Mutterschutz für Selbstständige einführen
Die Freien Wähler wollen, dass auch selbstständige Frauen in Schwangerschaft und nach der Geburt finanziell abgesichert sind. Dafür soll ein Instrument entstehen, bei dem die Kosten wie bei Angestellten gemeinsam getragen werden. Unternehmerinnen sollen nicht zwischen Betrieb und Familie wählen müssen.
Angestellte Frauen haben Mutterschutz. Selbstständige Frauen haben das bisher nicht. Die Freien Wähler wollen das ändern. Die Kosten sollen alle gemeinsam tragen, so wie bei Angestellten.
Das Programm verweist darauf, dass das Mutterschutzgesetz nur für Frauen in einem Arbeitsverhältnis und einige weitere Gruppen gilt. Selbstständige können das wirtschaftliche Risiko von Schwangerschaft und Geburt nach Darstellung der Partei derzeit nicht absichern. Übliche Ausfallversicherungen decken diese Zeit meist nicht ab, und auch das Krankentagegeld hält das Programm für ungeeignet. Deshalb soll eine gemeinschaftlich finanzierte Lösung nach dem Muster der Regelung für Angestellte entstehen.
Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Es sollte daher für selbstständige Schwangere ein Instrument geschaffen werden, mit dem, wie bei Angestellten, alle gleichermaßen für die Kosten des Mutterschutzes“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Eine neue, gemeinschaftlich finanzierte Absicherung für Selbstständige erweitert die soziale Sicherung auf eine bisher nicht erfasste Gruppe.
- Gesellschafteher progressiv
Die Absicherung soll Unternehmerinnen ermöglichen, Betrieb und Familie zu verbinden, und fördert so die Gleichstellung im Erwerbsleben.