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Freie Wähler zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Verantwortung für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 114 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Digitalministerium einrichten, Verwaltung grundlegend modernisieren

Die Freien Wähler wollen ein eigenes Digitalministerium schaffen, das die Digitalprojekte der Verwaltung federführend steuert. Die Verwaltung soll grundlegend reformiert werden, mit flächendeckendem Einsatz von Digitalisierung und KI.

Die Freien Wähler wollen ein eigenes Ministerium für Digitales. Es soll die Ämter digital machen. Bürger sollen Anträge über das Internet stellen können. Die Ämter sollen auch Künstliche Intelligenz nutzen. Estland ist dafür das Vorbild.

Die Zuständigkeit für Digitales soll aus dem Verkehrsministerium gelöst und nach bayerischem Muster in ein eigenes Haus überführt werden, das sich an Estland orientiert. Gemeinsam mit den Ländern soll es Kommunen bei der Umstellung auf digitale Verfahren helfen; der Bund soll Landkreise und Gemeinden bei Planung, Finanzierung und Bau unterstützen. Bei staatlichen Projekten sollen anerkannte Standards für Verschlüsselung und Authentifizierung gelten. Das Programm erwartet, dass der Verwaltung bald ein Viertel der Beamten fehlt, und will deshalb Doppelstrukturen und veraltete Abläufe überarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir wollen das Digitalisierungsresort aus dem Verkehrsministerium herauslösen und ein Digitalministerium, nach bayerischem Vorbild einrichten.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Breitband ausbauen, ländliche Räume digital stärken

Die Freien Wähler wollen den Ausbau von Breitband und Mobilfunk flächendeckend voranbringen, besonders auf dem Land. In digitale Dörfer soll mindestens so viel Geld fließen wie in digitale Städte.

Die Freien Wähler wollen überall schnelles Internet. Das gilt besonders für Dörfer und kleine Orte. Dörfer sollen genauso viel Geld für Digitales bekommen wie Städte. Das soll auch älteren Menschen helfen.

Das Programm sieht schnelles Internet als Standortfaktor, auf den Unternehmen und Behörden angewiesen sind. Angestrebt werden hohe Mobilfunkstandards aus europäischer Herstellung. Die Investitionen in „Smart Villages“ sollen denen in „Smart Cities“ mindestens entsprechen. Digitalisierung soll Familie und Beruf besser vereinbar machen, Barrierefreiheit fördern und älteren Menschen ein langes Leben im gewohnten Umfeld ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Auch die Versorgung des ländlichen Raumes mit Breitbandanschlüssen muss weiter mit Nachdruck vorangetrieben werden.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sensible Daten in der EU speichern

Die Freien Wähler wollen, dass sensible Daten, etwa der Wasser- und Energieversorgung, nur auf Systemen innerhalb der EU liegen. Software außereuropäischer Firmen soll in diesen Bereichen überprüft und Open Source bevorzugt werden.

Wichtige Daten sollen in Europa bleiben. Das gilt zum Beispiel für Daten über Wasser und Strom. Die Freien Wähler wollen dort lieber offene Software nutzen. Bei offener Software kann jeder den Programm-Code sehen. Die Daten sollen gut geschützt sein.

Das Programm zählt digitale Infrastruktur zur kritischen Infrastruktur, die nicht von Staaten außerhalb Europas kontrolliert werden soll. Daten sollen deshalb auf Servern in der EU gespeichert werden, wo europäisches Recht gilt. Den Einsatz von Programmen nichteuropäischer Anbieter in kritischen Bereichen will die Partei überdenken und quelloffene Lösungen vorziehen. Hohe Datensicherheit gilt ihr als unverzichtbar; als warnendes Beispiel nennt sie die Diskussion um die elektronische Gesundheitskarte.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„auf Systemen liegen sollen, die sich innerhalb der Europäischen Union befinden und damit den gesetzlichen Regelungen der Europäischen Union unterliegen“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Soziale Medien regulieren, Recht im Netz durchsetzen

Die Freien Wähler verlangen gesetzliche Regeln für soziale Medien, die sich am Jugendschutz und am Schutz vor objektiv falschen Informationen ausrichten. Extremistische Kommunikation und Straftaten im Internet sollen stärker verfolgt werden. Gegen Cyberkriminalität soll eine Gesamtstrategie mit mehr Fachleuten und Technik entstehen.

Die Freien Wähler wollen neue Regeln für soziale Medien. Die Regeln sollen Jugendliche schützen. Sie sollen auch vor falschen Informationen schützen. Straftaten im Internet soll der Staat stärker verfolgen. Die Behörden sollen mehr Fachleute und bessere Technik bekommen.

Das Programm begründet die Regulierung damit, dass Plattformen Nutzer aus Gewinninteresse manipulierten, süchtig machen könnten und Verschwörungstheorien verbreiteten. Sogenannte Trusted Flagger, also anerkannte Meldestellen für rechtswidrige Inhalte, sollen von einer neu zu schaffenden Bürgeranwaltschaft beaufsichtigt werden. Verfolgt werden sollen unter anderem Gewaltaufrufe, Volksverhetzung, Kinderpornografie sowie illegaler Handel mit Drogen und Waffen. Für die Cybersicherheit sieht das Programm eine Strategie vor, die alle Strafverfolgungsbehörden einbezieht und die Kooperation mit angegriffenen Unternehmen vertieft.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir fordern die Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen zur Regulierung der sozialen Medien.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Neue Regeln für Plattformen und eine intensivere Strafverfolgung im Netz erweitern staatliche Eingriffe gegenüber heute schrittweise.

Patientenakte freiwillig, Gesundheitsdaten schützen

Die Freien Wähler wollen digitale Anwendungen im Gesundheitswesen fördern, wenn sie die Versorgung verbessern. Die elektronische Patientenakte soll freiwillig sein, und niemand soll wegen seiner Daten oder einer Weigerung Nachteile haben. Gesundheitsdaten sollen besonders geschützt werden.

Die Freien Wähler wollen digitale Technik in der Medizin nutzen. Die elektronische Patienten-Akte soll freiwillig sein. Wer seine Daten nicht gibt, soll keine Nachteile haben. Gesundheits-Daten sollen besonders gut geschützt sein.

Das Programm sieht den Nutzen digitaler Technik vor allem in besserer Kommunikation zwischen Patienten und Beschäftigten im Gesundheitswesen. Vor einer Datenauswertung sollen Patienten über Zweck und Nutzen aufgeklärt werden; eine Bewertung von Patienten oder Angehörigen anhand ihrer Daten („Scoring“) soll es nicht geben. Die Verwaltungsanwendungen der Gematik sollen auf Nutzen und Kosten überprüft werden, auch mit Blick auf Kosten, die auf Praxen und Betriebe verlagert wurden. Bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung verlangt die Partei Nachbesserungen, ohne dass übermäßige Bürokratie entsteht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik soll ausgebaut werden und einen eigenen Bereich für Gesundheitsdaten erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Die Nutzung der ePA (elektronische Patientenakte) sollte freiwillig bleiben.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Freiwilligkeit der Patientenakte, ein Verbot von Scoring und ein besonderer Schutz für Gesundheitsdaten stärken die informationelle Selbstbestimmung.

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