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parteiprogramm

CDU/CSU zu Europa

Aus dem Programm „Politikwechsel für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 82 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Europa

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (+0,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EU-Beitritt des Westbalkans voranbringen, belarussische Opposition unterstützen

Die CDU und die CSU wollen deutliche Fortschritte bei der Aufnahme der Westbalkan-Staaten in die EU erreichen, ohne die Beitrittskriterien zu lockern. Sie sehen die Mitgliedschaft im wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interesse Deutschlands. Für Belarus wollen sie die Demokratiebewegung unterstützen.

Die CDU und die CSU wollen, dass die Westbalkan-Länder in die EU kommen. Die Regeln für den Beitritt bleiben aber gleich streng. In Belarus wollen die Parteien die Demokratie-Bewegung unterstützen.

Die Parteien halten eine neue politische Anstrengung für nötig und wollen den Berlin-Prozess fortsetzen, der die regionale Zusammenarbeit auf dem Westbalkan fördert. Für Belarus soll eine Freundschaftsgruppe entstehen, die die Opposition gegen die Regierung Lukaschenka mit einem Aktionsplan stützt. Das belarussische Volk soll frei über sich selbst bestimmen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Wir werden die Beitrittsbemühungen weiterhin positiv begleiten.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die Erweiterung der EU um den Westbalkan soll beschleunigt werden, was die Union ausbaut, bei unveränderten Kriterien.

EU auf Kernaufgaben und Bürokratieabbau ausrichten

Die CDU und die CSU wollen, dass die EU sich auf Aufgaben mit europäischem Mehrwert beschränkt und entbehrliche Aufgaben aufgibt. Sie fordern weniger EU-Bürokratie und mehr Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich soll die EU durch Reformen handlungsfähiger werden und die Subsidiarität stärker achten.

Die CDU und die CSU wollen eine EU mit klaren Schwerpunkten. Die EU soll nur regeln, was sie besser kann als einzelne Länder. Es soll weniger Bürokratie aus Europa geben. Die EU soll auch schneller handeln können.

Als Felder für mehr Europa nennt das Programm unter anderem Binnenmarkt, Energie- und Kapitalmarktunion, Forschung, Klimaschutz, Außenhandel, das Stoppen illegaler Migration, Digitalisierung und Verteidigung. Ein Aktionsplan sieht einen sofortigen Stopp neuer Belastungen bei EU-Initiativen, einen Wettbewerbsfähigkeits-Check, einen unabhängigen europäischen Normenkontrollrat und die Regel „One in, two out“ vor. Die Definition kleiner und mittlerer Unternehmen soll angepasst, die Schwellenwerte für öffentliche Aufträge sollen erhöht werden. Die Subsidiaritätsrüge soll einfacher werden. Die EU-Kommission soll vorhandene Mittel gegen Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit entschlossener einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Die EU muss sich auf jene Aufgaben konzentrieren, die auf europäischer Ebene besser als auf nationaler erfüllt werden können.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Belastungsstopp, „One in, two out“ und marktbasierte Instrumente verringern Regulierung für Unternehmen.

  • Europaeher weniger EU

    Die EU soll entbehrliche Aufgaben abgeben, neue Belastungen stoppen und die Subsidiarität stärker beachten, was Vorgaben aus Brüssel begrenzt, auch wenn einzelne Felder vertieft werden sollen.

EU-Erweiterung und Nachbarschaftspolitik neu ausrichten

Die CDU und die CSU wollen den EU-Beitritt stärker an den tatsächlichen Fortschritten der Kandidaten messen, ohne die Kriterien zu lockern. Für Länder, die noch nicht alle Anforderungen erfüllen, schlagen sie Zwischenstufen vor. Die Beziehungen zu Nachbarstaaten sollen neu aufgestellt werden.

Die CDU und die CSU wollen neue Länder in die EU aufnehmen. Diese Länder müssen aber alle Bedingungen erfüllen. Auf dem Weg dahin soll es Zwischen-Stufen geben. Die Türkei kann aus Sicht der Parteien derzeit nicht beitreten.

Den Beitritt der Westbalkan-Staaten, der Ukraine und Moldaus sehen die Parteien als sicherheits- und geopolitisches Interesse. Die Europäische Politische Gemeinschaft soll für den Dialog mit Nachbarn genutzt werden, ohne Doppelstrukturen zur EU. Mit Großbritannien soll vor allem in Sicherheit und Verteidigung enger kooperiert werden. Die Türkei gilt als strategisch wichtiger Partner, entferne sich aber von den Werten der EU. Partnerschaften mit Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz sollen gestärkt werden. Mit Staaten im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika soll die Zusammenarbeit wachsen, mit Schwerpunkt auf dem Verhindern illegaler Migration.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Deshalb soll die Erweiterung stärker an konkreten Leistungen der Beitrittskandidaten ausgerichtet werden – ohne Abstriche bei den Kriterien.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Europaausgewogen

    Die Erweiterung wird befürwortet und durch Zwischenstufen erleichtert, zugleich aber an strenge Leistungen und unveränderte Kriterien gebunden.

Keine Haftung für Schulden anderer EU-Staaten

Die CDU und die CSU lehnen es ab, dass Deutschland für Schulden anderer Staaten haftet. Die europäischen Schuldenregeln sollen verbindlich bleiben und Verstöße automatisch geahndet werden. Für den Krisenfall fordern die Parteien eine Insolvenzordnung für Mitgliedstaaten.

Die CDU und die CSU wollen nicht für Schulden anderer Länder zahlen. Die Schulden-Regeln in Europa sollen streng gelten. Wer sie bricht, soll automatisch bestraft werden. Für Staaten in Not soll es feste Regeln für eine Pleite geben.

Das Programm bekennt sich zum Stabilitäts- und Wachstumspakt mit den Maastricht-Kriterien: einem Schuldenstand von höchstens 60 Prozent und einem jährlichen Defizit von höchstens drei Prozent der Wirtschaftsleistung. Bei Verstößen soll ein automatisiertes Defizitverfahren greifen. EU-Haushaltsmittel sollen nur für Aufgaben mit europäischem Mehrwert verwendet werden. Die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank wird bejaht, eine Staatsfinanzierung durch sie abgelehnt.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Allen Formen einer Haftung Deutschlands für Schulden anderer Staaten erteilen wir eine klare Absage.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Defizit- und Schuldengrenzen sollen verbindlich bleiben und automatisch durchgesetzt werden, was Haushaltsdisziplin stärkt.

  • Europaeher weniger EU

    Gemeinsame Haftung für Schulden wird ausgeschlossen und EU-Mittel sollen auf Aufgaben mit europäischem Mehrwert beschränkt werden, was gemeinsame Finanzen begrenzt.

Was sagen die anderen Parteien zu Europa?

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