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parteiprogramm

FDP zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Alles lässt sich ändern“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 52 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Justiz digitalisieren und Strafrecht entschlacken

Die FDP will Gerichte digitaler machen, KI in der Justiz erproben und Online-Verfahren ermöglichen. Das Strafgesetzbuch soll durchgesehen und veraltete Tatbestände gestrichen werden. Fahren ohne Fahrschein soll nur noch eine Ordnungswidrigkeit sein.

Die FDP will die Gerichte digitaler machen. Manche Verfahren sollen online laufen. Alte Straf-Regeln sollen wegfallen. Schwarzfahren soll keine Straftat mehr sein. Es soll dann nur noch ein Bußgeld geben.

KI soll in der Justiz genutzt werden, ohne Richterentscheidungen zu ersetzen; Urteile sollen dafür als Trainingsdaten bereitstehen. Als überholt nennt das Programm die Vorschriften zur Unfallflucht und zum Erschleichen von Leistungen. Strafprozesse sollen aufgezeichnet und automatisch verschriftlicht werden. Urteile sollen anonymisiert in einer öffentlichen Datenbank stehen. Legal-Tech-Firmen sollen klare Regeln bekommen, das Berufsgeheimnis von Anwälten und Notaren soll geschützt bleiben und die juristische Ausbildung reformiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir wollen das Strafgesetzbuch systematisch überprüfen und überholte Straftatbestände anpassen oder streichen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst

    Bestehende Straftatbestände wie das Erschleichen von Leistungen sollen gestrichen oder zur Ordnungswidrigkeit herabgestuft werden.

Religionsrecht neu fassen, Islamverbände überprüfen

Die FDP will das Staatskirchenrecht zu einem Recht umbauen, das für alle Religionsgemeinschaften gleichermaßen gilt. Die Staatsleistungen an die Kirchen sollen abgelöst werden. Islamverbände sollen daraufhin geprüft werden, ob sie Partner des Staates sein können.

Die FDP will gleiche Regeln für alle Religionen. Der Staat zahlt den Kirchen bis heute Geld aus alten Verträgen. Diese Zahlungen sollen enden. Die FDP will Islam-Verbände genau prüfen. Imame sollen mehr in Deutschland ausgebildet werden.

Die gleiche Rechtsbasis soll für Gemeinschaften gelten, die Gleichheitsgebot, Glaubensvielfalt, Grundrechte und die Selbstbestimmung ihrer Mitglieder anerkennen. Verbände, die Islamismus verharmlosen oder Antisemitismus nicht verurteilen, sollen als Partner ausscheiden. Die Islamkonferenz soll reformiert werden. Imame und islamische Religionslehrer sollen verstärkt an deutschen Hochschulen ausgebildet werden, um von aus dem Ausland entsandten Imamen unabhängig zu werden. Islamischer Religionsunterricht soll ohne Einfluss islamistischer oder auslandsgesteuerter Organisationen stattfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Das bisherige Staatskirchenrecht wollen wir zu einem Religionsverfassungsrecht weiterentwickeln“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Ablösung der Staatsleistungen und eine gleiche Rechtsbasis für alle Religionen lockern die überlieferte Sonderstellung der Kirchen.

Ehrenamt und Sport fördern, Pflichtdienst ablehnen

Die FDP will Vereine von Bürokratie und Haftungsrisiken entlasten und den Sport als gesellschaftliche Aufgabe stärken. Eine allgemeine Dienstpflicht lehnt sie als schweren Eingriff in die Freiheit ab und setzt auf freiwillige Dienste.

Die FDP will Vereinen die Arbeit leichter machen. Sie sollen weniger Papier-Arbeit haben. Große Sport-Ereignisse wie Olympia sollen wieder nach Deutschland kommen. Einen Pflicht-Dienst für junge Menschen lehnt die FDP ab.

Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten sollen sinken, steuer- und registerrechtliche Abläufe digital werden, und ein zentraler Vereinslotse soll durch alle Auflagen führen. Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen sowie Einnahmegrenzen will die FDP anpassen. Die Bundesjugendspiele sollen bleiben und um das Deutsche Sportabzeichen ergänzt werden; Olympische und Paralympische Spiele sollen unter Bedingungen nach Deutschland kommen, und eSports soll als gemeinnützig gelten. Statt eines Gesellschaftsjahrs will die Partei Freiwilligendienste attraktiver und berufsvorbereitend gestalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Damit sich Ehrenamtliche auf ihr Engagement konzentrieren können, wollen wir Vereine bei Haftungsrisiken und Bürokratie deutlich entlasten.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die heute nicht bestehende, aber diskutierte Dienstpflicht wird ausdrücklich abgelehnt, was den Vorrang individueller Freiheit vor staatlichen Pflichten verteidigt.

Corona-Politik im Untersuchungsausschuss aufarbeiten

Die FDP verlangt einen Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Corona-Pandemie. Er soll Versäumnisse und aus Sicht der Partei übermäßige Eingriffe in Grundrechte aufklären und Empfehlungen für künftige Krisen geben.

Die FDP will die Corona-Zeit genau untersuchen. Das soll ein Ausschuss im Bundestag machen. Er soll Fehler aufdecken. Er soll auch Rat für spätere Krisen geben.

Nach Darstellung des Programms traf die Pandemie das Gesundheitssystem unvorbereitet. Mängel, fehlende Vorsorge und zu weit gehende Grundrechtseingriffe hätten das Vertrauen in Institutionen stark beschädigt. Ein geordnetes parlamentarisches Verfahren soll für Transparenz sorgen und Handlungsempfehlungen liefern.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir Freie Demokraten fordern einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, um echte Aufklärung und Transparenz durch ein geordnetes Verfahren zu gewährleisten“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Grundrechtseingriffe der Pandemiezeit sollen als übermäßig überprüft werden, was den Schutz von Freiheitsrechten in künftigen Krisen betont.

Staat mit Föderalismusreform neu ordnen

Die FDP will alle Zuständigkeiten und Verwaltungsabläufe von Bund, Ländern und Kommunen überprüfen und danach den Föderalismus reformieren. Ziel ist ein schlankerer Staat mit klaren Zuständigkeiten.

Die FDP will prüfen, wer im Staat was macht. Viele Ämter machen heute ähnliche Aufgaben. Danach sollen Bund und Länder ihre Aufgaben neu aufteilen. Der Staat soll kleiner werden und besser arbeiten.

Das Programm nennt diese Prüfung eine Generalinventur und bemängelt, dass sich zu viele Behörden auf allen Ebenen überschneiden. Vorrang haben Finanzen, Bildung, innere Sicherheit, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Migration und Digitalisierung. Die Steuereinnahmen sollen so zwischen Bund und Ländern verteilt werden, dass der Bund seine Mitfinanzierung von Länderaufgaben tragen kann. Grundsätzlich sollen sich Bundesausgaben stärker auf eigene Bundesaufgaben beschränken.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Die Generalinventur muss von einem klaren politischen Willen getragen sein, die Effizienz und Handlungsfähigkeit des Staates zu verbessern, und mit einer Föderalismusreform abgeschlossen werden.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Neue Finanzföderalismuskommission einsetzen

Die FDP will eine neue Kommission einsetzen, die die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern ordnet. Das Programm begründet das damit, dass ein starker Föderalismus eindeutige Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten brauche.

Bund und Länder teilen sich Aufgaben und Geld. Die FDP will dafür eine neue Kommission. Eine Kommission ist eine Gruppe von Fachleuten und Politikern. Sie soll klären, wer was bezahlt und entscheidet.

Das Programm fordert eine neue Finanzföderalismuskommission und kündigt an, sich für ihre Einsetzung einzusetzen. Aufgaben der Länder soll der Bund nur ausnahmsweise mitfinanzieren. Wenn Aufgaben zwischen Bund und Ländern verschoben werden, sollen sich nach dem Willen der FDP auch die Geldströme entsprechend ändern.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir halten eine neue Finanzföderalismuskommission daher für unerlässlich und werden uns für deren Einsetzung stark machen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ministerien, Behörden und Stellen abbauen

Die FDP will weniger Bundesministerien, Behörden, Beauftragte und Staatssekretäre sowie deutlich weniger Stellen in der Bundesverwaltung. Aus ihrer Sicht spart das Steuergeld und macht den Staat effizienter.

Die FDP will einen kleineren Staat. Es soll weniger Ministerien und Behörden geben. Auch die Zahl der Stellen beim Bund soll sinken. Die FDP sagt: Das spart Geld der Steuerzahler.

Die Zahl der Regierungsbeauftragten soll sinken und über eine Regel „One in, one out“ niedrig bleiben; auch die Zahl der Staatssekretäre soll begrenzt werden. Das Entwicklungsministerium soll mit dem Auswärtigen Amt verschmelzen, das Bauministerium in einem anderen Ressort aufgehen. Außerhalb der Sicherheitsbehörden sollen deutlich weniger Stellen bestehen. Innerhalb der Ministerien sollen etwa Unterabteilungsleitungen entfallen. Bei nachgeordneten Behörden nennt das Programm als Beispiel, das Umweltbundesamt abzuschaffen oder neu aufzustellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir Freie Demokraten wollen die Zahl von Bundesministerien und Behörden reduzieren, ihre Strukturen verschlanken und Zuständigkeiten klarer festlegen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Ministerien, Behörden und Stellen verkleinern den Staatsapparat gegenüber heute, was zu einem schlankeren Staat und Haushaltsdisziplin passt.

Öffentlichen Dienst stärker an Leistung ausrichten

Die FDP will das Dienstrecht flexibler machen und Leistung in der Verwaltung stärker messen und belohnen. Die Verwaltung soll nach dem Programm den Bürgern dienen und eher ermöglichen als ablehnen.

Die FDP will die Arbeit in Behörden verändern. Gute Leistung soll mehr zählen. Auch die Zufriedenheit der Bürger soll in die Bewertung einfließen. Fachleute sollen leichter aufsteigen können.

Beamte sollen Erfahrungen außerhalb der Verwaltung sammeln können, teils soll das auch verlangt werden. Sogenannte Expert Tracks sollen Fachleuten Beförderungen erlauben, ohne dass sie ihr Fachgebiet aufgeben. Geplant sind ein einheitliches Bewertungssystem, Leistungskennzahlen und verbindliche Zielvereinbarungen. Ermessen und Eigenverantwortung sollen auf allen Ebenen wachsen. Als Vorbild nennt das Programm die Agentur SPRIND, die Fachkräfte zu marktnäheren Bedingungen anwerben darf.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger sollte in die beamtenrechtliche Beurteilung von Behördenleitungen und Mitarbeitenden einfließen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Leistungskennzahlen, Zielvereinbarungen und marktnähere Karrierewege übertragen Wettbewerbs- und Leistungsprinzipien schrittweise auf den öffentlichen Dienst.

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