Schuldenbremse für mehr Investitionen reformieren
Die PdF will die Schuldenbremse lockern, damit Bund und Länder mehr Kredite für Investitionen aufnehmen können. Aus Sicht des Programms bremst die heutige Regel Ausgaben für Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz.
Die Schuldenbremse begrenzt, wie viel Geld der Staat leihen darf. Die PdF will diese Grenze anheben. Der Staat soll mehr Geld leihen dürfen. Damit soll er Straßen, Netze und Klimaschutz bezahlen.
Der Bund soll künftig Kredite bis zu 1 Prozent der Wirtschaftsleistung aufnehmen dürfen statt bisher 0,35 Prozent, die Länder bis zu 0,15 Prozent. Das Programm rechnet mit 30 bis 35 Milliarden Euro zusätzlichem Spielraum im Jahr. Die Konjunkturkomponente soll Abschwünge stärker berücksichtigen, angelehnt an einen Vorschlag der Bundesbank, und nach Krisen soll eine Übergangsphase gelten. Eine „Goldene Regel Plus“ soll kreditfinanzierte Nettoinvestitionen von der Obergrenze ausnehmen. Zusätzlich hält das Programm ein Sondervermögen für große Infrastrukturprojekte für möglich.
Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„sollte die Kreditaufnahme des Bundes von derzeit 0,35 % auf bis zu 1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöht werden“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Die Kreditgrenze des Bundes soll sich fast verdreifachen und Investitionen sollen ganz ausgenommen werden, was mehr staatliche Ausgaben auf Kredit ermöglicht.