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parteiprogramm

Freie Wähler zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Verantwortung für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 114 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wölfe bundesweit bejagen, Schäden voll entschädigen

Die Freien Wähler wollen den Wolfsbestand verringern und Wölfe bundesweit einheitlich bejagen lassen. Sie begründen das mit zunehmenden Angriffen auf Weidetiere. Schäden durch Wolf, Bär oder Luchs sollen ohne Obergrenze ersetzt werden.

Die Freien Wähler wollen weniger Wölfe in Deutschland. Jäger sollen Wölfe überall nach gleichen Regeln jagen dürfen. Die Partei sagt: Wölfe töten immer mehr Schafe und Rinder. Bauern sollen den vollen Schaden ersetzt bekommen.

Die Bundesregierung soll offiziell feststellen, dass der Wolf in Deutschland einen günstigen Erhaltungszustand erreicht hat. Deutschland soll die Herabstufung des Schutzstatus in der europäischen FFH-Richtlinie aktiv unterstützen. Die Jagd soll während der Aufzucht der Welpen ruhen. Entschädigt werden soll nach Zucht- oder Marktwert, und im Zweifel soll die Behörde beweisen müssen, dass kein Raubtier den Schaden verursacht hat. Auch für Biber, Saatkrähe, Fischotter und Kormoran verlangt das Programm ein Wildtiermanagement.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, dass Wölfe einer deutschlandweit einheitlich geregelten Jagd unterzogen werden, mit einer Schonzeit während der Welpenaufzucht.“
Seite 32 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Neues Bundeswaldgesetz ablehnen, Jagdrecht erhalten

Die Freien Wähler lehnen die geplante Neufassung des Bundeswaldgesetzes ab, weil sie darin zu viele Detailvorgaben sehen. Die Länder sollen Spielraum für ihre eigene Waldbewirtschaftung behalten. Das bestehende Jagdrecht mit Jagdgenossenschaften und Revieren soll unverändert bleiben.

Es gibt Pläne für ein neues Gesetz für den Wald. Die Freien Wähler sind dagegen. Sie finden: Das Gesetz hat zu viele Regeln. Auch die Regeln für die Jagd sollen so bleiben wie heute.

Nach Ansicht der Partei würde der Gesetzentwurf Wälder, Waldbesitzer und Forstwirtschaft gefährden. Jedes Bundesland habe wegen unterschiedlicher natürlicher Bedingungen eigene Aufgaben beim Umbau zu klimastabilen Wäldern. Statt neuer Vorschriften verlangt das Programm Beratung für Waldeigentümer und wirksame Förderprogramme. Einschränkungen des Jagdrechts und zusätzliche Auflagen für Jäger sowie Wald- und Grundbesitzer lehnt die Partei ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir lehnen die aktuellen Bestrebungen einer Novellierung des Bundeswaldgesetzes mit den zahlreichen neuen Regelungen und Vorgaben bis ins kleinste Detail ab.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Partei verteidigt den heutigen Stand gegen eine konkret diskutierte strengere Regulierung der Waldbewirtschaftung.

Lärm und Luftbelastung ohne Fahrverbote senken

Die Freien Wähler wollen Lärm und Luftverschmutzung an Flughäfen, Straßen und Bahnstrecken verringern. Fahrverbote sollen durch technische Neuerungen vermieden werden, und die Kontrolle bestehender Regeln soll Vorrang vor schärferen Gesetzen haben.

An Straßen, Schienen und Flughäfen ist es oft laut und die Luft ist schlecht. Die Freien Wähler wollen das ändern. Fahrverbote wollen sie aber vermeiden. Der Staat soll erst prüfen, ob alle die heutigen Regeln einhalten.

Feinstaub und Stickoxide sollen nach dem Programm schon von den Fahrzeugherstellern vermieden und als eigenes Thema neben den Treibhausgasen betrachtet werden. Kommunen sollen dennoch weiter eigene Gebote und Verbote erlassen dürfen. Die Partei wendet sich dagegen, ganze Nutzergruppen pauschal zu belasten, und verlangt, dass der Staat Verstöße zum Schutz der Anwohner verfolgt. Auch beim Schienenverkehr sollen Lärm und Feinstaub weiter reduziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Gesundheitsschädlicher und für das Wohlbefinden nicht zumutbarer Lärm und Luftverschmutzungen im Umfeld von Flughäfen, Straßen und Schienen müssen im Sinne der betroffenen Bürger reduziert werden.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Trinkwasser schützen, energieautarke Klärwerke fördern

Die Freien Wähler wollen das Grundwasser wirksam schützen und die Wasserversorgung in öffentlicher Hand halten. Klärwerke, die ihren Energiebedarf selbst decken, sollen gefördert werden.

Sauberes Trinkwasser ist wichtig für alle. Die Freien Wähler wollen das Grundwasser schützen. Private Firmen sollen die Wasser-Versorgung nicht übernehmen. Klärwerke sollen ihren Strom selbst erzeugen.

Sauberes Trinkwasser gilt dem Programm als öffentliches Gut, mit Trink- und Brauchwasser soll bundesweit sorgsam umgegangen werden. Klärwerke zählen laut Programm zu den größten Energieverbrauchern einer Kommune. Die Einführung energieautarker Anlagen soll gefördert werden, was Energie spare und auf Dauer die Abwassergebühren entlaste. Abwässer und Klärgase sollen in die kommunale Wärmeplanung einfließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Wir setzen uns daher auf allen politischen Ebenen für einen wirksamen Grundwasserschutz ein. Eine Privatisierung der Wasserversorgung lehnen wir ab.“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt verteidigt die öffentliche Wasserversorgung ausdrücklich gegen Privatisierung und sieht zusätzliche Förderung vor.

Hochwasserschutz und Klimaanpassung in Städten fördern

Die Freien Wähler verlangen ein Förderprogramm des Bundes für Becken, die Regenwasser zurückhalten. Außerdem sollen Städte grüner geplant werden und weniger Fläche verbrauchen, damit sie sich weniger aufheizen.

Die Freien Wähler wollen Geld vom Bund für Regen-Becken. Diese Becken sammeln Regenwasser. So soll es weniger Überschwemmungen geben. Städte sollen mehr Grün bekommen. Dann bleibt es dort im Sommer kühler.

Das Programm begründet das Förderprogramm damit, dass neben Flüssen vor allem kleine Bäche zunehmend Schäden anrichten und zugleich Grundwasser gespart werden soll. Der Bund soll den kommunalen Abwasserwerken die Entsorgung des Oberflächenwassers von Bundesstraßen bezahlen. In der Stadtplanung sollen Grünflächen und Frischluftschneisen kühle Luft in die Innenbereiche leiten. Flächen sollen entsiegelt und Versickerungsflächen vernetzt werden. Begrünte Fassaden und Dächer sollen Feinstaub und Schadstoffe binden. Mit Flächen für Verkehr und Siedlungen soll sparsam umgegangen werden, damit künftige Generationen Spielräume behalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„fordern wir ein bundesweites Förderprogramm für den Bau von Regenrückhalte- und Regenüberlaufbecken“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Förderprogramm des Bundes und zusätzliche Zahlungen an kommunale Werke erweitern die öffentlichen Ausgaben schrittweise.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Stadtplanung soll stärker an Klimafolgen ausgerichtet und der Flächenverbrauch gesenkt werden, was Umweltbelangen mehr Gewicht gibt.

Mikroplastik verbieten und Meere schützen

Die Freien Wähler wollen Mikroplastik in Kosmetik, Lebensmitteln und Wasser verbieten und nachhaltige Alternativen fördern. Zudem wollen sie sich national und international für den Schutz der Meere einsetzen.

Mikroplastik sind winzige Teile aus Plastik. Die Freien Wähler wollen sie verbieten. Das gilt für Kosmetik, Lebensmittel und Wasser. Die Partei will auch die Meere besser schützen.

Nach Darstellung des Programms belastet Mikroplastik die Umwelt und gefährdet die Gesundheit. Es erhöhe außerdem die Abwassergebühren, weil die aufwendigere Reinigung auf alle Verbraucher umgelegt werde, vor allem in Ballungsräumen. Die Meere beschreibt das Programm als größten CO2-Speicher und als Ort großer Artenvielfalt. Sie seien durch Versauerung, Überfischung, Erwärmung und Schadstoffe bedroht, was den Klimawandel beschleunigen könne.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Wir fordern ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika, Lebensmitteln und Wasser.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Stoffverbot für Hersteller erweitert die Regulierung über den heutigen Stand hinaus.

Recht auf Reparatur umsetzen, Müllexporte verbieten

Die Freien Wähler wollen das von der EU-Kommission vorgeschlagene Recht auf Reparatur rasch umsetzen und Produkte besser recycelbar machen. Plastikmüll, Elektroschrott und Schrottautos sollen nicht mehr exportiert, sondern in Europa verwertet werden.

Die Freien Wähler wollen ein Recht auf Reparatur. Kaputte Geräte soll man leichter reparieren können. Ein Etikett soll zeigen, wie gut das geht. Müll aus Plastik und alte Geräte sollen in Europa bleiben.

Eine Skala soll beim Kauf zeigen, wie gut sich ein Produkt reparieren und recyceln lässt, und der Anteil an Recyclingmaterial soll angegeben werden. Diese Vorgaben sollen nur für Massenware und größere Serien gelten. Die Forschung zu abbaubaren oder wiederverwendbaren Materialien soll stärker gefördert werden, um Kunststoff zu ersetzen statt nur darauf zu verzichten. Den Export von Abfällen begründet das Programm mit unwürdigen Entsorgungsbedingungen im Ausland. Mehr Rohstoffe, vor allem seltene Erden, sollen zurückgewonnen werden, um weniger von China abhängig zu sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Wir fordern eine schnelle Umsetzung der Vorschläge der Europäischen Kommission zum „Recht auf Reparatur“.“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kennzeichnungspflichten für Hersteller und ein Exportverbot für bestimmte Abfälle erweitern die Regulierung schrittweise.

  • Europaeher mehr EU

    Vorschläge der EU-Kommission sollen zügig übernommen und das Recycling im Binnenmarkt organisiert werden, was gemeinsame EU-Politik stützt.

Tierversuche ersetzen, Artenvielfalt erhalten

Die Freien Wähler streben ein Deutschland ohne Tierversuche an und wollen Zellkulturen als Ersatz weiterentwickeln. Außerdem wollen sie die heimische Natur und Artenvielfalt schützen.

Die Freien Wähler wollen keine Versuche mit Tieren mehr. Forscher sollen stattdessen mit Zellen im Labor arbeiten. Die Partei will auch Tiere und Pflanzen in Deutschland schützen.

Zellkulturen sollen nach dem Programm ein vollwertiger Ersatz werden und sogar Tests erlauben, die auf einzelne Patienten zugeschnitten sind. Beim Naturschutz soll der Landschaftsschutz hohe Priorität haben. Das Programm warnt vor nicht heimischen Arten und will gestörtes natürliches Gleichgewicht wiederherstellen. Die von der Landwirtschaft geprägte Kulturlandschaft gilt ihm ebenso wie Seen, Flüsse und Meere als wichtig für die Biodiversität.

Originalzitat anzeigen (Seite 110)
„Wir verfolgen das Ziel eines tierversuchsfreien Deutschlands.“
Seite 110 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme im Bund im Vergleich