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parteiprogramm

FDP zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Primärarztsystem einführen, Versorgung besser vernetzen

Die FDP will, dass Haus- und Kinderärzte künftig der erste Kontakt für Patienten sind. Krankenhäuser sollen sich stärker spezialisieren, die Notfallversorgung soll besser koordiniert werden, und der Arzneimittelstandort Deutschland soll gestärkt werden.

Die FDP will, dass Patienten zuerst zum Hausarzt gehen. Bei Kindern ist es der Kinderarzt. Kranken-Häuser sollen sich auf bestimmte Behandlungen konzentrieren. Wichtige Medikamente sollen wieder in Deutschland und Europa hergestellt werden.

Alle Gesundheitsberufe sollen ungekürzt und leistungsgerecht bezahlt werden, und Ärzte sollen ohne Budgetzwang und Weisungen Dritter behandeln. Eine Notfallreform soll Kliniken, Praxen und Rettungsdienst verzahnen, und die Trennung zwischen ambulantem und stationärem Bereich soll abgebaut werden. Bei Arzneimitteln will die FDP Zulassungen beschleunigen, Nutzenbewertung und Preisverhandlungen überprüfen und die Produktion wichtiger Mittel zurückholen. Apotheken sollen wirtschaftlich arbeiten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„In der ambulanten Versorgung setzen wir uns für ein Primärarztsystem ein: Haus- und Kinderärzte sollten die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten sein.“
Seite 33 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Duales Kassensystem erhalten, GKV-Ausgaben begrenzen

Die FDP will das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung beibehalten und lehnt eine Bürgerversicherung ab. Die Ausgaben der gesetzlichen Kassen sollen nicht schneller steigen als ihre Einnahmen.

Die FDP will gesetzliche und private Kranken-Kassen behalten. Eine einzige Kasse für alle lehnt sie ab. Die gesetzlichen Kassen sollen nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen. Manche Leistungen sollen wegfallen.

Versicherte sollen in beiden Systemen leichter wechseln und wählen können. Alle Leistungsausweitungen des vergangenen Jahrzehnts sollen auf Nachweis des Nutzens, Effizienz und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Was sich dabei nicht bewährt hat, soll aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen gestrichen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir bekennen uns zum dualen System aus gesetzlicher (GKV) und privater (PKV) Krankenversicherung. Daher lehnen wir eine Einheitskasse (sog. Bürgersversicherung) ab.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Das bestehende System mit privater Versicherung wird gegen die Bürgerversicherung verteidigt, und Kassenausgaben sollen gedeckelt und Leistungen gestrichen werden.

Prävention ausbauen, Therapieplätze schneller vergeben

Die FDP will eine Präventionsstrategie starten und Versicherte, die vorsorgen, mit einem niedrigeren Zusatzbeitrag belohnen lassen. Die Wartezeit auf Psychotherapie soll unter vier Wochen sinken, und an der Legalisierung von Cannabis hält die Partei fest.

Die FDP will, dass Menschen mehr für ihre Gesundheit vorsorgen. Wer vorsorgt, soll weniger an die Kranken-Kasse zahlen können. Auf eine Psycho-Therapie soll man höchstens vier Wochen warten. Cannabis soll erlaubt bleiben.

Für die Vorsorge setzt das Programm auf digitale Mittel wie Gesundheits-Apps, Telemedizin und Wearables. Bei psychischer Gesundheit sollen Entstigmatisierung und leicht zugängliche digitale Angebote helfen; bis die Wartezeiten sinken, soll die Kostenerstattung einfacher und einheitlicher werden. Bei Suchtmitteln will die FDP auf Aufklärung statt Kriminalisierung des Konsums setzen. Die Cannabis-Legalisierung dämmt aus ihrer Sicht den Schwarzmarkt ein und sichert Qualität und Jugendschutz.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir setzen uns für eine bessere psychotherapeutische Versorgung ein und wollen die Wartezeit auf einen Therapieplatz auf unter vier Wochen verkürzen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die bestehende Cannabis-Legalisierung wird gegen eine diskutierte Rücknahme verteidigt, und Konsum soll nicht kriminalisiert werden.

Sterbehilfe rechtssicher machen, Organspende erleichtern

Die FDP will, dass Menschen Sterbehilfe rechtssicher nutzen können, und zugleich die Suizidprävention deutlich ausbauen. Die Zahl der Organspenden soll steigen, ohne die freie Entscheidung des Einzelnen anzutasten.

Die FDP will, dass Menschen selbst über ihr Sterben bestimmen. Hilfe beim Sterben soll rechtlich klar geregelt sein. Menschen mit Suizid-Gedanken sollen mehr Hilfe bekommen. Es soll mehr Organ-Spenden geben.

Körperliche Selbstbestimmung gilt dem Programm als Kern einer liberalen Gesellschaft. Die Regeln für Lebendorganspenden sollen gelockert werden. Bei der Organspende soll die Entscheidung bei jedem Einzelnen bleiben. Wer Suizidgedanken hat, soll vom Staat Hilfe angeboten bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir stehen fest zum Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Sterbehilfe rechtssicher in Anspruch zu nehmen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Sterbehilfe soll einen sicheren Rechtsrahmen erhalten und die Lebendorganspende liberalisiert werden, was die Selbstbestimmung schrittweise erweitert.

Pflege entlasten und teils kapitalgedeckt finanzieren

Die FDP will Pflegeanbieter von Bürokratie befreien, mehr Fachkräfte im In- und Ausland gewinnen und pflegende Angehörige entlasten. Die Pflegeversicherung soll als Teilleistung im Umlagesystem bleiben, aber einen kapitalgedeckten Baustein erhalten.

Die FDP will weniger Papier-Arbeit in der Pflege. Mehr Pflege-Kräfte sollen kommen, auch aus dem Ausland. Die Pflege-Versicherung soll einen Teil ihres Geldes anlegen. So sollen die Beiträge stabil bleiben.

Doppelte Prüfungen sowie Nachweis- und Dokumentationspflichten sollen wegfallen. Die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte soll stark vereinfacht werden, und digitale Anwendungen, Automatisierung und Robotik sollen das Personal entlasten. Für pflegende Kinder und Jugendliche sind leicht erreichbare Beratungsangebote geplant. Wegen der alternden Gesellschaft will die FDP die Finanzierung breiter aufstellen, private Vorsorge stärker anreizen und betriebliche Pflegevorsorge der Betriebsrente gleichstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Zur Stabilisierung der Beitragssätze wollen wir sie um eine kapitalgedeckte Komponente ergänzen.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Pflegeversicherung soll um Kapitaldeckung und mehr private Vorsorge ergänzt und Anbieter von Auflagen befreit werden, was Markt und Eigenverantwortung stärkt.

  • Migrationeher offen

    Die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte soll stark vereinfacht werden, was die Zuwanderung in Pflegeberufe erleichtert.

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