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AfD zur Familie

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landeserziehungsgeld von 500 Euro einführen

Die AfD will ein Landeserziehungsgeld schaffen: Eltern, die ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr selbst zu Hause betreuen, sollen 500 Euro im Monat bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Kita-Plätze stark bezuschusst werden, die Betreuung daheim aber nicht.

Die AfD will ein neues Geld für Eltern im Saarland. Es heißt Landes-Erziehungsgeld. Eltern bekommen 500 Euro im Monat. Dafür betreuen sie ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr zu Hause. Die AfD sagt: Eltern sollen frei wählen können.

Nach Darstellung des Programms wird jeder Kita-Platz mit rund 1000 Euro monatlich bezuschusst, während Eltern für die Betreuung daheim kein Geld erhalten. Dadurch sähen sich Familien aus finanziellen Gründen zur frühen Fremdbetreuung gedrängt. Das neue Geld soll Müttern und Vätern erlauben, die Erziehung in dieser Phase selbst zu leisten. Für Familien, die das nicht nutzen wollen, soll es weiterhin genügend gute Kita-Plätze geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Für jedes Kind, das im zweiten und dritten Lebensjahr zu Hause betreut wird, erhalten Eltern monatlich 500 Euro.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Es würde eine neue Sozialleistung des Landes eingeführt, die es heute nicht gibt.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Leistung fördert die Betreuung kleiner Kinder durch die Eltern zu Hause und stärkt damit ein traditionelles Familienmodell, lässt die Kita-Betreuung aber bestehen.

Mehr Personal in Kitas einstellen

Die AfD fordert deutlich mehr Personal in der öffentlichen Kindertagesbetreuung. Aus Sicht des Programms liegt das Verhältnis von Fachkräften zu Kindern im Saarland weit unter dem, was Fachleute für nötig halten.

Die AfD will mehr Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas. Dann hat jede Fachkraft weniger Kinder. Die Kinder bekommen mehr Zuwendung. Das Personal hat weniger Stress.

Das Programm verweist auf Ärzte und Psychologen, die für Krippenkinder eine Fachkraft je 2,5 Kinder und für Kinder über drei Jahren eine je 7,5 Kinder empfehlen. Da rund 40 Prozent der Arbeitszeit nicht direkt mit den Kindern verbracht würden, sei das Saarland davon weit entfernt. Mehr Personal soll die Beschäftigten entlasten. Bei Kindern unter drei Jahren soll eine sichere Bindung an wenige feste Bezugspersonen im Mittelpunkt stehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir fordern daher eine deutliche Personalaufstockung bei der öffentlichen Kindertagesbetreuung.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal in öffentlichen Kitas baut eine öffentliche Leistung aus und erhöht die Ausgaben.

Arbeitswelt familienfreundlicher gestalten

Die AfD will Beruf und Familie besser vereinbar machen und Familien mehr gemeinsame Zeit verschaffen. Dafür soll die Arbeitswelt flexibler werden. Nach Ansicht des Programms müssen sich Familien heute zu sehr den Bedingungen der Wirtschaft fügen, worunter vor allem Frauen und Kinder litten.

Die AfD will, dass Eltern Arbeit und Familie besser verbinden können. Arbeit soll flexibler werden. Mehr Menschen sollen von zu Hause arbeiten können. Mütter sollen leichter in den Beruf zurückkehren.

Als Beispiele nennt das Programm mehr Homeoffice und Telearbeit sowie Fortbildungen, die sich mit dem Familienleben verbinden lassen. Der Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Familienphase soll stärker gefördert werden, besonders für Mütter. Hinzu kommen flexible Modelle für die Lebensarbeitszeit. Außerdem sollen Kitas und Schulen als familienfreundliche Infrastruktur auch auf dem Land erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„benötigen wir mehr Flexibilität und Familienfreundlichkeit in der Arbeitswelt.“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Familien bei Steuern und Abgaben entlasten

Die AfD will Familien finanziell entlasten, unter anderem durch ein Familiensplitting im Bund und durch Kinderfreibeträge bei den Sozialabgaben. Das Programm sieht Familien gegenüber Kinderlosen steuerlich und bei der Rente benachteiligt.

Die AfD will, dass Familien weniger Steuern und Abgaben zahlen. Wer Kinder hat, soll bei der Steuer besser dastehen. Erziehung soll bei der Rente mehr zählen. Der Schulbus soll auch für die Oberstufe kostenlos sein.

Auf Bundesebene soll ein Familiensplitting eingeführt werden, das die Einkommensteuer nach der Zahl der Familienmitglieder bemisst. Kinder sollen über Freibeträge die Sozialversicherungsbeiträge senken, und Erziehungszeiten sollen bei der Rente stärker zählen. Bei der Grunderwerbsteuer ist ein Freibetrag für Kinder vorgesehen. Die kostenlose Schülerbeförderung soll künftig auch für die Oberstufe gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Zudem fordern wir mit Hilfe von Freibeträgen die Berücksichtigung von Kindern bei den Sozialversicherungsabgaben“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet niedrigere Steuern und Abgaben für Familien mit höheren Rentenansprüchen und einer ausgeweiteten öffentlichen Leistung.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Entlastungen stellen Familien mit Kindern gegenüber Kinderlosen besser und stärken damit die Familie als Leitbild.

Lebensschutz stärken, Förderung von Abtreibungskliniken streichen

Die AfD fordert einen stärkeren Schutz von Kindern vor Missbrauch und zählt dazu neben Pädokriminalität und Kinderehen auch den Schwangerschaftsabbruch. Öffentliche Gelder für Einrichtungen, die Abbrüche vornehmen, sollen wegfallen. Die Partei beruft sich auf Artikel 2 des Grundgesetzes.

Die AfD will Kinder besser schützen. Sie meint damit auch ungeborene Kinder. Kliniken für Schwangerschafts-Abbrüche sollen kein Geld vom Staat mehr bekommen. Schwangere Frauen sollen Beratung und Hilfe bekommen. Schulen sollen über den Schutz des Lebens sprechen.

Nach Auffassung des Programms ist menschliches Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen. Neben gesetzlichen Regelungen soll in Schulen und staatlichen Bildungseinrichtungen mehr Bewusstsein für den Lebensschutz geschaffen werden. Frauen in einem Schwangerschaftskonflikt sollen durch Beratung und Hilfen ermutigt werden, das Kind zu bekommen. Als Beispiel für eine Einrichtung, deren Förderung enden soll, nennt das Programm das Zentrum von Pro Familia in Saarbrücken.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Die steuerliche Förderung von Abtreibungskliniken wie etwa des „Medizinischen Zentrums“ der Pro Familia in Saarbrücken ist dagegen ersatzlos zu streichen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die bestehende Förderung von Einrichtungen für Schwangerschaftsabbrüche soll ganz entfallen und der Lebensschutz gesetzlich und in der Bildung gestärkt werden, was den Zugang zum Abbruch gegenüber heute einschränkt.

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