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Freie Wähler zur Familie

Aus dem Programm „Verantwortung für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 114 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mutterschutz für Selbstständige einführen

Die Freien Wähler wollen, dass auch selbstständige Frauen in Schwangerschaft und nach der Geburt finanziell abgesichert sind. Dafür soll ein Instrument entstehen, bei dem die Kosten wie bei Angestellten gemeinsam getragen werden. Unternehmerinnen sollen nicht zwischen Betrieb und Familie wählen müssen.

Angestellte Frauen haben Mutterschutz. Selbstständige Frauen haben das bisher nicht. Die Freien Wähler wollen das ändern. Die Kosten sollen alle gemeinsam tragen, so wie bei Angestellten.

Das Programm verweist darauf, dass das Mutterschutzgesetz nur für Frauen in einem Arbeitsverhältnis und einige weitere Gruppen gilt. Selbstständige können das wirtschaftliche Risiko von Schwangerschaft und Geburt nach Darstellung der Partei derzeit nicht absichern. Übliche Ausfallversicherungen decken diese Zeit meist nicht ab, und auch das Krankentagegeld hält das Programm für ungeeignet. Deshalb soll eine gemeinschaftlich finanzierte Lösung nach dem Muster der Regelung für Angestellte entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Es sollte daher für selbstständige Schwangere ein Instrument geschaffen werden, mit dem, wie bei Angestellten, alle gleichermaßen für die Kosten des Mutterschutzes“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue, gemeinschaftlich finanzierte Absicherung für Selbstständige erweitert die soziale Sicherung auf eine bisher nicht erfasste Gruppe.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Absicherung soll Unternehmerinnen ermöglichen, Betrieb und Familie zu verbinden, und fördert so die Gleichstellung im Erwerbsleben.

Kinderbetreuung ausbauen und Wiedereinstieg erleichtern

Die Freien Wähler fordern mehr bezahlbare und flexible Kita-Plätze, auch in Randzeiten. Nach Ansicht des Programms hindert fehlende Betreuung viele Frauen an der Erwerbsarbeit und führt später zu Rentenlücken. Deshalb sollen auch Erziehungszeiten bei der Rente stärker zählen.

Die Freien Wähler wollen mehr Kita-Plätze. Die Plätze sollen bezahlbar sein. Es soll sie auch früh am Morgen und spät am Tag geben. So können Mütter leichter arbeiten. Wer Kinder erzieht, soll später mehr Rente bekommen.

Das Programm nennt den Mangel an verlässlicher Betreuung in Kita und Grundschule als Hindernis für die Erwerbstätigkeit von Frauen. Fortbildungen und Mentoring sollen die Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit unterstützen. Väter sollen sich stärker an Elternzeit und Betreuung beteiligen, Unternehmen sollen familienfreundliche und flexible Arbeitszeiten anbieten. Gegen Altersarmut sollen Kindererziehungszeiten in der Rentenberechnung mehr Gewicht erhalten und Frauen bei der finanziellen Vorsorge Hilfe bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Es braucht mehr Kita-Plätze, die bezahlbar und flexibel verfügbar sind, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Betreuungsangebote und eine höhere Anrechnung von Erziehungszeiten bei der Rente weiten staatliche Leistungen schrittweise aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern und einer stärkeren Väterbeteiligung verschiebt die Rollenverteilung in Richtung Gleichstellung.

Familienzentren in jeder Kommune einrichten

Die Freien Wähler wollen in jeder Kommune ein Familienzentrum schaffen, an das sich Familien in Krisen wenden können. Zusätzlich sollen mehr Kurzzeitpflegeplätze für Kinder entstehen, um Familien in Notlagen zu entlasten.

Manche Familien geraten in eine Krise. Die Freien Wähler wollen ihnen helfen. Jede Stadt und Gemeinde soll ein Familien-Zentrum bekommen. Dort gibt es Beratung ohne große Hürden. Kinder sollen in Notlagen auch für kurze Zeit woanders betreut werden können.

Die Zentren sollen leicht zugängliche Beratung und Unterstützung anbieten und Familien in schwierigen Phasen stabilisieren. Der Ausbau der Kurzzeitpflege für Kinder soll schnelle und unbürokratische Hilfe ermöglichen. Das Programm begründet dies damit, dass Kinder ein stabiles Umfeld brauchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Wir setzen uns für die Einrichtung von Familienzentren in jeder Kommune ein, die als Anlaufstelle für Familien in Krisensituationen dienen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Beratungszentren und zusätzliche Pflegeplätze bauen die öffentliche soziale Infrastruktur aus.

Kinderschutz stärken, Kinderehen nicht anerkennen

Die Freien Wähler wollen Kinder und Jugendliche besser vor Gewalt, Drogen, Extremismus und Manipulation in sozialen Medien schützen, vor allem durch Aufklärung an Schulen und Meldestellen vor Ort. Im Ausland geschlossene Kinderehen sollen in Deutschland ohne Ausnahme nicht anerkannt werden. Der Schutz des Kindes steht für die Partei über der Religionsfreiheit der Eltern.

Die Freien Wähler wollen Kinder besser schützen. Schulen sollen über Gefahren aufklären. Vor Ort soll es Stellen geben, bei denen man Probleme melden kann. Ehen mit Kindern aus dem Ausland sollen in Deutschland nicht gelten. Der Schutz der Kinder ist der Partei wichtiger als die Religion der Eltern.

Gemeinsam mit den Ländern sollen Konzepte und Kampagnen zur Prävention entstehen. Meldungen sollen leicht möglich sein und rasch von geschultem Personal bearbeitet werden; Lehrkräfte, Betreuungspersonal und Stellen im Gesundheitswesen sollen vernetzt sein. Der Bund soll die Kommunen dabei unterstützen, und Hilfen sollen von der Schwangerschaftsberatung bis ins frühe Erwachsenenalter reichen. Gestützt auf die UN-Kinderrechtskonvention nennt das Programm zudem eine tägliche ausgewogene Mahlzeit, den Kampf gegen Kinderarmut und soziale Absicherung. Deutschland soll sich auch im Ausland für Kinderschutz einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Wir wollen die bestehenden Gesetze zur Ehe durchsetzen und keine Ausnahmen für im Ausland geschlossene Kinderehen durch deren Anerkennung zulassen.“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Ausnahmslose Durchsetzung des Eherechts, Meldesysteme und der Vorrang des Kinderschutzes vor der Religionsfreiheit der Eltern stärken staatliche Eingriffe zum Schutz schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme im Bund im Vergleich