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parteiprogramm

ÖDP zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 42 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirtschaft regional statt exportorientiert ausrichten

Die ÖDP will die Landwirtschaft auf regionale Kreisläufe statt auf den Weltmarkt ausrichten. EU-Fördergeld soll nach ökologischen, gesellschaftlichen und Tierschutz-Kriterien fließen, und Höfe sollen höhere Preise durchsetzen können.

Die ÖDP will Landwirtschaft für die Region. Bauern sollen weniger für den Weltmarkt arbeiten. Geld von der EU soll es für Umweltschutz und Tierschutz geben. Die Größe der Felder soll dafür nicht mehr zählen. Bauern sollen bessere Preise bekommen.

Importe von Futtermitteln und Agrarprodukten sollen enden, wenn sie umweltschädlich oder unsozial hergestellt wurden oder EU-Tierschutzstandards unterlaufen. Importiertes Fleisch soll eine Nachhaltigkeitssteuer tragen. Die Höfe sollen mehr Marktmacht gegenüber Lebensmittelketten und Molkereien bekommen, und die Verbraucherpreise sollen Umwelt- und Arbeitskosten abbilden. Land- und Forstflächen sollen breit gestreut im Eigentum sein, Bodenspekulation soll enden. Lebensmittel sollen möglichst aus der Region stammen und direkt vermarktet werden; Supermärkte sollen sie nicht mehr wegwerfen dürfen. Hinzu kommen naturnahe Waldwirtschaft und ein Verbot der Fischerei mit Bodenschleppnetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Stopp der forcierten Exportorientierung der europäischen Landwirtschaft. Wochenmarkt statt Weltmarkt“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Importbeschränkungen, eine Steuer auf Importfleisch und Eingriffe in Preisbildung und Bodenmarkt bedeuten mehr staatliche Regulierung des Agrarmarkts.

Pestizide besteuern, Gentechnik ausschließen, Böden schützen

Die ÖDP will Biozide und synthetischen Stickstoffdünger besteuern und bestimmte Neonikotinoide ohne Ausnahme verbieten. Gentechnik soll in der Landwirtschaft nicht eingesetzt werden, und die Böden sollen gesünder werden.

Die ÖDP will weniger Gift auf den Feldern. Mittel gegen Schädlinge und künstlicher Dünger sollen eine Steuer kosten. Manche Insekten-Gifte sollen ganz verboten sein. Gentechnik soll es in der Landwirtschaft nicht geben. Der Boden soll gesund sein.

Das Verbot betrifft Neonikotinoide, die mehrfach im menschlichen Körper oder im Grundwasser gefunden wurden. Pestizide ohne EU-Zulassung sollen nicht mehr exportiert werden dürfen. Der Verzicht auf Gentechnik umfasst Futtermittel, Nutztiere, Pflanzen und neue Verfahren wie CRISPR/Cas. Eine neue Bodenpolitik soll Vergiftung, Verdichtung, Erosion und Überdüngung verringern, ergänzt durch vielfältigen Fruchtwechsel und Dauerbegrünung. Mehr Lehrstühle für Ökolandbau und Forschung zu klimaschonender Landwirtschaft sind ebenfalls vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Einführung einer Steuer auf „Biozide“, synthetische Stickstoffdünger und ein ausnahmsloses Verbot von Neonikotinoiden“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Steuer auf Betriebsmittel sowie Verbote bei Wirkstoffen, Exporten und Gentechnik verschärfen die Regulierung der Agrarbetriebe.

Strengere Regeln für die Nutztierhaltung

Die ÖDP will die gesetzlichen Mindeststandards für Nutztiere deutlich anheben. Vorgesehen sind ein EU-weites Verbot der Käfighaltung, weniger Tiere pro Fläche, kurze Transportwege und eine Pflichtkennzeichnung für Fleisch.

Die ÖDP will, dass es Tieren auf Bauernhöfen besser geht. Käfige sollen in der EU verboten sein. Ein Hof soll nur so viele Tiere haben, wie zu seinem Land passen. Tiere sollen nur kurze Wege zum Schlachthof fahren. Auf Fleisch soll stehen, wie das Tier gelebt hat.

Der Viehbestand soll auf zwei Großvieheinheiten je Hektar begrenzt sein, Futter und Gülle sollen vor Ort erzeugt und verwertet werden. Schlachttiere sollen nur bis etwa 100 Kilometer weit transportiert werden. Zur tiergerechten Haltung zählt das Programm Freiland, den Verzicht auf Verstümmelungen und einen Betreuungsschlüssel. Reserveantibiotika sollen in der Mast verboten sein, vorbeugende Antibiotikagaben nur ausnahmsweise erlaubt. Eine EU-weit einheitliche Pflichtkennzeichnung soll über Pestizide, Antibiotika, Gentechnik und die Haltungsform informieren. Alte Tierrassen sollen erhalten und gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Käfighaltung in der EU muss verboten werden, der Import von Produkten aus Käfighaltung muss unterbunden werden.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Mindeststandards, Bestandsgrenzen, Transport- und Kennzeichnungspflichten legen Tierhaltern mehr staatliche Auflagen auf als heute.

  • Europaeher mehr EU

    Käfigverbot und einheitliche Pflichtkennzeichnung sollen als gemeinsame EU-Vorgaben gelten und erweitern damit die europäische Regelsetzung.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme im Bund im Vergleich