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AfD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 93 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirten mehr Freiheit geben, Nitratmessnetz ausbauen

Die AfD sieht inhaber- und familiengeführte Betriebe als Leitbild der Landwirtschaft und will ihnen mehr unternehmerischen Spielraum statt Kontrolle geben. Das Netz der Nitratmessstellen soll deutlich größer und repräsentativer werden, damit Düngeauflagen geringer ausfallen.

Die AfD will Bauernhöfe stärken, die Familien gehören. Bauern sollen freier entscheiden können. Es soll mehr Mess-Stellen für Nitrat geben. Nitrat ist ein Stoff aus Dünger im Grundwasser. So sollen Bauern weniger strenge Dünge-Regeln bekommen.

Das Programm setzt auf integrierten Pflanzenbau: Pflanzenschutzmittel sollen dank Ausbildung und Technik auf das Nötige sinken, bodenschonende Verfahren gefördert und moderne Züchtungsmethoden genutzt werden. Wirtschaftsdünger soll mehr Gewicht bekommen, wofür die AfD praxistaugliche Regeln verlangt. Besonders gute Böden sollen der Erzeugung von Agrarrohstoffen vorbehalten sein. Zum Nitrat argumentiert die Partei, ein lückenhaftes Messnetz belaste Betriebe und mache Verordnungen rechtlich angreifbar. Die landeseigenen Agrarforschungseinrichtungen sollen bestehen bleiben und enger mit privater Forschung zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Das Nitratmessstellennetz ist daher deutlich auszubauen und repräsentativer zu gestalten, um die Benachteiligung unserer Landwirte durch hohe Auflagen auf ein notwendiges Mindestmaß zu reduzieren.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die AfD will Auflagen und Kontrollen für Landwirte verringern und unternehmerische Freiheit ausweiten, was schrittweise weniger Regulierung bedeutet.

Regionale Schlachtung wieder aufbauen

Die AfD will Schlachtbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern gezielt wieder aufbauen, damit Tiertransporte kürzer werden. Höhere Haltungsstandards sollen nur mit wirtschaftlich tragbaren Übergangsfristen kommen und sich im Erzeugerpreis niederschlagen.

Die AfD will wieder mehr Schlacht-Betriebe im Land. Dann müssen Tiere nicht so weit fahren. Bessere Ställe sollen Bauern Zeit für die Umstellung lassen. Bauern sollen dafür höhere Preise bekommen. Das Schlachten ohne Betäubung lehnt die AfD ab.

Nach Darstellung des Programms sind im Norden viele Schlachtkapazitäten weggefallen, was zu längeren Transporten führe und Tiere wie Landwirte belaste. Kurze Wege gelten der Partei als Tierschutz und als Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung vor Ort. Bürokratie soll abgebaut werden, und Hygieneregeln sollen kleinere Betriebe nicht behindern. Das Schächten ohne Betäubung lehnt die AfD ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Zur Vermeidung langer Transportwege sind regionale Haltung und Schlachtung wieder stärker zu koppeln.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bürokratie und Hygieneauflagen für kleinere Betriebe sollen sinken, was schrittweise weniger Regulierung bedeutet.

Bodenmarkt lenken, Junglandwirte fördern

Die AfD will, dass der Staat über Vorkaufsrechte in den Markt für Ackerland eingreifen kann, um eine Konzentration bei wenigen Eigentümern zu begrenzen. Flächen sollen bevorzugt an Betriebe aus der Region gehen, und Junglandwirte sollen mehr Unterstützung erhalten.

Ackerland soll nicht wenigen großen Besitzern gehören. Der Staat soll deshalb Land zuerst kaufen dürfen. Land soll vor allem an Bauern aus der Gegend gehen. Junge Bauern sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Programm richtet sich gegen Eigentümer, die oft keinen Bezug zur Landwirtschaft haben. Verkauf und Verpachtung sollen vorrangig an Betriebe gehen, deren Inhaber oder Bewirtschafter vor Ort wohnen. Junglandwirte und Gründer sollen bei Übernahme oder Neugründung eines Hofes stärker gefördert werden. Das Land soll dabei als größter Flächeneigentümer eine aktivere Rolle spielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Um die Konzentration von Ackerland auf wenige, oftmals landwirtschaftsferne Eigentümer zu begrenzen, muss die öffentliche Hand im Rahmen von Vorkaufsrechten aktiv in den Bodenmarkt eingreifen können.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll über Vorkaufsrechte und Vergabevorrang stärker in den Bodenmarkt eingreifen, was mehr staatliche Lenkung bedeutet.

Regionale Produkte schützen und besser vermarkten

Die AfD will Hersteller dabei unterstützen, regionale Spezialitäten für die Herkunftssiegel der EU anzumelden. Das Landeszeichen „Natürlich aus MV“ soll im Handel überall sichtbar werden. Zudem soll die Bioökonomie auf dem Land als Wirtschaftszweig wachsen.

Die AfD will Essen aus der Region bekannter machen. Hersteller sollen Hilfe bekommen, um ein EU-Siegel zu beantragen. Das Siegel schützt den Namen vor Nachahmung. Das Zeichen „Natürlich aus MV“ soll in mehr Läden zu sehen sein.

Das Programm verweist auf die geschützte Ursprungsbezeichnung und die geschützte geografische Angabe, die im Nordosten bisher ungenutzt seien. Als mögliche Kandidaten nennt es unter anderem Mecklenburger Rippenbraten, Rügener Weichkäse, Sanddornprodukte und Fischspezialitäten. Für das Landeszeichen soll die Teilnahme einfacher werden, und Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und Handel sollen die Vermarktung gemeinsam organisieren. Mit der Bioökonomie, also der Gewinnung von Roh- und Baustoffen aus der Landwirtschaft, sollen Betriebe neue Märkte erschließen, ohne durch Zielvorgaben eingeengt zu werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Wir wollen Produzenten und Verbände künftig gezielt dabei unterstützen, regionale Spezialitäten aus Mecklenburg und Vorpommern für europäische Schutzsiegel anzumelden“
Seite 76 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fischerei und Stellnetze erhalten

Die AfD bekennt sich zur Stellnetzfischerei in den Küstengewässern und setzt auf Forschung und Zusammenarbeit mit den Fischern statt auf Verbote. Landeseigene Gewässer sollen ausschließlich an Fischer aus der Gegend verpachtet werden.

Die AfD will die Fischerei im Land erhalten. Fischer sollen weiter mit Stell-Netzen fischen dürfen. Das sind Netze, die fest im Wasser stehen. Gewässer des Landes sollen nur Fischer aus der Gegend pachten dürfen.

Das Programm sieht die Fischerei an Küste und Seen als Teil der kulturellen Identität. Die AfD will sich dazu mit den anderen betroffenen Bundesländern abstimmen. Fangquoten für Berufs- und Hobbyfischer sollen wirtschaftliche und ökologische Anforderungen in Einklang bringen. Eine bundesweite Ausschreibung der Pacht lehnt die Partei ab, und Verarbeitung sowie Vermarktung heimischer Fischprodukte sollen mehr Förderung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Die Verpachtung der landeseigenen Gewässer darf nur an ortsansässige Fischer erfolgen; eine bundesweite Ausschreibung lehnen wir ab.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Pacht soll Ortsansässigen vorbehalten und dem bundesweiten Wettbewerb entzogen werden, dazu kommt mehr Förderung.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich