Außenpolitik an nationalen Interessen ausrichten
Die AfD will eine Außenpolitik, die sich an deutschen Interessen und Realpolitik statt an einer „wertebasierten“ Linie orientiert. Eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU lehnt sie ab und strebt stattdessen einen Bund souveräner Nationen an.
Die AfD will, dass Außenpolitik zuerst Deutschland nützt. Die EU soll keine gemeinsame Außenpolitik machen. Die Länder in Europa sollen selbst entscheiden. Ausländische Organisationen in Deutschland sollen sagen, woher ihr Geld kommt.
Nach Ansicht der AfD hat die bisherige Außenpolitik die Welt nicht sicherer gemacht. Diplomatie und friedliche Konfliktlösung sollen Vorrang haben. Statt einer zentralisierten EU will die Partei ein „Europa der Vaterländer“ als Wirtschafts- und Interessengemeinschaft, die nach außen abgestimmt auftritt. Sie bekennt sich zum Völkerrecht und zur UN-Charta sowie zum Grundsatz, dass Staaten sich nicht in innere Belange anderer einmischen. Ausländische Nichtregierungsorganisationen, die in Deutschland arbeiten, sollen ihre Geldquellen offenlegen.
Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Die Vergemeinschaftung der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und des Europäischen Auswärtigen Dienstes (Hoher Vertreter GASP / EU-Verteidigungskommissar) lehnt die AfD ab.“Einordnung
- Europadeutlich weniger EU
Die AfD will die bestehende gemeinsame Außenpolitik der EU zurücknehmen und die Union zu einem Bund souveräner Staaten umbauen.
- Außenpolitikeher Diplomatie zuerst
Das Programm stellt Diplomatie, friedliche Konfliktlösung und Nichteinmischung in den Vordergrund.