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parteiprogramm

Linke zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Alle wollen regieren. Wir wollen verändern.“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Lebensmittelverschwendung verbieten

Die Linke will das Wegwerfen genießbarer Lebensmittel verbieten. Bis 2030 soll die Menge der Lebensmittelabfälle um die Hälfte sinken.

Die Linke will verbieten, dass gutes Essen im Müll landet. Geschäfte sollen das Essen spenden oder verschenken. Bis 2030 soll es nur noch halb so viel Essens-Müll geben.

Noch essbare Lebensmittel sollen an gemeinnützige Organisationen gehen oder direkt gratis abgegeben werden. Das Ziel ist, die Abfallmenge bis 2030 zu halbieren. Dafür sieht das Programm verbindliche Vorgaben vor, die je nach Branche unterschiedlich ausfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Der Umfang der Lebensmittelabfälle soll bis 2030 halbiert werden.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Unternehmen bekämen neue verbindliche Vorgaben und eine Abgabepflicht, also mehr Regulierung.

Ressourcenschutzgesetz und stärkeres Lieferkettengesetz

Die Linke will ein Ressourcenschutzgesetz und Bergbau in Schutzgebieten und der Tiefsee ausschließen. Die Bevölkerung vor Ort soll an Bergbauprojekten beteiligt werden und sie ablehnen können. Ein strengeres Lieferkettengesetz soll Ausbeutung im Globalen Süden verhindern.

Die Linke will ein Gesetz zum Schutz von Rohstoffen. In Schutz-Gebieten und in der Tiefsee soll es keinen Bergbau geben. Die Menschen vor Ort sollen Nein sagen dürfen. Firmen sollen haften, wenn ihre Lieferanten Menschen oder Natur schaden.

Das Mitsprache- und Ablehnungsrecht soll ausdrücklich auch für den Lithiumabbau in Sachsen gelten, und die Menschen vor Ort sollen an der Wertschöpfung teilhaben. Umwelt- und Trinkwasserschutz sollen weltweit garantiert sein. Das Programm wendet sich gegen einen aus seiner Sicht drohenden grünen Kolonialismus bei Rohstoffen für klimafreundliche Technik. Das Lieferkettengesetz soll Beschwerdewege für Betroffene und Haftungsregeln bekommen, und Handelsabkommen sollen starke Sozial- und Umweltstandards enthalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir wollen keinen Bergbau in Naturschutzgebieten, Trinkwasserschutzgebieten oder der Tiefsee.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Haftungsregeln und Abbauverbote verschärfen die Auflagen für Unternehmen.

Kreislaufwirtschaft ausbauen, Müllexporte verbieten

Die Linke will Produkte langlebiger und reparierbar machen, mehr recyceln und Abfall verringern. Einwegverpackungen sollen weitgehend verboten, Müllexporte aus der EU untersagt und die Abfallentsorgung in öffentliche Hand zurückgeführt werden.

Produkte sollen länger halten und sich reparieren lassen. Es soll mehr Recycling und weniger Müll geben. Viele Einweg-Verpackungen sollen verboten werden. Müll soll nicht mehr aus der EU in andere Länder gehen. Die Müll-Abfuhr soll wieder öffentlich sein.

Neue Ökodesign-Regeln sollen Lebensdauer, Updates und Reparaturen sichern; die Gewährleistung soll sich an der Lebensdauer ausrichten und die Beweislastumkehr auf zwei Jahre steigen. Hersteller sollen Rücknahme, Transport, Aufbereitung und Entsorgung bezahlen und auf verbleibende Einwegverpackungen Abgaben leisten. In der EU strebt die Linke ein einheitliches Pfandsystem für Getränkeflaschen an und will illegale Verschiffung von Elektroschrott stärker bekämpfen. Bioabfälle sollen vor der Kompostierung zu Biogas vergoren werden. Privates Feuerwerk soll zum Schutz von Mensch, Tier und Natur reduziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir fordern höhere gesetzliche Recyclingquoten und höhere Einsatzquoten für wiederverwertete Stoffe.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Verbote, Herstellerabgaben und die Rückführung der Abfallwirtschaft in öffentliche Hand ersetzen einen bisher teils privaten Markt.

Naturschutzmittel verdoppeln, Schutzgebiete und Meere sichern

Die Linke will doppelt so viel Geld für natürlichen Klimaschutz ausgeben, Schutzgebiete ausweiten und zerstörte Ökosysteme wiederherstellen. Die Natur soll eigene Rechte erhalten, Wasser soll in öffentlicher Hand bleiben und die Meere sollen stärker geschützt werden.

Die Linke will doppelt so viel Geld für den Schutz der Natur. Mehr Flächen sollen Wildnis sein. Menschen sollen für die Natur vor Gericht klagen können. Wasser soll allen gehören. Die Meere sollen besser geschützt werden.

Fünf Prozent der Fläche sollen Wildnis werden, und es soll ein einklagbares Recht auf intakte Umwelt sowie erweiterte Verbandsklagen geben. Bei Industrieprojekten wie Tesla in Grünheide soll die Trinkwasserversorgung Vorrang haben; geplant sind Gewässerrenaturierung, ein Aktionsplan gegen Niedrigwasser sowie die Wiederbelebung von Mooren und Auwäldern. Das UN-Hochseeschutzabkommen soll rasch ratifiziert und bis 2030 knapp ein Drittel der Meere weltweit geschützt werden. Fischfang soll strenger geregelt, Tiefseebergbau international verboten und kommerzieller Walfang beendet werden. Eine Positivliste soll festlegen, welche Tiere als Haustiere gehalten werden dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Die Mittel für natürlichen Klimaschutz müssen verdoppelt werden.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Wasser soll in öffentlicher Hand bleiben und das Gemeinwohl Vorrang vor Gewinninteressen haben.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Die Mittel für natürlichen Klimaschutz sollen verdoppelt werden, also weit mehr als um ein Viertel steigen.

Tierschutzgesetz reformieren und Tierversuche beenden

Die Linke will das Tierschutzgesetz grundlegend überarbeiten, strenger durchsetzen und mit härteren Strafen versehen. Tiere gelten der Partei als fühlende Wesen, deren Schutz Vorrang vor Gewinninteressen haben soll. Geplant sind zudem ein Ausstieg aus Tierversuchen und mehrere Verbote.

Tiere sollen besser geschützt werden. Wer Tiere quält, soll härter bestraft werden. Eine Person beim Bund soll sich nur um Tierschutz kümmern. Tierversuche sollen nach und nach enden. Pelze und wilde Tiere im Zirkus sollen verboten sein.

Eine unabhängige Bundestierschutzbeauftragte soll an Gesetzen mitwirken, Tierschutzvereine sollen gestärkt werden. Besonders belastende Tierversuche sollen sofort enden, für die übrigen soll ein Ausstiegsplan gelten. Verboten werden sollen Pelzherstellung und -import, Delfinarien, Wildtiere im Zirkus, Tiere auf Jahrmärkten, Qualzuchten und medizinisch unnötige Eingriffe. Der Tierhandel soll streng geregelt und illegaler Wildtierhandel bekämpft werden. Haltungsstandards in Zoos, Gewerbe und Haushalten sollen sich an den Tieren ausrichten, und Tierkorridore sollen Wildunfälle verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir setzen uns für eine umfassende Reformierung des Tierschutzgesetzes ein.“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme im Bund im Vergleich