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parteiprogramm

FDP zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 5 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 3 eher Wachstum zuerst, 2 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Keinen früheren Braunkohleausstieg als 2038

Die FDP lehnt es ab, die Braunkohleförderung vor dem gesetzlich festgelegten Ausstiegsjahr 2038 zu beenden. Sie verweist auf die besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen in Ostdeutschland.

Deutschland will bis 2038 aufhören, Braunkohle abzubauen. Manche wollen früher aufhören. Die FDP ist dagegen. Sie denkt dabei an die Wirtschaft in Ostdeutschland.

Das Programm beschreibt, dass die ostdeutschen Länder seit 1990 noch nicht überall die Wirtschaftskraft des Westens erreicht haben und auch bei den Vermögen zurückliegen. Für die vielen kleinen und mittleren Betriebe dort hält die FDP Steuersenkungen, weniger Bürokratie, Reallabore und eine praxisnahe Wirtschafts- und Forschungsförderung für besonders wichtig. Am Ausstiegsdatum 2038 will sie festhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Eine frühere Beendigung der Braunkohleförderung vor dem gesetzlich festgelegten Ausstieg bis 2038 lehnen wir ab.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Für Ostdeutschland setzt das Programm auf Steuersenkungen und Bürokratieabbau als Wachstumsimpulse.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die FDP verteidigt das geltende Ausstiegsdatum 2038 ausdrücklich gegen ein diskutiertes Vorziehen des Kohleausstiegs.

Energiesteuern durch CO2-Preis ersetzen, Netzentgelte senken

Die FDP will Strom- und Energiesteuer schrittweise abbauen und langfristig vollständig durch den CO2-Preis ersetzen. Außerdem sollen die Netzentgelte reformiert und der Netzausbau günstiger werden, damit die Energiepreise sinken.

Strom und Energie sollen billiger werden. Die FDP will die Strom-Steuer stark senken. Später soll nur noch der CO2-Preis gelten. Auch die Kfz-Steuer soll wegfallen. Neue Strom-Leitungen sollen über der Erde gebaut werden.

Die Stromsteuer soll zunächst auf den EU-Mindestsatz fallen; in der EU will die FDP ihr Ende und das Abschmelzen der Mindestsätze für Heiz- und Kraftstoffe auf null erreichen. Die Kfz-Steuer soll mittelfristig entfallen. Digitale Netze und dynamische Netzentgelte sollen die Nachfrage dorthin lenken, wo Kapazität frei ist. Neue Leitungen sollen in der Regel als Freileitung entstehen, und nur tatsächlich benötigte Netze sollen gebaut werden. Der Netzanschlusszwang soll wegfallen, sodass neue Anlagen nur bei Nutzen für das System und Rentabilität angeschlossen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir Freie Demokraten wollen die Stromsteuer in einem ersten Schritt auf das EU-Mindestmaß absenken und werden uns auf europäischer Ebene für ihre Abschaffung einsetzen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Mehrere Verbrauchsteuern sollen sinken oder entfallen und durch ein marktbasiertes Preissignal ersetzt werden.

  • Klimaausgewogen

    Das Vorhaben senkt Energiepreise, stärkt aber zugleich den CO2-Preis als Anreiz für klimafreundliche Energien.

EEG-Förderung beenden, heimisches Gas fördern

Die FDP will die Förderung neuer Wind- und Solaranlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz beenden und gesetzliche Ausbaupfade streichen. Neue Gaskraftwerke sollen über einen Kapazitätsmarkt entstehen, und in Deutschland soll mehr Erdgas gefördert werden.

Neue Wind- und Solar-Anlagen sollen kein Förder-Geld mehr bekommen. Sie sollen sich am Markt selbst tragen. Die FDP will neue Gas-Kraftwerke. Deutschland soll mehr eigenes Erdgas fördern, auch mit Fracking.

Das Programm begründet das Ende der Förderung damit, dass Erneuerbare bereits über 60 Prozent des Stroms liefern. Eine Vergütung am Markt soll bewirken, dass Anlagen nur entstehen, wenn Netze und Speicher ausreichen. Staatlich garantierte Abnahmepreise lehnt die FDP ab. Der Kapazitätsmarkt soll einfach und unbürokratisch sein. Für die heimische Gasförderung nennt das Programm das Gasfeld bei Borkum und Fracking.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir Freie Demokraten wollen die erneuerbaren Energien vollständig in den Markt überführen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die EEG-Förderung für neue Anlagen und garantierte Abnahmepreise sollen entfallen, womit ein bestehendes Fördersystem durch den Markt ersetzt wird.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Gesetzliche Ausbaupfade für Erneuerbare sollen entfallen und die Erdgasförderung einschließlich Fracking ausgeweitet werden.

Kernkraft und Kernfusion rechtlich ermöglichen

Die FDP will den Bau neuer Kernkraftwerke und die Nutzung der Kernfusion in Deutschland rechtlich ermöglichen, ohne Subventionen. Auch stillgelegte Kernkraftwerke sollen wieder ans Netz gehen dürfen, wenn die Betreiber das wollen.

Die FDP will Kernkraft in Deutschland wieder erlauben. Firmen sollen neue Arten von Kernkraft-Werken bauen dürfen. Alte Kernkraft-Werke sollen wieder laufen dürfen. Der Staat soll dafür kein Geld geben.

Das Atomrecht soll so geändert werden, dass Reaktoren der neuen Generation rechtssicher gebaut werden können; genannt werden Dual-Fluid-Reaktoren, Thorium-Flüssigsalzreaktoren und Small Modular Reactors. Für die Kernfusion soll ein eigener Rechtsrahmen außerhalb des Atomrechts entstehen. Die FDP bezeichnet diese Technologien als klimafreundlich.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir wollen die Wiederinbetriebnahme der vorhandenen Kernkraftwerke rechtlich ermöglichen und die Entscheidung darüber den Betreibern überlassen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein bestehendes Verbot soll fallen und die Entscheidung über den Betrieb ohne Subventionen den Unternehmen überlassen werden.

Emissionshandel zum Leitinstrument der Klimapolitik machen

Die FDP will die europäischen Klimaziele vor allem über einen einheitlichen EU-Emissionshandel erreichen und zusätzliche Klimavorschriften streichen. Die Einnahmen sollen als Klimadividende pro Kopf an die Bürger zurückfließen. Aus Sicht der Partei spart der CO2-Preis Treibhausgase dort ein, wo es am billigsten ist.

Die FDP setzt beim Klima auf den Emissions-Handel. Dabei kaufen Firmen Rechte für ihren CO2-Ausstoß. Die Zahl der Rechte sinkt jedes Jahr. Andere Klima-Regeln sollen wegfallen. Das eingenommene Geld sollen alle Bürger zurückbekommen.

Regulierungen, die wegen der gedeckelten Emissionsmenge nach Ansicht der FDP dem Klima nichts zusätzlich bringen, sollen entfallen. Langfristig strebt die Partei einen internationalen Emissionshandel mit weltweitem CO2-Preis an. Die Klimadividende soll pauschal und direkt ausgezahlt werden. Die Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 (CCS und CCU) soll gleichberechtigt zugelassen werden; wer Treibhausgase aus der Luft holt, soll dafür ein Gratis-Zertifikat bekommen. Das EU-Klimaziel soll ein eigenes Ziel für Negativemissionen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Dafür wollen wir einen einheitlichen europäischen Emissionshandel als Leitinstrument der Klimapolitik etablieren.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Punkt ersetzt ordnungsrechtliche Vorgaben durch einen Marktmechanismus und baut Regulierung ab.

  • Europaeher mehr EU

    Die Klimapolitik soll stärker über ein einheitliches EU-Instrument statt über nationale Regeln laufen.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die Klimaziele bleiben, aber bestehende zusätzliche Klimavorschriften sollen zugunsten niedrigerer Kosten wegfallen.

Klimaneutralität erst 2050 statt 2045

Die FDP will das deutsche Zieljahr für Klimaneutralität von 2045 auf das EU-weite Jahr 2050 verschieben. Nationale Sonderziele bringen nach ihrer Auffassung im europäischen Emissionshandel keinen zusätzlichen Klimanutzen, und die Industrie gewinne so Zeit für die Umstellung.

Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Die FDP will dieses Ziel auf 2050 verschieben. Das ist das Ziel der EU. Die FDP sagt: Firmen bekommen so mehr Zeit für den Umbau.

Geändert werden soll das Klimaschutzgesetz. Das Programm argumentiert, dass Anlagen so fünf Jahre länger laufen können und neue Technologien mehr Zeit bis zur Marktreife haben. Das stärke nach Ansicht der FDP die Unternehmen, erhalte Arbeitsplätze und mache teure Subventionsprogramme überflüssig. Besonders die energieintensive Industrie soll davon profitieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„wollen wir das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 im deutschen Klimaschutzgesetz durch das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2050 ersetzen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das gesetzliche nationale Klimaziel soll um fünf Jahre verschoben werden, um Unternehmen zu entlasten.

Heizungsgesetz auslaufen lassen, auf CO2-Handel setzen

Die FDP will das Heizungsgesetz vollständig auslaufen lassen und klimafreundliches Heizen über den Handel mit CO2-Zertifikaten statt über Einzelvorschriften erreichen. Eine Klimadividende und deutlich niedrigere Energiesteuern sollen die Kosten abfedern.

Die FDP will das Heizungs-Gesetz beenden. Der Staat soll nicht vorschreiben, wie man heizt. Stattdessen soll der Ausstoß von CO2 einen Preis haben. Die Menschen sollen Geld zurückbekommen. Heizen mit Holz soll erlaubt bleiben.

Anstelle vieler einzelner Vorgaben soll der CO2-Zertifikatehandel als marktwirtschaftliches Instrument wirken. Um soziale Kosten auszugleichen, sieht das Programm eine Klimadividende und eine starke Senkung der Energiebesteuerung vor. Eine Pflicht, sich an ein Fernwärmenetz anzuschließen, lehnt die FDP ab. Holzheizungen sollen möglich bleiben, Auflagen für Kamine und Öfen sollen sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Das Heizungsgesetz mit seinen überzogenen Vorgaben muss vollständig auslaufen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Vorschriften sollen durch einen Marktmechanismus ersetzt und Energiesteuern gesenkt werden, was zu weniger Regulierung und Abgaben passt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das Heizungsgesetz soll ganz entfallen, womit eine bestehende Klimavorgabe abgeschafft wird, auch wenn der CO2-Handel bleibt.

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