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parteiprogramm

FDP zur Außen- und Verteidigungspolitik

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Außen und Verteidigung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1,1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 7 eher Abschreckung zuerst, 1 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zivilklauseln streichen, europäische DARPA aufbauen

Die FDP will Zivilklauseln abschaffen, mit denen sich Hochschulen auf rein zivile Forschung festlegen. Sie sieht darin einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Forschungsfreiheit. Zudem soll eine europäische Agentur für Verteidigungsforschung entstehen.

Manche Hochschulen forschen nicht für das Militär. Das regeln sogenannte Zivil-Klauseln. Die FDP will diese Klauseln streichen. Außerdem soll Europa eine neue Stelle für Militär-Forschung bekommen.

Die Zivilklauseln sollen aus den Hochschulgesetzen der Länder gestrichen werden. Die FDP begründet das mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine: Deutschland müsse technologisch gegen Aggressoren bestehen können. Die europäische DARPA soll nach US-Vorbild als bewegliche Forschungsanstalt arbeiten. Sie soll Wissen zwischen Militär und Wissenschaft übertragen und Projekte mit militärischem oder doppeltem Verwendungszweck fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Deshalb fordern wir die Streichung der Zivilklauseln aus den Landeshochschulgesetzen und fordern den Abbau dieser im Rahmen der Wissenschaftsfreiheit.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Mit einer europäischen Verteidigungsforschungsagentur entstünde eine neue gemeinsame Einrichtung auf europäischer Ebene.

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Militärische Forschung an Hochschulen und eine neue Verteidigungsforschungsagentur sollen die militärisch-technologische Stärke erhöhen.

Ukraine umfassend unterstützen, Taurus liefern

Die FDP will die Ukraine mit Geld und Waffen so unterstützen, dass sie sich jederzeit gegen Russland verteidigen kann. Dazu fordert sie die sofortige Lieferung des Marschflugkörpers Taurus. Am Ende soll die Ukraine nach dem Willen der FDP ihr gesamtes Staatsgebiet zurückerhalten.

Die FDP will der Ukraine mehr helfen. Deutschland soll Geld und Waffen geben. Dazu gehört die Rakete Taurus. Sie fliegt sehr weit. Die Ukraine soll später in die EU und die NATO kommen.

Nach Ansicht der FDP wäre ein russischer Sieg teurer als die Hilfe. Die Ukraine soll mit weitreichenden Waffen auch Abschussbasen und Nachschubwege auf russischem Gebiet angreifen können. Die Finanzierung soll dauerhaft und fair unter NATO-, EU- und G7-Staaten verteilt werden, auch mit eingefrorenem russischem Vermögen, sofern das rechtlich geht. Perspektivisch befürwortet die FDP den Beitritt der Ukraine zu EU und NATO.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Daher fordern wir die unverzügliche Lieferung des Marschflugkörper Taurus.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die Partei befürwortet perspektivisch den EU-Beitritt der Ukraine und eine gemeinsame Finanzierung der Hilfe.

  • Außenpolitikdeutlich Abschreckung zuerst

    Mit Taurus soll ein weitreichendes Waffensystem geliefert werden, das Deutschland bisher nicht abgibt, was deutlich auf Abschreckung setzt.

NATO-Ziele voll erfüllen, mindestens zwei Prozent

Die FDP bekennt sich zur NATO und zum Bündnis mit den USA. Deutschland soll mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben und auch höhere Ziele erfüllen, falls die NATO sie beschließt.

Die FDP steht zur NATO. Das ist ein Bündnis zur Verteidigung. Deutschland soll genug Geld für Verteidigung ausgeben. Das sind mindestens 2 Prozent der Wirtschafts-Leistung. Wenn die NATO mehr verlangt, soll Deutschland mehr zahlen.

Das Bündnis mit den USA soll unabhängig vom jeweiligen Präsidenten gelten. Deutschland und die europäischen Partner sollen mehr Verantwortung für ihre Verteidigung tragen und glaubhaft abschrecken können. Der europäische Pfeiler der NATO soll gestärkt werden, indem die EU-Staaten dort enger zusammenarbeiten. Russland will die FDP mit Diplomatie und militärischer Stärke begegnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Hierzu gehört, dass Deutschland mindestens das 2%-Ziel der NATO erfüllt. Wenn die NATO höhere Ziele vereinbart, werden wir auch diese erfüllen und noch mehr in unsere Sicherheit investieren.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Das Zwei-Prozent-Ziel wird als Untergrenze festgeschrieben und höhere Ausgaben werden zugesagt, was Abschreckung schrittweise stärkt.

Bundeswehr zur stärksten Armee Europas ausbauen

Die FDP will die Bundeswehr besser finanzieren und ausstatten und zur stärksten konventionellen Streitkraft Europas machen. Sie setzt auf eine Freiwilligenarmee mit starker Reserve und lehnt die Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht ab. Langfristig strebt sie eine Europäische Armee an.

Die FDP will die Bundeswehr stärker machen. Sie soll mehr Geld und bessere Ausrüstung bekommen. Niemand soll zum Dienst gezwungen werden. Später soll es eine gemeinsame Armee in Europa geben.

Die Truppe soll aus Aktiven und einer starken Reserve bestehen. Eine nationale Datenbank soll wehrfähige Männer und Frauen erfassen. Der Dienst soll durch Gehalt und gesellschaftliche Vorteile attraktiver werden. Deutschland soll gemeinsam mit Frankreich Kooperationspartner für kleinere europäische Staaten sein. Ein Nationaler Sicherheitsrat soll Risiken früh erkennen und gemeinsame Strategien entwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir wollen die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Streitkraft in Europa machen.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Die Ablehnung der Wehrpflicht vermeidet eine neue Pflicht, während die Erfassung Wehrfähiger in einer Datenbank staatliche Zugriffe ausweitet.

  • Europadeutlich mehr EU

    Der Aufbau einer Europäischen Armee als Fernziel würde die Verteidigung grundlegend auf die europäische Ebene verlagern.

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Mehr Geld und Ausstattung für die Bundeswehr stärken die militärische Abschreckung, ohne dass eine Wehrpflicht eingeführt wird.

Russland mit Sanktionen und Embargo unter Druck setzen

Die FDP will den Druck auf Russland mit Wirtschaftssanktionen, einem weitgehenden Handelsembargo und Visaentzügen erhöhen. Russische Kriegsverbrechen sollen strafrechtlich verfolgt werden. Die EU soll planmäßig aus russischen Energiekäufen aussteigen.

Die FDP will harte Strafen gegen Russland. Es soll kaum noch Handel mit Russland geben. Die EU soll keine Energie mehr aus Russland kaufen. Gerichte sollen Verbrechen im Krieg bestrafen.

Verfolgt werden sollen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und das Verbrechen der Aggression. Auch Drittstaaten, die Sanktionen umgehen, sollen von Maßnahmen getroffen werden. Eine Rückkehr zum Zustand vor dem Krieg schließt das Programm aus, vor allem bei der Energieabhängigkeit. Die russische Zivilgesellschaft und Menschen, die sich für ein demokratisches Russland einsetzen, will die FDP unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Ferner setzen wir uns konsequent für Wirtschaftssanktionen inklusive eines möglichst umfangreichen Handelsembargos, diplomatische Maßnahmen, Visaentzüge gegen die russische Führung und weitere Verantwortliche ein.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Die bestehenden Sanktionen sollen zu einem möglichst weitgehenden Embargo ausgebaut werden, was auf Druck statt Annäherung setzt.

Abhängigkeit von China senken, Taiwan stärker einbinden

Die FDP will die Wirtschaftsbeziehungen zu China grundsätzlich erhalten, aber Abhängigkeiten in sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Schlüsselbereichen abbauen. Zugleich will sie Taiwan stärker unterstützen, ohne es als Staat anzuerkennen.

Deutschland kauft viel aus China. Die FDP will, dass Deutschland weniger abhängig wird. Das gilt für wichtige Bereiche wie Sicherheit. Mit Taiwan will die FDP mehr zusammenarbeiten.

Kritische Infrastruktur soll vor chinesischem Einfluss geschützt werden. Gegen illegale Billigwaren aus China sollen geltendes Recht wie der Digital Services Act strikt durchgesetzt und Zoll- und Marktaufsicht besser abgestimmt werden. Die FDP befürwortet gezielte EU-Sanktionen gegen chinesische Amtsträger, die Menschenrechte verletzen. Mit Taiwan soll die EU ein freihandelsähnliches Abkommen schließen und Gespräche zu einem Investitionsabkommen beginnen. Taiwan soll in internationale Organisationen eingebunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Daher fordern wir ein „de-risking“ bei Importen aus China in sicherheitsrelevanten Bereichen und in Schlüsselbereichen der Wirtschaft ein.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Der Kurs gegenüber China soll schrittweise härter werden, mit weniger Abhängigkeit, Sanktionen und mehr Unterstützung für Taiwan.

Entwicklungszusammenarbeit an deutschen Interessen ausrichten

Die FDP will die Entwicklungszusammenarbeit und ihre Institutionen neu aufstellen. Wofür Geld fließt, soll davon abhängen, was Deutschland und der EU wirtschaftlich und bei der Sicherheit nützt. Die Außenpolitik soll Werte und Interessen ausbalancieren.

Deutschland gibt Geld an ärmere Länder. Die FDP will dieses Geld anders verteilen. Es soll auch Deutschland und Europa nützen. Länder, die Rechte von Frauen oder Minderheiten abbauen, sollen weniger Geld für ihre Regierung bekommen.

Aufstrebenden Staaten in Afrika, Lateinamerika und Asien sollen attraktivere Kooperationsangebote gemacht werden, um dem Einfluss Russlands und Chinas zuvorzukommen. Die Außenpolitik soll nach dem Programm stärker auf Zusammenarbeit als auf moralische Belehrung setzen. Verschärft ein Land Strafen gegen LSBTIQ-Menschen oder baut Frauenrechte ab, soll die Hilfe die Betroffenen weiter erreichen, etwa über regierungsferne Partner. Notfalls sollen Budgethilfen gestrichen oder die Arbeit mit staatlichen Stellen beendet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Wir Freie Demokraten fordern eine strukturelle Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Institutionen.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Entwicklungsgelder sollen stärker eigenen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen dienen, was sie zum strategischen Instrument macht.

Israel bei Rüstungsexporten wie NATO-Staaten behandeln

Die FDP bezeichnet Existenz und Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson. Israel soll alles erhalten, was es zur Selbstverteidigung braucht, und bei Rüstungsexporten den NATO-Staaten gleichgestellt werden. Als Lösung des Konflikts strebt sie zwei Staaten auf dem Verhandlungsweg an.

Die FDP will Israel schützen. Deutschland soll Israel Waffen liefern wie einem NATO-Land. Israel und Palästina sollen zwei eigene Staaten werden. Darüber sollen beide Seiten verhandeln.

Die FDP begründet das mit der historischen Verantwortung Deutschlands. Rüstungsexporte gelten ihr als legitimes Mittel der Außen- und Sicherheitspolitik. Deutschland soll darauf hinwirken, dass EU, USA und die Staaten der Region eine dauerhafte politische Friedenslösung suchen. Das Zwei-Staaten-Modell soll Israels Sicherheit garantieren und einen souveränen, demokratischen Staat Palästina ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Israel muss daher bei Rüstungsexporten mit den NATO-Staaten gleichgestellt werden.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Rüstungsexporte nach Israel sollen erleichtert werden, was Waffenlieferungen als Mittel der Außenpolitik ausweitet.

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