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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Zeit für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 177 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bildung auf Leistung und Neutralität ausrichten

Die AfD will ein Bildungswesen, das politisch neutral ist und auf Leistung setzt. Schulen sollen auch praktisches Wissen über Wirtschaft, Sozialversicherung und Geldanlage vermitteln. Hochschulen sollen Spitzentalente anziehen und Deutschland bei Innovationen nach vorn bringen.

Die AfD will Schulen, die auf Leistung achten. Schulen sollen politisch neutral sein. Kinder sollen dort auch etwas über Geld und Wirtschaft lernen. Universitäten sollen die besten Leute anziehen. So sollen neue Ideen in Deutschland entstehen.

Schule und Berufsausbildung sollen Leistung und Talente fördern; die Partei sieht das Leistungsprinzip an Schulen heute nicht mehr gewahrt und beklagt fehlende Grundkenntnisse in Mathematik und Deutsch. Bereits in der Schule soll es praxisnahen Unterricht zu Sozialversicherungen, Wirtschaft und Geldanlage geben. Universitäten sollen erstklassige Köpfe aus dem In- und Ausland gewinnen. Als Zukunftsfelder nennt das Programm neben Auto-, Maschinenbau und Chemie auch Dual-Fluid-Nukleartechnik, Raumfahrt, Nanotechnologie und Künstliche Intelligenz. Bildung soll neben Wissen und handwerklichem Können auch soziale Kompetenz umfassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wiederherstellung eines funktionierenden, politisch neutralen Bildungswesens als Ort der Vorbereitung auf den späteren Leistungswettbewerb“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Schule soll zu einem früheren Verständnis von Leistung und politischer Neutralität zurückkehren, was eine bewahrende Ausrichtung innerhalb des bestehenden Systems ist.

Mehrgliedriges Schulsystem erhalten, Leistungsniveau anheben

Die AfD will das gegliederte Schulsystem mit verschiedenen Schulformen bewahren und die Anforderungen an allen Schulen erhöhen. Aus Sicht des Programms fehlen Auszubildenden und Studienanfängern trotz besserer Noten grundlegende Kenntnisse. Eine Vorschule soll Kinder mit Rückständen auf den Unterricht vorbereiten.

In Deutschland gibt es verschiedene Schul-Arten. Die AfD will das so lassen. Die Schulen sollen mehr von den Schülern verlangen. Die Klassen sollen kleiner werden. Vor der Schule soll es eine Vorschule geben für Kinder, die noch Hilfe brauchen.

Der Wechsel zwischen den Schulformen soll möglich bleiben, und besonders begabte Kinder sollen eigens gefördert werden. An allen Schulformen sollen die Klassen kleiner werden. Das Abitur soll wieder Studierfähigkeit belegen, Haupt- und Realschulabschluss sollen für eine Ausbildung befähigen. Für den Übergang aufs Gymnasium will die AfD verbindliche Kriterien festlegen. Privatschulen gelten dem Programm als sinnvolle Ergänzung. Die bedarfsorientierte Vorschule soll Entwicklungsrückstände und mangelnde Deutschkenntnisse ausgleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 159)
„Die AfD befürwortet ein nach Begabungen differenziertes Schulsystem, das dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schüler gerecht wird.“
Seite 159 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt verteidigt das hergebrachte gegliederte Schulsystem und will die Auslese beim Übergang aufs Gymnasium verbindlicher machen, was den heutigen Stand schrittweise in bewahrende Richtung verschiebt.

Schulpflicht in Bildungspflicht umwandeln

Die AfD will die Schulpflicht lockern und durch eine Bildungspflicht ersetzen. Sie begründet das damit, dass der Staat das Recht der Kinder auf Bildung nur noch unzureichend sichere. Das Wohl der Schüler soll dabei maßgeblich sein.

Heute müssen alle Kinder in eine Schule gehen. Das heißt Schulpflicht. Die AfD will diese Regel lockern. Kinder müssen dann lernen, aber nicht unbedingt in einer Schule. Die AfD sagt: Der Staat sorgt nicht mehr gut genug für Bildung.

Das Programm bezeichnet die deutsche Schulpflicht als im Ländervergleich besonders streng. An ihre Stelle soll eine Pflicht zur Bildung treten. Kinder haben nach dem Programm ein Recht auf Bildung, das der Staat gewährleisten muss. Bei der Umstellung soll das Wohl der Schüler Vorrang haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 160)
„Deshalb wollen wir die im internationalen Vergleich sehr strenge deutsche Schulpflicht lockern und zu einer Bildungspflicht umwandeln.“
Seite 160 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Pflicht zum Schulbesuch soll gelockert werden, eine Pflicht zur Bildung bleibt aber bestehen, sodass die staatliche Pflicht abgeschwächt und nicht gestrichen wird.

Förderschulen erhalten und zum Regelfall machen

Die AfD will Förderschulen erhalten und sie wieder zum üblichen Lernort für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf machen. Inklusion soll nach dem Programm nur mit Augenmaß erfolgen. Die Förderschule biete eine Unterstützung, die Regelschulen nicht leisten könnten.

Förderschulen sind Schulen für Kinder, die besondere Hilfe brauchen. Die AfD will diese Schulen behalten. Kinder mit besonderem Hilfe-Bedarf sollen meistens dorthin gehen. Die AfD sagt: Dort bekommen sie mehr Hilfe als in anderen Schulen.

Gemeinsamer Unterricht soll den Kindern Erfolgserlebnisse bringen, ohne Schüler und Lehrkräfte zu überfordern. Er soll außerdem die Mitschüler nicht beim Lernen bremsen. Das Programm sieht in der Förderschule eine Bildungschance für Kinder mit besonderem Bedarf.

Originalzitat anzeigen (Seite 161)
„Die Förderschule sollte wieder zum Regelfall für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden.“
Seite 161 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Statt des heute angestrebten gemeinsamen Unterrichts soll die getrennte Förderschule wieder der Regelfall sein, was das Leitbild der Inklusion grundlegend umkehrt.

Politische Neutralität an Schulen durchsetzen

Die AfD verlangt, dass Lehrkräfte politisch neutral bleiben und Schulen frei von politischer Werbung sind. Schüler sollen sich ihre politische Meinung selbst bilden und sie ohne Angst vor Nachteilen äußern können.

Die AfD will: Lehrer sollen in der Schule keine Partei empfehlen. Sie sollen auch nicht zu Demonstrationen aufrufen. Schüler sollen ihre Meinung frei sagen können. Niemand soll sie deshalb schlecht behandeln.

Lehrpläne und Schulbücher sollen nach dem Programm keine politischen Denkweisen vorgeben. Schüler sollen vor Repressionen und Diskriminierung durch Lehrkräfte oder Mitschüler geschützt sein. Lehrkräfte sollen weder Wahlempfehlungen geben noch zu Demonstrationen aufrufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 161)
„Die Lehrer selbst sind unbedingt zur Neutralität verpflichtet. Weder dürfen sie zur Wahl bestimmter Parteien noch zur Teilnahme an Demonstrationen aufrufen.“
Seite 161 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitalisierung an Schulen begrenzt einsetzen

Die AfD will Schulen mit moderner IT ausstatten, digitale Mittel aber nur dort einsetzen, wo sie sinnvoll sind und Arbeit erleichtern. Die Grundschuljahre sollen weitgehend ohne digitale Geräte auskommen, weil dort Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt werden.

Schulen sollen gute Computer haben. Die AfD will aber nicht überall Tablets im Unterricht. In den ersten vier Schuljahren sollen Kinder fast ohne digitale Geräte lernen. Dort lernen sie Lesen, Schreiben und Rechnen. Unterricht über das Internet soll es möglichst nicht geben.

Zeitgemäße Technik hält das Programm vor allem für den Informatikunterricht, die technische Berufsausbildung und den verantwortlichen Umgang mit KI für nötig. Unterricht nur mit Tablets schränkt aus Sicht der AfD die Vielfalt der Methoden ein. Online-Unterricht soll nach Möglichkeit vermieden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 161)
„Die ersten vier Schuljahre sollten vorwiegend digitalfreie Räume sein, da sie der Aneignung der grundlegenden Kulturtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben dienen.“
Seite 161 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufliche Bildung und Berufsschulen stärken

Die AfD will die berufliche Bildung aufwerten und die Berufsschulen stärken. Aus ihrer Sicht gefährdet das Ziel immer höherer Abiturquoten den Nachwuchs in den Ausbildungsberufen.

Die AfD will die Berufs-Ausbildung stärken. Berufsschulen sollen mehr Gewicht bekommen. Die Partei sagt: Zu viele junge Leute machen Abitur. Deshalb fehlen Lehrlinge in den Betrieben.

Das Programm nennt die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ein Erfolgsmodell. Es beklagt, dass viele Lehrstellen unbesetzt bleiben und zu viele Auszubildende abbrechen. Haupt- und Realschulen sollen mit Unternehmen und Kammern zusammenarbeiten und so attraktiver werden. Die Überschrift fasst das Ziel als „Mehr Meister statt Master“. Daneben will die AfD die Disziplinarrechte von Lehrkräften und Schulen sowie deren rechtliche Sicherheit stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 162)
„Die beruflichen Schulen müssen als tragende Säulen der beruflichen Bildung sowie des lebenslangen Lernens gestärkt und der Wert der beruflichen Bildung stärker gewürdigt werden.“
Seite 162 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Islamunterricht ablehnen, Deutschunterricht zur Pflicht machen

Die AfD lehnt Islamunterricht an Schulen ab und will muslimischen Schülern keine religiös begründeten Ausnahmen gewähren. Kinder mit Migrationshintergrund sollen zuerst verpflichtend Deutsch lernen, bis sie dem Regelunterricht folgen können. So will die Partei nach eigener Aussage Parallelgesellschaften verhindern.

Die AfD will keinen Islam-Unterricht an Schulen. Muslimische Schüler sollen keine Ausnahmen bekommen. Sie sollen zum Beispiel am Schwimmen teilnehmen. Kinder ohne gute Deutsch-Kenntnisse sollen zuerst Deutsch lernen.

Das Programm will den Einfluss des politischen Islam an Schulen unterbinden. Als Beispiel für abgelehnte Ausnahmen nennt es die Befreiung vom Schwimm- und Sportunterricht. Die AfD begründet dies damit, dass nur so Parallelgesellschaften vermieden würden. Die Integration von Migranten beschreibt das Programm als Herausforderung für das Bildungssystem, weil vielen Vorbildung und Sprachkenntnisse fehlten. Solange Kinder nicht genug Deutsch für den Regelunterricht können, soll Pflichtunterricht in Deutsch Vorrang haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 163)
„Muslimischen Schülern dürfen keine Sonderrechte aufgrund ihres Glaubens wie z. B. die Befreiung vom Schwimm- und Sportunterricht gewährt werden.“
Seite 163 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Der heute in mehreren Ländern bestehende Islamunterricht soll wegfallen und religiös begründete Ausnahmen sollen enden, was eine bestehende Öffnung für religiöse Vielfalt zurücknimmt.

  • Migrationeher restriktiv

    Verpflichtender Deutschunterricht vor dem Regelunterricht verschärft die Anforderungen an die Integration zugewanderter Kinder.

Diplom und Magister wiedereinführen

Die AfD hält die Bologna-Reform für gescheitert und will die früheren Abschlüsse Diplom und Magister zurückbringen. Aus ihrer Sicht hat die europaweite Angleichung der Studiengänge das Studium verschult und die akademische Freiheit eingeschränkt.

Die AfD will die alten Abschlüsse Diplom und Magister zurück. Heute gibt es meist Bachelor und Master. Die Partei sagt: Das Studium ist dadurch wie Schule geworden. Das soll sich ändern.

Der Bologna-Prozess ist die europaweite Angleichung der Studiengänge auf Bachelor und Master. Das Programm kritisiert, dadurch sei ein Wechsel des Studienplatzes schwieriger geworden und Arbeitgeber bemängelten die Qualifikation von Bachelor-Absolventen. Die Gliederung des Studiums in Module soll entfallen. Auch die Akkreditierung von Studiengängen, die das Programm als Bürokratie bezeichnet, will die AfD abschaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 163)
„Die AfD will die bewährten Diplom- und Magisterstudiengänge wiedereinführen.“
Seite 163 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die Rückkehr zu nationalen Abschlüssen löst Deutschland aus der europaweiten Angleichung der Studiengänge, die das Programm der EU zuschreibt.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen

Die AfD will den Hochschulen mehr feste Grundmittel geben, damit sie weniger auf Drittmittel angewiesen sind. Forschung und Lehre sollen unabhängig von politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Interessen bleiben.

Die AfD will den Hochschulen mehr festes Geld geben. Dann müssen Forscher weniger Geld von außen einwerben. Sie haben mehr Zeit für Forschung und Lehre. Hochschulen sollen ihre Studenten selbst auswählen dürfen.

Drittmittel sind Gelder, die Forschende zusätzlich bei externen Geldgebern beantragen. Nach dem Programm sollen Professoren und Mitarbeiter ihre Zeit nicht mit solchen Anträgen verbringen. Hochschulen sollen Bewerber über einheitliche Eignungstests und Aufnahmeprüfungen auswählen dürfen. Das Promotionsrecht soll allein bei den Universitäten liegen, und Veranstaltungen sollen ohne politisch motivierte Störungen stattfinden. Für Studierende aus Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums sieht das Programm Studiengebühren vor. Auch außeruniversitäre Einrichtungen wie Fraunhofer- und Max-Planck-Institute sollen weniger von politischen Vorgaben abhängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 164)
„Das Spektrum von Forschungsgebieten darf nicht durch eine Abhängigkeit von Fördermitteln und Geldgebern eingegrenzt werden.“
Seite 164 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Mehr staatliche Grundmittel für Hochschulen stehen neben neuen Studiengebühren für Studierende von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, sodass der Punkt beide Richtungen verbindet.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

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