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parteiprogramm

CDU/CSU zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Politikwechsel für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 82 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Digitale Identität und digitale Verwaltung schaffen

Die CDU und die CSU wollen allen Bürgerinnen und Bürgern eine sichere digitale Identität mit eigenem Postfach für Behördenkontakte geben. Die Verwaltung soll vollständig digital arbeiten und dabei Künstliche Intelligenz einsetzen.

Die CDU und die CSU wollen Ämter digital machen. Jeder Mensch soll ein digitales Konto für Behörden bekommen. Ausweis und Führerschein sollen auf dem Handy sein. Computer-Programme sollen einfache Anträge schneller bearbeiten.

Aus der BundID soll eine einheitliche DeutschlandID werden, die mit der europäischen eIDAS-Regelung zusammenpasst. Eine digitale Akte soll alle wichtigen Dokumente einer Person bündeln. Gemeinsam mit europäischen Partnern wollen die Parteien einen in ganz Europa gültigen digitalen Ausweis auf dem Smartphone durchsetzen, etwa für Personalausweis und Führerschein. Die Verwaltung soll rund um die Uhr erreichbar sein und bei klaren Fällen mit KI schneller entscheiden; Betroffene sollen einen Bescheid stets einzeln überprüfen lassen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Die sogenannte BundID werden wir zu einer einheitlichen DeutschlandID weiterentwickeln.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

KI fördern und zurückhaltend regulieren

Die CDU und die CSU wollen die KI-Verordnung der EU mit wenig Bürokratie umsetzen und nicht über deren Vorgaben hinausgehen. KI-Forschung und Anwendungen sollen gefördert werden, weil die Parteien darin eine Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit sehen.

Die CDU und die CSU wollen Künstliche Intelligenz fördern. Das kurze Wort dafür ist KI. Die Regeln der EU für KI sollen nicht noch strenger werden. Kleine Firmen sollen Hilfe beim Einsatz von KI bekommen. Europa soll eigene große Rechner und Speicher haben.

Risiken von KI sollen beherrscht werden, ohne dass aus Sicht des Programms zu viele Regeln die Chancen verbauen. Sicherheitsbehörden sollen KI im nötigen Umfang einsetzen dürfen. Für den Mittelstand planen die Parteien eine Beratung nach Branchen und eine Initiative mit den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die Transferprojekte fördert. Rechenkapazitäten für Forschung und Startups sollen aufgebaut und laufend erweitert werden. Auf europäischer Ebene streben die Parteien einen wachsenden digitalen Binnenmarkt, mehr Unabhängigkeit sowie eine europäische Cloud an.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Die Verordnung der EU („AI Act“) muss verantwortungsvoll, bürokratiearm und innovationsoffen umgesetzt und weiterentwickelt werden.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die KI-Regeln sollen ohne zusätzliche nationale Auflagen umgesetzt werden, was auf weniger Regulierung für Unternehmen zielt.

  • Europaausgewogen

    Der Punkt lehnt strengere Umsetzung von EU-Vorgaben ab, will aber zugleich einen stärkeren digitalen Binnenmarkt und europäische Infrastruktur.

Glasfaser und Mobilfunk schneller ausbauen

Die CDU und die CSU wollen schnelle Internet- und Mobilfunknetze überall ausbauen, besonders auf dem Land. Ein Beschleunigungsgesetz soll Genehmigungen schneller machen.

Die CDU und die CSU wollen überall schnelles Internet. Das gilt besonders für Dörfer und kleine Orte. Auch das Handy-Netz soll besser werden. Ein neues Gesetz soll die Genehmigungen schneller machen.

Die Netze sollen mit Glasfaser auf künftige Anforderungen vorbereitet werden. Dafür setzen die Parteien auf mehr Wettbewerb, auf Kooperationen und auf eine verlässliche Förderung. Der Ausbau von Mobilfunk und Glasfaser soll rechtlich als überragendes öffentliches Interesse gelten, bis alle Ausbauziele erreicht sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Den Ausbau hochleistungsfähiger Breitband- und Mobilfunknetze bringen wir weiter in die Fläche, gerade auch in den ländlichen Raum.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Ausbau soll durch mehr Wettbewerb und schnellere Genehmigungen, aber auch durch staatliche Förderung vorankommen.

Bundesdigitalministerium einrichten

Die CDU und die CSU wollen ein eigenes Bundesministerium für Digitales schaffen. Es soll die bisher verteilten Zuständigkeiten für digitale Themen an einer Stelle zusammenführen.

Die CDU und die CSU wollen ein neues Ministerium für Digitales. Dieses Ministerium soll sich um alle digitalen Themen kümmern. Dazu gehören Netze, Daten und digitale Ämter. Es soll auch die Computer-Technik für den Bund einkaufen.

Das Ministerium soll für Netze, Datenpolitik, KI, Plattformen, digitale Dienste und die Digitalisierung der Verwaltung verantwortlich sein. Der gesamte IT-Einkauf des Bundes und einheitliche Schnittstellen für öffentliche IT-Systeme sollen dort angesiedelt werden. Auch die digitalen Kapazitäten der nachgeordneten Behörden wollen die Parteien zusammenlegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir bündeln die Verantwortung für Infrastruktur, Datenpolitik, KI, Plattformen und digitale Dienste, Verwaltungsdigitalisierung und modernes Regierungshandeln. Dazu richten wir ein Bundesdigitalministerium ein.“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Datenschutz lockern und Daten stärker nutzen

Die CDU und die CSU wollen den Datenschutz pragmatischer gestalten und die Nutzung von Daten erleichtern. Aus ihrer Sicht verhindern zu viele Regeln und unklare Rechtslagen, dass Unternehmen und Forschung Daten ausreichend nutzen.

Die CDU und die CSU wollen die Regeln für den Daten-Schutz einfacher machen. Firmen und Forscher sollen Daten leichter nutzen können. Jeder Mensch soll selbst über seine Daten bestimmen. Es soll weniger doppelte Behörden für den Daten-Schutz geben.

Statt möglichst wenige Daten zu erheben, sollen Menschen selbst über ihre Daten entscheiden, und wer Daten erhebt oder verarbeitet, soll Sorgfaltsstandards einhalten. Die Datenschutz-Grundverordnung soll einfacher anwendbar werden, etwa durch Standardverfahren für Werkstätten, Arztpraxen und den Austausch mit Behörden. Doppelte Datenschutzaufsicht bei Bund und Ländern soll wegfallen. Offene Daten und deren automatisierte Erhebung wollen die Parteien fördern, auch mit Blick auf KI. Ein Forschungsdatengesetz soll Daten für die Wissenschaft verfügbar machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Anstelle von Datenminimierung setzen wir auf Datensouveränität und Datensorgfalt: Jeder muss selbst bestimmen können, wann, wo und wozu Daten von ihm erhoben und genutzt werden.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Datenschutzvorgaben für Unternehmen sollen vereinfacht und Aufsichtsstrukturen abgebaut werden, was weniger Regulierung bedeutet.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Der Grundsatz der Datenminimierung soll aufgegeben werden, sodass der Datenschutz gegenüber heute an Vorrang verliert.

Cybersicherheit und aktive Cyberabwehr stärken

Die CDU und die CSU wollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zur Zentralstelle für Cybersicherheit machen und eine aktive Cyberabwehr des Bundes aufbauen. Die Parteien verweisen auf die wachsende Zahl und Schwere von Cyberangriffen.

Angriffe über das Internet nehmen zu. Die CDU und die CSU wollen Deutschland besser davor schützen. Ein Bundesamt soll die zentrale Stelle für Sicherheit im Netz werden. Der Bund soll Angriffe aus dem Ausland stoppen können. Kinder und Jugendliche sollen im Internet besser geschützt sein.

Das BSI soll neben Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt die dritte Säule der Cybersicherheit bilden, geführt vom Bundesinnenministerium. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum soll bei komplexen Lagen bundesweit die Abwehr koordinieren, die Cyber-Reserve soll gestärkt werden. Zusammen mit den Ländern wollen die Parteien die Grundlagen für eine aktive Cyberabwehr des Bundes schaffen, zivile und militärische Fähigkeiten enger verbinden und regelmäßig gemeinsam üben. Die Behörden sollen Befugnisse, Fachleute, moderne Technik und wettbewerbsfähige Gehälter bekommen. Beim Digital Services Act sollen Transparenz, der Kampf gegen Desinformation sowie Jugend- und Medienschutz im Mittelpunkt stehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Deshalb bauen wir das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu einer Zentralstelle für Fragen der Informations- und Cybersicherheit aus.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Sicherheitsbehörden sollen im digitalen Raum zusätzliche Befugnisse erhalten, bis hin zum aktiven Unterbinden von Angriffen.

Was sagen die anderen Parteien zur Digitalpolitik?

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