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parteiprogramm

AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Zeit für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 177 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 5 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausbreitung des Islam durch Verbote begrenzen

Die AfD will einer weiteren Ausbreitung des Islam entgegentreten. Dazu gehören ein Verbot der Auslandsfinanzierung von Moscheen, ein Verbot von Minaretten und Muezzinruf, Auflagen für Imame und die Abschaffung islamtheologischer Lehrstühle.

Die AfD will, dass sich der Islam in Deutschland nicht weiter ausbreitet. Andere Staaten sollen keine Moscheen in Deutschland bezahlen dürfen. Minarette und der Ruf des Muezzins sollen verboten sein. Ein Minarett ist der Turm einer Moschee. Imame sollen gut Deutsch können.

Islamische Organisationen sollen nicht den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten; islamistische Vereine und Moscheegemeinden sollen verboten werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Imame sollen sich zur Verfassung bekennen, in Deutschland ausgebildet sein und Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 nachweisen. Die Stellen der islamischen Theologie an Universitäten sollen an die bekenntnisneutrale Islamwissenschaft gehen. Die Al-Quds-Tage in Berlin will die AfD dauerhaft untersagen, Islamkritik sieht sie von der Meinungsfreiheit gedeckt. Ehen, die auf Polygamie, Zwang oder Minderjährigkeit beruhen, sollen annulliert werden, Eheverträge nur nach deutschem Recht möglich sein und Jobcenter Zugriff auf die Register der Standesämter bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 124)
„Die Finanzierung des Baus und Betriebs von Moscheen sowie Organisationen in Deutschland durch ausländische Staaten wollen wir gesetzlich verbieten.“
Seite 124 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Mehrere neue Verbote und die Abschaffung islamtheologischer Lehrstühle würden die heutige Stellung einer Religion grundlegend einschränken, um die gewachsene Kultur zu bewahren.

Burka, Niqab und Kopftuch verbieten

Die AfD will Burka und Niqab in der Öffentlichkeit verbieten und verweist auf Länder wie Frankreich und Österreich. In öffentlichen Einrichtungen, vor allem in Schulen, soll zudem das Kopftuch untersagt werden.

Die AfD will Burka und Niqab in der Öffentlichkeit verbieten. Das sind Kleidungs-Stücke, die das Gesicht verdecken. In Schulen und Ämtern soll auch das Kopftuch verboten sein. Andere Länder in Europa haben solche Regeln schon.

Als Vorbilder für das Verbot der Vollverschleierung nennt das Programm Frankreich, Österreich, Dänemark, die Niederlande und die Schweiz. Das Vermummungsverbot soll in diesem Zusammenhang durchgesetzt werden. Das Kopftuchverbot soll für öffentliche Einrichtungen gelten und sich an anderen europäischen Ländern orientieren. Die AfD erklärt, sich gegen die Unterdrückung muslimischer Frauen zu stellen und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fordern.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„Wir fordern ein Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen und insbesondere in Schulen nach dem Vorbild anderer europäischer Länder.“
Seite 126 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein allgemeines Verschleierungsverbot und ein Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen gibt es heute nicht; sie würden religiöse Kleidung zugunsten überlieferter Kulturvorstellungen grundlegend einschränken.

Geschlechterquoten und Antidiskriminierungsgesetze aufheben

Die AfD will Gesetze aufheben, die Geschlechterquoten vorschreiben, und lehnt Antidiskriminierungsgesetze im Zivilrecht ab. Sie begründet das mit der Gleichheit vor dem Gesetz und mit der Freiheit, selbst über Vertragspartner zu entscheiden.

Die AfD will Gesetze mit Quoten für Frauen und Männer abschaffen. Sie ist auch gegen Gesetze gegen Diskriminierung zwischen Privat-Leuten. Jeder soll selbst entscheiden, mit wem er einen Vertrag schließt. Die AfD sagt: Nur der Staat muss alle gleich behandeln.

Nach Auffassung der AfD schützt Artikel 3 des Grundgesetzes ein individuelles Recht und erlaubt es nicht, Einzelne wegen ihres Geschlechts zu bevorzugen oder zu benachteiligen, um Gruppen gleichzustellen. Gesetzliche Quoten hält sie deshalb für verfassungswidrig und will im Bundestag auf ihre Aufhebung hinwirken. Im Zivilrecht soll gelten, dass allein der Staat zur Gleichbehandlung verpflichtet ist, Bürger ihre privaten Rechtsbeziehungen aber frei gestalten. Die Partei sieht die Vertragsfreiheit durch Gesetzgebung unter dem Einfluss der EU schrittweise ausgehöhlt.

Originalzitat anzeigen (Seite 134)
„Gesetze, die solches vorschreiben, sind verfassungswidrig und abzulehnen. Die AfD wird sich im Deutschen Bundestag für ihre Aufhebung einsetzen.“
Seite 134 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Wegfall von Quoten- und Antidiskriminierungspflichten verringert Vorgaben für Unternehmen und private Vertragspartner.

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Bestehende Quotengesetze sollen aufgehoben und der gesetzliche Diskriminierungsschutz im Privatrecht zurückgenommen werden, also eine Rücknahme geltender Gleichstellungsregeln.

Selbstbestimmungsgesetz zurücknehmen, Pubertätsblocker verbieten

Die AfD will das Selbstbestimmungsgesetz vollständig aufheben und geht von zwei biologischen Geschlechtern aus. Geschlechtsangleichende Behandlungen sollen erst ab 18 Jahren möglich sein, Pubertätsblocker zu diesem Zweck verboten werden.

Die AfD will das Selbstbestimmungs-Gesetz abschaffen. Mit diesem Gesetz kann man seinen Geschlechts-Eintrag leicht ändern. Die AfD sagt: Es gibt nur zwei Geschlechter. Behandlungen zur Änderung des Geschlechts soll es erst ab 18 geben. Pubertäts-Blocker dafür will sie verbieten.

Vor einer Behandlung zur Geschlechtsangleichung sollen psychologische Beratungsgespräche stattfinden, die Behandlung selbst soll unter strenger ärztlicher Aufsicht stehen. Die AfD sieht in Pubertätsblockern und Hormonen für Minderjährige eine Gefahr für das Kindeswohl und nennt gesundheitliche Risiken. Staatliche Förderung für das, was die Partei als Genderideologie und Frühsexualisierung bezeichnet, soll enden. Wer eine Person nach ihrem biologischen Geschlecht benennt, soll dafür nicht mit einem Bußgeld belegt werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 152)
„Das Selbstbestimmungsgesetz, welches am 01. November 2024 das Transsexuellengesetz von 1980 abgelöst hat, ist vollumfänglich zurückzunehmen.“
Seite 152 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein geltendes Gesetz zur geschlechtlichen Selbstbestimmung soll vollständig aufgehoben und Behandlungen für Minderjährige sollen verboten werden.

Genderforschung und Gleichstellungsbeauftragte an Hochschulen abschaffen

Die AfD will der Genderforschung, die sie für unwissenschaftlich hält, die Finanzierung entziehen und Gleichstellungsbeauftragte abschaffen. Über Stellen soll nur die fachliche Eignung entscheiden. Die Partei sieht an den Universitäten einen wachsenden Einfluss „woker“ Ideologie, den sie beenden will.

Die AfD will kein Geld mehr für Gender-Forschung geben. Das ist Forschung über Geschlechter-Rollen. Die Partei hält sie für unwissenschaftlich. Gleichstellungs-Beauftragte soll es nicht mehr geben. Bei Stellen soll nur das fachliche Können zählen.

Das Programm spricht von Repression gegen missliebige Dozenten, die aufhören solle. Vorgaben der Politik, etwa für Quoten, den Studienerfolg oder die Zahl der Studenten, will die AfD streichen. Nach ihrer Auffassung zwingen solche Vorgaben zu einer Angleichung nach unten. Gleichstellungsbeauftragte sind Stellen, die an Hochschulen auf die Gleichstellung der Geschlechter achten. Bei Stellenbesetzungen soll ausschließlich die Qualifikation maßgeblich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 164)
„Die Finanzierung der unwissenschaftlichen Genderforschung ist einzustellen.“
Seite 164 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die Abschaffung der Gleichstellungsbeauftragten und das Ende der Förderung von Genderforschung nehmen bestehende Gleichstellungsstrukturen zurück.

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