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parteiprogramm

FDP zur Bildung

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,4), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bundesweite Qualitätsstandards für Kitas einführen

Die FDP will einheitliche Qualitätsstandards für Kitas in ganz Deutschland. Dazu gehören ein Betreuungsschlüssel nach Bedarf, weniger Bürokratie und Teams aus verschiedenen Berufen. So sollen Betreuungszeiten verlässlich und die Qualität hoch sein.

Die FDP will gleiche Regeln für alle Kitas in Deutschland. Es soll genug Personal für die Kinder geben. Kitas sollen weniger Papierkram haben. Eltern sollen sich auf die Betreuungs-Zeiten verlassen können.

Der Betreuungsschlüssel soll neben der pädagogischen Arbeit auch Verwaltungsaufgaben und Ausfallzeiten berücksichtigen. Multiprofessionelle Teams sollen Erzieherinnen und Erzieher entlasten, die Kindertagespflege soll gestärkt werden. Die Zuständigkeit für Kitas soll vom Familienministerium ins Bundesbildungsministerium wechseln, damit der ganze Bildungsweg in einer Hand liegt. Ein Startchancen-Programm für Kitas soll Einrichtungen mit vielen sozial benachteiligten Kindern oder starkem Platzmangel unterstützen. Auch MINT-Förderung soll in der frühen Bildung mehr Platz bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Diese umfassen insbesondere einen bedarfsgerechten Betreuungsschlüssel, der pädagogische Arbeit, administrative Aufgaben und Ausfallzeiten einberechnet“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bundesweite Standards und ein zusätzliches Förderprogramm bauen die öffentliche Kinderbetreuung schrittweise aus.

Verpflichtende Sprachtests vor der Einschulung

Die FDP will, dass alle Kinder im Vorschulalter bundesweit einen verpflichtenden Sprachtest machen. Kinder sollen erst eingeschult werden, wenn ihr Deutsch reicht, um dem Unterricht zu folgen. Bei Bedarf soll eine Sprachförderung Pflicht werden.

Alle Kinder sollen vor der Schule einen Sprach-Test machen. Der Test soll Pflicht sein. Kinder sollen erst in die Schule kommen, wenn sie genug Deutsch können. Wer Hilfe braucht, muss an einer Sprach-Förderung teilnehmen.

Die Tests sollen altersgerecht sein und für alle Kinder gelten. Der Sprachstand soll bei Untersuchungen erhoben werden, die vor der eigentlichen Einschulung stattfinden. Stellt sich Förderbedarf heraus, soll eine verpflichtende Sprachförderung von mindestens zwei Jahren vor Beginn der Schulpflicht folgen. Das Programm begründet dies damit, dass Sprache Chancen eröffne.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„wollen wir bundesweit verpflichtende und altersgerechte Sprachtests für alle Kinder im Vorschulalter“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Tests und Sprachförderung werden bundesweit zur Pflicht für Kinder und Eltern, was neue staatliche Pflichten schafft.

Erzieherausbildung schulgeldfrei und vergütet gestalten

Die FDP will die Aus-, Fort- und Weiterbildung für pädagogisches Personal grundlegend modernisieren, um den Fachkräftemangel in Kitas zu bekämpfen. Die Ausbildung soll kein Schulgeld mehr kosten und angemessen bezahlt werden.

In Kitas fehlen Fachkräfte. Die FDP will die Ausbildung für Erzieher erneuern. Die Ausbildung soll nichts mehr kosten. Wer die Ausbildung macht, soll Geld dafür bekommen.

Neben Schulgeldfreiheit und Vergütung sollen die Länder mehr Ausbildungsplätze anbieten. Die Ausbildung soll in Module gegliedert werden. Damit will die FDP die Qualität bundesweit auf ein einheitlich hohes Niveau bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Indem wir die Erzieheraus- und Weiterbildung generell schulgeldfrei stellen und angemessen vergüten sowie die Ausbildungskapazitäten der Länder erhöhen, ermöglichen wir mehr Menschen den Zugang zur Ausbildung.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Schulgeldfreiheit, Vergütung und mehr Ausbildungsplätze erhöhen die öffentliche Finanzierung der Ausbildung.

Bildungsföderalismus reformieren, Deutschland-Abitur einführen

Die FDP fordert eine grundlegende Reform des Bildungsföderalismus mit einheitlichen Standards und mehr Einfluss des Bundes. Die Kultusministerkonferenz soll als Entscheidungsgremium wegfallen und ein Bundesbildungsrat an ihre Stelle treten. Einheitliche Abschlussprüfungen sollen Schulabschlüsse bundesweit vergleichbar machen.

Heute entscheiden vor allem die Bundesländer über Schulen. Die FDP will dem Bund mehr Einfluss geben. Es soll gleiche Regeln für ganz Deutschland geben. Auch das Abitur soll überall gleich sein. Ein neuer Rat soll die Runde der Länder-Minister ersetzen.

Die Finanzverteilung zwischen Bund und Ländern soll so geändert werden, dass der Bund mehr Bildungsaufgaben bezahlen kann. Bis dahin soll er Vorhaben im Rahmen des Grundgesetzes unterstützen, wobei die Länder nur neue Mittel als ihren Anteil anrechnen dürfen. Der Bund soll auch mit nur einem Teil der Länder kooperieren können. Dem Bundesbildungsrat sollen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis sowie Vertreter von Eltern und Wirtschaft angehören. Weiter fordert die FDP Schulfreiheitsgesetze, Noten spätestens ab Klasse drei, außerschulische Lernorte wie Schülerlabore und einen Campus für Bildungsinnovationen, der KI-gestütztes Lernen in die Schulen bringt.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir wollen die Kultusministerkonferenz (KMK) als Entscheidungsgremium abschaffen und durch einen Bundesbildungsrat aus Wissenschaftlern, Praktikern, Eltern- und Wirtschaftsvertretern ersetzen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen sanieren, digitalisieren und eigenständiger machen

Die FDP fordert, die Schulgebäude in Deutschland zu sanieren und mit einem Digitalpakt 2.0 technisch zu modernisieren. Zugleich sollen Schulen mehr selbst entscheiden dürfen und dafür ein eigenes Budget bekommen.

Viele Schulgebäude sind in schlechtem Zustand. Die FDP will sie reparieren lassen. Schulen sollen bessere Technik bekommen. Jede Schule soll eigenes Geld erhalten. Damit soll sie mehr selbst entscheiden können.

Der Digitalpakt 2.0 von Bund und Ländern soll auch digitale Lehre in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften verankern. Die bestehende Einigung dazu hält die FDP für unzureichend, weil die Länder aus ihrer Sicht kaum zusätzliches Geld geben. Mit dem Chancenbudget sollen Schulen selbst über ihr Profil, die Organisation des Unterrichts, multiprofessionelle Teams und Personal bestimmen. Auch ob das Gymnasium acht oder neun Jahre dauert, soll jede Schule entscheiden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir wollen den Schulen mehr pädagogische, personelle und finanzielle Kompetenzen einräumen. Dazu sollen alle ein frei einsetzbares Chancenbudget erhalten.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Sanierung, Digitalpakt und Schulbudgets bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen in Schulen.

Lehrpläne modernisieren und Lehrerausbildung umbauen

Die FDP will Wirtschaft und Informatik bundesweit als Schulfächer einführen und die Lehrpläne erneuern. Die Lehrerausbildung soll zu einem dualen Studium werden, Lehrkräfte sollen nach Leistung bezahlt werden. Besuche in Gedenkstätten sollen für Schüler Pflicht sein.

Die FDP will neue Schulfächer: Wirtschaft und Informatik. Angehende Lehrer sollen im Studium mehr Praxis haben. Gute Lehrer sollen mehr Geld bekommen. Schüler sollen eine Holocaust-Gedenkstätte besuchen müssen.

Die Lehrpläne sollen mehr Platz für Wirtschaft und Finanzen, MINT, Demokratie und Politik sowie Medienkompetenz bieten. Das duale Lehramtsstudium soll Theorie und Praxis verbinden und digitale sowie KI-Kompetenzen betonen; eine Mobilitätsgarantie soll den Wechsel zwischen Bundesländern erleichtern. Der Unterricht soll sich stärker mit Antisemitismus und anderen Formen von Menschenfeindlichkeit befassen, auch mit Israels Geschichte. Verpflichtend sein sollen der Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte, einer Synagoge und einer Gedenkstätte zur deutschen Teilung und zur DDR. Das Deutsch-Israelische Jugendwerk will die FDP voranbringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir setzen uns insbesondere für die bundesweite Einführung der Schulfächer Wirtschaft und Informatik ein.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Leistungsbezogene Bezahlung für Lehrkräfte und ein Schulfach Wirtschaft stärken Leistungs- und Marktorientierung im Schulwesen.

Berufliche Bildung stärken

Die FDP will mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung gewinnen. Dazu sollen ein berufliches Orientierungsjahr entstehen, Stipendien und das Aufstiegs-BAföG ausgebaut und ein Austauschdienst für Auszubildende gegründet werden.

Die FDP will, dass mehr junge Leute eine Ausbildung machen. Es soll ein Jahr zum Ausprobieren von Berufen geben. Es soll mehr Stipendien für Azubis geben. Azubis sollen leichter ins Ausland gehen können.

Die Exzellenzinitiative Berufliche Bildung soll weiterentwickelt werden, berufliche Bildungszentren sollen zu regionalen Innovations- und Gründerzentren wachsen. Angebote zur Berufsorientierung wie Azubi-Botschafter und Jugendberufsagenturen will die FDP stärken. Ein Deutscher Beruflicher Austauschdienst soll Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung fördern. Das Aufstiegs-BAföG soll auch eine zweite Fortbildung auf gleicher Stufe abdecken. Der öffentliche Dienst soll Ausbildungen und Praxiserfahrung besser anerkennen; ausländische Abschlüsse sollen schneller und vollständig digital anerkannt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Zudem wollen wir analog zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) ein berufliches Orientierungsjahr schaffen und SBB-Stipendien sowie Azubi-Stipendien ausbauen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Stipendien, ein ausgeweitetes Aufstiegs-BAföG und neue Einrichtungen bauen die öffentliche Förderung aus.

  • Migrationeher offen

    Eine schnellere und digitale Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtert Zugewanderten den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Lebenschancen-BAföG und Freiraumkonto für Weiterbildung

Die FDP versteht Lernen als lebenslangen Prozess und will Weiterbildung fördern. Ein neues Lebenschancen-BAföG soll Kosten der Weiterbildung decken, ein persönliches Freiraumkonto das Sparen dafür ohne Steuern und Abgaben erlauben.

Menschen sollen ihr ganzes Leben lang lernen können. Dafür will die FDP eine neue Geld-Hilfe einführen. Sie heißt Lebenschancen-BAföG. Außerdem soll man für Weiterbildung sparen können, ohne Steuern darauf zu zahlen.

Das Lebenschancen-BAföG soll Kursgebühren, Auszeiten für Bildung und Kinderbetreuung finanzieren. Auf dem Freiraumkonto soll Geld für Weiterbildung und Bildungsauszeiten angespart werden können. Zudem will die FDP den Zugang zu kleineren, flexiblen Bildungszertifikaten erleichtern.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Ein persönliches Freiraumkonto soll das steuer- und abgabenfreie Ansparen für Weiterbildungsangebote und Bildungsauszeiten ermöglichen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet eine neue staatliche Förderleistung mit steuerfreiem privatem Ansparen und damit Eigenverantwortung.

BAföG elternunabhängig machen, Erasmus ausbauen

Die FDP will, dass die Studienwahl nicht vom Elternhaus abhängt, und das BAföG deshalb unabhängig vom Einkommen der Eltern gestalten. Steuerfreies Bildungssparen und mehr Auslandsaufenthalte über Erasmus sollen hinzukommen.

Heute hängt BAföG vom Geld der Eltern ab. Die FDP will das ändern. Alle Studenten sollen Hilfe bekommen können. Eltern und Großeltern sollen ohne Steuern für die Bildung sparen können. Auch Schüler sollen mit Erasmus ins Ausland gehen können.

Das BAföG soll als Baukasten aufgebaut sein. Das Bildungskreditprogramm will die FDP schon kurzfristig stärken. Sparen von Eltern und Großeltern für die Bildung der Kinder soll steuerfrei werden, ähnlich wie beim Altersvorsorgedepot. Schülerinnen und Schüler sollen über Erasmus+ ein halbes Schuljahr im europäischen Ausland verbringen können, egal wie viel ihre Eltern verdienen. Für Auszubildende sollen Erasmus+ und das Programm „Ausbildung Weltweit“ wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Daher wollen wir das BAföG zu einem elternunabhängigen Baukasten-System weiterentwickeln.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein elternunabhängiges BAföG weitet den Kreis der Geförderten aus, auch wenn steuerfreies Sparen private Vorsorge stärkt.

  • Europaeher mehr EU

    Das EU-Programm Erasmus+ soll auf Schüler ausgedehnt und für Auszubildende ausgebaut werden.

Forschungsfreiheitsgesetz und bessere Bedingungen für Forschung

Die FDP will die gesamte Forschung von den Grundlagen bis zur Anwendung in Unternehmen stärken. Ein Forschungsfreiheitsgesetz soll Fusionsforschung, Gentechnologie und Stammzellenforschung erleichtern. Deutschland soll zudem ein weltweit führender Standort für künstliche Intelligenz werden.

Die FDP will Forschung in Deutschland stärken. Ein neues Gesetz soll Forschern mehr Freiheit geben. Das betrifft zum Beispiel Kern-Fusion und Gen-Technik. Firmen sollen für Forschung weniger Steuern zahlen. Deutschland soll bei künstlicher Intelligenz vorne sein.

Vorgesehen sind Public Private Partnerships, eine stärkere steuerliche Forschungsförderung und die rasche Gründung der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation. Das Recht der Gentechnologie, das die FDP als hinderlich ansieht, soll reformiert werden. Schwerpunkte sollen Alzheimer und Parkinson, frauenspezifische Gesundheit, Altersforschung sowie Physik und Quantenphysik sein. Den AI-Act der EU will die FDP bei der Umsetzung innovationsfreundlicher handhaben. Ein Forschungsdatengesetz soll den Zugang zu Forschungsdaten vereinfachen und rechtlich absichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Wir wollen ein technologieoffenes Forschungsfreiheitsgesetz und damit in Deutschland durch exzellente Fusionsforschung die Voraussetzungen für den Bau von Fusionskraftwerken schaffen“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Steuerliche Forschungsförderung, lockerere Regeln für Gentechnik und eine innovationsfreundlichere Umsetzung des AI-Acts verringern Regulierung und Abgaben.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

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