Ausbreitung des Islam durch Verbote begrenzen
Die AfD will einer weiteren Ausbreitung des Islam entgegentreten. Dazu gehören ein Verbot der Auslandsfinanzierung von Moscheen, ein Verbot von Minaretten und Muezzinruf, Auflagen für Imame und die Abschaffung islamtheologischer Lehrstühle.
Die AfD will, dass sich der Islam in Deutschland nicht weiter ausbreitet. Andere Staaten sollen keine Moscheen in Deutschland bezahlen dürfen. Minarette und der Ruf des Muezzins sollen verboten sein. Ein Minarett ist der Turm einer Moschee. Imame sollen gut Deutsch können.
Islamische Organisationen sollen nicht den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten; islamistische Vereine und Moscheegemeinden sollen verboten werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Imame sollen sich zur Verfassung bekennen, in Deutschland ausgebildet sein und Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 nachweisen. Die Stellen der islamischen Theologie an Universitäten sollen an die bekenntnisneutrale Islamwissenschaft gehen. Die Al-Quds-Tage in Berlin will die AfD dauerhaft untersagen, Islamkritik sieht sie von der Meinungsfreiheit gedeckt. Ehen, die auf Polygamie, Zwang oder Minderjährigkeit beruhen, sollen annulliert werden, Eheverträge nur nach deutschem Recht möglich sein und Jobcenter Zugriff auf die Register der Standesämter bekommen.
Originalzitat anzeigen (Seite 124)
„Die Finanzierung des Baus und Betriebs von Moscheen sowie Organisationen in Deutschland durch ausländische Staaten wollen wir gesetzlich verbieten.“Einordnung
- Gesellschaftdeutlich konservativ
Mehrere neue Verbote und die Abschaffung islamtheologischer Lehrstühle würden die heutige Stellung einer Religion grundlegend einschränken, um die gewachsene Kultur zu bewahren.