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Freie Wähler zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Verantwortung für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 114 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 3 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mehrwertsteuer in der Gastronomie dauerhaft senken

Die Freien Wähler wollen die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze von 19 und 7 Prozent auf den niedrigeren Satz vereinheitlichen. Für Speisen und Getränke in der Gastronomie soll die Steuer dauerhaft sinken.

Auf Essen gibt es heute zwei Steuersätze: 19 Prozent und 7 Prozent. Die Freien Wähler wollen nur noch den niedrigen Satz. Das soll auch für Getränke im Restaurant gelten. Die Partei will so Gaststätten und Tourismus helfen.

Das Programm begründet die Forderung mit der Bedeutung von Gastronomie und Tourismus, die überwiegend aus mittelständischen Betrieben bestehen und auch den Einzelhandel beleben. Die Angleichung auf 7 Prozent sieht die Partei zugleich als Bürokratieabbau für Betriebe, die Lebensmittel verarbeiten. Die Senkung soll für Speisen ebenso wie für Getränke und ohne Befristung gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir fordern, dass die gemischten Mehrwertsteuersätze von 19% und 7% auf den verminderten Satz harmonisiert werden.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Steuersatz soll von 19 auf 7 Prozent fallen, eine Senkung um weit mehr als ein Viertel.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken von Regulierung entlasten

Die Freien Wähler wollen Auflagen zurücknehmen, die kleinen und mittleren Banken seit 2008 auferlegt wurden. Die europäische Einlagensicherung EDIS lehnen sie für Sparkassen und Genossenschaftsbanken ab.

Sparkassen und Genossenschafts-Banken haben seit 2008 viele neue Regeln bekommen. Die Freien Wähler wollen diese Regeln zurücknehmen. Die EU plant eine gemeinsame Absicherung für Spargeld, genannt EDIS. Die Partei lehnt das für diese Banken ab.

Das Programm hält das deutsche Modell mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken für krisenfest. Die seit 2008 eingeführten Belastungen für kleinere Institute gelten der Partei als unverhältnismäßig und sollen sofort entfallen. Gegen EDIS führt sie an, dass diese Banken eigene Sicherungssysteme haben, die bisher nie versagt hätten. Eine gemeinsame europäische Sicherung würde aus ihrer Sicht die Risiken von Bankpleiten in der EU auf alle Sparer verteilen.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Die unverhältnismäßig hohen und bürokratischen Belastungen, die in den vergangenen Jahren seit 2008 insbesondere kleinen und mittleren Kreditinstituten unnötig auferlegt wurden, sind unverzüglich zurückzunehmen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bankenregulierung für kleinere Institute soll zurückgenommen werden, also weniger Regulierung.

  • Europaeher weniger EU

    Die diskutierte gemeinsame europäische Einlagensicherung wird abgelehnt, die nationalen Sicherungssysteme sollen bleiben.

Schuldenbremse beibehalten, Investitionsklausel ergänzen

Die Freien Wähler wollen die Schuldenbremse im Grundgesetz erhalten und lehnen Lockerungen sowie Nebenhaushalte ab. Für wenige besonders wichtige Vorhaben soll es aber eine Investitionsklausel geben. So sollen Haushaltsregeln die Modernisierung des Landes nicht verhindern.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Freien Wähler wollen diese Regel behalten. Für einige sehr wichtige Projekte soll es eine Ausnahme geben. Dafür könnte der Staat einen eigenen Geldtopf einrichten.

Das Programm nennt die Schuldenbremse ein bewährtes Mittel, um die Staatsverschuldung zu begrenzen. Der Bundeshaushalt müsse den Vorgaben der Verfassung entsprechen. Die Investitionsklausel könnte nach dem Programm die Form eines Sondervermögens für Investitionen haben. Übermäßige deutsche Haftungsrisiken für die EU lehnt die Partei ebenfalls ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir stehen zu diesem Verfassungsgebot und lehnen Versuche, die Schuldenbremse aufzuweichen oder zu umgehen, entschieden ab.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Partei verteidigt die geltende Schuldenregel gegen die diskutierte Lockerung, lässt aber eine begrenzte Ausnahme für Investitionen zu.

Kommunalfinanzen reformieren, Altschulden abbauen

Die Freien Wähler wollen die Finanzierung der Städte und Gemeinden grundlegend neu ordnen und deren Altschulden verringern. Der Bund soll sich daran beteiligen. Das Programm führt die Lage auf eine jahrzehntelange Unterfinanzierung zurück.

Viele Städte und Gemeinden haben zu wenig Geld. Die Freien Wähler wollen das ändern. Alte Schulden der Gemeinden sollen kleiner werden. Der Bund soll dabei mithelfen.

Laut Programm haben die Kommunen rund 40 Milliarden Euro an Kassenkrediten aufgenommen, also kurzfristige Kredite für laufende Aufgaben. Die Partei sieht darin die Folge einer dauerhaft zu geringen Finanzausstattung. Ziel ist, dass Städte und Gemeinden ihre Aufgaben weiter erfüllen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir stehen deshalb für eine grundlegende Reform der Kommunalfinanzierung und wollen eine Altschuldenreduktion erreichen.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bund soll zusätzliche Mittel für die Entschuldung und Finanzierung der Kommunen bereitstellen, was öffentliche Leistungen stärkt.

Grundfreibetrag auf 24.000 Euro anheben

Die Freien Wähler wollen, dass Einkommensteuer erst ab 24.000 Euro im Jahr anfällt statt wie bisher ab 11.784 Euro. Das soll Arbeit lohnender machen und den Abstand zu Beziehern von Sozialleistungen vergrößern. Auch Rentner und Pensionäre sollen 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen dürfen.

Heute zahlt man ab etwa 11.800 Euro im Jahr Steuern auf das Einkommen. Die Freien Wähler wollen diese Grenze auf 24.000 Euro anheben. Das sind 2.000 Euro im Monat ohne Steuer. So soll sich Arbeit mehr lohnen.

Der Einkommensteuertarif soll dafür schrittweise verschoben werden. Die Partei begründet das damit, dass Beschäftigte mehr von ihrem Bruttolohn behalten und stärker am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben sollen. Zusätzlich strebt das Programm Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen sowie ein einfacheres Steuersystem an.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Steuerpflicht nicht schon ab dem Freibetrag von 11.784 Euro im Jahr zu beginnen, sondern erst ab 24.000 Euro, also einem monatlichen Freibetrag von 2000 Euro“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der steuerfreie Betrag soll sich gegenüber heute etwa verdoppeln, was die Einkommensteuer grundlegend senkt.

Subventionen reformieren, Steuerbetrug bekämpfen

Die Freien Wähler verlangen eine grundlegende Reform der Subventionen, die gezielt und befristet sein sollen. Klimaschädliche Subventionen sollen abgebaut werden. Außerdem will die Partei Steuerverschwendung und Steuerhinterziehung stärker bekämpfen.

Subventionen sind Geld vom Staat für bestimmte Bereiche. Die Freien Wähler wollen alle Subventionen regelmäßig prüfen. Hilfen, die dem Klima schaden, sollen wegfallen. Der Staat soll Steuer-Betrug stärker verfolgen.

Jede Subvention soll regelmäßig darauf geprüft werden, ob sie wirkt. Die Finanzverwaltung soll digitalisiert und modernisiert werden. Steuerfahndung und Zoll sollen mehr Geld für Technik und Personal erhalten, um gegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit vorzugehen. Vorschriften zu Bau, Sozialem, Umwelt und Artenschutz, die aus Sicht des Programms Projekte verzögern und verteuern, sollen korrigiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Dazu gehören u. a. die regelmäßige Überprüfung aller Subventionen auf ihre Wirksamkeit und der Abbau von klimaschädlichen Subventionen.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Subventionen sollen befristet, überprüft und teils abgebaut werden, was staatliche Eingriffe in die Wirtschaft schrittweise verringert.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Abbau klimaschädlicher Subventionen verschiebt die heutige Förderpraxis schrittweise in Richtung Klimaschutz.

Erbschaft- und Schenkungsteuer abschaffen

Die Freien Wähler wollen die Steuer auf Erbschaften und Schenkungen abschaffen. Damit sollen Familienunternehmen und über Generationen aufgebautes Eigentum geschützt werden. Arbeiten und Sparen soll nach Ansicht der Partei nicht bestraft werden.

Wer heute viel erbt oder geschenkt bekommt, zahlt darauf Steuern. Die Freien Wähler wollen diese Steuern abschaffen. Die Partei will damit Familien-Firmen schützen. Erspartes soll in der Familie bleiben.

Die Abschaffung soll vor allem mittelständischen, von Familien geführten Betrieben zugutekommen. Das Programm begründet den Schritt damit, dass der Staat das Arbeiten und Sparen über mehrere Generationen fördern solle. Die Forderung steht im Zusammenhang mit weiteren Entlastungen für den Mittelstand.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir setzen zum Schutz von mittelständischen, familiengeführten Unternehmen und über Generationen geschaffenen Eigentums auf eine Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine bestehende Steuer auf Vermögensübertragungen soll vollständig entfallen, was Umverteilung grundlegend zurücknimmt.

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