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PdF zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fake News bekämpfen, Plattformen in die Pflicht nehmen

Die PdF will Falschnachrichten mit Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte, Erkennungssoftware, Aufklärung und Auflagen für Plattformen eindämmen. Sie sieht in Desinformation eine Gefahr für die demokratische Meinungsbildung, will dabei aber die Meinungsfreiheit wahren.

Die PdF will gegen Falsch-Nachrichten im Internet vorgehen. Bilder und Videos von einer KI sollen eine Kennzeichnung bekommen. Plattformen sollen mehr gegen Falsch-Nachrichten tun und dafür Geld ausgeben. Menschen sollen lernen, Falsch-Nachrichten zu erkennen. Die Meinungs-Freiheit soll dabei geschützt bleiben.

KI-erzeugte Bilder und Videos sollen verpflichtend gekennzeichnet werden, zudem sollen Algorithmen Desinformation automatisch aufspüren. Vorbeugend setzt das Programm auf „Prebunking“, also Aufklärung über Täuschungstechniken, und auf Kampagnen für alle Altersgruppen. Unabhängiger Journalismus soll finanziell gefördert werden. Plattformbetreiber sollen ihre Algorithmen offenlegen, stärker moderieren und mindestens ein Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes gegen Desinformation einsetzen. Das Geld kann in Technik, Kampagnen und Faktenprüfer fließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Darüber hinaus müssen sie mindestens 1 % ihres weltweiten Jahresumsatzes in die Bekämpfung von Desinformation investieren.“
Seite 100 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die PdF will Plattformunternehmen neue Pflichten zu Transparenz, Moderation und einer Mindestinvestition auferlegen, also mehr Regulierung.

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Die PdF verbindet mehr Moderation und automatische Erkennung von Inhalten mit dem ausdrücklichen Schutz der Meinungsfreiheit und nimmt damit keine klare Seite ein.

Gesamte Verwaltung vollständig digitalisieren

Die PdF will alle Verwaltungsvorgänge digitalisieren und über ein zentrales Online-Portal zugänglich machen. Das soll Kosten und Bearbeitungszeiten senken; der persönliche Gang zum Amt soll weiter möglich bleiben.

Die PdF will, dass man alles beim Amt online erledigen kann. Dafür soll es eine zentrale Internet-Seite geben. Das soll Zeit und Geld sparen. Wer möchte, kann weiter persönlich zum Amt gehen.

Laut Programm sind von über 500 Verwaltungsleistungen erst 166 bundesweit komplett digital, und nur 106 lassen sich einschließlich Bearbeitung und Archivierung online abwickeln; auf diese Stufe (Reifegrad 3) soll der Schwerpunkt liegen. Vorgesehen sind KI und Automatisierung wie Chatbots für Standardanfragen, Open-Data-Plattformen mit öffentlichen Daten sowie mehr Anwendungen und Werbung für die digitale Identität (eID). Beschäftigte der Verwaltung sollen Weiterbildungen erhalten. Einheitliche Standards sollen die Abläufe angleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Ein zentrales Portal soll es Bürgern und Unternehmen ermöglichen, sämtliche Behördengänge online abzuwickeln.“
Seite 117 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Glasfaser- und Mobilfunkausbau beschleunigen

Die PdF will den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen durch mehr Wettbewerb, bessere Regulierung und staatliche Zuschüsse beschleunigen. Sie verweist darauf, dass Deutschland mit 43,2 Prozent Glasfaserabdeckung hinter anderen Ländern liegt.

Die PdF will schnelleres Internet in ganz Deutschland. Glasfaser-Leitungen sollen schneller gebaut werden. Firmen sollen nicht doppelt am selben Ort bauen. Der Staat soll den Firmen beim Bezahlen helfen.

Der Wechsel von Kupfer zu Glasfaser soll fair ablaufen; dafür sieht das Programm wirksame Diensteanbieterverpflichtungen vor. Doppelter Ausbau am selben Ort soll durch Regulierung und abgestimmte Planung unterbleiben. Regionale Kompetenzzentren sollen Kommunen bei Planung und Umsetzung helfen. Netzbetreiber sollen Investitionszuschüsse erhalten, und öffentlich-private Partnerschaften sollen stärker gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 118)
„Ineffizienter Doppelausbau, der wertvolle Ressourcen verschwendet, muss durch eine bessere Regulierung und eine gezielte Planung der Netzbetreiber verhindert werden.“
Seite 118 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Wettbewerb im Markt mit zusätzlicher Regulierung und staatlichen Zuschüssen.

KRITIS-Dachgesetz für kritische Infrastrukturen einführen

Die PdF befürwortet ein KRITIS-Dachgesetz mit bundesweit gleichen Mindeststandards für den Schutz kritischer Infrastrukturen wie Energie, Transport und Gesundheit. Betreiber sollen Sicherheitsvorfälle umgehend melden müssen.

Die PdF will wichtige Anlagen besser schützen. Das sind zum Beispiel Strom-Netze, Verkehr und Krankenhäuser. Ein neues Gesetz soll überall gleiche Regeln festlegen. Die Betreiber müssen Angriffe und Störungen sofort melden.

Das Programm begründet den Schritt mit professioneller werdender Cyberkriminalität und der Ausnutzung von Zero-Day-Schwachstellen. Das Gesetz soll alle Gefahren abdecken: Cyberangriffe, physische Angriffe, Naturkatastrophen, Sabotage und menschliche Fehler. Einheitliche Regeln sollen in allen Sektoren dasselbe Schutzniveau sichern. Die Meldepflicht soll schnelle Reaktionen und engere Zusammenarbeit von Behörden und Betreibern ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Die PdF unterstützt die Einführung eines neuen KRITIS-Dachgesetzes, das bundeseinheitliche Mindeststandards und klare Verantwortlichkeiten für Betreiber kritischer Infrastrukturen festlegt.“
Seite 119 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Mindeststandards und Meldepflichten legen Betreibern zusätzliche gesetzliche Vorgaben auf.

Nationales Cybersicherheitszentrum aufbauen

Die PdF will ein nationales Zentrum für Cybersicherheit schaffen, das staatliche Stellen, Unternehmen und ausländische Partner besser abstimmt. Zusätzlich sollen Forschung an Sicherheitstechnik gefördert und genug Geld bereitgestellt werden, um auf neue Bedrohungen schnell reagieren zu können.

Die PdF will ein Zentrum für Sicherheit im Internet aufbauen. Dort arbeiten Staat, Firmen und andere Länder zusammen. Die Partei will auch mehr Forschung zu sicherer Technik. Dafür soll es genug Geld geben.

Das Zentrum soll als Plattform dienen, auf der Informationen ausgetauscht, gemeinsame Strategien erarbeitet und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Die Forschung an neuen Sicherheitstechnologien soll gefördert und international enger vernetzt werden. Das Programm verlangt außerdem ausreichende Finanzmittel, damit Schutzmaßnahmen rasch und flexibel an eine veränderte Bedrohungslage angepasst werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 120)
„Der Aufbau eines nationalen Cybersicherheitszentrums soll die Koordination zwischen Staat, Wirtschaft und internationalen Partnern verbessern.“
Seite 120 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die PdF will die staatlichen Kapazitäten zur Abwehr von Cyberangriffen mit einer neuen zentralen Einrichtung ausbauen, was die Sicherheitsstrukturen schrittweise stärkt.

KI-Industrie fördern und wirtschaftsfreundlich regulieren

Die PdF will in Deutschland eine starke KI-Industrie aufbauen und die europäische KI-Verordnung so umsetzen, dass sie Innovation nicht bremst. Dazu sollen KI-Zentren für den Mittelstand, staatlich geförderte Datenpools und Unterstützung für Start-ups kommen, bei gleichzeitig hohem Datenschutz.

Die PdF will mehr Firmen für Künstliche Intelligenz in Deutschland. Die Abkürzung dafür ist KI. Die Regeln der EU für KI sollen Firmen nicht zu stark belasten. Es soll Zentren geben, die kleinen Firmen bei KI helfen. Junge Firmen sollen Geld und Hilfe bekommen.

Bundesweite Kompetenzzentren sollen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu KI erleichtern und Beschäftigte wie Führungskräfte praxisnah schulen. Die KI-Regulierung soll Vertrauen schaffen, aber nach Ansicht der Partei keine übermäßige Bürokratie erzeugen. Staatlich geförderte Datenpools mit offenen Standards und klaren Rechtsregeln sollen als Grundlage für neue Geschäftsmodelle dienen. Datengetriebene Start-ups sollen Förderprogramme und leichteren Zugang zu Risikokapital erhalten. Auch der EU Data Act soll umgesetzt werden; das Programm begründet all dies mit der digitalen Souveränität Europas.

Originalzitat anzeigen (Seite 121)
„Die EU-KI-Verordnung muss in Deutschland so umgesetzt werden, dass sie Innovationen fördert und die Wettbewerbsfähigkeit erhält.“
Seite 121 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die PdF verbindet staatliche Förderung von Zentren, Datenpools und Start-ups mit dem Ziel einer möglichst bürokratiearmen Regulierung und nimmt damit keine klare Seite ein.

Blockchain erforschen und Kryptowährungen fördern

Die PdF will den Einsatz von Blockchain-Technik in Verwaltung und Demokratie erforschen lassen und Unternehmen fördern, die solche Lösungen entwickeln. Dezentrale Bezahlsysteme wie Kryptowährungen sollen gefördert werden, sofern sie klar reguliert sind. Aus Sicht der Partei bleiben die Möglichkeiten dieser Technik bisher weitgehend ungenutzt.

Blockchain ist eine Technik, die Daten sicher auf vielen Computern speichert. Die PdF will erforschen, wie Ämter diese Technik nutzen können. Sie will Firmen helfen, die damit arbeiten. Digitales Geld wie Bitcoin soll gefördert werden. Dafür soll es aber klare Regeln geben.

Eine staatlich finanzierte, fortlaufende Machbarkeitsstudie soll prüfen, wie Blockchain, KI und ähnliche Ansätze die Verwaltung effizienter und transparenter machen können, etwa bei der Dokumentenverwaltung. Geforscht werden soll auch an fälschungssicheren Wahlsystemen, die dezentral arbeiten und den Datenschutz wahren. Firmen und Start-ups mit Blockchain-Anwendungen sollen Unterstützung erhalten. Bei Kryptowährungen nennt das Programm Transparenz, Verbraucherschutz und finanzielle Stabilität als Bedingungen. Den früheren Einwand des hohen Stromverbrauchs hält die Partei durch sparsamere Verfahren wie Proof of Stake für entschärft.

Originalzitat anzeigen (Seite 122)
„Unternehmen und Start-ups, die Blockchain-Lösungen für öffentliche und private Anwendungen entwickeln, müssen aktiv unterstützt werden“
Seite 122 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die PdF will Forschung und Unternehmen im Blockchain-Bereich mit staatlichen Mitteln fördern, was die öffentliche Förderung schrittweise ausweitet.

Kritische digitale Infrastruktur europäisch absichern

Die PdF will eine neue europäische Stelle für digitale Resilienz und Souveränität schaffen und Bauteile für kritische Infrastruktur vorrangig bei europäischen Firmen einkaufen. In kritischen Netzen sollen nur Komponenten mit strenger europäischer Zertifizierung eingesetzt werden. Die Partei begründet das mit Risiken durch undurchsichtige Lieferketten und zentrale Schwachstellen.

Wichtige Netze für Strom, Verkehr und Telefon hängen von Computer-Technik ab. Die PdF will diese Technik besser schützen. Eine neue Stelle in Europa soll Regeln dafür machen. Bauteile sollen vor allem von Firmen aus Europa kommen. Alle Bauteile brauchen eine strenge Prüfung.

Die europäische Stelle soll weitreichende Kompetenzen erhalten, Regeln für kritische Infrastruktur entwickeln sowie Unternehmen und Bevölkerung beraten und sensibilisieren. Bei der Vergabe sollen außereuropäische Anbieter ausscheiden, wenn sich Resilienz und Souveränität bei ihnen nicht garantieren lassen. Ein pauschales Verbot von Produkten aus einzelnen Ländern lehnt die Partei ab; stattdessen soll eine Zertifizierung den ganzen Lebenszyklus eines Produkts prüfen. Die Herstellung sicherer Komponenten in Europa soll über den European Chips Act gefördert werden. Hinzu kommen mehr Grundlagenforschung und ein offener Umgang mit Fehlern.

Originalzitat anzeigen (Seite 123)
„Komponenten für die kritische Infrastruktur sollen bevorzugt von europäischen Unternehmen bezogen werden, die saubere Lieferketten und angemessene Sicherheitsstandards nachweisen können.“
Seite 123 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Bevorzugung europäischer Anbieter und der Ausschluss bestimmter Anbieter bei der Vergabe greifen stärker regulierend in den Markt ein als heute.

  • Europaeher mehr EU

    Die PdF will eine neue europäische Stelle mit eigenen Kompetenzen und europäische Sicherheitsstandards schaffen, was Zuständigkeiten auf EU-Ebene ausbaut.

NetzDG abschaffen, Digital Services Act nachbessern

Die PdF will das Netzwerkdurchsetzungsgesetz streichen, weil es aus ihrer Sicht die Meinungsfreiheit unverhältnismäßig beschränkt und wenig bewirkt. Auch beim europäischen Digital Services Act verlangt sie klarere Standards, transparente Verfahren und mehr Schutz der Grundrechte.

Das NetzDG ist ein Gesetz gegen strafbare Inhalte in sozialen Netzwerken. Die PdF will dieses Gesetz abschaffen. Sie sagt: Es schränkt die freie Meinung zu stark ein. Auch ein EU-Gesetz für Plattformen soll klarer werden. Die Grundrechte sollen besser geschützt sein.

Das Programm bewertet das NetzDG als unwirksam und problematisch und will es durch Ansätze ersetzen, die mit den Grundrechten vereinbar sind. Den Digital Services Act der EU nennt die Partei einen wichtigen Schritt, sieht aber unklare Begriffe, mögliche Eingriffe in die Meinungsfreiheit und hohe Lasten für kleinere Plattformen. Gefordert werden deshalb eindeutige Standards und nachvollziehbare Verfahren.

Originalzitat anzeigen (Seite 123)
„Die PdF fordert daher die Abschaffung des NetzDG zugunsten besserer, grundrechtskonformer Ansätze.“
Seite 123 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die PdF will gesetzliche Vorgaben zur Kontrolle von Inhalten auf Plattformen zurücknehmen und die Meinungsfreiheit stärker gewichten, was Freiheitsrechten Vorrang gibt.

Netzneutralität gesetzlich verankern

Die PdF will die Netzneutralität per Gesetz festschreiben und jede Aufweichung verhindern. Sie sieht darin eine Voraussetzung für Meinungsfreiheit, fairen Wettbewerb und Innovation.

Netzneutralität heißt: Alle Daten im Internet werden gleich schnell übertragen. Die PdF will das in einem Gesetz festschreiben. Reiche Firmen sollen keine schnellere Leitung kaufen können. Netzbetreiber sollen keine Extra-Gebühren von großen Anbietern verlangen.

Die Partei lehnt Forderungen der Netzbetreiber ab, von großen Datenanbietern zusätzliche Entgelte zu kassieren. Bevorzugte Übertragung für zahlende Dienste soll ausgeschlossen werden. Das Programm beschreibt die Netzneutralität als Garantie für einen freien und fairen Internetzugang.

Originalzitat anzeigen (Seite 124)
„Stattdessen fordert die PdF die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität und den Schutz vor Überholspuren für zahlungskräftige Dienste.“
Seite 124 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die PdF will Netzbetreibern per Gesetz untersagen, bezahlte Vorrangdienste und Zusatzgebühren einzuführen, was die Regulierung des Marktes festigt und ausbaut.

Öffentlich finanzierte Software und Inhalte freigeben

Die PdF will, dass mit Steuergeld bezahlte Software als Open Source erscheint und öffentlich finanzierte Inhalte frei zugänglich sind. Das soll nach Ansicht der Partei Transparenz, digitale Souveränität, Bildung und Innovation fördern.

Der Staat bezahlt Programme, Forschung und Daten mit Steuergeld. Die PdF will: Alle sollen diese Dinge frei nutzen können. Der Bauplan von staatlichen Programmen soll offen sein. Digitale Werke aus Museen und Bibliotheken sollen kostenlos sein.

Unter dem Leitsatz „Public Money, Public Code“ soll staatlich bezahlte Software grundsätzlich quelloffen veröffentlicht werden. Wissenschaftliche Arbeiten aus öffentlicher Finanzierung sollen per Open Access frei verfügbar sein. Behördliche Datenbanken, Statistiken und Dokumente sollen offengelegt werden, soweit Sicherheit und Datenschutz nicht dagegen sprechen. Digitalisierte Bestände von Bibliotheken, Museen und Archiven sollen kostenfrei bereitstehen. Außerdem sollen öffentliche Mittel digitale Bibliotheken und Archive sowie die Langzeitarchivierung digitaler Inhalte absichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 124)
„Die PdF setzt sich dafür ein, dass öffentlich finanzierte Software grundsätzlich als Open Source veröffentlicht wird.“
Seite 124 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Recht auf digitale Privatkopie und Interoperabilität

Die PdF will ein Recht auf Privatkopien digital gekaufter Inhalte gesetzlich festschreiben. Außerdem soll ein Recht auf Interoperabilität dafür sorgen, dass digitale Dienste und Geräte zusammenarbeiten, um die Abhängigkeit von großen Anbietern zu verringern.

Die PdF will neue Rechte für Nutzer. Wer digitale Inhalte kauft, darf sie für sich selbst kopieren. Geräte und Dienste sollen zusammen funktionieren. Man soll seine Daten leicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen können.

Die Privatkopie soll eine flexible Mediennutzung erlauben, ohne Urheberrechte nach Ansicht der Partei übermäßig zu beschneiden. Anbieter sollen verpflichtet werden, offene Schnittstellen anzubieten und den Export von Daten ohne Hürden zu ermöglichen. Zudem sollen sie Open-Source-Lösungen fördern. Das Programm erwartet davon mehr Wettbewerb.

Originalzitat anzeigen (Seite 125)
„Die PdF fordert die gesetzliche Verankerung des Rechts auf Privatkopien von digital erworbenen Inhalten.“
Seite 125 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die PdF will Anbietern neue gesetzliche Pflichten wie offene Schnittstellen und Datenexport auferlegen, was die Regulierung digitaler Märkte ausweitet.

Glasfaser fördern und Verwaltung online anbieten

Die PdF will den Glasfaserausbau in ländlichen und strukturschwachen Gebieten mit einem staatlichen Förderprogramm beschleunigen. Außerdem soll ein zentrales Online-Portal Behördengänge für Bürger und Firmen digital möglich machen.

Die PdF will schnelles Internet auf dem Land fördern. Der Staat soll dafür Geld geben. Menschen sollen Anträge beim Amt im Internet stellen können. Dafür soll es ein großes Online-Portal geben.

Das Programm sieht Deutschland bei Breitband und Mobilfunk im Rückstand. Neben staatlicher Förderung sollen Kooperationen zwischen privaten und öffentlichen Akteuren den Netzausbau voranbringen. Ein umfassendes E-Government-Portal soll Verwaltungsleistungen online bündeln. Automatisierte Abläufe sollen Behörden effizienter und bürgerfreundlicher machen und Ressourcen sparen.

Originalzitat anzeigen (Seite 128)
„Ein staatlich gefördertes Programm zur Bereitstellung von Glasfaseranschlüssen in ländlichen und strukturschwachen Regionen sowie die Förderung privater und öffentlicher Kooperationen können den Ausbau beschleunigen und die digitale Teilhabe sichern.“
Seite 128 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Netzausbau soll in schwach versorgten Regionen mit staatlichen Fördermitteln vorangetrieben werden.

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