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AfD zur Rente

Aus dem Programm „Zeit für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 177 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Rente

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Versicherungsfremde Leistungen aus Steuern bezahlen

Die AfD will Leistungen der Sozialversicherungen, denen keine Beiträge gegenüberstehen, aus dem Bundeshaushalt bezahlen. Aus Sicht des Programms werden Beiträge heute zweckentfremdet. Dadurch sollen höhere Leistungen oder niedrigere Beiträge möglich werden.

Manche Leistungen der Sozial-Versicherungen haben nichts mit den Beiträgen zu tun. Die AfD will diese Leistungen aus Steuern bezahlen. Dann bleibt mehr Geld in den Kassen. Die Renten können steigen oder die Beiträge sinken.

Das Programm unterscheidet zwischen beitragsfinanzierten Versicherungen für Rente, Krankheit, Pflege und Arbeitslosigkeit und steuerfinanzierten Sozialleistungen. Es kritisiert, dass der Haushalt 2024 teilweise über die Sozialkassen saniert und Corona-Maßnahmen über die Pflegekasse bezahlt worden seien. Für die Rentenversicherung rechnet die AfD mit knapp zwölf Prozent mehr Mitteln, wenn der Bund diese Leistungen übernimmt. Die Umstellung soll mittelfristig erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Versicherungsfremde Leistungen sind daher nicht aus den Beiträgen zu den Sozialversicherungen, sondern aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Bundeshaushalt soll mehr Leistungen tragen, zugleich sollen Beiträge sinken oder Leistungen steigen können, was beide Pole verbindet.

Rentenniveau anheben, mehr Beitragszahler gewinnen

Die AfD will die Renten deutlich erhöhen und schrittweise das westeuropäische Durchschnittsniveau von gut 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreichen. Dafür sollen mehr Menschen in die Rentenkasse einzahlen, darunter Politiker und die meisten Staatsbediensteten. Der Renteneintritt soll flexibler werden.

Die AfD will höhere Renten. Das Ziel sind etwa 70 Prozent vom letzten Netto-Lohn. Auch Politiker sollen in die Renten-Kasse einzahlen. Nur noch wenige Staats-Angestellte sollen Beamte werden. Nach 45 Arbeits-Jahren soll man ohne Abzüge in Rente gehen können.

Das Programm beziffert das deutsche Rentenniveau nach Eurostat auf 53 Prozent und verweist auf Österreich als Vorbild. Verbeamtet werden soll nur noch, wer hoheitliche Aufgaben erfüllt. Nach 45 Beitragsjahren soll ein Renteneintritt ohne Abschläge möglich sein. Steigende Rentenbeiträge will die AfD durch niedrigere Steuern für Beschäftigte und Betriebe ausgleichen, Zuverdienste nicht mehr auf Hinterbliebenenrenten anrechnen, Elternschaft stärker berücksichtigen und das Fremdrentenrecht für Spätaussiedler reformieren. Ergänzend nennt sie einen zusätzlichen Steuerfreibetrag von 12.000 Euro für arbeitende Rentner, niedrigere Einkommen- und Unternehmensteuern sowie eine Zuwanderung nur von qualifizierten Arbeitskräften.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Unser ferneres Ziel ist es, in mehreren Schritten das durchschnittliche Rentenniveau der westeuropäischen Länder zu erreichen“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Das Rentenniveau soll von 53 auf gut 70 Prozent steigen und die gesetzliche Rente auf Beamte und Politiker ausgeweitet werden, was die öffentliche Alterssicherung grundlegend ausbaut.

  • Migrationeher restriktiv

    Die Zuwanderung soll auf qualifizierte Arbeitskräfte begrenzt werden, was strengere Bedingungen als heute bedeutet.

Kapitalgedeckte Vorsorge und Junior-Spardepot einführen

Die AfD will private und betriebliche Altersvorsorge mit Aktien, ETFs und Fonds steuerlich fördern und die bisherigen Fördermodelle ablösen. Zusätzlich soll der Staat für jedes neugeborene Kind mit deutscher Staatsangehörigkeit ein Vorsorgedepot einrichten und bis zum 18. Geburtstag besparen.

Die AfD will das Sparen mit Aktien für das Alter fördern. Dafür soll es Vorteile bei der Steuer geben. Jedes neugeborene deutsche Kind soll ein eigenes Spar-Depot bekommen. Der Staat zahlt 18 Jahre lang jeden Monat 100 Euro ein. Das Geld gibt es erst ab 65 Jahren.

Aus Sicht des Programms wurde der Kapitalmarkt bei der Alterssicherung bisher vernachlässigt. Die AfD will sich an Modellen anderer Länder orientieren und die als bürokratisch beschriebene bisherige Vorsorgeförderung ersetzen. Das Junior-Spardepot gilt für Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit, die dauerhaft in Deutschland leben. Ab 18 können sie den Sparplan selbst weiter besparen. Ausgezahlt wird ab 65 über einen Auszahlplan, vorher ist das Kapital gesperrt.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sollen monatlich 100 Euro aus Steuermitteln in einen ETF-Sparplan oder Aktienfonds-Sparplan eingezahlt werden.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet eine neue steuerfinanzierte Leistung für Kinder mit einer stärkeren Ausrichtung der Altersvorsorge auf Kapitalmarkt und Eigenvorsorge.

  • Migrationeher restriktiv

    Die neue Leistung soll nur für Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit gelten und schließt damit Kinder ohne deutschen Pass aus.

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