Zum Inhalt springen
parteiprogramm

SPD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Zukunft für Bayern. Soziale Politik für Dich.“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bäuerliche Betriebe erhalten, Bodenspekulation eindämmen

Die SPD will eine Landwirtschaft bewahren, die von bäuerlichen Betrieben in Eigentümerhand geprägt ist, und dem Rückgang kleiner Höfe entgegenwirken. Sie will junge Landwirtinnen und Landwirte fördern und verhindern, dass sich Agrarflächen bei Großbetrieben und branchenfremden Konzernen sammeln.

Die SPD will kleine und mittlere Bauernhöfe erhalten. Junge Bäuerinnen und Bauern sollen Hilfe bekommen. Große Firmen sollen nicht immer mehr Ackerland aufkaufen. Die SPD sagt: Bauernland gehört in Bauernhand.

Leistungen, die die Gesellschaft von den Höfen verlangt, sollen angemessen bezahlt werden. Förderung für den Nachwuchs, eine attraktive Ausbildung und Hilfe bei Betriebsübergaben sollen das Durchschnittsalter der Betriebsleitungen senken und die mittelständische Struktur sichern. Ein langfristiges Konzept soll Planungssicherheit geben, damit sich Investitionen in Nachhaltigkeit lohnen. Gegen die Konzentration von Flächen und Spekulation mit Böden setzt die SPD auf geänderte Förderregeln, Steuerprogramme und die Durchsetzung geltender Gesetze. Für Milchbauern fordert sie auf EU-Ebene Instrumente, die den Milchpreis stabilisieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir stehen für den Erhalt einer bäuerlichen und eigentümer*innengeprägten Landwirtschaft.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mit Förderung, Steuerregeln und Preisstabilisierung stärker in den Agrar- und Bodenmarkt eingreifen.

Ökolandbau bis 2030 auf 30 Prozent ausbauen

Die SPD will, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent der bayerischen Agrarfläche ökologisch bewirtschaftet werden. Fördergeld soll weniger pauschal nach Fläche fließen und stärker Leistungen für Natur und Gemeinwohl belohnen.

Die SPD will mehr Bio-Landwirtschaft in Bayern. Bis 2030 sollen es mindestens 30 Prozent der Felder sein. Wer als Bauer mehr für die Natur tut, soll mehr Geld bekommen. Staatliche Kantinen sollen vor allem Bio-Essen aus der Region kaufen.

Neben höherer Förderung für die Betriebe sieht das Programm mehr Bildungsangebote, mehr Forschung und Beratung sowie eine landesweite Vermarktungsförderung für bayerische Bioprodukte vor. Der Freistaat soll für seine Kantinen bevorzugt regionale Bio-Ware einkaufen. Agrarumweltmaßnahmen sollen ausgebaut werden, um der Flächenförderung nach dem Gießkannenprinzip entgegenzuwirken. Die SPD will deutlich mehr Naturschutzflächen und tritt für eine Landwirtschaft ohne Pestizide ein. Böden sollen vor Schadstoffen geschützt und durch Humusaufbau und andere Anbaumethoden wie mehrjährige Energiepflanzen geschont werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir werden den Ökolandbau bis 2030 auf mindestens 30 Prozent der Landesagrarfläche ausbauen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ökolandbau soll mit mehr staatlicher Förderung, öffentlichem Einkauf und einem festen Flächenziel ausgebaut werden.

Artgerechte Tierhaltung und Kennzeichnungspflicht

Die SPD tritt für eine artgerechte Haltung von Nutztieren ein und will alternative Haltungsformen stärker fördern. Haltungsform und Herkunft sollen verpflichtend gekennzeichnet werden, damit die Betriebe von der Qualität ihrer Produkte profitieren.

Die SPD will, dass Tiere auf Bauernhöfen besser leben. Auf Produkten soll stehen, wie und wo das Tier gelebt hat. Tiere sollen nur kurze Wege transportiert werden. Tierversuche in der Forschung soll es möglichst nicht mehr geben.

Als Beispiel für alternative Haltung nennt das Programm das Strohschwein. Die gesetzlichen Vorgaben für alle Nutztiere sollen überprüft, kontrolliert und Verstöße geahndet werden. Transportwege sollen über das gesamte Leben des Tieres kurz bleiben, mit dem Ziel regionaler Wertschöpfung bei bayerischen Lebensmitteln. Tierversuche in der Forschung will die SPD weitestgehend unterbinden und Alternativen voranbringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„setzen wir uns für eine verpflichtende Kennzeichnung von Haltungsform und Herkunft ein“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Kennzeichnungspflicht und schärfere Kontrollen der Tierhaltung erweitern die Regulierung der Agrarbetriebe schrittweise.

Beschäftigte und Höfe vor Ausbeutung schützen

Die SPD will Mindeststandards für Beschäftigte in der Landwirtschaft schaffen und Betriebe bestrafen, die ihre Arbeitskräfte ausbeuten. Zugleich will sie die heimischen Höfe vor unfairen Praktiken des Handels und vor Dumpingpreisen schützen.

Die SPD will Menschen schützen, die auf Bauernhöfen arbeiten. Höfe, die ihre Arbeiter ausnutzen, sollen weniger Fördergeld bekommen. Auch die Bauern selbst sollen Schutz bekommen. Händler sollen keine Dumping-Preise verlangen dürfen. Das sind Preise, die unfair niedrig sind.

Die Mindeststandards sollen über die soziale Konditionalität durchgesetzt werden, also die Bindung von EU-Agrarzahlungen an die Einhaltung von Arbeits- und Sozialvorschriften. Bei Verstößen sollen Sanktionen greifen und EU-Fördergelder gekürzt werden. Die europäische Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken will die SPD wirksam umsetzen. Sie soll außerdem um ein Verbot von Dumpingpreisen erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir werden landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Beschäftigten ausbeuten, sanktionieren sowie bei Verstößen die EU-Fördergelder kürzen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Arbeitsstandards sollen strenger durchgesetzt und Dumpingpreise verboten werden, was die Regulierung des Marktes ausweitet.

  • Europaeher mehr EU

    Eine EU-Richtlinie soll um ein zusätzliches Verbot erweitert werden, was die europäischen Vorgaben leicht ausbaut.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Bayern im Vergleich