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parteiprogramm

AfD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Zeit für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 177 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europadeutlich weniger EU (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Tiertransporte begrenzen, Schächten nur mit Betäubung

Die AfD bekennt sich zur Tierhaltung in Deutschland und will artgerechte Haltungsformen fördern. Tiertransporte sollen höchstens sechs Stunden dauern, regionale Schlachthöfe sollen erhalten bleiben. Schlachten nach religiösem Ritus soll nur mit ausreichender Betäubung erlaubt sein.

Die AfD will Tiere besser schützen. Tiere sollen höchstens sechs Stunden im Transporter sein. Schlachthöfe in der Nähe sollen bleiben. Schächten ist Schlachten nach religiösen Regeln. Das soll nur mit Betäubung erlaubt sein.

Staatliche Vorgaben zur Tierhaltung sollen nicht dazu führen, dass weitere Höfe aufgeben. Die vor allem in Süddeutschland übliche Kombihaltung mit Weidegang im Sommer soll gegenüber Laufställen nicht schlechter gestellt werden. Neben regionalen Schlachthöfen will die AfD mobile Schlachtung per Weideschuss ermöglichen. Zuchttiere sollen unter tierärztlicher Kontrolle und durch zertifizierte Firmen weiter lebend transportiert werden dürfen. Beim Schächten muss die Betäubung den ganzen Schlachtvorgang über anhalten, und der deutsche Schlachtstandard soll auch für importierte Ware gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Im Sinne des Tierwohls ist ein Transport von sechs Stunden nicht zu überschreiten.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die heute mögliche Ausnahme für betäubungsloses Schlachten aus religiösen Gründen soll entfallen, was religiöse Praxis von Minderheiten gegenüber dem allgemeinen Standard einschränkt.

Wolfsbestand regulieren, Jagd stärken

Die AfD will den Wolfsbestand nach Zahl und Gebiet begrenzen und wolfsfreie Zonen ausweisen. Die Jagd versteht sie als Naturschutz und hält am Grundsatz „Wald mit Wild“ fest. Außerdem sollen eingeschleppte Arten stärker bekämpft werden.

Die AfD will die Zahl der Wölfe begrenzen. In manchen Gebieten soll es keine Wölfe geben. Die Partei unterstützt die Jagd. Fremde Tiere und Pflanzen sollen sich weniger ausbreiten.

Als Vorbild für die Begrenzung des Wolfsbestands nennt das Programm Schweden und Norwegen; die Wölfe sollen als ein gemeinsamer europäischer Bestand betrachtet werden. Wildbestände, die Probleme machen, sollen regional beobachtet und rasch angepasst werden. Den Ansatz „Wald vor Wild“ lehnt die AfD ab, weil er aus ihrer Sicht Wildtiere zu Schädlingen erklärt und dem Tierschutz widerspricht. Gegen invasive Arten setzt das Programm auf Vorbeugung und Früherkennung. Dass eine Art invasiv ist, soll per Gesetz als Grund für ihre Entnahme gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Die AfD wird die Möglichkeit einer Bestandsregulierung und die Ausweisung von wolfsfreien Gebieten umsetzen.“
Seite 82 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wald bewirtschaften, keine Windräder im Wald

Die AfD will den Wald professionell und nachhaltig bewirtschaften und Holz als Baustoff und Energieträger fördern. Weitere Flächenstilllegungen und Rodungen für Windkraftanlagen lehnt sie ab. Die Dokumentationspflichten in der Forstwirtschaft sollen sinken.

Die AfD will, dass Fachleute den Wald pflegen und nutzen. Holz soll als Baustoff und zum Heizen gefördert werden. Es sollen keine weiteren Wald-Flächen aus der Nutzung genommen werden. Für Windräder soll kein Wald gefällt werden.

Nach dem Programm braucht der Erhalt des Waldes eine fachgerechte Nutzung, die Wirtschaft, Ökologie und Erholung verbindet. Die AfD bekennt sich zum nachhaltigen Waldumbau und will Bürokratie bei der Dokumentation abbauen. Rodungen für Windkraft lehnt sie ab, um wildlebende Arten zu schützen und die Natur für kommende Generationen zu erhalten. Die aus ihrer Sicht von der EU geförderte Lobbyarbeit von Umweltverbänden für die Windbranche soll enden.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Die weitere Stilllegung forstwirtschaftlicher Flächen im Sinne eines missverstandenen Schutzgedankens lehnen wir ab.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Dokumentationspflichten und keine weiteren Nutzungsverbote für Waldflächen bedeuten weniger Regulierung der Forstwirtschaft.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Windkraftanlagen im Wald sind heute zulässig; ein Ausschluss würde den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen.

Wasserversorgung in öffentlicher Hand halten

Die AfD will, dass Wasser, Wasserwerke und Leitungen öffentliches Eigentum bleiben, und lehnt eine Privatisierung oder Liberalisierung des Wassermarkts ab. Für den Gewässerschutz sollen Deutschland und die Bundesländer statt der EU zuständig sein.

Die AfD will, dass das Wasser dem Staat und den Gemeinden gehört. Private Firmen sollen die Wasserwerke nicht kaufen dürfen. Den Schutz von Flüssen und Seen sollen Deutschland und die Bundesländer regeln, nicht die EU. Es soll keine neuen Abgaben für Wasser-Entnahme geben.

Die Versorgung soll regional durch Kommunen und Zweckverbände erfolgen. Eine von EU-Richtlinien angeregte allgemeine Privatisierung will die AfD verhindern; private Brunnen von Grundstückseigentümern für das eigene Trinkwasser bleiben davon unberührt. Zusätzliche Steuern oder Abgaben auf Wasserentnahmen lehnt das Programm ab. Den Gewässerschutz könnten Bund und Länder zusammen mit Kommunen und Landwirtschaft aus Sicht der AfD wirksamer leisten als die EU.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Das Eigentum an den Wasserressourcen, den Förderanlagen, der Wasseraufbereitung und am Leitungsnetz muss in öffentlicher Hand und damit in den Händen der Bürger verbleiben.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die AfD verteidigt das bestehende öffentliche Eigentum an der Wasserversorgung ausdrücklich gegen Privatisierung und Marktöffnung.

  • Europadeutlich weniger EU

    Der Gewässerschutz ist heute weitgehend durch EU-Recht geprägt; die AfD will diese Zuständigkeit an Bund und Länder zurückgeben.

Regeln für Gentechnik und Chemikalien lockern

Die AfD will die Vorschriften zur Gentechnik überprüfen und einen aus ihrer Sicht pragmatischeren Rechtsrahmen schaffen. Pauschale Stoffverbote, etwa für die Chemikaliengruppe PFAS, lehnt sie ab und verlangt stattdessen eine Risikoprüfung für jeden einzelnen Stoff.

Die AfD will die Regeln für Gen-Technik lockern. Sie will das Gentechnik-Gesetz überprüfen. Die Partei ist auch gegen Verbote für ganze Gruppen von Stoffen. Fachleute sollen jeden Stoff einzeln prüfen.

Das Programm verweist darauf, dass gentechnisch erzeugte Produkte in Nahrung, Kosmetik und Kleidung bereits verbreitet seien. Als Hemmnisse nennt es das Gentechnikgesetz mit seinen Auflagen für Anbau und Forschung sowie die EU-Verordnung 1829/2003 zu gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln. In der Medizintechnik sollen Bürger sich freiwillig und bewusst entscheiden können. Bei Chemikalien wendet sich die AfD gegen Verbote wie bei Strohhalmen und gegen ein in der EU diskutiertes Verbot von Teflon und PFAS. Recycling setze sich durch, wenn es sich wirtschaftlich lohne; Forschung dazu könne in staatlichen Instituten gemeinsam mit der Industrie stattfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 167)
„Die AfD wird eine offene Debatte über die Vorteile der Gentechnik führen und einen pragmatischen rechtlichen Rahmen durchsetzen.“
Seite 167 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Überprüfung des Gentechnikgesetzes und die Ablehnung pauschaler Stoffverbote zielen auf weniger Regulierung für Forschung und Unternehmen.

  • Europaeher weniger EU

    Der Punkt wendet sich gegen eine bestehende EU-Verordnung zu Gentechnik und gegen ein in der EU diskutiertes Stoffverbot.

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