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AfD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Zeit für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 177 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europadeutlich weniger EU (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Gemeinsame EU-Agrarpolitik ablehnen, Bürokratie abbauen

Die AfD lehnt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab und will über Landwirtschaft in Deutschland entscheiden. Landwirte sollen mehr unternehmerische Freiheit bekommen, Vorschriften und Bürokratie sollen schrittweise sinken. Das Programm begründet das mit der Unabhängigkeit der Betriebe und einer gesicherten Vergütung.

Die EU macht viele Regeln für die Landwirtschaft. Die AfD lehnt diese gemeinsame Agrar-Politik ab. Deutschland soll selbst entscheiden. Bauern sollen freier wirtschaften können. Es soll weniger Vorschriften geben.

Das Programm wendet sich gegen den „Green Deal“ der EU, der aus Sicht der AfD Umverteilung auslöst und die Selbstbestimmung Deutschlands untergräbt. Marktwirtschaftliche Grundsätze sollen in der Landwirtschaft wieder Vorrang haben. Die AfD will faire Erzeugerpreise und eine stärkere Marktposition der Bauern erreichen, unter anderem über Direktvermarktung. Weder deutsche noch europäische Behörden sollen in die Wirtschaftsweise eingreifen, etwa bei der Fruchtfolge. Vor neuen agrarpolitischen Maßnahmen sollen deren Folgen für das Einkommen der Bauern und ihr ökologischer Nutzen geprüft werden; Anreize sollen Verbote ersetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Dies kann nur mit mehr Selbständigkeit und ohne EU-Verordnungswahn geschehen. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) lehnen wir aus diesem Grund auch ab.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Vorschriften und Bürokratie für Betriebe sollen schrittweise sinken und Marktprinzipien mehr Gewicht bekommen, was zu weniger Regulierung führt.

  • Europadeutlich weniger EU

    Die Gemeinsame Agrarpolitik, ein Kernbereich der EU, soll abgelehnt und die Entscheidung nach Deutschland geholt werden, was eine Zuständigkeit von der EU zurückverlagert.

Familienbetriebe und Junglandwirte stärken

Die AfD will die Agrarförderung auf Familienbetriebe und Genossenschaften ausrichten und die Übergabe von Höfen erleichtern. Junglandwirte und Existenzgründer sollen bessergestellt werden. Investoren von außerhalb der Landwirtschaft sollen schwerer an Ackerland kommen.

Die AfD will Familien-Betriebe in der Landwirtschaft stärken. Junge Bauern sollen bessere Bedingungen bekommen. Wer einen Hof neu gründet, soll weniger Steuern zahlen. Fremde Geldgeber sollen schwerer Ackerland kaufen können.

Die Förderung soll die Leistungen von Familienbetrieben und Genossenschaften anerkennen und die Hofnachfolge einfacher machen. Bessergestellt werden sollen Junglandwirte, die ihre Flächen selbst bewirtschaften; Existenzgründer sollen steuerlich entlastet werden. Die AfD stellt sich gegen den Rückgang der landwirtschaftlich genutzten Fläche und will den Bodenmarkt für Investoren ohne landwirtschaftlichen Hintergrund schwerer zugänglich machen. Für die „Grünen Berufe“ fordert sie eine praxisnahe Ausbildung. Als Ziel nennt das Programm den Erhalt vielfältiger Agrarstrukturen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Die Agrarförderung muss die Leistungen von Familienbetrieben und Genossenschaften berücksichtigen sowie die Hofnachfolge vereinfachen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Steuerentlastung für Gründer steht neben einer staatlichen Beschränkung des Bodenmarkts für Investoren, sodass Markt- und Staatselemente sich die Waage halten.

Lebensmittel klar kennzeichnen, Sondersteuern ablehnen

Die AfD will, dass Verbraucher mehr über Herkunft, Inhalt und Qualität von Produkten erfahren, und fordert eine klare Kennzeichnung. Eigene Steuern auf bestimmte Lebensmittel wie Fleisch oder Zucker lehnt sie ab, weil Bürger beim Konsum nicht bevormundet werden sollen. Die EU-Zulassung von Insekten in Lebensmitteln soll zurückgenommen werden.

Die AfD will klare Angaben auf Produkten. Kunden sollen wissen, was drin ist. Es soll keine eigene Steuer auf Fleisch oder Zucker geben. Insekten im Essen müssen deutlich auf der Packung stehen. Die AfD will Insekten im Essen ganz stoppen.

Produkte sollen Angaben zu Inhalt und Gewicht im Verhältnis zum Preis tragen, um Täuschung zu vermeiden. Beigemischte Insekten müssen deutlich ausgewiesen sein; grundsätzlich will die AfD die Freigabe von Insekten durch die EU rückgängig machen. Sie fordert ein wirksames Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel sowie rasches, gezieltes Eingreifen bei begründetem Verdacht auf schädliche Produkte oder Tierseuchen. In öffentlichen Einrichtungen soll die traditionelle Esskultur erhalten bleiben, und über Risiken von Ernährungsformen, die das Programm als modisch bezeichnet, soll aufgeklärt werden. Regionale und saisonale Lebensmittel aus Deutschland hebt das Programm hervor.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Ferner werden wir die Kennzeichnung von Produkten mit einer klaren Deklaration über Inhalt und Gewicht mit Bezug zum Verkaufspreis umsetzen, um Verbrauchertäuschung zu verhindern.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Absage an diskutierte Sondersteuern auf Fleisch oder Zucker verteidigt den heutigen Stand gegen neue Abgaben.

  • Europaeher weniger EU

    Eine geltende EU-Zulassung für Insekten als Lebensmittel soll zurückgenommen werden, was eine einzelne EU-Vorgabe zurückdrängt.

Düngeregeln lockern, Gentechnik streng überwachen

Die AfD will die geltenden Düngeregeln ändern, damit Landwirte ihre Pflanzen wieder nach Bedarf düngen können. Aus Sicht des Programms führen die heutigen Regeln zu geringeren Erträgen und schaden dem Boden. Forschung zu neuen genomischen Techniken unterstützt die Partei, der Einsatz von Gentechnik auf dem Acker soll aber streng kontrolliert werden.

Heute gibt es strenge Regeln für das Düngen. Die AfD will diese Regeln lockern. Bauern sollen so viel düngen, wie die Pflanzen brauchen. Die AfD ist für Forschung an neuer Gentechnik. Auf dem Feld soll der Staat Gentechnik aber streng prüfen.

Das Programm macht die aktuellen Düngeregeln für Einbußen bei Ertrag und Qualität sowie für den Verlust von Humus und Bodenfruchtbarkeit verantwortlich. Der bürokratische Aufwand beim Düngen soll so gering wie möglich werden. Wirksamen Pflanzenschutz nennt die AfD einen wichtigen Faktor der Produktion. Landwirte sollen alte Kultursorten nutzen und handeln dürfen, damit die Sortenvielfalt wächst. Fortschritte bei Verfahren wie CRISPR will die Partei in der Forschung fördern; in der Praxis soll Gentechnik laufend auf ihren tatsächlichen Nutzen geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Die AfD wird deshalb die bedarfsgerechte Nährstoffversorgung von Kulturpflanzen nach guter fachlicher Praxis wieder ermöglichen“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die geltenden Düngeauflagen und der damit verbundene Aufwand für Betriebe sollen gelockert werden, was Regulierung abbaut.

Weitere Auflagen für Fischerei und Angeln ablehnen

Die AfD lehnt zusätzliche Beschränkungen für Berufsfischer und Angler ab, die sie als ideologisch begründet ansieht. Kleine Fischereibetriebe sollen wirtschaftlich überleben können. Fangmengen sollen pragmatisch festgelegt werden.

Die AfD will keine neuen strengen Regeln für Fischer. Auch Angler sollen keine strengeren Regeln bekommen. Kleine Fischerei-Betriebe sollen nicht pleitegehen. Die Fische sollen trotzdem auf Dauer erhalten bleiben.

Das Programm bezeichnet die Fischerei als Kulturgut. Abgelehnt werden ein Stellnetzverbot in der Ostsee, größere Kernzonen des Naturschutzes und Fangquoten, die an das einzelne Schiff gebunden sind. Wettbewerbsnachteile der deutschen Fischerei sollen beseitigt werden. Nachhaltigkeit will die AfD gemeinsam mit Fischern und Anglern erreichen, damit die Bestände langfristig erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Ein Verbot der Stellnetzfischerei in der Ostsee, die Ausweitung der Naturschutz-Kernzonen und die Bindung der Fangquote an den Kutter lehnen wir ab.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die AfD wehrt diskutierte zusätzliche Auflagen für die Fischerei ab und will Wettbewerbsnachteile abbauen, was auf weniger Regulierung zielt.

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