Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zur Familie

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Beiträge vollständig abschaffen

Die CDU will die Elternbeiträge für die Kita ganz abschaffen, nachdem sie nach eigenen Angaben bereits deren Halbierung bis 2022 eingeleitet hat. Daneben sollen Qualität und Verlässlichkeit der Betreuung, besonders in den Randzeiten, Vorrang haben.

Eltern zahlen heute Geld für die Kita. Die CDU will, dass die Kita nichts mehr kostet. Die Betreuung soll außerdem gut und zuverlässig sein. Das gilt auch früh morgens und spät am Nachmittag.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass Kinderbetreuung bezahlbar sein müsse. Die von der CDU geführte Landesregierung habe die Beiträge bis 2022 bereits auf die Hälfte gesenkt und Familien damit entlastet. Die Betreuung in den Randzeiten gilt der Partei als Prüfstein dafür, ob sich Familie und Beruf tatsächlich vereinbaren lassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Unser Ziel ist hier die vollständige Abschaffung der Kita-Beiträge.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die verbliebenen Elternbeiträge sollen ganz entfallen, sodass die Kita vollständig öffentlich finanziert würde.

Kleinere Kita-Gruppen und mehr Fachkräfte sichern

Die CDU will die Gruppen in Krippen und Kindergärten verkleinern und dies mit Vertretungsregeln und einer Erzieher-Reserve absichern. Zusammen mit Kommunen und Trägern soll eine langfristige Strategie für Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften entstehen.

In den Kitas sollen weniger Kinder in einer Gruppe sein. Es soll eine Reserve an Erziehern geben, wenn jemand ausfällt. Auch andere Fachleute sollen in der Kita helfen. In jeder Kita soll eine Person Französisch sprechen.

Erzieherinnen und Erzieher sollen bei Bedarf von Kinderpsychologen, Sozialarbeitern, Mitarbeitenden der Jugendhilfe und weiteren Fachkräften unterstützt werden. Dazu kommen flexible digitale Weiterbildungen. Jede Kita soll eine französischsprachige Fachkraft bekommen, um die Frankreichstrategie des Landes umzusetzen und früh Sprachkenntnisse zu vermitteln. Die geplante Strategie von Land, Kommunen und Trägern soll genügend Ausbildungsplätze sichern, vorhandenes Personal halten und den Beruf für Einsteiger attraktiver machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„dazu gehören strukturelle Maßnahmen wie eine Verkleinerung der Gruppengrößen in Krippen und Kindergärten und deren dauerhafte Absicherung durch Vertretungsregelungen sowie eine neue Erzieher-Reserve“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kleinere Gruppen, eine Personalreserve und zusätzliche Fachkräfte bedeuten einen Ausbau öffentlicher Leistungen in der Kinderbetreuung.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern

Die CDU will die Partnerschaftsmonate beim Elterngeld verlängern und Unternehmen bevorzugen, die flexible Arbeitszeiten und Homeoffice anbieten. Ein erweitertes Rückkehrrecht in Vollzeit soll den Wiedereinstieg erleichtern und die Erwerbsquote von Frauen im Saarland deutlich erhöhen.

Eltern sollen Familie und Beruf besser verbinden können. Die CDU will, dass Paare länger gemeinsam Elterngeld bekommen. Firmen mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice sollen Vorteile haben. Wer in Teilzeit arbeitet, soll leichter in Vollzeit zurückkehren können.

Begünstigt werden sollen Betriebe mit Gleitzeit, familienfreundlichen Arbeitszeiten, Arbeitszeitkonten samt möglichen Minusstunden und Homeoffice. Dass angesparte Zeitguthaben zu Stichtagen verfallen, lehnt die CDU ab. Für Homeoffice sollen Beratungsangebote und Förderprogramme für Unternehmen und Beschäftigte entstehen, um die Erfahrungen aus der Pandemie zu erhalten. Die Frauenerwerbsquote im Saarland liegt laut Programm unter dem Durchschnitt; das Landesprogramm „Frauen in Arbeit“ soll auf Wirksamkeit geprüft und bei Bedarf nachgebessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Familien und die partnerschaftliche Aufgabenteilung sollen gestärkt werden. Die Partnerschaftsmonate beim Elterngeld sollen verlängert werden.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine längere Elterngeldleistung und ein erweiterter Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit bauen Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechte schrittweise aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Längere Partnerschaftsmonate und ein erweitertes Rückkehrrecht sollen die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit fördern, was Gleichstellung schrittweise voranbringt.

Kinderschutz im Gesundheitswesen ausbauen

Die CDU will ein Kompetenzzentrum für Kinderschutz im Gesundheitswesen aufbauen und Kinderschutzambulanzen möglichst flächendeckend anbieten. Die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder sollen auch nach dem sechsten Lebensjahr verbindlicher werden.

Kinder sollen besser vor Gewalt und Vernachlässigung geschützt werden. Die CDU will ein Fach-Zentrum für Kinderschutz aufbauen. Es soll überall spezielle Ambulanzen für Kinder geben. Vorsorge-Untersuchungen sollen auch für ältere Kinder stärker Pflicht sein.

Alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen mit regelmäßigem Kontakt zu Kindern sollen geschult werden, damit sie Anzeichen von Gewalt erkennen. Kinderschutzambulanzen sollen Verdachtsfälle kindgerecht ambulant und stationär abklären und wohnortnah erreichbar sein. Das saarländische Kinderschutzgesetz, das sich gegen Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung richtet, soll ergänzt werden. Ärztinnen und Ärzte sollen sich künftig untereinander austauschen dürfen, etwa wenn Familien die Praxis wechseln. Erzieherische Präventionsangebote außerhalb der Schule will die CDU ebenfalls erweitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„werden wir ein Kompetenzzentrum Kinderschutz im Gesundheitswesen aufbauen. Eine zentrale Rolle nehmen dabei auch Kinderschutzambulanzen ein.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Einrichtungen und ein flächendeckendes Angebot an Ambulanzen erweitern öffentliche Leistungen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Verbindlichere Vorsorgeuntersuchungen und ein Informationsaustausch zwischen Ärzten erweitern staatliche Pflichten und Kontrolle zum Schutz von Kindern.

Familienförderung vereinfachen und Angebote ausbauen

Die CDU will alle Förderprogramme für Familien überprüfen und vereinfachen, damit mehr Familien Wohneigentum erwerben können. Die Förderung von Familienurlauben für Haushalte mit geringem Einkommen soll mehr Geld erhalten, und vernetzte Angebote für Familien sollen wachsen.

Familien sollen leichter ein eigenes Zuhause kaufen können. Die CDU will die Förderung dafür einfacher machen. Eine Internet-Seite soll alle Programme zeigen. Familien mit wenig Geld sollen mehr Hilfe für Urlaub bekommen.

Laut Programm werden bisher nicht alle Fördermittel abgerufen, weshalb die Programme auf Wirksamkeit geprüft werden sollen. Eine digitale Plattform soll informieren, Antragsteller mit Baubehörden und Bauträgern verbinden und Anträge durchgehend online ermöglichen. Das Programm für Familienerholung soll fortentwickelt und finanziell aufgestockt werden. Kitas, Tagespflege und Schulen sollen stärker mit anderen Einrichtungen für Familien zusammenarbeiten. Die Familien-App und die Service- und Kompetenzstelle Familie sollen ihr Angebot erweitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Ziel ist es, gerade Familien durch zielgerichtete und vereinfachte Fördermöglichkeiten den Weg ins Wohneigentum zu ermöglichen.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Zuschüsse für Familien sollen besser genutzt und teils aufgestockt werden, was öffentliche Förderung schrittweise ausweitet.

Förderung der Jugendarbeit dauerhaft erhöhen

Die CDU will die Fördermittel für Jugendarbeit, Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote langfristig anheben und dauerhaft sichern. Auch die Zahl der geförderten Stellen für Jugendbildungsreferenten soll weiter steigen.

Die CDU will mehr Geld für Jugendarbeit geben. Das Geld soll dauerhaft fließen. Es soll günstige Ferien-Freizeiten für Kinder und Jugendliche geben. Vereine sollen mehr bezahlte Fachleute für Jugendbildung bekommen.

Gefördert werden sollen außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung, preiswerte Ferien- und Wochenendfreizeiten sowie Jugendbegegnungen. Die CDU will damit die Angebote von Verbänden, Gruppen und anderen Trägern langfristig absichern und vorhandene Strukturen nutzen. Die Zahl der geförderten Jugendbildungsreferentenstellen stieg laut Programm von sieben im Jahr 2017 auf elf. Sie soll weiter wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„werden wir daher die Förderbeiträge in diesem Bereich langfristig anheben und verstetigen, damit künftig eine höhere und bedarfsgerechtere Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht wird.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere und dauerhafte Landesmittel für Jugendarbeit bedeuten mehr öffentliche Ausgaben in diesem Bereich.

Familienarbeitszeit einführen und häusliche Pflege erleichtern

Die CDU setzt sich für eine Familienarbeitszeit ein, bei der angesparte Arbeitszeit ohne spürbare finanzielle Einbußen für Familie oder Betreuung genutzt werden kann. Modellprojekte sollen zudem das Zusammenleben von Pflegebedürftigen und pflegenden Familien erleichtern.

Eltern und pflegende Angehörige sollen mehr Zeit für die Familie haben. Sie sollen angesparte Arbeitszeit dafür nutzen können. Dabei sollen sie kaum Geld verlieren. Die CDU will auch neue Hilfen für die Pflege zu Hause fördern.

Die Familienarbeitszeit soll auf den bestehenden Zeitwertkonten aufbauen, also Konten, auf denen Beschäftigte Arbeitszeit ansparen, und diese einfacher nutzbar machen. Für die häusliche Pflege fordert die CDU flexible Unterstützungsangebote. Als Beispiel für Modellprojekte nennt das Programm Einrichtungen für gemeinsame Urlaube von Pflegebedürftigen und ihren Familien. Beim Ausbau von Betreuungsplätzen sollen Bund und Länder gemeinsam Zuschüsse zahlen, um starke Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung zu vermeiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Deswegen setzen wir uns für eine Familienarbeitszeit für Eltern und pflegende Angehörige ein, um das bestehende Konzept der Zeitwertkonten noch praktischer und nutzerfreundlicher zu machen.“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Zuschüsse für Pflegeangebote aus Steuermitteln und geförderte Modellprojekte erweitern öffentliche Leistungen schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme im Saarland im Vergleich