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parteiprogramm

AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Zeit für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 177 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Auswärtige Kulturpolitik auf deutsche Kultur ausrichten

Die AfD will, dass Auslandssender, Goethe-Institute und Kulturprojekte ein positives Deutschlandbild vermitteln und für das kulturelle Erbe werben. Ein Schwerpunkt soll die Unterstützung deutscher Minderheiten im Ausland sein. In den EU-Institutionen soll Deutsch den Arbeitssprachen Englisch und Französisch tatsächlich gleichgestellt werden.

Die AfD will im Ausland für die deutsche Kultur werben. Deutsche Sender und Goethe-Institute sollen ein gutes Bild von Deutschland zeigen. Deutsche Minderheiten im Ausland sollen Hilfe bekommen. In der EU soll Deutsch so wichtig sein wie Englisch und Französisch.

Nach dem Programm soll die auswärtige Kulturpolitik Verbindungen zu anderen Völkern schaffen, Kenntnisse über deutsche Kultur und Geschichte verbreiten und über internationale Kontakte auch Wirtschaft und Tourismus fördern. Die AfD bekennt sich zu einer Fürsorgepflicht für deutsche Minderheiten im Ausland und will ihnen helfen, Sprache und Kultur zu erhalten. Sie verlangt außerdem, dass die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen befolgt wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Deshalb muss ein Schwerpunkt unserer auswärtigen Kulturpolitik in der Unterstützung dieser Minderheiten bei der Bewahrung ihrer kulturellen und sprachlichen Identität liegen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die auswärtige Kulturarbeit soll stärker als heute auf deutsches Kulturerbe, Sprache und Traditionen ausgerichtet werden, was auf Bewahrung gewachsener Kultur zielt.

Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus verankern

Die AfD stellt eine deutsche Leitkultur gegen das Konzept des Multikulturalismus. Diese Leitkultur ist aus ihrer Sicht Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt und einen funktionierenden Staat. Brauchtum, Mundarten und historische Stadtbilder sollen gepflegt und erhalten werden.

Die AfD will eine deutsche Leitkultur. Das heißt: Die deutsche Kultur soll der Maßstab für alle sein. Die AfD sagt: Das hält die Gesellschaft zusammen. Bräuche und Dialekte sollen gepflegt werden. Alte Innenstädte sollen schön bleiben.

Nach dem Programm prägen Sprache, Werte, Geschichte und Kultur die deutsche Identität, wobei Christentum, Antike, Aufklärung und Volkstraditionen als Wurzeln genannt werden. Ein bloßer Verfassungspatriotismus reicht der AfD nicht als Grundlage. Sie fordert eine geistige und kulturelle Erneuerung in allen Bereichen. Brauchtum und Mundarten sollen gepflegt werden, auch mit Hilfe örtlicher Kulturvereine. Historische Innenstädte sollen bewahrt und notfalls durch Rekonstruktion wiederhergestellt werden. Deutschstämmige Aussiedler aus Osteuropa und der früheren Sowjetunion heißt die Partei willkommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 171)
„Die gemeinschaftsstiftende Wirkung der deutschen Kultur ist Fundament unseres Grundgesetzes und kann nicht durch einen Verfassungspatriotismus ersetzt werden.“
Seite 171 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will eine deutsche Leitkultur, Brauchtum und überlieferte Identität stärker betonen und lehnt Multikulturalismus ab, was zum konservativen Pol passt.

Erinnerungskultur auf positive Geschichte ausweiten

Die AfD will, dass die staatliche Erinnerungskultur die deutsche Geschichte insgesamt würdigt und nicht nur deren dunkle Kapitel. Sie lehnt die Entfernung von Denkmälern, Straßenumbenennungen und eine „Dekolonisierung“ der Kultur ab. Für Opfer des Kommunismus fordert sie ein Mahnmal und höhere Leistungen.

Die AfD will anders an die Geschichte erinnern. Der Staat soll auch die guten Zeiten zeigen. Denkmäler sollen stehen bleiben. Straßen sollen ihre Namen behalten. Für die Opfer des Kommunismus soll es ein Mahnmal geben. Die SED-Opfer-Rente soll steigen.

Das Programm wendet sich gegen eine aus Sicht der AfD ideologische Umdeutung der Geschichte und dagegen, Preußen und das Kaiserreich als Wegbereiter des Nationalsozialismus darzustellen. Die Debatte über eine „Dekolonisierung“ und die „Critical Race Theory“ lehnt die Partei ab, ebenso eine pauschale Rückgabe von Sammlungsstücken aus kolonialem Zusammenhang. Der Bundestagsbeschluss für ein Mahnmal samt Informationszentrum zu den Opfern kommunistischer Herrschaft soll umgesetzt werden. Die SED-Opferrente soll deutlich steigen, und Gesundheitsschäden durch Verfolgung sollen leichter anerkannt werden. Auch an das Leid der Heimatvertriebenen soll erinnert werden. Gedenkstätten sollen von Bund und Ländern ausreichend Geld erhalten und politisch unabhängig bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 172)
„Die offizielle Erinnerungskultur darf sich nicht nur auf die Tiefpunkte unserer Geschichte konzentrieren, sie muss auch die Höhepunkte im Blick haben.“
Seite 172 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will die Erinnerungskultur stärker auf nationale Leistungen ausrichten und Denkmalstürze, Umbenennungen und Dekolonisierung abwehren, was überlieferte Geschichtsbilder bewahrt.

Deutsch ins Grundgesetz, Gendersprache in Behörden verbieten

Die AfD will Deutsch als Staats- und Amtssprache in die Verfassung schreiben. Gendergerechte Sprache soll in staatlichen Stellen und öffentlichen Einrichtungen untersagt werden. Die Partei begründet das mit der Bedeutung der Sprache für die Einheit und mit einer aus ihrer Sicht ideologiefreien Verständigung.

Die AfD will Deutsch ins Grundgesetz schreiben. Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Deutsch soll dort als Sprache des Staates stehen. Ämter und öffentliche Stellen sollen nicht mehr gendern dürfen. Gendern heißt: Man nennt alle Geschlechter in einem Wort.

Schutz und Pflege der deutschen Sprache nennt das Programm ein besonderes Anliegen. Die Verankerung in der Verfassung soll die Rolle der Sprache für die Einheit der Deutschen ausdrücken. Anerkannte Minderheitensprachen sollen ihre gleichberechtigte Stellung behalten. Gendergerechte Sprache bezeichnet die AfD als ideologisch und will ihren Gebrauch in öffentlichen Einrichtungen sowie bei staatlichen Stellen verbieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 173)
„Wir fordern, dass die deutsche Sprache im Grundgesetz als Staats- und Amtssprache festgeschrieben und damit ihrer Bedeutung für die Einheit der Deutschen Ausdruck verliehen wird.“
Seite 173 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Eine neue Verfassungsbestimmung zur deutschen Sprache und ein heute nicht bestehendes bundesweites Verbot gendergerechter Sprache in öffentlichen Stellen ändern den Stand grundlegend in konservativer Richtung.

Kultur- und Filmförderung ohne politische Vorgaben

Die AfD will inhaltliche politische Vorgaben in der staatlichen Kultur- und Filmförderung streichen und die Kulturpolitik des Bundes begrenzen. Geförderte Organisationen sollen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen. Freiberufliche Künstler, Musiker und Pädagogen sollen bis zu einer Einkommensgrenze keine Umsatzsteuer zahlen.

Die AfD will die Förderung von Kultur ändern. Der Staat soll Künstlern keine politischen Themen vorgeben. Das gilt auch für Filme. Wer Geld vom Staat bekommt, soll sich zur Demokratie bekennen. Künstler mit wenig Einkommen sollen keine Umsatz-Steuer zahlen.

Bei der Filmförderung lehnt die AfD Vorgaben ab, die Themen wie Gender, Klimaschutz oder Vielfalt in Filmen verankern sollen; Produzenten sollen sich nach Markt und Publikum richten können. Die Partei bekennt sich zur Kulturhoheit der Länder und will die Aktivitäten des Bundes in der Kulturpolitik einschränken. Staatlich geförderte Projekte, Vereine und Stiftungen müssen ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung ablegen. Künstlerische und pädagogische Arbeit im Kulturbereich soll bis zu einer Einkommensgrenze von der Umsatzsteuer befreit sein, weil die Steuerpflicht laut Programm Betroffene in illegale Beschäftigung drängt. Eine Sozialversicherung, etwa über die Künstlersozialkasse, soll stets möglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 173)
„In der Kulturförderung muss die künstlerische Freiheit gewahrt bleiben. Politische Vorgaben der staatlichen Kulturförderung sind abzulehnen.“
Seite 173 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Befreiung von der Umsatzsteuer für Kulturschaffende und weniger staatliche Richtlinien für Filmproduzenten senken Abgaben und Regulierung innerhalb des bestehenden Systems.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will Förderkriterien zu Gender und Vielfalt aus der Filmförderung entfernen, was Gleichstellungs- und Vielfaltsziele gegenüber heute zurücknimmt.

Rundfunkbeitrag abschaffen, „Grundfunk“ einführen

Die AfD will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend umbauen und verkleinern. Er soll nur noch eine Grundversorgung mit Information, Kultur und Regionalem leisten, und zwar ohne Gebühren. Die Partei hält den Rundfunk in seiner heutigen Form für zu teuer und für politisch einseitig.

Die AfD will den öffentlichen Rundfunk stark verändern. Das sind Sender wie ARD und ZDF. Sie sollen viel kleiner werden. Sie sollen nur noch Nachrichten, Kultur und Regionales senden. Die Menschen sollen dafür keinen Beitrag mehr zahlen.

Das Programm nennt das Modell „Grundfunk“ und stellt es dem bisherigen Rundfunkbeitrag gegenüber, den es als Zwangsabgabe bezeichnet. Es verweist auf rund 9 Milliarden Euro Gebühreneinnahmen plus Werbung und nennt den deutschen Rundfunk den teuersten weltweit. Aus Sicht der AfD ist der Rundfunk eng mit den etablierten Parteien verflochten und betreibt Meinungsmache. Er soll deshalb reformiert, verschlankt und nach den Worten des Programms entideologisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 175)
„Die AfD setzt sich vehement für eine nachhaltige Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein, dessen Aufgabe allein eine gebührenfreie Grundversorgung mit Informations-, Kultur- und Regionalprogrammen sein soll.“
Seite 175 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Rundfunkbeitrag soll entfallen und das öffentlich-rechtliche Angebot auf eine Grundversorgung schrumpfen, was eine Pflichtabgabe abschafft und eine öffentliche Leistung grundlegend verkleinert.

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