollbeschäftigung und nachhaltige Entwicklung erweitern. Aus Sicht des Programms hat die EZB in den letzten Krisen versagt, weil Zinserhöhungen die Inflation nicht gestoppt und Investitionen gebremst hätten.

Die EZB ist die Zentralbank für den Euro. Die Linke will, dass das Europäische Parlament sie kontrolliert. Das Parlament soll die Leitung der EZB wählen. Die EZB soll sich auch um Arbeitsplätze kümmern. Sie soll Staaten direkt Geld geben dürfen.

Rat, Direktorium und Präsidentin oder Präsident der EZB sollen vom Europäischen Parlament gewählt werden. Das Parlament soll auch die langfristigen Ziele der Geldpolitik beraten und beschließen. Neben stabilen Preisen soll die Bank Vollbeschäftigung und eine ökologisch verantwortliche Wirtschaftsentwicklung anstreben. Dafür soll sie Staaten direkt finanzieren dürfen. Ein Inflationsrisiko sieht das Programm nicht, da das Zwei-Prozent-Ziel bestehen bleibe.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir fordern, dass die EZB vom Europäischen Parlament kontrolliert wird und nicht weiter dem Einfluss von Finanzlobbyist*innen unterliegt.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Geldpolitik soll stärker politisch gesteuert und auf Beschäftigung sowie Staatsfinanzierung ausgerichtet werden.

  • Europadeutlich mehr EU

    Das Europäische Parlament bekäme grundlegend neue Befugnisse über die Geldpolitik, und die EZB dürfte Staaten direkt finanzieren, was heute vertraglich ausgeschlossen ist.

EU-Schuldenregeln lockern, neue EU-Verträge anstreben

Die Linke will die EU sozialer ausrichten und große öffentliche Investitionen ermöglichen, wofür die europäischen Defizit- und Schuldenregeln geändert werden sollen. Langfristig strebt sie neue EU-Verträge an, weil die geltenden aus ihrer Sicht grundlegende Reformen begrenzen.

Die EU hat strenge Regeln für Schulden. Die Linke will diese Regeln lockern. Dann können die Länder mehr Geld in Bildung, Gesundheit und Klima-Schutz stecken. Die Linke will auch neue Verträge für die EU. Die EU soll sozialer werden.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt legt die Mitgliedstaaten nach Ansicht der Partei auf eine neoliberale Finanzpolitik fest. Das Europäische Semester, die jährliche Abstimmung der Haushalts- und Wirtschaftspolitik, soll künftig Investitionen und Beschäftigung fördern. Die Partei will die Mindestlohnrichtlinie vertiefen, Erasmus+ für Auszubildende ausbauen und den sozialen Zusammenhalt stärker gewichten. Eine Bündelung der Regionalfonds bei der Kommission lehnt sie ab; die Regionen sollen selbst über die Programme entscheiden. Eine EU-Erweiterung soll an soziale, ökologische und demokratische Standards geknüpft sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Die EU braucht eine Investitionsoffensive ohne Handbremse. Dafür müssen auch Defizit- und Schuldenregeln in Europa angepasst werden.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Lockerere Schuldenregeln sollen mehr öffentliche Investitionen erlauben und die Haushaltsdisziplin zurückstellen.

  • Europaausgewogen

    Die Partei will eine stärker soziale EU mit neuen Verträgen, zugleich aber weniger bindende Haushaltsvorgaben und keine Zentralisierung der Regionalmittel.

EU-Parlament stärken, EU-weite Volksentscheide ermöglichen

Die Linke will dem Europäischen Parlament das Recht geben, selbst Gesetze vorzuschlagen, und ihm die grundlegenden Entscheidungen übertragen. Außerdem sollen Volksbegehren und Volksentscheide auf EU-Ebene möglich werden.

Das Parlament der EU darf heute keine eigenen Gesetze vorschlagen. Die Linke will das ändern. Das Parlament soll die wichtigen Dinge entscheiden. Die Menschen in der EU sollen auch selbst über Fragen abstimmen können.

Wichtige Entscheidungen sollen beim Parlament liegen und nicht bei Kommission, Rat oder Eurogruppe. Die Hürden für europäische Bürgerinitiativen sollen sinken. Der Ausschuss der Regionen soll in die Entscheidungsabläufe eingebunden werden, damit lokale Sichtweisen mehr Gewicht erhalten. Alle Menschen sollen in dem EU-Staat, in dem sie leben, gleiche Rechte haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir wollen, dass das Europäische Parlament endlich das volle Initiativrecht bekommt und eigene Gesetzesvorschläge einbringen kann.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Europadeutlich mehr EU

    Ein volles Initiativrecht und EU-weite Volksentscheide würden die europäischen Institutionen grundlegend aufwerten.

EU-Aufrüstung stoppen, Frontex zur Rettungsmission umbauen

Die Linke stellt sich gegen eine weitere Aufrüstung der EU und gegen die Militarisierung ihrer Außengrenzen. Die Grenzschutzagentur Frontex soll zu einer Rettungsmission werden, Abkommen zur Abwehr von Geflüchteten lehnt die Partei ab.

Die Linke will keine weitere Aufrüstung der EU. Die Grenzen der EU sollen nicht mit Militär gesichert werden. Frontex bewacht heute die Grenzen der EU. Die Linke will, dass Frontex stattdessen Menschen in Not rettet.

Das Leitbild des Programms lautet Friedensunion statt abgeschotteter EU. Die im Lissabon-Vertrag verankerte Verpflichtung der Mitgliedstaaten, ihre militärischen Fähigkeiten zu verbessern, weist die Partei zurück. Vereinbarungen mit anderen Staaten, die Geflüchtete fernhalten sollen, lehnt sie ebenfalls ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Die Abschottungsagentur Frontex muss umgewandelt werden in eine europäische Rettungsmission.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Der heutige EU-Grenzschutz durch Frontex würde durch eine Rettungsmission ersetzt und Abkommen zur Abwehr von Geflüchteten entfielen.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die laufende militärische Stärkung der EU soll gestoppt werden.

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