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Volt zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Holen wir uns die Zukunft zurück“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich progressiv (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 3 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Staatshaushalt ausgewogen und transparent führen

Volt will einen Staatshaushalt, bei dem Einnahmen, Schulden und Ausgaben in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und der zugleich Investitionen ermöglicht. Der Haushalt soll transparent geführt und langfristig geplant werden, damit die Wirtschaft verlässlich planen kann.

Volt will einen ausgewogenen Haushalt für den Staat. Einnahmen, Schulden und Ausgaben sollen zueinander passen. Der Staat soll trotzdem Geld in Straßen, Netze und den Umbau der Wirtschaft stecken. Der Haushalt soll offen und für lange Zeit geplant sein.

Das Programm nennt solide Staatsfinanzen als Voraussetzung dafür, dass der Staat in Krisen handeln kann. Investitionen in die Infrastruktur und in den Umbau zu einer klimaneutralen, wettbewerbsfähigen Wirtschaft sollen getätigt werden. Außerdem will Volt prüfen, ob bewilligte Ausgaben anders ins nächste Jahr übertragen werden können. Das soll verhindern, dass Behörden am Jahresende Geld ohne Bedarf ausgeben, was als „Dezemberfieber“ bezeichnet wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Es braucht ein ausgewogenes Verhältnis von Einnahmen und Schulden zu den Ausgaben.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet Haushaltsdisziplin und das Vermeiden unnötiger Ausgaben mit staatlichen Investitionen und nimmt damit keine Seite ein.

Schuldenbremse für Investitionen reformieren

Volt will die Schuldenbremse reformieren, weil sie aus Sicht des Programms zu starr ist und Investitionen in die Zukunft behindert. Bestimmte Nettoinvestitionen sollen nicht mehr unter die Regel fallen, und die erlaubte Neuverschuldung soll steigen.

Volt will die Schulden-Bremse ändern. Die Schulden-Bremse begrenzt, wie viele neue Schulden der Staat machen darf. Für Investitionen in die Zukunft soll sie nicht mehr gelten. Der Staat soll auch insgesamt etwas mehr Schulden machen dürfen. Fachleute sollen die Ausgaben prüfen.

Unter dem Namen „Goldene Regel Plus“ sollen Nettoinvestitionen etwa in Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Die Grenze für das Defizit soll auf höchstens ein Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Das gilt nur, wenn der Schuldenstand unter 60 Prozent der Wirtschaftsleistung liegt, wie es die europäischen Stabilitätsregeln vorsehen. Ein unabhängiger Rat aus Fachleuten soll die geplanten Ausgaben bewerten und darauf achten, dass das Geld wirklich in Investitionen geht.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Die Defizitgrenze wird auf bis zu 1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angehoben, solange die Schuldenstandsquote im Einklang mit den europäischen Stabilitätskriterien unter 60 % bleibt.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die erlaubte Neuverschuldung soll von heute 0,35 auf bis zu 1 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen und Investitionen sollen ganz ausgenommen werden, was die Schuldenregel grundlegend zugunsten staatlicher Investitionen umbaut.

Steuervermeidung und Steuerhinterziehung stärker bekämpfen

Volt will Steuervermeidung und Steuerhinterziehung entschiedener verfolgen, um dem Staat Einnahmen für Aufgaben wie Bildung, Gesundheit und Infrastruktur zu sichern. Dazu sollen Schlupflöcher geschlossen, Behörden ausgebaut und Strafen verschärft werden.

Volt will stärker gegen Steuer-Betrug vorgehen. Lücken im Gesetz sollen verschwinden. Die Behörden für Steuer-Fahndung sollen wachsen. Für schwere Fälle soll es höhere Strafen geben. So soll der Staat mehr Geld einnehmen.

Gesetzliche Möglichkeiten, Steuern zu umgehen, sollen entfallen. Steuer- und Zollfahndung, spezialisierte Staatsanwaltschaften und Betriebsprüfungen sollen wachsen und stärker moderne Technik nutzen. Deutschland soll mehr Steuerdaten mit anderen Staaten austauschen und sich an Initiativen gegen Steueroasen und für ein einheitlicheres Steuerrecht beteiligen. In besonders schweren Fällen soll die Haftstrafe bis zu 15 Jahre betragen, und für schwere Delikte sind Mindeststrafen vorgesehen. Belege sollen 15 Jahre aufbewahrt werden, und die Gelder aus CumEx- und CumCum-Geschäften will Volt zurückholen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Steuerfahndung, Zollfahndung, Schwerpunktstaatsanwaltschaften und Betriebsprüfungen werden ausgebaut.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Kontrollen, geschlossene Schlupflöcher und höhere Staatseinnahmen stärken den Steuervollzug innerhalb des bestehenden Systems und zielen auf eine gleichmäßigere Verteilung der Steuerlast.

Unternehmenssteuern senken und Investitionen anreizen

Volt will die Steuerlast der Unternehmen auf den Durchschnitt der OECD-Staaten senken und private Investitionen mit einer Prämie fördern. Das Programm hält die Belastung im internationalen Vergleich für hoch, will aber, dass Firmen einen fairen Beitrag zum Gemeinwesen leisten.

Volt will, dass Firmen weniger Steuern zahlen. Die Steuern sollen so hoch sein wie im Schnitt anderer Industrie-Länder. Wer investiert, soll zwei Jahre lang 10 Prozent als Prämie bekommen. In der EU soll es eine Mindest-Steuer für Firmen geben.

Eine EU-weite Mindestkörperschaftsteuer mit gemeinsamer Bemessungsgrundlage soll Steuervermeidung innerhalb der Union verringern. Für zwei Jahre ist eine Investitionsprämie von 10 % der Investitionssumme vorgesehen, die Innovation und klimagerechtem Umbau dienen soll. Hinzu kommen Subventionen für erneuerbare Energien und klimafreundliche Projekte sowie steuerliche Abschreibungen. Der Staat soll stärker als Geber von Risikokapital auftreten und öffentliches mit privatem Kapital verbinden. Das Vergaberecht soll flexiblere Kriterien bekommen, strukturschwache Regionen sollen mit lokalen Konzepten gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Die effektive Steuerbelastung der Unternehmen wird an den Durchschnitt der OECD-Länder angepasst“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Unternehmenssteuern sollen sinken, zugleich wachsen Subventionen und staatliches Risikokapital; unter dem Strich verschiebt die Steuersenkung den Stand Richtung Markt.

  • Europaeher mehr EU

    Eine Mindestkörperschaftsteuer mit gemeinsamer Bemessungsgrundlage gibt der EU mehr gemeinsame Steuerpolitik.

Klimaschädliche Subventionen stufenweise abschaffen

Volt will Subventionen, die dem Klima schaden, in mehreren Schritten bis 2028 abbauen, darunter die Steuerfreiheit für Kerosin und Vorteile bei Dienstwagen, Pendlerpauschale und Diesel. Die Partei erwartet weniger Emissionen, einen stabileren Haushalt und zusätzliches Geld für Klimaschutz und sozialen Ausgleich.

Der Staat fördert manches, das dem Klima schadet. Volt will diese Förderungen Schritt für Schritt beenden. Flug-Benzin soll besteuert werden. Diesel und Dienstwagen mit Verbrenner sollen teurer werden. Das gesparte Geld soll in Klimaschutz und sozialen Ausgleich fließen.

Bis Ende 2025 soll Kerosin national besteuert werden, ergänzt um eine EU-weite Mindeststeuer; für fossile Dienstwagen soll der Steuersatz auf zwei Prozent vom Bruttolistenpreis steigen. Bis Ende 2026 will Volt die Entfernungspauschale an den tatsächlichen Kosten nachhaltiger Verkehrsmittel ausrichten, Strecken von mehr als 50 Kilometern ganz ausnehmen und die Dieselsteuer in Schritten auf das Niveau der Benzinsteuer bringen. Bis 2028 sollen alle Subventionen entfallen, die fossile Energie in der Industrie direkt begünstigen, während neue Programme emissionsfreie Technik fördern. Das Umweltbundesamt soll Subventionen jedes Jahr auf Klimaschäden prüfen. Die frei werdenden Gelder sollen komplett in erneuerbare Energien, klimafreundlichen Verkehr und sozialen Ausgleich gehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Die Steuerbefreiung für Kerosin wird abgeschafft, eine nationale Kerosinsteuer eingeführt und durch eine europaweite Mindestbesteuerung ergänzt.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Steuervergünstigungen fallen weg und neue Abgaben kommen hinzu; die Einnahmen sollen in öffentliche Investitionen und sozialen Ausgleich fließen.

  • Europaeher mehr EU

    Eine europaweite Mindestbesteuerung von Kerosin würde eine weitere gemeinsame Steuerregel auf EU-Ebene schaffen.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Mehrere bestehende Vergünstigungen für fossile Energie und Mobilität sollen ganz entfallen, auch wenn Fliegen, Pendeln und Dieselfahren dadurch teurer werden.

Dienstwagenprivileg abschaffen

Volt will die steuerliche Begünstigung von Dienstwagen streichen. Nach Ansicht der Partei fördert sie den Kauf klimaschädlicher Autos und kommt vor allem Wohlhabenden zugute.

Wer einen Dienstwagen auch privat fährt, zahlt dafür heute wenig Steuern. Volt will diesen Vorteil abschaffen. Volt sagt: Der Vorteil hilft vor allem reichen Menschen. Und er führt zu mehr Autos, die dem Klima schaden.

Die Steuerbegünstigung für Dienstwagen soll vollständig entfallen. Das Programm begründet dies damit, dass die Regelung zum Kauf klimaschädlicher Fahrzeuge anreize. Außerdem profitierten davon aus Sicht von Volt in erster Linie wohlhabende Teile der Bevölkerung.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Das bestehende Dienstwagenprivileg schafft Anreize für den Kauf von klimaschädlichen Fahrzeugen und begünstigt zudem vor allem wohlhabende Bevölkerungsteile und wird daher abgeschafft.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine bestehende Steuervergünstigung würde ganz gestrichen, was die Abgaben vor allem für Besserverdienende erhöht.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein steuerlicher Anreiz für aus Sicht des Programms klimaschädliche Fahrzeuge fiele weg, auch wenn das Kosten für Nutzer bedeutet.

Privaten Vermögensaufbau steuerlich erleichtern

Volt will den privaten Vermögensaufbau als vierte Säule der Altersvorsorge stärken. Dazu soll der Sparerpauschbetrag für Erwachsene deutlich steigen und in spätere Jahre übertragbar sein, außerdem soll Finanzwissen gefördert werden. Das Programm verspricht sich davon sozialen Aufstieg und Schutz vor Altersarmut, vor allem für Jüngere.

Volt will, dass Menschen leichter selbst Geld ansparen können. Auf Gewinne aus Geld-Anlagen soll man weniger Steuern zahlen. Dafür steigt ein Frei-Betrag. Das ist ein Betrag, auf den man keine Steuer zahlt. Außerdem sollen alle mehr über Geld lernen.

Der Freibetrag für Kapitalerträge soll ab dem 18. Geburtstag spürbar höher ausfallen; nicht genutzte Beträge lassen sich in kommende Jahre mitnehmen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen gezielt Finanzbildung erhalten. Auch der Wegfall des Solidaritätszuschlags wird hier als Beitrag zu mehr Spielraum beim Sparen genannt. Laut Programm profitieren besonders junge Menschen mit langem Anlagehorizont.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Der steuerliche Freibetrag auf Kapitaleinkünfte wird ab Vollendung des 18. Lebensjahres deutlich angehoben und kann auf zukünftige Jahre übertragen werden.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein höherer, übertragbarer Freibetrag auf Kapitalerträge senkt die Steuerlast und setzt auf private Vorsorge.

Einkommensteuer aufkommensneutral reformieren

Volt will die Einkommensteuer so umbauen, dass kleine und mittlere Einkommen weniger und sehr hohe Einkommen mehr zahlen, ohne dass sich das Gesamtaufkommen ändert. Dazu gehören ein höherer Grundfreibetrag, das Ende des Solidaritätszuschlags und des Ehegattensplittings sowie ein höherer Spitzensteuersatz. Das Programm begründet dies mit einer Stärkung der Mittelschicht und der Familien.

Volt will die Einkommen-Steuer ändern. Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen sollen weniger zahlen. Menschen mit sehr hohem Einkommen sollen etwas mehr zahlen. Der Steuer-Vorteil für Ehepaare fällt weg. Dafür gibt es mehr Kindergeld.

Der Grundfreibetrag soll moderat steigen. Der Solidaritätszuschlag fällt komplett weg. Das Ehegattensplitting, also die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren mit Vorteil bei ungleichen Einkommen, wird gestrichen; an seine Stelle tritt ein höheres Kindergeld. Spitzen- und Reichensteuersatz sollen für sehr hohe Einkommen moderat angehoben werden. Insgesamt soll die Reform dem Staat weder Mehr- noch Mindereinnahmen bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„Das Ehegattensplitting wird abgeschafft. Stattdessen wird das Kindergeld erhöht, um Familien gezielt zu fördern.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die Reform verbindet Entlastungen wie das Ende des Solidaritätszuschlags mit einem höheren Spitzensteuersatz und soll das Aufkommen nicht verändern.

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Mit dem Ehegattensplitting entfällt die steuerliche Begünstigung der Ehe; gefördert werden stattdessen Kinder unabhängig von der Lebensform.

Erbschaft- und Schenkungsteuer progressiv umbauen

Volt will Erbschaften und Schenkungen über das ganze Leben zusammenrechnen und progressiv besteuern. Die bisherigen Verschonungsregeln für Betriebsvermögen sollen entfallen, Freibeträge für Angehörige dagegen steigen. Das Programm will damit die Konzentration von Vermögen verringern und mehr Steuern einnehmen.

Volt will die Steuer auf Erbschaften und Schenkungen ändern. Alles, was ein Mensch im Leben erbt oder geschenkt bekommt, wird zusammengezählt. Wer sehr viel bekommt, zahlt mehr Steuern. Familien-Mitglieder dürfen mehr steuerfrei erhalten. Für Betriebe gibt es eigene Regeln.

Heute zählen Übertragungen nur innerhalb von zehn Jahren zusammen; diese Frist soll wegfallen, um Steuerumgehung zu verhindern. Lebensfreibeträge für Familienangehörige und für Familienheime sollen steigen. Oberhalb der Freibeträge gelten gleiche Steuersätze, egal wie nah die Verwandtschaft ist. Anstelle der heutigen Verschonung erhalten Betriebe eigene Freibeträge und niedrigere Sätze, wenn sie langfristig fortgeführt werden. Erbende sollen die Steuer bis zu zehn Jahre stunden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Die Zehnjahresfrist wird abgeschafft, sodass Erbschaften und Schenkungen über die Zeit hinweg aufsummiert und progressiv besteuert werden.“
Seite 100 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Wegfall der Zehnjahresfrist und der Verschonungsregeln baut die Erbschaftsteuer grundlegend um und belastet große Vermögensübertragungen stärker.

Vermögen progressiv besteuern

Volt will Vermögen oberhalb hoher Freibeträge mit steigenden Sätzen besteuern. Das Programm sieht darin einen Ausgleich zwischen sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Stabilität.

Volt will eine Steuer auf sehr große Vermögen. Wer mehr besitzt, zahlt einen höheren Anteil. Ein hoher Betrag bleibt für jede Person steuerfrei.

Der Freibetrag soll pro Person bei einem mehrstelligen Millionenbetrag liegen. Die Steuersätze steigen mit der Höhe des Vermögens. Für die Erhebung sollen vorhandene Datenbestände genutzt werden. Auf längere Sicht plant Volt ein europaweites Vermögensregister.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„Ein Steuermodell, das Vermögen oberhalb hoher Freibeträge progressiv besteuert, gewährleistet eine faire Balance zwischen sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Stabilität.“
Seite 101 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Vermögensteuer wird heute nicht erhoben; ihre Einführung bedeutet deutlich mehr Umverteilung.

  • Europaeher mehr EU

    Ein europaweites Vermögensregister würde eine neue gemeinsame Einrichtung auf EU-Ebene schaffen.

Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abschaffen

Volt will Grundnahrungsmittel von der Mehrwertsteuer befreien und für nachhaltige sowie wichtige Produkte den ermäßigten Satz anwenden. Nach Ansicht der Partei belastet die Steuer Haushalte mit wenig Einkommen besonders stark.

Volt will die Mehrwertsteuer ändern. Auf Brot, Obst und Gemüse soll es keine Steuer mehr geben. Für manche andere Produkte soll die Steuer sinken. Das soll Menschen mit wenig Geld helfen.

Für Brot, Obst, Gemüse und andere Grundnahrungsmittel soll ein Steuersatz von null gelten. Auf 7 Prozent sinken soll der Satz für nachhaltig erzeugte Lebensmittel, pflanzliche Alternativen, Babynahrung, Arzneimittel und Verhütungsmittel ohne Rezept. Strenge Kriterien nach internationalen Standards sollen festlegen, welche Produkte begünstigt werden. Die Einnahmeausfälle will Volt durch eine progressive Erbschaftsteuer vollständig ausgleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„Grundnahrungsmittel wie Brot, Obst und Gemüse werden von der Mehrwertsteuer befreit, um die Grundversorgung für alle erschwinglicher zu machen.“
Seite 101 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Entlastung beim Konsum wird durch eine stärker progressive Erbschaftsteuer finanziert, was Lasten zu großen Erbschaften hin verschiebt.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Nachhaltig erzeugte und pflanzliche Produkte würden steuerlich gegenüber heute begünstigt, um nachhaltigen Konsum zu fördern.

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