Naturschutz auf Populationen und Ersatzgeld umstellen
Die FDP will im Artenschutz ganze Bestände und Lebensräume statt einzelner Tiere schützen und bei Bauvorhaben Geldzahlungen an die Stelle von Ausgleichsflächen setzen. Damit sollen Projekte schneller vorankommen und Naturschutzmaßnahmen großflächiger werden.
Die FDP will den Naturschutz ändern. Geschützt werden soll die ganze Tierart, nicht jedes einzelne Tier. Wer baut, soll Geld zahlen statt Ersatz-Flächen zu suchen. Mit dem Geld bezahlen Fachleute große Naturschutz-Projekte.
Einzelne Sichtungen nicht gefährdeter Arten sollen Bauprojekte nicht mehr lange aufhalten. Die Ersatzgelder sollen in einen Fonds fließen, aus dem Fachleute abgestimmte, zusammenhängende Schutzprojekte finanzieren. Deutsche Umweltstandards sollen an die europäischen angeglichen werden, weil strengere nationale Grenzwerte und Technikvorgaben laut Programm Produkte hervorbringen, die auf anderen Märkten nicht passen. In der Kreislaufwirtschaft setzt die FDP auf modernes Recycling anstelle von Produktverboten.
Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir wollen Ersatzgeldzahlungen statt die reale Kompensation durch Ausgleichsflächen zum Standard machen.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Markt
Auflagen für Bauvorhaben und nationale Umweltvorgaben sollen vereinfacht und abgesenkt werden, was Unternehmen von Regulierung entlastet.