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parteiprogramm

FDP zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Einkommensteuer senken, Solidaritätszuschlag abschaffen

Die FDP will die Einkommensteuer umbauen, damit sich zusätzliche Arbeit stärker lohnt. Der Tarif soll gleichmäßig ansteigen, der Spitzensteuersatz erst bei deutlich höheren Einkommen greifen und der Solidaritätszuschlag ganz entfallen.

Die FDP will, dass Menschen weniger Steuern auf ihren Lohn zahlen. Der höchste Steuer-Satz soll erst ab 96.600 Euro im Jahr gelten. Der Solidaritäts-Zuschlag soll wegfallen. Arbeit soll sich mehr lohnen.

Der Grundfreibetrag soll in mehreren Schritten um wenigstens 1.000 Euro steigen, verknüpft mit der Reform des Bürgergelds. Der Spitzensteuersatz soll sich an der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung orientieren und damit ab 96.600 statt ab gut 68.000 Euro gelten. Überstundenzuschläge bei Vollzeit sollen lohnsteuerfrei sein. Freibeträge und Eckwerte sollen automatisch der Preisentwicklung folgen (Tarif auf Rädern), ebenso die Freibeträge der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Eine Vermögensteuer oder Vermögensabgabe lehnt die FDP ab; Betreuungskosten und Unterhalt sollen besser absetzbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Dazu wollen wir stufenweise einen linear-progressiven Chancentarif in der Einkommensteuer einführen, der den Mittelstandsbauch vollständig beseitigt.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Solidaritätszuschlag soll ganz entfallen und die Schwelle des Spitzensteuersatzes um mehr als ein Viertel steigen, was die Steuerlast grundlegend senkt.

Unternehmenssteuern unter 25 Prozent senken

Die FDP will die Steuerlast der Unternehmen auf unter 25 Prozent drücken und die Gewerbesteuer durch ein anderes Modell ersetzen. Kleine und mittlere Betriebe sowie die Gastronomie sollen zusätzlich entlastet werden. Das Programm begründet das mit dem internationalen Wettbewerb.

Firmen sollen weniger Steuern zahlen. Die Steuer-Last soll unter 25 Prozent sinken. Die Gewerbe-Steuer soll durch eine andere Lösung ersetzt werden. Für Essen im Restaurant sollen nur 7 Prozent Umsatz-Steuer gelten.

Die Körperschaftsteuer soll sinken, der Solidaritätszuschlag entfallen. Hinzurechnungen sollen wegfallen, fiktive Eigenkapitalzinsen absetzbar werden, der Verlustvortrag unbeschränkt und der Verlustrücktrag ausgeweitet werden. Für kleinere Betriebe sind mehr Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer, eine einfachere Gewinnermittlung, eine wählbare Betriebsausgabenpauschale und höhere Grenzen für Sofort- und Sammelabschreibungen vorgesehen. Auf Speisen soll einheitlich der Satz von 7 Prozent gelten, ob im Lokal oder zum Mitnehmen. Die Freibeträge der Erbschaft- und Schenkungsteuer sollen mit der Inflation steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir fordern die Absenkung der Unternehmenssteuerbelastung auf unter 25 Prozent. Dazu schaffen wir den Solidaritätszuschlag vollständig ab und senken die Körperschaftsteuer.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Gewerbesteuer soll ersetzt, der Solidaritätszuschlag abgeschafft und die Umsatzsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent gesenkt werden, was das heutige System grundlegend verändert.

Steuerverwaltung digitalisieren, Finanzkriminalität bekämpfen

Die FDP will die Finanzverwaltung digitaler machen und die Steuererklärung für viele Menschen weitgehend automatisieren. Zugleich will sie stärker gegen Steuerbetrug, Finanzkriminalität und Schwarzarbeit vorgehen.

Die Steuer-Erklärung soll einfacher werden. Das Finanzamt soll sie für viele Menschen schon ausfüllen. Bürger sollen ihre Daten nur einmal angeben müssen. Die FDP will auch mehr gegen Steuer-Betrug tun.

Nach dem Once-Only-Prinzip sollen Bürger und Firmen Angaben dem Staat nur ein einziges Mal liefern. Eine Rentenabzugsteuer soll die automatische Veranlagung erleichtern. Eine Arbeitstagepauschale soll die Regeln zu Arbeitszimmer, Homeoffice und Entfernungspauschale ablösen. Gegen Finanzkriminalität sollen neue Strukturen entstehen und der Zoll, vor allem die Zollämter vor Ort, gestärkt werden. Importe über große Online-Plattformen sollen angemessen verzollt und versteuert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir wollen unser Konzept einer „Easy Tax“, eine vorausgefüllte Steuererklärung für viele Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, weiterverfolgen hin zu einer vollautomatisierten Einkommensteuerveranlagung.“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Aktiensparen und Wagniskapital steuerlich fördern

Die FDP will den privaten Vermögensaufbau mit Aktien steuerlich erleichtern und mehr privates Kapital in Start-ups lenken. Deutschland soll nach ihrem Ziel von einem Land der Sparer zu einem der Aktionäre werden.

Die FDP will, dass mehr Menschen Geld in Aktien anlegen. Gewinne aus Aktien sollen weniger besteuert werden. Schüler sollen mehr über Geld lernen. Junge Firmen sollen leichter Geld von Anlegern bekommen.

Der Sparer-Freibetrag soll einmalig deutlich steigen, mit der Zeit mitwachsen und sich in spätere Jahre übertragen lassen. Eine Spekulationsfrist für Wertpapiergewinne soll zurückkehren, die Beschränkung der Verlustverrechnung bei der Abgeltungsteuer entfallen. Eine Finanztransaktionssteuer lehnt die FDP ab; Erwerbsnebenkosten vermieteter Immobilien sollen sofort absetzbar sein. Für Pensionsfonds und Versicherungen sollen Anlagen in Wagniskapital und Aktien leichter möglich werden. Eine nationale Strategie für Finanzbildung soll etwa ein bundesweites Pflichtfach an Schulen bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Deshalb fordern wir die Einführung eines steuerfreien Aufstiegsvermögens, indem die Sparer nicht ausgeschöpfte Sparer-Freibeträge auf die nachfolgenden Jahre übertragen können“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Höhere Freibeträge, steuerfreie Kursgewinne nach einer Haltefrist und die Ablehnung einer Finanztransaktionssteuer senken die Abgaben auf Kapitalerträge.

Finanzmarktregeln auf Wettbewerb ausrichten, EDIS ablehnen

Die FDP will die Finanzmarktregulierung stärker an der Wettbewerbsfähigkeit ausrichten und steht einer gemeinsamen europäischen Einlagensicherung kritisch gegenüber. Sie sieht darin eine Gefahr für die Sicherungssysteme von Sparkassen und Volksbanken.

Die FDP will Regeln für Banken prüfen und vereinfachen. Eine gemeinsame europäische Absicherung für Spar-Guthaben sieht sie kritisch. Sie fürchtet Nachteile für Sparkassen und Volksbanken. Die Aufsicht soll auch den Finanz-Standort fördern.

Die BaFin soll zusätzlich den Finanzplatz fördern, um FinTech- und Krypto-Neuerungen zu unterstützen. Bestehende Regeln sollen auf Verhältnismäßigkeit geprüft werden und nicht über europäische Mindeststandards hinausgehen. Der europäische Abwicklungsfonds soll nationale Einlagensicherungen nicht stützen. Die Vorzugsbehandlung von Staatsanleihen in der Banken- und Versicherungsregulierung soll schrittweise enden. Die Banken- und Kapitalmarktunion will die FDP vertiefen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Als Freie Demokraten sehen wir die Einführung einer Europäischen Einlagensicherung (EDIS) kritisch.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Regulierung soll auf EU-Mindestmaß begrenzt und die Aufsicht um Standortförderung ergänzt werden, was den Markt gegenüber heute stärker gewichtet.

  • Europaausgewogen

    Die FDP lehnt eine gemeinsame Einlagensicherung ab, will aber zugleich die Banken- und Kapitalmarktunion vertiefen.

Kryptowährungen zulassen, Bargeld erhalten

Die FDP begrüßt Kryptowährungen und will Krypto-ETFs zulassen. Gleichzeitig will sie das Bargeld erhalten und einen digitalen Euro nur als freiwillige Ergänzung, die die Privatsphäre wahrt.

Die FDP findet digitales Geld wie Bitcoin gut. Zentral-Banken sollen Bitcoin als Reserve halten dürfen. Bargeld soll es weiter geben. Niemand soll den digitalen Euro nutzen müssen.

Die FDP zeigt sich offen dafür, dass EZB und Bundesbank Kryptowährungen als Reserve halten, und sieht darin einen möglichen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit des Währungssystems. Neben Bargeld befürwortet sie eine breite Akzeptanz von Kartenzahlung. Ein digitaler Euro soll online wie offline funktionieren, ohne Nutzungszwang bleiben und dem Finanzsystem keine neuen Risiken bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir sind offen dafür, dass die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank Kryptowährungen wie Bitcoin als Währungsreserven verwenden.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Erhalt des Bargelds und ein digitaler Euro ohne Nutzungszwang und mit Schutz der Privatsphäre stellen den Datenschutz der Bürger in den Vordergrund.

Schuldenbremse einhalten, keine EU-Schulden zulassen

Die FDP will die Schuldenbremse des Grundgesetzes in Bund und Ländern einhalten und begründet das mit der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Eine Befugnis der EU, Schulden aufzunehmen, lehnt sie strikt ab.

Die FDP will, dass der Staat wenig neue Schulden macht. Die Schulden-Bremse im Grundgesetz soll weiter gelten. Sonst müssen Kinder später die Schulden bezahlen. Auch die EU soll keine eigenen Schulden machen.

Haushalte sollen Schwerpunkte setzen, damit Lasten nicht auf spätere Generationen übergehen. Deutschland soll nach dem Programm ein Stabilitätsanker in Europa bleiben und seine Kreditwürdigkeit nicht gefährden. Der Wiederaufbaufonds Next Generation EU soll eine einmalige Ausnahme bleiben; weitere Schuldenfonds der EU wertet die FDP als Bruch von Recht und Vertrauen. Die EU soll sich auf Kernaufgaben mit europäischem Mehrwert beschränken.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„ist für uns Freie Demokraten die Einhaltung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse zentrales Gebot der Generationengerechtigkeit“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die geltende Schuldenbremse wird ausdrücklich gegen die diskutierte Lockerung verteidigt, was für Haushaltsdisziplin steht.

  • Europaeher weniger EU

    Neue gemeinsame EU-Schulden werden ausgeschlossen und der bestehende Fonds als einmalige Ausnahme behandelt, was gemeinsame Finanzen begrenzt.

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